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  1. #1
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    Standard Wohnen auf Boot, weg von der Wohnung/Haus....

    Hallo YACHTies,
    ich bin derzeit richtig in Begeisterung, auf dem Wasser leben zu können/wollen. Bisher waren nur Seemeilen gesegelt im Urlaub gesegelt worden. Nun zum Thema:

    Es geht derzeit richtig los mit den Kosten für Häuser, Wohnungen und Grundstücke, die kaum noch einer sich leisten kann. Deshalb wird derzeit viel über TinyHouse (TinyHäuser) gesprochen und viele legen sich wegen der hohen Mieten vermehrt Wohnwagen und Co. und/oder auf dem Camping-Plätzen.

    Problematisch wird erst richtig, wenn ein Wechsel der Location/Wohnsitz infolge eines Arbeitsplatz-Wechsels oder andere Vorkommnisse notwendig sein wird. Somit ist eigentlich eine Haus oder Wohnung aus Kostengründen nicht finanzierbar und man muss mit hohen Unkosten rechnen. Verkraftbar wäre natürlich, wenn die Wohnung vermietet wird und durch die Einnahmen die Mietwohnung bezahlt/verrechnet werden kann. Aber mal davon abgesehen........
    ....habe ich mir extrem viele Gedanken gemacht, auch aus Kostengründen vorläufig einen TinyHouse, Wohnwagen oder ähnliches zuzulegen. Doch ich muss sagen, dass mir der hohe Wertverlust Sorgen bereitet hat. Ich denke, abgesehen von den eben genannten Dingen, denke ich, dass doch das Leben auf/in einem Boot/Schiff durchaus lohnenswerter ist und der Wertverlust durchaus stabil sein wird. Im Vergleich werden die laufenden Kosten im Vergleich Camping-Platz und Liegeplatz natürlich etwas unterscheiden, aber dieser kann vernachlässigt werden.

    Ich bin derzeit voller Ideen und bin auch am Überlegen ein Boot/Schiff/Hausboot bauen zu lassen oder zu kaufen. Ideal wäre es ein autarkes Boot/Hausboot. So dass nur noch die Instandsetzung und Wartung Geld kostet und den Liegeplatz.

    Natürlich wird dann bei der Anschaffung zunächst mal richtig Geld kosten, aber es schwimmt und kann gegebenfalls sogar auf Flüssen in Deutschland dann "umgezogen" werden. So kann ich dann bei einer neuen Arbeitsstelle oder ähnliches dann direkt in die Nähe fahren.

    Mit einer autarken Wohneinheit meine ich, folgendermaßen:
    - Strom durch Solar, Wind
    - Kleinkläranlage, in der Grau- und Schwarzwasser geklärt wird und wieder in den Fluss/See/Ozeanen zurückgeführt wird
    - Landstrom
    - Heizung durch Durchlauferhitzer, als Fußbodenheizung oder Heizkörper
    - Wassermacher, zur Gewinnung von Frischwasser aus Süß- und Salzwasser

    Meine erste Überlegung war zunächst ein altes ausrangiertes Frachtschiff, aus Stahl auszubauen. Doch dieser würde dann wegen Rost extrem anfällig werden und wird dann auch nur mit Schlepper "verschiffbar" gemacht. Diese Überlegung fällt schon mal weg.

    Desweiteren dachte ich über eine gebrauchtes Segelschiff/-boot nach, in der ich dann wohnen könnte. Doch GFK Boote werden auch Anfällig gegen Osmose oder bei einem "Unfall" schnell stark beschädigt. Und mit Kunststoff und Plastik kann ich mich nicht anfreunden. Holz ist zu wartungsintensiv.

    Die letzte und endgültige Überlegung war es dann, wie Sie schon wahrscheinlich erraten haben - ein Marine-Aluminium Boot/Schiff.
    Führen wir diesen Gedanken mal weiter aus, alles müsste wegen Korrosion (Kriechstrom) zweipolig angeschlossen werden und mit Opferanoden angebracht werden. Damit wäre dann ein langlebiges gutes robustes Schiff gegeben.

    Dann war mein Gedanke was für ein bzw. welches Schifftyp, sprich Mono, Kat, Tri soll es sein. Meine Überlegung fiel dann auf den Tri, da ich anstatt Trampolin, an dieser Stelle Solarpanele ausbringen könnte, somit genügend Sonnenenergie gewinnen kann, um die Stromkosten zu reduzieren. Die Schwimmer lassen sich demontieren, sowie auch die Solarpanele.

    Allein für ein autarkes Tri in Alu und dann noch mit den o.g. Technik, würde das insgesamt schon locker ca. 1 Million Euro oder mehr kosten - wenn ich es über Schiffsbauer planen und bauen lasse. Kosten tut es genauso viel wie ein Haus, allerdings fallen dann viele kleine Ärgernisse wie, Makler, Notare, Grundbuchamt, usw. weg.

    Weiterer Vorteil ist, damit im Urlaub Off-Shore segeln zu können oder gleich als Süßwassermatrose durch Deutschland zu schippern und alles anzuschauen. Sowie kann ich mich damit anfreunden, während der Rente im Mittelmeer oder Karibik den letzten Lebensabschnitt zu verbringen.

    Dazu würde ich gerne mehr von euch hören, was Ihr darüber denkt?
    Vielleicht kann mir ein oder der andere mir einiges was über die Liegeplätzen auf Flüssen in Deutschland, Schifftypen, Zulassung und Selbstbau erzählen.

    Darüber bedanke ich mich schon mal herzlich und bleiben Sie weiter gesund!
    Immer handbreit unterm Kiel,
    Euer Double C

  2. #2
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    Was war jetzt die Frage?
    Beste Grüße

    Dieter

  3. #3
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Dazu würde ich gerne mehr von euch hören, was Ihr darüber denkt?
    Vielleicht kann mir ein oder der andere mir einiges was über die Liegeplätzen auf Flüssen in Deutschland, Schifftypen, Zulassung und Selbstbau erzählen.
    Ganz einfach, ich habe mit diesen Gedanken soweit ausgeführt. Ich bin sicherlich nicht der einzige, der nun auf dem Boot wohnt/leben will. Ich würde gerne die o.g. Gedanken weiter ausführen, da sind noch jede Menge offene Fragen.

    Ich nehme jetzt Beispiele zu den Fragen, dann lassen sie vielleicht besser beantworten:
    - Bspw. habe ich vor mit einem Boot auf der Lahn zu wohnen, statt sich dort in der Arbeitsnähe ein Haus/Wohnung zu suchen. Sprich, wenn ich nun bspw. nähe Limburg an der Lahn arbeiten sollte, was muss ich für bei einem Liegeplatz an der Lahn machen, wenn dort kaum oder wenige Marinas gibt - aber viele Anlegestellen.
    - Denkt ihr, dass ein Trimaran vielleicht doch falsch wäre, seid ihr evtl. in der Meinung lieber einen Kat oder Mono fürs Leben auf Boot. Würde ich mal vergleichen was einige SY YouTuber machen, sie sind von Mono auf Kat umgestiegen.
    - Wenn das Boot eine Selbstbau-Marke ist, wie gehe ich mit der Zulassung in Deutschland vor? Wenn bspw. das Boot im Ausland bspw. China die Materialien einkaufe und dort auch das Boot zusammen schweißen lasse - wird und dann nach Deutschland eingeführt wird um dort oder vorher schon in Deutschland zuzulassen. Fallen dann auch Zölle oder anderes noch an?
    - Wer hat Erfahrungen mit Wohnen auf Boot und kann mir dazu auch berichten? Ich höre oft, dass viele Boot gegen Wohnung tauschen würden oder umgekehrt.

    Danke im Voraus,
    Chris

  4. #4
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    Es gibt viele Threads dazu, viele verschiedene Fragen, viele verschiedene Perspektiven. Ungefähr so viele, wie beim Wohnen in einem Haus. Es gibt aber auch noch Gegenden in D, in denen komplette Häuser günstiger sind, als eine gut ausgestattete Yacht. Manche von diesen Gegenden liegen auch am Wasser.

  5. #5
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    Wer nich "bastelt"
    hat meer zeit zum lesen

    https://forum.yacht.de/showthread.ph...derungsversuch
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  6. #6
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    Grundstücke am Wasser habe ich kaum im Internet finden können. Gibt dazu mehr Informationen oder Links oder Thread dazu, wo man diese findet?

    Bzw. Wohnen auf Boot ist natürlich kein kleines Thema, aber welche Thread fallen euch denn dazu ein, welche gut sind und auch evtl. für mich sehr relevant sein könnten. Bin leider kein Experte für Forum. Sowie auch für die Zulassung des Bootes ist hier auch ein großes ? bei mir. Gibt es dazu auch mehrere Ähnlichkeiten oder andere Threads, bei denen ich nachlesen kann? Ich stelle mir problematisch vor, wenn ich das Boot im Ausland mit meinem Geld zusammenbauen lasse und nach Deutschland "einführen" will müsste ich so oder so Zoll zahlen oder?

    Danke im Voraus, Round-World2, den Thread lese ich mir gerade. Danke für den Link.

  7. #7
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Grundstücke am Wasser habe ich kaum im Internet finden können. Gibt dazu mehr Informationen oder Links oder Thread dazu, wo man diese findet?
    Immobilienportale. Irgendwo im nassen Nordwesten Deutschlands, ein paar Meter HINTER dem Deich. Ostfriesland, Wesermarsch, Land Hadeln, ...

    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Bzw. Wohnen auf Boot ist natürlich kein kleines Thema, aber welche Thread fallen euch denn dazu ein, welche gut sind und auch evtl. für mich sehr relevant sein könnten. Bin leider kein Experte für Forum. Sowie auch für die Zulassung des Bootes ist hier auch ein großes ? bei mir. Gibt es dazu auch mehrere Ähnlichkeiten oder andere Threads, bei denen ich nachlesen kann?
    Einen Thread habe ich gerade nicht gefunden, aber in vielen Häfen gibt es so ein "paar Ecken", in denen Leute auf dem Boot wohnen. Schwentinehafen Kiel, Hohentorshafen Bremen, jemand in Cux hatte auch einen Thread erstellt und irgendwo seine Webseite, Hafen Harburg, .... in den NL sowieso. Und binnen in D auch. Einfach mal hinfahren, Leute abklappern.

    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Ich stelle mir problematisch vor, wenn ich das Boot im Ausland mit meinem Geld zusammenbauen lasse und nach Deutschland "einführen" will müsste ich so oder so Zoll zahlen oder?
    Innerhalb der EU ist es einfacher. Sonst ja.

  8. #8
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Grundstücke am Wasser habe ich kaum im Internet finden können. Gibt dazu mehr Informationen oder Links oder Thread dazu, wo man diese findet?

    Bzw. Wohnen auf Boot ist natürlich kein kleines Thema, aber welche Thread fallen euch denn dazu ein, welche gut sind und auch evtl. für mich sehr relevant sein könnten. Bin leider kein Experte für Forum. Sowie auch für die Zulassung des Bootes ist hier auch ein großes ? bei mir. Gibt es dazu auch mehrere Ähnlichkeiten oder andere Threads, bei denen ich nachlesen kann? Ich stelle mir problematisch vor, wenn ich das Boot im Ausland mit meinem Geld zusammenbauen lasse und nach Deutschland "einführen" will müsste ich so oder so Zoll zahlen oder?

    Danke im Voraus, Round-World2, den Thread lese ich mir gerade. Danke für den Link.
    Grundstücke am Wasser: Gemeinde/Stadt suchen, die am Wasserliegt, dort mittels immoscout suchen. Ergebnis: wird teuer sein, denn jeder will direkt am Wasser wohnen, Klimakatastrophe hin oder her !

    Bootszulassung: Sportboot (segel, motor) gibt es keine Zulassung. Bei importierten Booten (von ausserhalb der EU) muss man auf jeden Fall darauf achten, dass für das Wohnschiff ein CE-Zertifikat vorhanden ist, sonst wird das nix mit dem Import (Schiff verbleibt dann beim Zoll). Einfuhrsteuern regelt man am besten mit dem Zoll, wobei man am besten mit der Oberfinanzdirektion kommuniziert.

    Viel wichtiger sind die örtlichen Regeln, die es in D. nahezu unmöglich machen auf Wohnschiffen zu wohnen:
    Liegeplätze gibt es nur wenige und die sind teuer, dann muss das Wohnschiff an das Abwassernetz angeschlossen werden, natürlich nach DIN und nach den Vorstellungen des jeweiligen Umweltministeriums. Das Experiment in HH, "Wohnen auf dem Wasser" wurde klanglos eingestellt (bei Preisen für ein stylisches Wohnschiff von 500.000€ + Liegegebühren + weiteren Gebühren). Wenn das Sportboot als Wohnschiff dienen soll, wird man sich einen Liegeplatz in einem Industriegebiet suchen müssen, denn nur wenige Sportboothäfen(Marina) mögen Lieger, die auf ihrem Schiff wohnen wollen. Das sieht immer für jeden Hafenbetreiber unordentlich aus.
    Ausserdem muss, gerade wenn es sich um Wohnschiffe auf der Basis von Frachtschiffen (stahl) handelt, das Wohnschiff regelmässig auf die Werft um sich einem TÜV (hier GL) zu unterziehen. Inwieweit sich das auf GfK-Wohnschiffe bezieht, entzieht sich meine Kenntnis...
    Mein Tip: entweder Du hast soviel Geld, dass Du Dir zusätzlich zum angedachten Wohnschiff noch einen juristischen und Bootsbauexperten zulegen kannst, ansonsten drehe bei und versauf, verhure und verzechprelle Deine Kohle, dann hast Du wenigstens ein bisschen Spass gehabt!

  9. #9
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Hallo YACHTies,
    ich bin derzeit richtig in Begeisterung, auf dem Wasser leben zu können/wollen.
    Die Begeisterung währt solange nicht. Wenn der nächstbeste Dorffürst mit dem Baugesetz bzw. Ortssatzung unterm Arm daher kommt wird's eng bzw. teuer. Der entscheidet nämlich ob jemand am Steg ein Boot hat oder ein Gebäude.

  10. #10
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    Standard

    Ja man kann auf einem Boot wohnen...

    In vielen Bundesländern kann man sogar seine Meldeadresse als Schiff registrieren...

    Problematisch ist der Winter.
    Da verheizt man schnell 1500l Diesel.
    Schiff sollte schon über 12m sein um genügend Luftvolumen zu haben.

    Autarke Versorgung über Solar kann im Sommer funktionieren, im Winter wird es zu wenig Ertrag bringen.

    Ich bin den Sommer immer an Bord, im Winter eher unregelmäßig über Nacht.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

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