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  1. #11
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Ich bin überrascht über so viel Idee. Klingt auf den ersten Blick nicht schlecht, vor Allem für Personen, die sowas noch nie getragen haben. Ganz besonders motivierend allerdings finde ich die Bemerkung über den (vermeindlichen)Wohlstand der Segler die man mit derartigen Äusserungen in eine kapitalistische Ecke stellt. Warum nicht alle Mercedes und Porschefahrer???

    Ein guter Trockenanzug kostet einige hundert Euro, und die die ihn brauchen haben das Geld dafür sicher nicht zum Spaß ausgegeben und schon gar nicht um es für zweifelhafte Wirkung aufgrund einer fragwürdigen Idee zu spenden.
    Die Wirkung und die mit Hygienebedürfnissen im Einklang stehenden Notwendigkeiten werden hierbei nicht annähernd erfüllt, geschweige denn von der Tragbarkeit bei normalen Temperaturen.

    Man könnte auch alle Motorradfahrer aufrufen ihre Regenkombis zu spenden, die wären ausserdem billiger und würden ähnlichen Schutz oder Nichtschutz bieten wie Trockenanzüge.
    Die augenblickliche Situation ist gravierend. Man sollte aber pragmatisch bleiben und helfen wo und wie es Sinn macht und philantropischen Übermut etwas eingrenzen..
    Nur so nebenbei, ich habe durchaus solche Anzüge viel getragen da ich seit Jahrzehnten Jollenseglerin bin.
    Wenn man wenig darunter an hat kann man da drin durchaus ein paar Stunden agieren.
    Daher weiß ich auch was die Dinger kosten.

    Trotzdem soll es Händler und Hersteller geben die darüber nachdenken würden wenn es von Nutzerseite (=Pflege) nachgefragt wird.
    Um nichts anderes geht es mir im Moment, klären was die Fachleute dazu denken und es dann evtl. anstossen.

    Die Anzüge sind schliesslich 100x haltbarer als die anderen. Nicht für die Klinik, sondern für andere die sonst auch 1x Anzüge tragen. Z.B. diejenigen die "nur" Abstriche nehmen. Dann sind in der Klinik mehr 1x Anzüge verfügbar.

    Zweitens, habe ich es auch nicht "Dicke" trotzdem finde ich den Gedanken wert drüber nachzudenken. Egal ob man viel oder wenig Geld hat. Im Schnitt sind die Segler wohlhabend. Das ist nicht von der Hand zu weisen:
    Ich habe mir mein 20 Jahre altes Boot auch mühsam erarbeitet. Also, bzgl. "philantrophischen Übermut" bitte den Ball flach halten. Danke.

    Die Idee mit den Motoradkombis ist auch sehr gut!! Danke!

    Falls Du keine Lust hast bei so etwas mitzumachen musst Du ja nicht.

    Im Moment versuche ich ja zu lernen ob und wo das Sinn macht & rede deswegen mit Ärzten und Schwestern...

  2. #12
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    Der Hintergrund keine Mehrwegschutzbekleidung für den wechselnden Gebrauch zu nehmen ist einfach erklärt. Man muß die Dinger reinigen und desinfizieren, bevor sie wieder eingesetzt werden können. Dazu bedarf es einer Logistik und der Möglichkeit das korrekt zu tun. Daran scheitert es schon mal.
    Einwegschutzbekleidung ist da besser, weil sie nach jedem Einsatz entsorgt wird und somit keine weitere Gefahr mehr darstellt. Zm Entsorgen reicht es sie in dichte Plastiksäcke zu packen und zu einer Entsorgungsstelle zu transportieren. Vor der Entsorgung, üblicherweise durch verbrennen in einer entsprechenden Anlage, kommt niemand mehr mit den Dingern in direkten Kontakt.
    Diese Zustände haben sich seit Absolvierung meines Zivildienstes bei den Sanitätern Anfang der 80er kaum geändert. Nur Anzüge für Strahlenschutz und Chemieunfälle waren bei uns Mehrweg, war aber glücklicherweise nie bei so einem Einsatz dabei.

    Warum es im Moment eine Knappheit gibt, ist vielen unserer sozial eingestellten Mitmenschen zu verdanken, die diese Ware und anders dringend benötigtes Material wie Desinfektionsmittel gehortet haben. Nicht nur zur eigenen Verwendung(für die nächsten 10 Jahre) sondern um damit Geschäfte zu machen.
    Grundsätzlich schätze ich Engagement und Ideenreichtum sehr, nur nicht wenn es zu abwegig erscheint..

  3. #13
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    @franziska
    bevor Du Deine Idee weiterträgst, erkundige Dich bitte, welche Anforderungen an Schutzkleidung (Norman, Gesetze) gestellt werden.
    Als Beispiel kannst Du von dem folgenden Dokument ausgehen:
    https://www.krankenhaushygiene.de/cc...stung_DGKH.pdf

    Verstehe mich nicht falsch, aber kein Krankenhaus, kein Arzt, Soldat etc. wird im Corona-Einsatz Schutzkleidung tragen wollen, die nicht den Normen entspricht.

  4. #14
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Verstehe mich nicht falsch, aber kein Krankenhaus, kein Arzt, Soldat etc. wird im Corona-Einsatz Schutzkleidung tragen wollen, die nicht den Normen entspricht.
    Hallo,

    ganz genau!
    So ist auch die unbefleckte Empfängnis entstanden, weil sie der Norm entspricht.
    Merke:
    Am Anfang war die Norm.


    Peter

  5. #15
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ganz genau!
    So ist auch die unbefleckte Empfängnis entstanden, weil sie der Norm entspricht.
    Merke:
    Am Anfang war die Norm.


    Peter
    Flasch, 6 setzen!
    Im Gesundheitswesen war zuerst die Angst vor Schadensersatzklagen und den hohen Kosten für die Schutzausrüstungen!
    Als Folgen davon kamen die Normen, zuerst als Empfehlung, danach als Gesetze und Verordnungen.

    Stell Dir nur vor, was Du empfinden würdest, wenn Du aus der Narkose aufwachst und neben Dir steht ein Taucher....

  6. #16
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    Hallo,

    wenn man Unsinn reinkippt, kommt aus dem Gedankenspiel auch Unsinn heraus.

    Stell dir vor jemand behandelt dich nicht, weil der jemand meint ein Maleranzug und Socken wäre unsicherer als ohne.
    Wenn das Fachpersonal mit dem Ersatz nicht umgehen kann, dann ist es sein Geld nicht wert.

    Ich bspw. mache locker mit 3000 Volt Gleichspannung und Bananenstecker.
    Ein echtes Problem ist das nur für Elektro-Deppen.


    Peter

  7. #17
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    "helfen wo und wie es Sinn macht und philantropischen Übermut etwas eingrenzen.."

    Warum eigentlich? Es gibt einen Begriff den man ,mind map' oder auch " Brainstorming" nennt. Eine sehr sinnvolle Art und Weise, sich erst einmal nicht von ...das geht nicht etc. Blockieren zu lassen, sondern gemeinsam mit kreativen und vielleicht ganz verrückten Gedanken mit einer Sache beschäftigten. Und ja, dazu gehört auch ÜBERMUT.
    Meine Hochachtung für Franziska, die schon in ihrem Eingangspost abwertende Posts fast erwartete hatte. Ich finde so eine Idee erst einmal großartig. Chapeau, Franziska.

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