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  1. #11
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    Zitat Zitat von Sunbeamer Beitrag anzeigen
    ......... In meinen alten Segelbüchern steht noch, der Motor sei beim Segelboot stets nur ein Hilfsmotor, gerade auch bei Sturm. Die Philosophie ist eine andere geworden..
    Das ist richtig, es ändert sich die Zeit und mit ihr die Menschen. Müßig das zu bewerten

    Zitat Zitat von Sunbeamer Beitrag anzeigen
    .......... Wenn ich mit einem Fahrzeug liegengeblieben bin, egal ob Auto, Motorrad oder Boot, war es moderne Technik.
    Ja, früher war alles schöner, größer und aus Holz.
    Wie schön war es doch, als man mit regelmäßigem Abschmieren der Vorderachse (alle 2500km) den Käfer bis zu 100 000 km beten konnte und wenn der gute Renault Diesel im Boot tatsächlich ansprang, wenn man wusste an welcher Stelle man auf den Anlasser klopfen musste. Einen Käfermotor bekam man en jeder Straßenecke und der Hammer für den Anlasser lag bereit. Das waren noch Zeiten.

    Zitat Zitat von Sunbeamer Beitrag anzeigen
    ......".... die peripheren Aggregate sind häufiger die Quelle des Übels."
    Völlig richtig. Vor allem bei modernen Motoren. Zuweilen ist es nicht der Motor selbst, sondern sind es die extrem teuer gewordenen Komponenten, die nur noch als Modul getauscht werden können und eine Erhaltung unwirtschaftlich machen.....
    Das ist die Spezialität der renommierten Motoren mit der grünen Lackierung.

    Zitat Zitat von Sunbeamer Beitrag anzeigen
    ............, und das selbst in die Hand genommen ..."
    Wenn ich ehrlich sein soll, Sumbeamer, ich hab eigentlich keine Lust die Reparatur "selbst in die Hand zu nehmen", obwohl ich es kann.
    Zündschlüssel drehen muss reichen.
    Die geschickern Schrauber halten die Schätzchen am laufen, das ist aber zuweilen ein Fulltime Job.

    Ein robustes modernes Grerät hat schon was, mir reicht es, wenn ich das Auto alle zwei Jahre in die Werkstatt bringe und an den Bootsmotor einmal/a Hand anlege.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  2. #12
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    Also das mit dem Hilfsmotor ist schon irgendwie als "von einst" zu sehen. Wenn ich mir so die alten Schrifften ansehen, wo drinnen stand dass 3 PS pro Tonne Schiffsgewicht mehr als ausreichend seien, dann errinnert man sich auch an die "Erweiterungen" auf 4PS/T. Heute ist man auf gut 5 PS / Tonne und das ist gut so. Auch 6 PS sind ein guter Wert und auch in harten Fällen mehr als ausreichend. Es sollte ja auch ein ausgeglichenes Verhältnis zum Verbrauch bestehen bleiben. Auch werden die Motoren mit zunehmender Größe schwerer.

    Viele der Schiffe nach 1995 haben auch schon eine "modernes" Motorenkonzept mit Alugussmotoren, aber auch die aus Stahlguss waren damals noch aktuell.
    Das Gewicht hat sich dabei kaum geändert. Mein MD22 LB hat zb. so um die 250Kg. Der jetzige Äquiwalenttyp D2 50/130 hat ebenfalls 253Kg, also um nichts leichter. Der Verbrauch ist bei meinem Motor etwa bei 2,5L/Std (Marschfahrt bei etwa 2000 Upm). Der Neue soll sogar ein Bisschen mehr brauchen. Aber das hängt natürlich auch von Faktoren wie des Propellers etc. ab.

    Wenn der "Alte" schon endlos viele Betriebstunden drauf hat, manche Sachen ohnehin schon hinüber sind, und man nicht wirklich selber Hand anlegen kann, bzw. die echte Vertrauenswerkstatt vorhanden ist, dann ist man geneigt, schon alleine aus dem HabenWollen Grund und einer mentalen Beruhigung, zum Neumotor zu tendieren. Da hat man wieder Garantie, kann unter Umständen diese auch noch erweitern, und hat einen Motor, der aktuell ist und die Ersatzteilversorgung mit Originalteilen gewährleistet ist.
    Dafür aber wird man es schwerer haben, Nachbauteile zu bekommen, die ja mitunter nicht schlechter sind als die Originalen, aber nur einen Bruchteil des Origianlpreises ausmachen. So eben etwa beim MD22, der ja nichts Anderes als ein Perkins Prima ist und in Tausenden von Bau und Landmaschinen eingesetzt wurde und die Ersatzteilpreise nicht mal annähernd an die VP Preise rankommen und dennoch Original sind, nur in grau statt in grün.

    Aber klar, irgendwann wird ein jeder Motor fällig, und wenn dann mal wieder eine Aktion ist, schlägt man halt zu und spart. Meist kriegt man für den alten Kumpel auch noch einen Obolus, was den Neupreis nochmals mindert.

    Yippie

  3. #13
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    Hallo,

    mein Volvo-Einkreiskühler wurde für 3000 Euronen überholt und läuft seit 11 Jahren 1a.


    Peter

  4. #14
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    Zitat Zitat von yippieaye Beitrag anzeigen
    ......... Heute ist man auf gut 5 PS / Tonne und das ist gut so. Auch 6 PS sind ein guter Wert .................
    Nein Yippie, das ist Inflation.
    Wenn ein dicker Balken hält, hält ein doppelt so dicker nicht besser.
    Wenn 5 PS/t reichen um das Schiff auf Rumpfgeschwindigkeit bringen und bei 2000-2200 U/min die Marschfahrt zu erreichen ist alles was mehr ist Verschwendung. Mehr bringt absolut keinen Vorteil, keinen Komfort, keine Sicherheit, im besten Fall "ein gutes Gefühl".
    Für jedes Boot gibt es die optimale Schraube. Der Motor, der diese drehen kann ist richtig, mehr ist Unvernunft. Ein doppel so starker kann sie auch nur drehen, nicht schneller und nicht "stärker". 2000 U/min bleiben 2000 U/min.
    Gänzlich anders als beim Auto, da bringt mehr tatsächlich mehr, unabhängig von der Vernunft. Boote haben aber kein Schaltgetriebe.
    Moderne Yachten, mit großer projizierter Windwiderstandsfläche brauchen 4,5-5 PS/t wenn man sie tatsächlich über viele Meilen gegen den starken Wind prügelt. Aber welcher Segler tut das schon, abgesehen von denen die nicht segeln (können?).

    Ist natürlich auch eine Frage der Philosophie. Zur Zeiten der Hilfsmotoren verstand man unter Segeln das Erreichen des Ziels mit Hilfe der Segel, heute das Erreichen des Ziels mit einem Segelboot. (Es gibt Ausnahmen)
    Bei wenig Wind oder Flaute reichen wirklich 3PS/t, bei Wind lieferte der Primärantrieb die Fahrt.
    Ich erinnere mich an die Frage eines Stegnachbarn: "Wo geht´s den Morgen hin?" - "Nirgendwo hin. Morgen ist Flaute" - "Aber dann kann man ordentlich Strecke machen". Strecke machen- nein danke, obwohl, da hätten auch 3PS/t gereicht. Egal ob von einer neuen oder einer überholten Maschine.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #15
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen

    Für jedes Boot gibt es die optimale Schraube.
    .


    So kann man es zusammendampfen.
    Die Krux ist dass man es permanent, immer , immer aufs Neue , kontinuierlich , immer wieder erklären muss--also die dahinterstehenden Details.

    Muss man das ?

    Naja gut,.....
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  6. #16
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Wenn ich ehrlich sein soll, Sunbeamer, ich hab eigentlich keine Lust die Reparatur "selbst in die Hand zu nehmen", obwohl ich es kann.
    Nur zur Klarstellung: Das "selbst in die Hand nehmen" stammt nicht von mir, sondern hatte ich von Sucher zitiert. Meine Intention ging durchaus in deine Richtung. Ich habe früher, als ich zu Studentenzeiten alles selbst machen musste, auch Kopfdichtung/Getriebe gewechselt, aber ich hätte dazu heute schon gar nicht die Zeit.

  7. #17
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    Hallo Ihr, bei genauerem Hinsehen liegt der Hauptvorteil von so einer eigenhändigen Reparatur nicht in der momentanen Ersparnis, sondern in der Gewinnung von intimen Kenntnissen der eigenen Maschinenanlage, der Anschaffung von Werkzeugen, die man für solche Aktionen braucht, und das Wissen, welche Ersatzteile wirklich wichtig sind. Nicht zuletzt weiß man wirklich ganz genau, was an Servicearbeiten unverzichtbar ist. Was ich schon beim Umgang mit Oldtimern gelernt hatte, ist nur sich selbst, und nicht irgendwelchen "Fachleuten" zu vertrauen, wird beim Segeln in weniger gut ausgestattete Länder zur Notwendigkeit und esssentiellen Bedingung. Dieses Forum ist voll von geradezu haarsträubenden Berichten über die (Fehl-) Leistungen von deutschen Werften. Ich kann nur schwer nachvollziehen, ob es Blauäugigkeit oder Wagemut ist, wenn hier gefragt wird ob ein Standard-Werkzeugkoffer aus dem Baumarkt für eine Atlantiküberquerung ausreicht. Genauso fällt mir bei manchen Havarieberichten schwer, den Unterschied zwischen Unfähigkeit und "kreativer Gestaltung eines Versicherungsfalles" zu erkennen.
    Ich denke, wenn man beim Segeln weiter ausholen will, ist es unverzichtbar, sich für solche Reparaturmanöver eigene Erfahrungen zu veschaffen.
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  8. #18
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    @sucher
    Hier übertreibst Du gewaltig, das ist nicht in Ordnung.
    Die größte Schwierigkeit ist, dass man die Zeit haben muß, sich in die Thematik einzulesen und Erfahrungen zu sammeln.
    Diese Zeit haben Heute viele nicht!!
    Du betonst immer wieder, dass Du an der Reparatur Deiner CLassic Cars viel gelernt hast....was ist mit denen die die berühmten „2 linken Hände“ haben? Sie können trotzdem sehr gute Segler sein, die sogar den Motor garnicht brauchen!
    Als Schüler und Student habe ich damals meinen Jockel gewartet und instandgesetzt und zwar durchaus mit Werkzeug aus dem „Baumarkt Werkzeugkasten“. Wenn man kaum Geld hat, dann muss man halt sparen. Und wenn Du ehrlich wärst, wüßtest Du, dass man nur sehr selten Werkzeug braucht, was über den Baumarktkoffer hinausgeht.
    Es mach zwar keinen Spass mit billigsten Zeug zu arbeiten, aber es reicht aus.

    Aus eigener Erfahrung weiss ich, dass die Werkzeugsammlung mit zunehmenden Alter immer größer und teurer wird, die Verwendung der teuren Werkzeuge jedoch minimal ist!

  9. #19
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    Zitat Zitat von sucher Beitrag anzeigen
    … bei genauerem Hinsehen liegt der Hauptvorteil von so einer eigenhändigen Reparatur nicht in der momentanen Ersparnis, sondern in der Gewinnung von intimen Kenntnissen der eigenen Maschinenanlage … nw
    Es ist ohne Frage in allen Bereichen von Vorteil, wenn man sich (etwas) auskennt, sich im Bedarfsfall selbst zu helfen weiß und einen guten von einem schlechten fachmännischen Rat unterscheiden kann. Aber es ist auch vollkommen akzeptabel, dass jemand in seiner (u. U. sehr geringen) Freizeit einfach nur sorgenlos segeln will, ohne sich mit Details zu beschäftigen.

  10. #20
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    Zitat Zitat von Sunbeamer Beitrag anzeigen
    Aber es ist auch vollkommen akzeptabel, dass jemand in seiner (u. U. sehr geringen) Freizeit einfach nur sorgenlos segeln will, ohne sich mit Details zu beschäftigen.
    Sofern das Revier dazu passt, sicherlich. (Soll heißen: Was auf dem Wannsee im Sommer locker geht, wäre auf der Nordsee im Herbst vielleicht schon nicht mehr "sorgenlos", sondern fahrlässig.)

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