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  1. #171
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    Zitat Zitat von kimarx Beitrag anzeigen
    Na, wie gefällt Euch meine schnittige Zanzibar Dhaw?

    Das Ding war übrigens für afrikanische Verhältnisse recht teuer.

    Grüsse. Kimberly
    Wirklich interessant. Würde mich reizen mit sowas mal zu segeln. Hatte mal das Vergnügen eine Proa auf Vanuatu zu bewegen. Hatte dazu nicht sehr viel Zeit um mich einzulernen.
    Das ist ja alles sehr schön und nett, aber was hat denn das mit dem Leben an Bord zu tun, wofür du Dich so brennend interessierst?

    Du hast angeführt, dass die Meisten hier noch kein Jahr durchgehend an Bord gelebt haben, ist das jetzt eine Mutmaßung oder Wissen?

    Die längste Zeit , die ich an Bord verbracht habe war etwas über ein Jahr. Dies gemischt, sowohl im Wasser als auch hoch und trocken an Land und ist schon geraume Zeit her.
    Aber wo ist da der Unterschied ob man jetzt 3, 4, 6 oder 20 Monate oder mehr an Bord lebt? Um zu wissen wie das ist, braucht man nicht so lange, da reichen schon ein paar Wochen, für Manche sogar nur ein paar Tage.
    Wie ich schon beschrieben habe ist das Wesentliche an der Sache, mit dem Bewusstsein an Bord zu leben, Alternativen zu haben ohne hier einem Zwang ausgesetzt zu sein. Freiwillig mit offenen Optionen geht alles leichter.

    Wenn Du etwas in der einschlägigen Lektüre durchblätterst, wirst Du Storys von Menschen finden, die sich diesem Leben voll ergeben haben und Storys über Leute, die zB. die Welt in Etappen umrunden und nach Monaten an Bord wieder für Wochen oder gar Monate etwas Anderes machen. Auch das hängt natürlich von der jeweiligen Flexibilität ab.
    Auch freue mich immer wieder mit derarigen Weltenbummlern zur See ins Gespräch zu kommen und sich auszutauschen.

    Das Leben an Bord besteht aus liegen in Buchten oder Häfen oder Trockenplätzen. Bei Letzterem ist zb. die sanitäre Versorgung komplizierter. Toilettengänge werden dann über die Landtoiletten der Werft/Marina erfolgen müssen, und auch die regelmäßige Körperpflege wie duschen verlegen sich in diese Ecke, mit dem jeweiligen Rauf und Runter über die wackelige Hühnerleiter. Trockenmarinas mit Zugangsstegen sind eher selten und wenn, dann sind sie enstprechend kostspielig. Da sind halt die Verhältnisse sehr unterschiedlich, was Hygiene anbelangt. Auch in Häfen kann man bei langzeit stehen nicht einfach ins Klo kacken und dann rauspumpen. Ein vorhandener Tank ist schneller voll als man denkt, also wird man auch hier die Landtoiletten verwenden müssen, zur Not hat man halt ein Chemoklo mit.

    Details über Details.. am Besten du verabschiedest dich von Selbstverstänlichkeiten, die Du von zu Hause gewohnt bist. Aber als alte Afrika -Spezialistin werden Dir solche Dinge eh kaum was ausmachen.

    Also: zuerst Segeln gehen, dann Ausbildung machen, dann Schiff anschaffen und dann aufbrechen. Oder willst Du drüber reden und planen aber nie losfahren, wie 90 Prozent derer, die so rüberkommen wie Du, oder willst Du warten bis Du 80 bist..?

    Yippie

  2. #172
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    Hallo kimarx, von mir wiedermal was konkretes:https://www.yachtworld.com/boats/198...SVGY4Ju7A3AEy0
    Mein Schiff ist ein solches, ich kann es alleine fahren, ich denke, Du würdest das auch schaffen. Diese Konfiguration ist den Solo-Rekord-Weltumseglern wie Chichester oder Moitessier auf den Leib geschneidert. Das zeigt auchmal, wie das Budget beschaffen sein sollte. Ob das Ding dafür tatsächlich segelfertig ist, wage ich nicht zu sagen, aber es ist wohl kein Bastelding. Wenn man ganz bewußt so ein Schiff in schlechtem Zustand kauft und wirklich alles selber macht, reicht weniger als die Hälfte dieses Budgets (inkl. Ersatzteile). Den Lebensraum, den dieses Schiff zu bieten hat, halte ich für ein Minimum.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  3. #173
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    Wirklich interessant. Würde mich reizen mit sowas mal zu segeln. Hatte mal das Vergnügen eine Proa auf Vanuatu zu bewegen. Hatte dazu nicht sehr viel Zeit um mich einzulernen.
    Das ist ja alles sehr schön und nett, aber was hat denn das mit dem Leben an Bord zu tun, wofür du Dich so brennend interessierst?

    Du hast angeführt, dass die Meisten hier noch kein Jahr durchgehend an Bord gelebt haben, ist das jetzt eine Mutmaßung oder Wissen?

    Die längste Zeit , die ich an Bord verbracht habe war etwas über ein Jahr. Dies gemischt, sowohl im Wasser als auch hoch und trocken an Land und ist schon geraume Zeit her.
    Aber wo ist da der Unterschied ob man jetzt 3, 4, 6 oder 20 Monate oder mehr an Bord lebt? Um zu wissen wie das ist, braucht man nicht so lange, da reichen schon ein paar Wochen, für Manche sogar nur ein paar Tage.
    Wie ich schon beschrieben habe ist das Wesentliche an der Sache, mit dem Bewusstsein an Bord zu leben, Alternativen zu haben ohne hier einem Zwang ausgesetzt zu sein. Freiwillig mit offenen Optionen geht alles leichter.


    Yippie
    Ja, das sind schon sehr spezielle Boote, aber sie sind keine Vergnügungsbotte, sondern vor allem werden sie von den Fischern dort gefahren.
    Was sie mit Yachten zu tun haben? Im Prinzip nicht viel, nur dass es eben auch segeln ist und dass man sich Schwielen an den Händen holt:-) (Einige Teilnehmer denken wohl, ich sei aus Zucker:-)))

    Darum sagte ich ja ausdrücklich 'Die Meisten', da ich sehr wohl der Meinung bin, dass der ein oder andere hier im Forum, so wie Du, bereits lange Zeit auf dem Segler zugebracht haben.

    Ja klar, Bücher lesen kann ich auch, aber ich wollte bewusst nicht nur die Schilderungen der grossen Meister, sondern von ganz normalen Leuten.

    Segeltörns, wie bereits gesagt, ohne Corona wäre ich vom ersten bereits zurück und der zweite stünde unmittelbar bevor.

    Danke für den Hinweis mit den '80', vollkommen richtig erkannt. Die Zeit arbeitet gegen mich. Ich bedauere, dass ich mich. nicht früher diesem interessanten Gebiet gewidmet habe, aber ich hatte ja auch ein gutes Leben, kann mich also nicht beklagen:-)

    Grüsse. Kimberly

  4. #174
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    Hallo kimarx, von mir wiedermal was konkretes:https://www.yachtworld.com/boats/198...SVGY4Ju7A3AEy0
    Mein Schiff ist ein solches, ich kann es alleine fahren, ich denke, Du würdest das auch schaffen. Diese Konfiguration ist den Solo-Rekord-Weltumseglern wie Chichester oder Moitessier auf den Leib geschneidert. Das zeigt auchmal, wie das Budget beschaffen sein sollte. Ob das Ding dafür tatsächlich segelfertig ist, wage ich nicht zu sagen, aber es ist wohl kein Bastelding. Wenn man ganz bewußt so ein Schiff in schlechtem Zustand kauft und wirklich alles selber macht, reicht weniger als die Hälfte dieses Budgets (inkl. Ersatzteile). Den Lebensraum, den dieses Schiff zu bieten hat, halte ich für ein Minimum.
    Viele Grüße
    nw

    Wow, danke für den Link - cooles Teil! Minimum Lebensraum???

    Grüsse. Kimberly

  5. #175
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    danke schön, da gibt es einige interessenten hier an derartigen schiffen
    details der ausleger würden mich interessieren, auch das ungefähre gewicht
    und sonstige segeleigenschaften

    ich wundere mich aber über deine bezeichnung DHAW dafür
    klar es gibt DAU; DHAU; und eng. DHOW.... verbreitet überall im indischen ocean, aber das sind alles keine auslegerfahrzeuge


    ich dachte bisher auf sansibar hiessen die traditionellen ausleger boote NGALAWA?
    Auf Sansibar (Swahili: Zanzibar oder genauer gesagt, die Hauptinsel, die wir als Sansibar kennen, heisst in Wirklichkeit Unguja), heissen die Dinger so, ich habe diese Bezeichnung vorher für solche Boote auch nicht gekannt, aber ich vermute, da Sansibar über 1000 Jahre lang ein arabisches Sultanat war, haben die einfach den Begriff Dhaw, oder deutsch Dau, engl. Dhow, für alle ummotorisierten Wasserfahrzeuge übernommen.

    Gewicht kenne ich nicht, schätze das Boot jedoch auf ca. 400 kg. Es gibt keine Nägel oder Schrauben, alles Holz und Hanftaue und alles nur gesteckt. Sie sind sehr widerstandsfähig und segeln besser, als sie aussehen. Aber sie sind schwer zu manövrieren.
    Der Vorteil ist, man kann mit ihnen einfach auf dem Strand auflaufen, das teilweise scharfe Korallengestein macht ihnen wenig aus. GFK geht da sofort kaputt, so haben sie ja auch meinen 420er und den Top Kat ruiniert.

    Grüsse. Kimberly

  6. #176
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    Hallo kimarx, das mit dem Lebensraum muß man meiner Meinung nach sehr eng sehen. Trotzdem eine Amphitrite verhältnismäßig groß ist, besteht der verfügbare Innenraum aus festinstallierten Sitzen und Kojen und natürlich Toiletten und Pantry, dazwischen gibt es nur schmale Durchgänge, wo nur einer, keine zwei sich bewegen können. Weil ich allein fahre, fällt das kaum auf, bei Zweien muß sich erst der Eine hinsetzen, damit der Andere vorbeikann. Anders natürlich an Deck, da gibt es speziell bei der Amphitrite mit dem Flushdeck schon ordentlich Platz. Bezeichnend ist, daß ich auf meinem doch recht großen Schiff keinen Ort finde, an dem ich mich bequem hinlümmeln könnte, um ein Buch zu lesen oder am Computer zu arbeiten, ohne Rückenschmerzen zu bekommen. In einer selbst kleinen Landwohnung wäre das z.B. ein Fernsehsessel, am Schiff git es für sowas beim besten Willen keinen Platz.
    Und es wurde schon viel über Segeleigenschaften geschrieben, die meistens im Gegensatz zum Raumangebot stehen. Die weitaus überwiegende Zeit liegt man vor Anker oder im Hafen (95%), da ist der Lebensraum wichtig. Ob man nun ein paar Stunden eher am Ziel ist, spielt da nur eine untergeordnete Rolle. Auch wenn das Fahren mit einem Tri mehr Spaß macht, es ist bedeutend stressiger als auf einem gemütlichen Langkieler. Mit dem wird man in einem besseren Zustand ankommen, auch wenn es länger dauert.
    Wenn man wirklich auf dem Schiff leben will, wird man außer Segeln auch noch andere Dinge tun, für die man Raum und Stauraum benötigt. Je länger die Zeit und je weiter gespannt die Interessen, umso mehr Platz braucht man. Im Prinzip muß man nur seine eigene Wohnung als Beispiel nehmen. Wenn es da ausschaut wie im Möbelhaus, wird man auf dem Schiff auch nicht mehr Platz brauchen. Wenn man aber zuhause für diverse Hobbies volle Schränke hat, wird es am Schiff nicht lange Spaß machen, wenn man nur segeln kann.
    Und natürlich nicht so nebenbei, was am Schiff zu tun ist. Je nachdem, wie weit die eigenen Fähigkeiten oder das Budget reichen, muß man Werkzeuge, Ersatzteile und Material vorhalten. Auch das braucht Platz!
    Da wirst Du noch einiges bedenken müssen, bevor Du bei einem Schiff zuschlägst! Schau Dir mal den Facebookeintrag von Fatty Goodlander an! https://www.facebook.com/capnfatty
    Viele Grüße
    nw
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  7. #177
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    Hmm, na ja, ehrlich gesagt Anzeigen wie diese findet man auch auf Europäischem Gebiet, aber ist der Wunsch zum Kaufpreis der Vater des Gedankens. Noch dazu eine Ketsch, und das für Einhand. Na ja, wie dem auch sei, das geht wesentlich billiger.
    Leute, die diesen Traum aus den 80ern um so einen Preis anbieten, probieren es halt oder haben einfach die letzten 30 Jahre verschlafen.

    Aber soweit sind wir ja noch nicht. Da kommen noch andere, wichtigere Dinge davor bis man wissen kann was man braucht und was man will.

    Mike

  8. #178
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    Hallo yippieaye, hast Du schonmal eine Ketsch gesegelt? Ich habe das erst mit dem eigenen Schiff gesehen, vorher nur Erfahrung mit Einmastern. Ich gebe zu, mit gutem Autopilot und Powerwinschen geht es auch mit einem Mast bei gleicher Größe, aber ich möchte auf den Besan nicht mehr verzichten, es ist einfach eine Fülle von unerwartet guten Eigenschaften. Und es ist auch heute noch ein Traum. Ob bei diesem speziellen Schiff der Preis gerechtfertigt ist, ist eine andere Sache. Hätte ich die Wahl zwischen einer neuen Bav und diesem Schätzchen(bei gleichem Preis und Größe), fiele mir die Wahl nicht schwer!
    Viele Grüße
    nw
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  9. #179
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    Hi Sucher, wirklich ein sehr schönes Schiff. Chapeau. Es ist natürlich immer schwierig mit Vergleichen von Lebensräumen, aber ich hatte schon wesentlich weniger Platz und fand es super, aber ich hatte mangels bürgerliches Leben auch noch nie einen Fernsehsessel:-)

    Deine Schilderung klingt jedenfalls sehr realistisch. Danke dafür. Das ist es eigentlich, was ich in diesem Thread erwartet habe, als ich ihn gestartet hatte.

    Grüsse. Kimberly

  10. #180
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    Hi haribo,

    Hatte vergessen zu ergänzen, der technische Ausdruck Ngalawa mag durchaus richtig sein, aber wie in wahrscheinlich allen Sprachen der Welt gibt es halt auch eine Fachsprache und eine Umgangssprache. Ich habe in meinen dreieinhalb Jahren, in denen ich mit der Insel zu tun hatte und meine Aufenthalte waren zwischen ein paar Tagen und einmal fünf Monate am Stück doch sehr intensiv, von den örtlichen Fischern nur den Ausdruck 'Dhaw' gehört.

    Gruss Kimberly

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