Ergebnis 1 bis 6 von 6
  1. #1
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    Standard Charteryacht Eigner Erfahrungsaustausch

    Hallo Forum,

    mein Name ist Werner und bin im dritten Jahr Eigner einer Segelyacht die in Kroatien im Charterbetrieb läuft.
    Es gibt offensichtlich wenig aktuellen Austausch zwischen Eignern, jedenfalls habe ich keine aktuellen Diskussionen gefunden.

    Ich möchte nicht über Sinn und Unsinn eines Kaufcharter sprechen und bitte schonmal alle auf Kommentare zu verzichten wie "Geld verbrennen usw."
    Jeder hat einen eigenen Grund warum er dieses Spiel eingegangen ist.

    Mir geht es darum sich einfach auszutauschen und Erfahrungen zu teilen. Es gibt unzählige Yachten, alleine in Kroatien, die alle irgendjemand gehören und sicher ist ein großer Teil davon wie in meinem Fall im Charterkauf unterwegs.

    Insbesondere ist das Jahr 2020 ein aufregendes Jahr was den Deckungsbeitrag angeht. Da sind, zumindest für mich, im Vorfeld schon Kosten entstanden die ich vermutlich in dieser Saison nicht mehr einnehmen werde.

    Wie schätzt Ihr so die zweite Jahreshälfte ein?

    Nur kurz zur Ergänzung: ich habe ein recht kleines Schiff gekauft, nicht finanziert oder ähnliches, und ich habe das nur zum Spaß gemacht. Weder lebe ich davon, noch will ich davon leben.
    Ein Hobby wie viele andere die Geld kosten.

    Ich würde mich über "Eigner Austausch" freuen, auch über interessierte zu diesem Thema.
    Natürlich auch gerne per PM.

    An die Moderatoren: Falls ich hier im falschen Forum bin, dann bitte ich kurze Info

    Auf einen baldigen Saisonbeginn

    Bleibt gesund

    Werner
    Geändert von warnauto (22.04.2020 um 10:57 Uhr)

  2. #2
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    Ich hab das Thema in den allgemeinen Diskussionsbereich verschoben. Der Bereich für die verschiedenen Bootskategorien ist für Typspezifische Fragen/Antworten.
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  3. #3
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    Ich bewundere Eigner die ihr Schiff zur Vercharterung stellen. Jede Bemerkungen hinsichtlich Kaufcharter unterlasse ich jetzt.

    Als beinahe 40 Jahre lang Charterfahrer (auch mit Schiff vom Sohn, der wollte, musste ja auch Kohle sehen) kommen mir bei jedem Törn immer mehr und mehr die Tränen.
    Wie heutzutage mit den Schiffen umgegangen wird ist, noch freundlich gesagt unter jeder Sau. Auch wenn die Schiffe bei der von mir genutzten Firma technisch OK sind (zum Saisonende mal mehr mal weniger, aber das ist erklärbar)kann man von Jahr zu Jahr, wenn man öfters das gleiche Schiff nutz, den Verfall sehen.
    Als Vercharterer würde ich trotz höherem Aufwand viel mehr in die Kautionskiste greifen.
    Ich kann einfach nicht begreifen, wie mit dem Eigentum von irgendwem umgegangen wird.
    Werner wie sieht das bei deinem Schiff aus?
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  4. #4
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    Ich selbst bin zwar Eigner, habe aber kein Schiff im Charter. Allerdings haben Freunde von mir eines in HR und ein anderer Kumpel hat seines vor 2 Jahren herausgenommen, da er selber gerne mehr in den interessanten Jahreszeiten segeln möchte.

    Wie mit den Schiffen umgegangen wird ist eine Sache, wie sie gepflegt werden eine Andere. Im Endeffekt erkennt man am Pflegezustand die Qualität des Charterunternehmens.

    Also, Du möchtest unsere Einschätzung bezüglich Charterauslastung für 2020 wissen. Nun, das hängt in erster Linie mal davon ab, wie das alles jetzt weiterläuft, wie die Reisemöglichkeiten wieder hergestellt werden und unter welchen Voraussetzungen.

    Chartern ist meist etwas Anderes als mit dem eigenen Schiff herumsegeln. Was ich meine ist, dass Charterer meist mehr Wert auf die Qualität des Gesamturlaubs legen, als denn puristisches Segelvergnügen erleben zu wollen. Mit Familie und Freunden dann irgendwo anlegen und nett ausgehen gehört ebenso dazu, wie eine Nacht in der Bucht etc. Wird die touristische Infrastruktur wieder wie gewohnt da sein, und nicht zu vergessen, wie sieht's mit der Sicherheit bezüglich Ansteckung und eventueller Krankenversorgung aus?
    Ich glaube, dass diese Parameter viele von Ihrem Entschluss, dieses Jahr segeln zu gehen möglicherweise abhalten können. Ein Woche ist schnell um, da will man halt nicht riskieren einen Einfahrer zu kaufen. Chartern ist ja doch nicht soo billig und wenn dann, neben den ohnehin vorhandenen anderen Risiken wie Wetterlage etc. dann auch noch DAS dazu kommt..nun ja.

    Bei Eignern mag das anders sein, zumindest sehe ich das so, weil ich meine Kosten ohnehin am Laufen habe. Wenn ich nix nutze, zahl ich auch umsonst. Der Vorteil, bei mir spielt die Zeit keine Rolle, und wenn der eine Wirt nicht offen hat, dann ist es halt der, welcher 10 Meilen weiter ist usw.
    Aber das kannst Du dir ohenhin alles auch selber ausmalen. Das Angebot an Charteryachten ist ja zu Normalzeiten schon überpowert, was ist dann jetzt. Dumpingangebote, nur um die Schiffe rauszukriegen werden wohl auch nicht der Waisheit letzter Schluss sein. Ab einem bestimmten level ist die Schmerzgrenze erreicht, und da ist es wahrscheinlich billiger die Kiste stehen zulassen.

    Ja, so schätze ich den Markt für dieses Jahr ein, ziemlich beka**t...rein subjektiv..

    yippie

  5. #5
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    Standard

    Guten Morgen Peter,

    herzlichen Dank für deinen Beitrag.
    Ich habe in dieser Hinsicht keine negativen Erfahrungen. Das liegt m.E. auch daran dass mein Schiff klein ist. Ich habe eine Bav 34 cruiser mir zwei Kabinen.
    Ich habe mich für das Boot entschieden zum Einen weil es neu recht Preiswert war. Es ist alleine zu segeln ohne eine helfende Hand notwendig zu haben. Und ich werde es später aus der Charter nehmen wenn ich mehr Zeit habe in Kroatien zu verbringen. Es passt auch noch an meinen privaten Liegeplatz von der Größe her.
    Für eine "Charterunfreundliche" zwei Kabinen Version habe ich mich u.a. aus folgendem Grund entschieden. Das Boot wird in der Regel von Ehepaaren, oder anderen 2 Personen Crew gebucht. Max. Ehepaar mit zwei kleinen Kids.
    In aller Regel, und in den vergangenen zwei Jahren ohne Ausnahme, wurde das Schiff sehr pfleglich behandelt. Natürlich ist ein Schiff mit 24 Wochen Nutzungsdauer abgenutzter als ein Boot mit 4 Wochen Nutzung im Jahr. Aber ich bin sehr zufrieden damit.
    Die Jungs und Mädels in der Marina bzw. Charterfirma kümmern sich sehr gut um die Technik bzw. Reinigung.
    Ich nutze mein Boot natürlich auch selbst, bin aber auch sonst ab und an zum Crewwechsel vor Ort.
    Ich persönlich denke, bzw. sehe das auch in meiner Heimatmarina, dass bei drei Kabinen bzw. größeren Schiffen einfach die Konstellation der Crews dem Schiff nicht gut tun. Schiffe mit 3-4 Kabinen sind schnell mal auch, aus Kostengründen, vollgepackt mit Mannschaften die in der Summe nicht alle eine pflegliche Einstellung zum Fremdeigentum haben.
    Auch teilweise weil schlicht die Erfahrung fehlt.

    Einen Satz möchte ich doch loswerden zum Thema Kaufcharter. Ich denke ich kann das recht neutral bewerten.
    Wer EIN Schiff in Kaufcharter zum Geldverdienen einsetzen will wird es schwer haben. Es deckt in der Regel die Kosten und es bleiben ein paar Mark über. Die aber in schlechten JAhren wie 2020 wieder investiert werden müssen. Schwierig stelle ich mir das vor wenn man dazu noch das Boot least oder finanziert.
    Ich denke das funktioniert Geschäftlich wenn man einige Boote laufen hat und am Ende mit den Booten selbst dealt. Aber das ist ein Business von dem ich nichts verstehe und maße mir hier auch keine wertende Meinung an.

    Ich wollte einfach ein Segelschiff besitzen dass ich 4-5 Jahre nach dem Kauf zu mir nach Hause stelle und einfach ab und an Spaß habe. Und wenn ich den nicht mehr habe dann verkaufe ich es und hoffe auf einen überschaubaren Verlust.

    In diesem Sinne wünsche ich allen Ausdauer und Spaß in Homeoffice und Urlaubsplanungen, auch wenn es diese Jahr durchaus auch mal Zuhause sein kann.

    Grüße

    Werner

  6. #6
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    Standard

    Hallo Yippie,

    auch dir herzlichen Dank für deinen Beitrag.
    Ich stimme dir zu und bin hier mit meiner Charterfirma auch im Gespräch. Mein Boot soll immer als letztes Angeboten werden wenn alle anderen in meiner Größe gebucht wurden. So dass ich von extremen Rabatten absehen möchte. Ich habe alle Fixkosten in diesem Jahr vorfinanziert so dass ich das Boot entweder zum "vernünftigen Preis" verchartere, oder selbst nutze oder eben auch stehen lasse.
    Herzliche Grüße
    Werner

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