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  1. #1
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    Standard Yanmar 3GM 30 bleibt stehen

    Hallo zusammen,
    auf der Fahrt von Kiel-Schilksee nach Maasholm mit unserem Segelboot HANSEAT 69 bei wenig Wind hatten wir eine unangenehme achterliche Dünung. Nach ca. 4 Std. "Schaukelfahrt" Einlauf in die Schlei, Dieseltank halb leer. Vor der Abzweigungstonne nach Maasholm der große Schreck: Der Motor blieb stehen, alle Startversuche ohne Erfolg. Ein auslaufender Segler hat uns dann in den Hafen geschleppt.
    Nach Festmachen, Versuch den Motor zu starten und siehe da: er Motor sprang sofort an!
    Ich verstehe das nicht: Bei grßer Schaukelei läuft der Motor, danach bei ruhiger Fahrt bleibt er stehen, im Hafen, nach ca 1 Std. springt er wieder an und auch danach alles i.O.
    Eine Motorüberprüfung von einem Fachbetrieb hat ergeben: Alles ist i.O.
    Nun meine Frage: Was könnte die Ursache für das Stehenbleiben gewesen sein?

    Ich bitte um Stellungnahme
    Hermann Müller

  2. #2
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    Schwierig, was zu sagen ohne zu wissen, was der Fachbetrieb denn schon gemacht hat.

    1. Sind die Filter sauber oder hat die Maschine Wasser, Bakterienmatsch oder Dreck aus dem Tank angesaugt?
    2. Wurde die Kraftstoffart gewechselt (von Diesel zB zu GTL oder CARE?), danach kann es zum Quellen von Polymer("Gummi")dichtungen kommen, die auf der Saugseite (also den Leitungen von/zu den Filtern bis an die Einspritzpumpe).
    Letzteres ist ein mühsames Suchen, ggf die Leitungen zum Filter und der Einspritzpmpe vorsichtig nachziehen, andernfalls die Dichtringe ersetzen.
    3. Zieht die Maschine Luft in der Ansaugleitung, wenn sie warm geworden ist? Wenn das wieder auftritt würde ich die Maschine einmal sofort entlüften; wenn da keine Luft kommt ist das System korrekt dicht. Kommt dabei Luft, dann die Verschraubung sicher, die den Eintrittspunkt bildet.

    Leider eine etwas nervige Sache die etwas Geduld bei der Suche erfordert. Würde ich aber aufbringen um nicht immer Sorge zu haben, dass der Motor ggf ausgeht.

  3. #3
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    Hallo Buntesegel,
    Ich verwende seit Jahren biofreien Dieser Shell V-Power.
    Der Fachbetrieb hat alle Leitungen bis zur Einspritzpumpe kontrolliert, Grob- unf Feinfilter gewechselt, den Motor ca. 1 Std. laufen lassen.
    Er kann sich den Stillstand auf der ruhigen Schlei nur erklären, daß bei der Schaukelei von Schilksee bis Schleimünde etwas vor das am Ende der Saugleitung im Tank befindliche Sieb gesetzt hat und das Sieb immer mehr verdeckt hat, bis der Motor ausging. Im Hafen, nach Ruhe in Tank, hat sich dieser Gegenstand wieder gelöst und ist auf den Tankboden gesunken. Dadurch war das Sieb frei und der Motor startet.
    Rat des Monteurs: Tankinspektion und Tankreinigung, was ein großer Aufwand darstellt.
    Was meinst Du, könnte es noch andere Ursachen geben?
    mfG
    Hermann

  4. #4
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    Hallo,

    "großer Aufwand" ...
    Mit genügend zeitlichen Vorlauf könntest du dich, also im Vorfeld schon mal an den Gedanken gewöhnen.

    Ich konnte meinen Tank ausbauen und hatte ihn offboard gereinigt.
    Versuche für die Reinigung den Auslass mit einem sehr tief eintauchenden Rohr zu belegen.


    Peter

  5. #5
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    Hallo ANIMA, es ist natürlich immer leichter was dazu zu sagen, wenn alles vorbei ist, Aber meine erste Regung wäre, das für diesen Fall vorkonfektionierte Schlauchset an die Maschine zu schrauben, und die restliche Fahrt aus dem Kanister zu betreiben. Arbeitsaufwand: 2 Schlauchbinder auf, 2 Schlauchbinder zu, Reservekanister aus der Backskiste holen. Das ist allemal besser, als zum Seenotfall zu werden!
    Viele Grüße
    nw
    Πάντα ῥεῖ (*)
    * Man kann nicht zweimal auf dem selben Fluß fahren.

  6. #6
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    Zitat Zitat von ANIMA Beitrag anzeigen
    Hallo Buntesegel,
    Ich verwende seit Jahren biofreien Dieser Shell V-Power.
    Der Fachbetrieb hat alle Leitungen bis zur Einspritzpumpe kontrolliert, Grob- unf Feinfilter gewechselt, den Motor ca. 1 Std. laufen lassen.
    Er kann sich den Stillstand auf der ruhigen Schlei nur erklären, daß bei der Schaukelei von Schilksee bis Schleimünde etwas vor das am Ende der Saugleitung im Tank befindliche Sieb gesetzt hat und das Sieb immer mehr verdeckt hat, bis der Motor ausging. Im Hafen, nach Ruhe in Tank, hat sich dieser Gegenstand wieder gelöst und ist auf den Tankboden gesunken. Dadurch war das Sieb frei und der Motor startet.
    Rat des Monteurs: Tankinspektion und Tankreinigung, was ein großer Aufwand darstellt.
    Was meinst Du, könnte es noch andere Ursachen geben?
    mfG
    Hermann
    Nein, dann hab ich auch keine bessere Idee. Du machst das dann ja schon richtig. Wenn der tank vor der Umstellung auf vpower nicht gereinigt wurde mag eine Tankreinigung sinnvoll sein, denn ggf vorhandener Dreck inkl Bakterienmatsch kontaminiert nur deinen teuren Kraftstoff, der im ubrigen auch durch Bakterien angegriffenwerden kann, aber das sind alles Annahmen.

    . Wenn da ein Sieb im Tank ist würde ich es entfernen. Es ist mE sinnlos, habe das bei uns sofort angeschnitten. Es filtert kaum was, setzt sich ggf zu und große Teile kommen eh nicht durch das Steigrohr.

  7. #7
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    Standard Yanmar 3GM 30 bleibt stehen

    Hallo zusammen,
    ich werde nun den Tank (40 l Edelstahltank) in 2 Schritten leerpumpen:
    1) mit dem Saugrohr vom Boden und von den Ecken des Tanks den Diesel in einen separaten, kleinen Kanister pumpen.
    2) den Rest Diesel in normale Kanister pumpen. Dann über das Handloch den Tank ausleuchten, ob Schlamm oder sonst was vorhanden ist,
    dann den Tank auswischen mit Baumwolltuch. Handloch zuschrauben, dem abgepumpten Diesel Shell V-Power etwas Yachticon-Plus zugeben
    und mit einem Nylonstrumpf wieder in den Tank einfüllen.
    Den Inhalt des separaten, kleinen Tanks entsorgen.
    Und hoffen, daß mir sowas nicht wieder passiert, vor allem nicht auf dem NOK.
    Vielen Dank für Eure Stellungnahmen.
    mfG
    Hermann

  8. #8
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    Zitat Zitat von ANIMA Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    ich werde nun den Tank (40 l Edelstahltank) in 2 Schritten leerpumpen:
    1) mit dem Saugrohr vom Boden und von den Ecken des Tanks den Diesel in einen separaten, kleinen Kanister pumpen.
    2) den Rest Diesel in normale Kanister pumpen. Dann über das Handloch den Tank ausleuchten, ob Schlamm oder sonst was vorhanden ist,
    dann den Tank auswischen mit Baumwolltuch. Handloch zuschrauben, dem abgepumpten Diesel Shell V-Power etwas Yachticon-Plus zugeben
    und mit einem Nylonstrumpf wieder in den Tank einfüllen.
    Den Inhalt des separaten, kleinen Tanks entsorgen.
    Und hoffen, daß mir sowas nicht wieder passiert, vor allem nicht auf dem NOK.
    Vielen Dank für Eure Stellungnahmen.
    mfG
    Hermann
    Das ist das richtige Vorgehen. 40 l sind ja nicht so viel, du musst natürlich eine Pumpe für den Job finden. IdR kannst du den größten Teil des Diesels - je nach Form des Tanks - sauber abpumpen; dann nimmst du den Rest und schmeißt ihn weg. sorry entsorgst ihn; es reicht den Tank mit sauberem Diesel auszuwischen, wenn da Schmodder drin ist.
    Das im Moment optimale Biozid ist das von Liquidität Moly, wenn du kein Grotamar mehr hast/findest (klar das bessere Produkt....)

  9. #9
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    Before du den diesel wieder eifùllst, lass ihn eine weile stehen,dann sammelt sich wasser und dreck unten im kanister und kann entsorgt werden.
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    Rw2
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    lebt nun in Indochina

  10. #10
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    Zitat Zitat von ANIMA Beitrag anzeigen
    Hallo zusammen,
    ich werde nun den Tank (40 l Edelstahltank) in 2 Schritten leerpumpen:
    1) mit dem Saugrohr vom Boden und von den Ecken des Tanks den Diesel in einen separaten, kleinen Kanister pumpen.
    2) den Rest Diesel in normale Kanister pumpen. Dann über das Handloch den Tank ausleuchten, ob Schlamm oder sonst was vorhanden ist,
    Moin Hermann,

    noch als Tip, diese Ölwechselpumpen mit Unterdruck (Pela, etc.) sind ideal um kleinere Mengen oder Bodensätze aus Tanks ab zu saugen. Mit dem langen Katheter, den man normal duch die Öffnung des Ölpeilstabes in die Ölwanne steckt, kommt man auch durch kleine Inspektionsöffnungen in die Ecken des Tanks. Am besten macht man es zu 2., einer pumpt, der andere stochert mit dem Katheter im Tank rum uns schlürft den Bodensatz aus den Ecken.
    Diese Pumpen fördern halt auch Luft gut, heißt im Gegensatz wie z.B. mit Zahnradpumpen kann man den Tankboden damit wie mit einer Art Nassstaubsauger absaugen.

    Viel Erfolg!
    Daniel
    Geändert von Dani (01.07.2020 um 07:44 Uhr)

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