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  1. #21
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    Supra hat die Gezeitenverzögerung ja bereits bestens erklärt.

    Allerdings meint Jürgen in Beitrag #14 mit "Ebbe und NW" nicht Niedrigwasser, sondern NordWest!
    Also Wind gegen Strom und das im Flachen. Da hast du das Gefühl du fährst permanent über Kantsteine.

    Bevor man loszetert hilft manchmal eben nachzudenken...
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  2. #22
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    An den Troll aus Cux,
    ich unterstelle mal, dass du mit den Begriffen "Ebbe" und "Niedrigwasser" etwas anfangen kannst! Denn Ebbe gibt es auch bei HW, nämlich dann, wenn das Wasser mit dem Ablaufen beginnt. Warum also soll man bei NW ausgerechnet bei Neuwerk sein, wenn man bei HW Brunsbüttel verlassen hat?
    Man hat das Gefühl, dass hier nur noch Schreiberlinge am Werk sind, die nie über die allererste Lektion der Navigation und Seemannschaft hinaus gekommen sind!
    Wer in diesem Revier mit einem Segelboot, egal ob unter Segel oder Motor, unterwegs ist, sollte sich zumindest vorstellen können, dass es so etwas wie Strömung tatsächlich gibt, welche zu beachten ist!
    Wer sein Schiff an einer FW-Tonne versenkt, hat etwas grundsätzliches nicht verstanden!
    Warum nur denke ich gerade an die Blondine, die mit ihrem Auto vor einen Baum gefahren ist und später angibt: "Ich habe doch gehupt"!
    Moin,

    vom Troll aus Cux der durchaus mit den genannten Begriffen und dem Revier seit 1978 vertraut ist.

    Kurzes Nachdenken hätte vielleicht auch bei Dir durchaus zu dem von Bronsky richtig gezogenen Schluß führen können. Aber es ist ja viiiiel einfacher (s)einem (Vor)Urteil zu folgen und andere nieder zu machen. Erleben wir ja seit einiger Zeit bei uns und anderswo. Aber jeder blamiert sich eben, so gut er kann .

    PS: Vielleicht solltest Du die Anregung von @supra aufnehmen und Deinen Nick ändern.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  3. #23
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    [QUOTE=GER_752;1478534]
    Allerdings meint Jürgen in Beitrag #14 mit "Ebbe und NW" nicht Niedrigwasser, sondern NordWest!
    /QUOTE]

    Na klar doch, hätte ich doch sofort erkennen müssen, dass neben der fiktiven Annahme zum Wasserstand auch der Wind gemeint ist. Ich bin aber auch ein Dummerchen!
    Hast du eigentlich noch noch dein "48 ft. adidas-Schiff"?

  4. #24
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    Fahrwassertonne 23 groß , gut befeuert, deshalb schwer zu rammen , oder ; "wie kann man nur ? "

    Zur Verdeutlichung der Widrigkeiten des Reviers Aussenelbe :
    Feuerschiff Elbe 1
    Genaue Position hier : (ggf. etwas rauszoomen)
    https://geohack.toolforge.org/geohac..._1&language=de
    Die Strömungssituationen dort , d. h. die mit dem Fortschreiten der Tide ihre Intensität wechselnden verschiedenen Driftvektoren, sind mit denen bei Tn 23 (und vielen anderen Tonnen der Aussen- und Unterelbe) vergleichbar.

    Das letzte dort stationierte bemannte Feuerschiff war die "Bürgermeister O'Swald II" , sie liegt heute in Cuxhaven.
    Von 1948 bis 1988 versah sie ihren Dienst auf Position Elbe 1.
    In diesen 40 Jahren wurde das große , extrem gut befeuerte Schiff über 50 mal von anderen Fahrzeugen gerammt.
    Geändert von supra (17.08.2020 um 21:17 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  5. #25
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    [QUOTE=miles+more;1478537]
    Zitat Zitat von GER_752 Beitrag anzeigen
    Allerdings meint Jürgen in Beitrag #14 mit "Ebbe und NW" nicht Niedrigwasser, sondern NordWest!
    /QUOTE]

    Na klar doch, hätte ich doch sofort erkennen müssen, dass neben der fiktiven Annahme zum Wasserstand auch der Wind gemeint ist. Ich bin aber auch ein Dummerchen!
    Hast du eigentlich noch noch dein "48 ft. adidas-Schiff"?
    Moin,

    der Begriff "Ebbe" ist kein Wasserstand (und schon gar keine fiktive Annahme eines solchen), sondern die Änderung des Wasserstands (nämlich fallend). Nur mal so gesagt ...

    Im übrigen: ich wehre mich hier vehement dagegen, daß hier von Einzelnen über der Besatzung der "Sharki" den Stab geborchen wird, ohne das nicht alles zu dem Unfall bekannt ist. Man erinnere sich an den Absturz des Airbus' von Germanwings in den franz. Alpen. Was wurde da nicht alles in den Medien und insbesondere im Fernsehen spekuliert. Die Wahrheit über das tragische Geschehen kam erst nach Auswertung der Aufzeichnungen ans Licht.

    Hoffen wir, daß die Ursache des Unfalls bekannt gegeben wird. Wir alle können daraus nur lernen.

    Die Außen- und Unterelbe sind häufig durch starke Strömungen, schlechtes Wetter (Wind gegen Strom), dichten Schiffsverkehr, schlechte Sicht, Untiefen usw. kein einfaches Revier. Ich habe daher jedes Verständnis, wenn ein Revierfremder damit Probleme hat. Jemandem dann per se schlechte Seemannschaft zu unterstellen, ist schlicht unfair.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  6. #26
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    [QUOTE=cr838;1478540]
    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen



    Hoffen wir, daß die Ursache des Unfalls bekannt gegeben wird. Wir alle können daraus nur lernen.

    .
    Ich bin da sehr viel weniger optimistisch.
    " Tonne gerammt" wird wohl als Ursache genannt werden, daraus lernt man nix, im Gegentum, siehe oben.
    Die Reviererfahrenen ahnen warum es zur Havarie kam, sie halten sich aber auch nicht umsonst bedeckt.
    Was der gemeine , im Revier minder - bis unerfahrene Segler für einen dortigen Törn , auch bei moderaten Verhältnissen mitnehmen sollte ist das Neumannsche Axiom.
    Desweiteren ist wichtigst das der Strom nie nicht parallell zum Tonnenstrich , zur Mittellinie des Fahrwassers , oder zum Innen- oder Aussenradius eines Fahrwasserknicks , einer Kurve läuft.
    Es gibt Drift, Abdrift.
    Beim Fahren ausserhalb des Fahrwassers kommen evtl. noch Wirbel an den Stack- Buhnenköpfen, Querströme und Untiefen von ins Fahrwasser zündenden Prielen hinzu. Auch eiern manche Fasstonnen wegen der Karmanschen Wirbelstra§e gern. Spierentonnen hingegen "kreuzen" bei starkem Strom gern.
    Nochmals, ich schreibe hier über moderate Verhältnisse.
    Im Revier tut permanente Wahrschau, dauerndes abchecken , sprich Peilung(en) not--siehe Neumann.

    Das kennen ortsfremde Segler so nicht. In deren , Revieren, deren stromlosen Heimatrevieren läuft das anders, entspannter.
    Einmal Kurs x Meter neben die nächste Tonne eingestellt und gut.
    Erschwerend kommt hinzu dass die Tonne durch Sprayhood und Vorsegel eh verdeckt ist. Aber, warum soll man sie überhaupt sehen ? Der Kurs führt ja an ihr vorbei !
    Und wenn das so ist, kann man ja auch den Steuerautomaten und konfektionierte Wegepunkte aus dem Buch nutzen ( wurde weiter oben vorgeschlagen).
    Eben weil das funzt, ist das keine schlechte Seemannschaft.

    Was auf der, Ostsee, dem Bodden, dem IJsselmeer, auf See funktioniert , funktionieren mag/kann, ist auf der Aussenelbe, Weser, Jade im engen Strömungsrevier , auch bei moderaten Verhältnissen , ein No Go.
    Leider nur wissen die wenigsten Ortsfremden das und warum es so ist. Ihnen also im Falle einer Havarie schlechte Seemannschaft zu unterstellen , kann auch nur von einem mindestens ebenso ortsfremden Tidentheoretiker kommen.



    Möge dieser Thread einige Ortsfremde , Revierunkundige, einige Tidenanfänger etwas aufgeschlaut haben.
    Geändert von supra (17.08.2020 um 22:52 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  7. #27
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    Moin,

    bzgl. der Ursachenbekanntgabe teile ich Deine Befürchtungen.

    Leider untersucht die BSU nur noch in Ausnahmefällen (m.W. bei Todesfällen) Unfälle mit Sportbooten. Die U-Berichte - insbesondere Empfehlungen - sind äußerst lehrreich. Schade.
    Mast- und Schotbruch,

    Jürgen

  8. #28
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ..............
    Desweiteren ist wichtigst das der Strom nie nicht parallell zum Tonnenstrich , zur Mittellinie des Fahrwassers , oder zum Innen- oder Aussenradius eines Fahrwasserknicks , einer Kurve läuft.
    ...................
    Das ist eine Binsenweisheit, das weiß jeder - nur nützen tut es nix.
    Wie kann man nur...........? Oh, ich kann das ganz locker. Man schaut sorgfältig voraus in Kiellinie, alles klar. Man macht sich am Rigg oder sonstwo zu schaffen ... und huch(!), treibt die Tonne in Spuckweite vorbei.
    Selbstverständlich weiß jeder (oder sollte es wissen), dass der Kurs über Grund nicht annähernd der Kiellinie entspricht, und trotzdem ...
    Bei den Plottersegler genau so. Der Kursstrahl ist weit entfernt von allen Hindernissen. Man macht si... s.o.
    Ändert sich die Geschwindigkeit, weicht der K.ü.G. viele Grad vom vorherigen ab. Natürlich wissen wir das auch, und trotzdem...

    Leute, seid mal nicht so gnadenlos, es kann uns alle erwischen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  9. #29
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    Zitat Zitat von cr838 Beitrag anzeigen
    Moin,

    bzgl. der Ursachenbekanntgabe teile ich Deine Befürchtungen.

    Leider untersucht die BSU nur noch in Ausnahmefällen (m.W. bei Todesfällen) Unfälle mit Sportbooten. Die U-Berichte - insbesondere Empfehlungen - sind äußerst lehrreich. Schade.
    Die Untersuchungsergebnisse der BSU bei Sportbootunfällen waren stets negativ gegen die jeweiligen SpoBosegler gerichtet. In einem Fall vor Fehrmarn, hat die BSU ganz bewusst und absichtlich die Tatsache unterschlagen, dass auf der Brücke des Berufsschiffes die aufgezeichneten Gespräche belegten, dass die Wachhabenden Seeleute gegen alle Regeln der Seemannschaft verstossen haben (mangelnder Ausguck, fehlende Sorgfaltspflicht etc.). In diesem Fall hatte die BSU aber das Problem, dass der SpoBo-Fahrer ein alter Fahrensmann war (Kapitän der USN), der auch das Kleingeld hatte, gegen den Unfallverursacher zu klagen und den Schadensersatz zu erhalten (das Gericht hatte den Bericht der BSU auch im Urteil kritisiert).
    Die BSU ist gut, wenn es um Unfälle unter Berufsschiffen geht, für uns Sportbootfahrer haben die nie Verstädnis gehabt und un eher als amateurhafte Spassverderber beschrieben. Da sind die, leider nicht öffentlich zugänglichen Seeamtssprüche wesentlich interessanter.

  10. #30
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Das ist eine Binsenweisheit, das weiß jeder -

    Gruß Franz
    .


    Das bezweifel ich .
    Was für unsereins Binsen, können f. manch andere evtl. böhmische Dörfer.sein.

    O.K. , dass die Kiellinie unter Segeln , vor allem auf einem Am-Wind Kurs , nicht dem Kurs über Grund entspricht wissen die meisten, Binse halt.
    In diesem Thread aber geht es nicht um den aero-hydrodynamischen Driftwinkel. Es geht um Stromvektoren, um spezifische , d. H. ungwöhnliche Stromvektoren im Revier Aussenelbe, Aussenweser, Jade , usw.
    Die oben detaillierter beschriebenen Auswirkungen des Stroms haben die wenigsten auf dem Schirm, insbesondere raumschots , oder eben unter Maschine.
    Auf der Aussenelbe fallen diese Auswirkungen , u. a. durch den starken Strom bedingt , auch mal drastischer aus.
    Kennt der weitgereiste professionelle Seefahrer die Absonderlichkeiten dieser einzigartigen Flussmündung nicht, rammt er mit seinem Frachter auch mal Elbe 1.



    P.S.
    Oft hört man von Schippern aus Tidenrevieren den Spruch : " Tonnen saugen ."
    Ich denke es sollte jetzt klar sein was wirklich dahintersteckt.



    .
    Geändert von supra (18.08.2020 um 23:31 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

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