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  1. #11
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    20.08.2020
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    Standard

    Zunächst einmal möchte ich mich für die vielen Antworten bedanken!

    Zitat Zitat von rwe Beitrag anzeigen
    Immobilienportale. Irgendwo im nassen Nordwesten Deutschlands, ein paar Meter HINTER dem Deich. Ostfriesland, Wesermarsch, Land Hadeln, ...

    Einen Thread habe ich gerade nicht gefunden, aber in vielen Häfen gibt es so ein "paar Ecken", in denen Leute auf dem Boot wohnen. Schwentinehafen Kiel, Hohentorshafen Bremen, jemand in Cux hatte auch einen Thread erstellt und irgendwo seine Webseite, Hafen Harburg, .... in den NL sowieso. Und binnen in D auch. Einfach mal hinfahren, Leute abklappern.
    Leider, wie ich selbst schon festgestellt habe, ist es durch Hilfe der Immobilienportale nicht ganz so einfach ein Wasser-Grundstück zu finden . Dasselbe gilt auch für die Hausboot-Häfen, in denen die Hausboot-Projekte schon weiter entwickelt sind, diese werden so richtig schweineteuer. Deshalb nicht so ganz meins - wenn ein Wassergrundstück oder durch Vergabe der Wassersteg-Anlagen durch Wasserstraßen- und Schifffahrtsverwaltung des Bundes (WSV) dafür Zuständig ist. Doch Infos einholen wollte ich gerne über mögliche Foren-Mitglieder, die das schon mal gemacht haben oder auch etwas dazu berichten könnten.

    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Bei importierten Booten (von ausserhalb der EU) muss man auf jeden Fall darauf achten, dass für das Wohnschiff ein CE-Zertifikat vorhanden ist, sonst wird das nix mit dem Import (Schiff verbleibt dann beim Zoll). Einfuhrsteuern regelt man am besten mit dem Zoll, wobei man am besten mit der Oberfinanzdirektion kommuniziert.
    ....
    Mein Tip: entweder Du hast soviel Geld, dass Du Dir zusätzlich zum angedachten Wohnschiff noch einen juristischen und Bootsbauexperten zulegen kannst, ansonsten drehe bei und versauf, verhure und verzechprelle Deine Kohle, dann hast Du wenigstens ein bisschen Spass gehabt!
    Das Problem mit der Zertifizierung hatte ich bisher auch einige Gedanken machen müssen! Punkt ist, ich habe einem CE-Zertifizierer angeschrieben und mal angefragt, wie es mit der Zertifizierung eines Selbst-Bau-Bootes in China auf sich hat, wenn alle technischen Unterlagen und Zertifizierungen gegeben sein können. Dasselbe gilt auch für den Rest der verbauenden Materialien im Boot.
    Wenn ich den Bau bei einem zertifizierten Bootbau-Firma in China durch meinen technischen Bauzeichnungen bauen lasse, ist dann doch für den Bau des Segel-Sportbootes schon "zertifiziert". Eine Bestätigung vom CE-Zertifizierer läuft gerade. Wenn nicht, dann muss ein CE-Zertifizierer dann noch das Boot unter die Lupe nehmen und mir die CE-Zertifizierung ausstellen lassen, ist bspw. in Hong-Kong möglich.

    Zum nächsten Punkt, wegen der Zolleinfuhren. Ich habe gehört, dass bei Eigentum, das man selbst in den EU-Union einführt, eigentlich verzollt werden müsste. Jedoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, ob ich über eine Firma das Boot kaufe, ergo sprich mit Rechnung, oder selbstbaue.
    Da muss ich tatsächlich mit dem Hauptzollamt abklären. Bis dato habe ich was angefragt, aber bisher noch keine Rückmeldung erhalten.


    Zitat Zitat von rossio Beitrag anzeigen
    Die Begeisterung währt solange nicht. Wenn der nächstbeste Dorffürst mit dem Baugesetz bzw. Ortssatzung unterm Arm daher kommt wird's eng bzw. teuer. Der entscheidet nämlich ob jemand am Steg ein Boot hat oder ein Gebäude.
    Völlig richtig. Wenn jedoch Rücksprache mit dem Dorffürsten oder Ortansättigen hält ist wahrscheinlich dann das Leben auf Boot gut möglich.....aber besser wäre es, wenn die Berechtigung direkt vom WSV kommt. Somit kann dann keiner mehr was sagen, vor allem wenn das Boot möglichst autark ist, sind entstehen auch keine Nachteile für den Naturschutz und Gewässerschutz, da das Ganze geschlossen ist und wenn überhaupt was ausgeschieden wird, geklärtes Wasser vom Kleinkläranlagen, die selbst eine Zertifizierung verfügt. Ich denke eher, dass die bürokratische Mühlen das zwar genehmigen würden, aber sehr laaaaaaaangsam!
    Das wird dann eher vielleicht als Hausboot klassifiziert, ich kann mir nicht vorstellen, dass sie es als Gebäude am Steg irgendwie begründen würden.


    Zitat Zitat von Belle Vie Beitrag anzeigen
    Problematisch ist der Winter.
    Da verheizt man schnell 1500l Diesel.
    Wenn eine Dieselheizung in Frage kommt. Ich würde viel lieber, durch erneuerbare Energien heizen. Wenn ich Solarpanele an Land für mehr Energiegewinnung als "Landstrom" aufbauen muss für die Induktion-Durchlaufsheizung mit Wasserkonvektion oder -bodenheizung. Das Boot wird auch nicht dünnhäutig isoliert, sondern auch so isoliert, dass in den höheren breiten Graden segelbar ist.


    Über weitere Rückmeldungen freue ich mich, danke im Voraus.
    Geändert von Double C (21.08.2020 um 15:04 Uhr)

  2. #12
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Leider, wie ich selbst schon festgestellt habe, ist es durch Hilfe der Immobilienportale nicht ganz so einfach ein Wasser-Grundstück zu finden
    Direkt mit eigenem Wasserzugang ist es schwierig, vor allem günstig, aber 5 oder 10 Minuten zu Fuß oder mit dem Rad von einem öffentlichen Wasserzugang ist es leicht möglich.

  3. #13
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Das Problem mit der Zertifizierung hatte ich bisher auch einige Gedanken machen müssen! Punkt ist, ich habe einem CE-Zertifizierer angeschrieben und mal angefragt, wie es mit der Zertifizierung eines Selbst-Bau-Bootes in China auf sich hat, wenn alle technischen Unterlagen und Zertifizierungen gegeben sein können. Dasselbe gilt auch für den Rest der verbauenden Materialien im Boot.
    Wenn ich den Bau bei einem zertifizierten Bootbau-Firma in China durch meinen technischen Bauzeichnungen bauen lasse, ist dann doch für den Bau des Segel-Sportbootes schon "zertifiziert". Eine Bestätigung vom CE-Zertifizierer läuft gerade. Wenn nicht, dann muss ein CE-Zertifizierer dann noch das Boot unter die Lupe nehmen und mir die CE-Zertifizierung ausstellen lassen, ist bspw. in Hong-Kong möglich.

    Zum nächsten Punkt, wegen der Zolleinfuhren. Ich habe gehört, dass bei Eigentum, das man selbst in den EU-Union einführt, eigentlich verzollt werden müsste. Jedoch gibt es einen wesentlichen Unterschied, ob ich über eine Firma das Boot kaufe, ergo sprich mit Rechnung, oder selbstbaue.
    Da muss ich tatsächlich mit dem Hauptzollamt abklären. Bis dato habe ich was angefragt, aber bisher noch keine Rückmeldung erhalten.
    a) Zertifizierung:
    Du kannst das Schiff in China bauen lassen, z.B. unter Aufsicht eines Sachverständigen (GL, Lloyds, Bureau Veritas und der ital. Klassifizierungsgesellschaft(RINA). Dann prüfen die Leute erstmal Deine Pläne und begleiten den Bau des Schiffes auf der Werft und stellen somit sicher, dass die ausgewählte Chinesische Werft auch tatsächlich nach den CE-Regeln arbeitet und auch nur CE-zertifiziertes Material verbaut. Das wird nicht billig!! (Der GL macht im Übrigen keine Bauüberwachung und Zertifizierung von Sportbooten mehr). Von chinesischen Werften, die CE-zertifiziert sind, habe ich noch nichts gehört.
    Es gibt auch keine Deutschen, zertifizierten Werften: man geht per se davon aus, dass Deutsche (oder EU-Werften) sich an die CE-zertifikationsvorschriften halten. Trotzdem müssen die Werften ihre Baupläne und Arbeiten selber prüfen und dürfen sich selbst das gebaute zertifizieren (Dufour, Bavaria, Hanse etc.). Die benannte Stelle, wo das Zertifikat ausgestellt und registriert wird prüft das nur nach, wenn etwas fehlt oder Abweichungen von der Norm festgestellt werden.
    Zusammengefasst: Du hast 2 Optionen:
    a) Bau des Bootes in China unter der Überwachung einer Klassifikationsgesellschaft oder
    b) CE-Zertifizierung bei Einfuhr des Schiffes nach Europa, ein sog. "Post-Construction-Assessment" durchführen und wehe der Zertifizierer stellt fest, dass Deine Pläne nicht ok waren...

    b) Einfuhrsteuern
    Du kannst nur Eigentum als Umzugsgut nach Europa zollfrei einführen, wenn Du nachweisen kannst, dass Du im Ausland auch gewohnt hast (sonst ist es nämlich kein Umzugsgut). Bevor Du weiter träumst, frag bei der Oberfinanzdirektion mal nach wie die Umzugsgut definieren (im zollrechtlichen Sinn)... Wenn Du das Schiff von China mittels Spedition nach DE überführen lässt, dann wird die Spedition, d.h. deren (Zoll) Agent Dich über die zu zahlenden Abgaben aufklären.
    Im Übrigen solltest Du die Einfuhr Deines Schiffes grundsätzlich mittels Agent vornehmen, denn die wissen in welche Warenklasse(n) das Produkt(Schiff +Zubehör) einzuordnen ist und die können auch die Bescheide vom Zoll lesen UND verstehen.
    Ansonsten kann es sehr teuer werden....
    Selbstbau in China ist kein Grund, keine Einfuhrabgaben zu bezahlen: Du musst dann nämlich nachweisen, dass alle verbauten Teile in der EU gekauft wurden und der gezahlte Preis die MwSt. beinhaltete. Es wird kein Zollbeamter Dir abnehmen, dass Du Dein Schiff in China selbst gebaut hast und keine Bootsbauer beschäftigt hast. Warum Holz, Schrauben, Gerätschaften in der EU inkl. MwSt. beschaffen, nach China exportieren, dort verbauen und dann wieder das Ganze wieder einführen ??
    Geändert von 2ndtonone (21.08.2020 um 19:39 Uhr)

  4. #14
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Mit einer autarken Wohneinheit meine ich, folgendermaßen:
    - Strom durch Solar, Wind
    - Kleinkläranlage, in der Grau- und Schwarzwasser geklärt wird und wieder in den Fluss/See/Ozeanen zurückgeführt wird
    - Landstrom
    - Heizung durch Durchlauferhitzer, als Fußbodenheizung oder Heizkörper
    - Wassermacher, zur Gewinnung von Frischwasser aus Süß- und Salzwasser

    Darüber bedanke ich mich schon mal herzlich und bleiben Sie weiter gesund!
    Immer handbreit unterm Kiel,
    Euer Double C
    moin double,
    in diesem forum schreiben segler "sie" ist sehr selten
    geht es dir in erster linie um günstig leben? oder um ein leben im einklang mit deiner umwelt? umwelt was ist das genau


    paar fragen zu #1

    -kennst du unterschiedliche verfahren für kleinkläranlagen?
    -autarker landstrom, was meinst du damit?
    -durchlauferhitzer als heizung? also elektrisch heizen? autark?
    -wassermacher aus süßwasser?

    ein autarker tri auf der lahn? besorg dir doch mal ein bild von einer lahnschleuse und eins von einem tri auf dem du leben möchtest und vergleich die breiten

    ansonsten gedanken sind frei
    haribo

  5. #15
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    Begeisterung reicht nicht

    Wir leben seit 20 Jahren 4 M/a auf dem Boot, mit viel Begeisterung. Schon auf dem Heimweg freuen wir uns auf zuhause.
    Wir haben einige gute Bekannte, die ihren Traum auf dem Boot zu leben umgesetzt haben, zum Teil sehr konsequent. Immobiles Hab und Gut verkauft, die meinten es ernst. Alle leben mittlerweile wieder so, wie sie geprägt waren, brav in der Wohnung, wie das eben so ist. Boot ist wieder verkauft oder dümpelt irgendwo im warmen Wasser und wird noch sporadisch genutzt.

    Die Hausbootkultur, wie sie z.B. unsere niederländischen Nachbarn pflegen, gibt es bei uns nicht. Es wird also schwierig an einem festen Ort auf dem Wasser zu leben. Die Infrastruktur fehlt bis auf wenige Ausnahmen.

    Autarke Ver- und Entsorgung bedarf einer Menge Energie. Die mit Wind (zu laut) oder Licht zu beschaffen ist teuer, die Fläche eines Hausbootes reicht vielleicht, die einer Yacht nicht.

    Ich würde mal Leute fragen, die sich mit so etwas auskennen. Nicht nur die, die auch begeistert sind, sondern auch jene, die begeistert waren.

    Eine glückliche Hand wünscht
    Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #16
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    "Der GL macht im Übrigen keine Bauüberwachung und Zertifizierung von Sportbooten mehr"

    Zusammengefasst: Du hast 2 Optionen:
    a) Bau des Bootes in China unter der Überwachung einer Klassifikationsgesellschaft oder
    b) CE-Zertifizierung bei Einfuhr des Schiffes nach Europa, ein sog. "Post-Construction-Assessment" durchführen und wehe der Zertifizierer stellt fest, dass Deine Pläne nicht ok waren...

    "Du musst dann nämlich nachweisen, dass alle verbauten Teile in der EU gekauft wurden und der gezahlte Preis die MwSt. beinhaltete."
    Hi 2ndtonone, danke für dein Feedback.
    Der eigentliche Gedanke war, das Boot durch günstigere Arbeitskraft fertig zu stellen, sowie die Materialien direkt auch aus China zu beziehen. Doch, wenn dann wieder MwSt. oder Einfuhrzölle da drauf gehen, amortisiert sich ein Bau des Bootes in China nicht mehr. Die Überlegung war den Kasko in China fertigzustellen und dann in den USA/EU den kompletten Ausbau fertigzustellen.

    Bezüglich zu der CE-Zertifizierung, das ist sehr ärgerlich, dass die GL keine Bauüberwachung ausführt. Chinesische Werften, mit CE-Zertifikation habe ich bisher nicht entdeckt, aber falls eins gibt, wäre der Bau dort von Vorteil. Aber wie vorhin schon erwähnt, wenn MwSt. und Zölle wieder erhoben wird, lohnt sich der Bau dann in China nicht mehr.

    Dann würde ich vielmehr selbst eine Firma gründen, die Mitarbeiter zeitlich befristet anstellen und wenn das Boot fertig ist, die CE-Zertifizierung nach dem "Post-Construction-Assessment" hinterher zertifizieren lassen.

    Hmmm, Gegenfrage @2ndtonone, wie würdest du es machen?


    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    geht es dir in erster linie um günstig leben? oder um ein leben im einklang mit deiner umwelt? umwelt was ist das genau

    paar fragen zu #1
    -kennst du unterschiedliche verfahren für kleinkläranlagen?
    -autarker landstrom, was meinst du damit?
    -durchlauferhitzer als heizung? also elektrisch heizen? autark?
    -wassermacher aus süßwasser?

    ein autarker tri auf der lahn? besorg dir doch mal ein bild von einer lahnschleuse und eins von einem tri auf dem du leben möchtest und vergleich die breiten
    Hi Haribo,
    gerne gehe ich auf deine Fragen ein.

    Zunächst mal zu den Klein-Kläranlagen. Nach Recherche habe ich kompakte biologische Kleinkläranlagen oder auch Filteranlagen, sogar Abschlammverfahren für größere Millionen-Yachten und Kreuzfahrtschiffen gesehen. Doch gibt es allerdings auch die kleine Variante für Segelboote bis zu 4 Personen. Das Ding wurde damals als Enteron, sprich voll-biologische Kleinkläranlage, auf der Messe mal vorgestellt und habe die meines Erachtens nur noch auf Tom Logisch gefunden.


    Autarker Landstrom ist damit gemeint, dass an Land genügend Solar- und Windstrom generiert wird und in einer/mehreren bspw. Tesla Powerwall gespeichert wird. Dieser wird bei Bedarf dann direkt ins Boot abgerufen.

    Kostengünstige Wärmeenergie, ohne CO2-Verbrauch ist meines Erachtens nur noch mit einem "Durchlauferhitzer", die mit Induktion ausgestattet ist, um das Wasser zu erwärmen. Die Induktion ist regelbar und kann mit niedriger Stärke betrieben werden, wird bspw. das Wasser durch Luftkonvektion oder durch den Doppelboden-Heizung kontinuierlich geheizt, kann ein angenehmes Raumklima im Boot erzeugt werden. Der elektrische Verbrauch kann durch erneuerbare Energien zurückgewonnen werden. Soweit mein Gedanke und meine Überlegungen.

    Wassermacher aus Süßwasser ist in der Regel wegen des niedrigen Salzgehaltes eher kein Problem und kann Frischwasser generiert werden. Wassermacher, kannst du auch bei Tom Logisch (siehe Link oben) finden. Natürlich, müsstest du regelmäßig die Filter und Membranen tauschen und verursacht Betriebskosten.

    Tri auf der Lahn, ja, ich möchte nicht sagen, dass der Tri gleich 10m Breit sein wird, sondern die Breite hält sich in Grenzen, wobei die Schwimmer auch "klappbar" sein müssen, um überhaupt in die Schleusen reinzukommen.

    Gedanken sind frei, wie auch meer Zeit für Überlegungen, wenn bis dato kein Boot gibt. hehe


    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Begeisterung reicht nicht

    Wir leben seit 20 Jahren 4 M/a auf dem Boot, mit viel Begeisterung. Schon auf dem Heimweg freuen wir uns auf zuhause.
    Wir haben einige gute Bekannte, die ihren Traum auf dem Boot zu leben umgesetzt haben, zum Teil sehr konsequent. Immobiles Hab und Gut verkauft, die meinten es ernst. Alle leben mittlerweile wieder so, wie sie geprägt waren, brav in der Wohnung, wie das eben so ist. Boot ist wieder verkauft oder dümpelt irgendwo im warmen Wasser und wird noch sporadisch genutzt.


    Autarke Ver- und Entsorgung bedarf einer Menge Energie. Die mit Wind (zu laut) oder Licht zu beschaffen ist teuer, die Fläche eines Hausbootes reicht vielleicht, die einer Yacht nicht.

    Ich würde mal Leute fragen, die sich mit so etwas auskennen. Nicht nur die, die auch begeistert sind, sondern auch jene, die begeistert waren.
    Hallo Franz,
    danke für deine Teilhabe. Jedenfalls, geht es mir darum, dass ich gerne so lange, wie ich arbeite auf dem Boot leben würde, statt ständig wegen Arbeitsplatzwechsels oder sonstiges mich um den Hausverkauf, Miete usw. kümmern muss. Allein schon für die Miete geht heutzutage extrem viel Geld drauf. Deshalb ist das Thema TinyHouses usw. sehr gefragt, insbesondere bei jüngeren Leuten und ich bin 33, sagen wir im mittleren Alters. Da ich nochmal 33-35 Jahre arbeiten gehen muss, wäre es nicht schlecht dort in etwas zu leben, wo ich mich wohl fühl, sowie auch einen Eigentum habe, den ich gleich mal mitnehmen kann oder ggf. mal dahin flüchten kann, wenn ich wieder mal in einer Beziehung sein sollte.

    Ich kann mir es ganz gut vorstellen, dass einige nach einigen Jahren Bootleben, dann wieder in einem Haus/Wohnung leben wollen, weil dieses dümpeln auf dem Wasser nicht mehr "ertragbar" ist. Der Wunsch daher kommt auch, weil der Platzwunsch und Sicherheit gegeben ist. Du hast Recht, viele haben das Bootleben wieder nach einigen Jahren aufgegeben und bezogen sich wieder in ein Haus/Wohnung.

    Leider derzeit sehr schwierig in D irgendwo oder -wie das Hausbootkultur durchzusetzen. Doch ich sage mal so, wie ich eben beschrieben habe, ist es gar nicht mal so schlecht, einen Rückzugsort zu haben oder auch einige Jahre Bootleben hinter sich zu haben.

    Das mit der Energie, naja wenn es zu "laut" ist. Sorry, dass kenn ich leider nicht, da ich mit 3 Jahren ertaubt bin. Somit kann ich, wenn Wind "läuft" immer noch schlafen. Wenn jetzt Fragen aufkommen, wie will der als Tauber auf dem Boot leben, man muss hören können, ob ein Leck schlägt oder von außen jemand oder etwas sich nähert oder Ankeralarm läutet. Darüber habe ich auch einige Überlegungen und Lösungen gefunden, dazu aber später mehr.

    Zum letzten Kommentar, fragen die sich damit auskennen.....genau deshalb bin ich ja auch hier, um Meinungen, Erfahrungen von euch erfahrenden Seglern einzuholen. Denn meine Devise ist, niemals etwas anzufangen, wenn der Plan oder wenigstens die Umsetzbarkeit gegeben ist. Vor allem auch finanziell oder behördlich.


    An alle ein Danke-schön und ich bitte um euren Feedback!

  7. #17
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Tri auf der Lahn, ja, ich möchte nicht sagen, dass der Tri gleich 10m Breit sein wird, sondern die Breite hält sich in Grenzen, wobei die Schwimmer auch "klappbar" sein müssen, um überhaupt in die Schleusen reinzukommen.
    Mit so einem Klapp-Tri wird es dann möglicherweise schwierig in Hinblick auf den gewünschten Lebensraum.
    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    danke für deine Teilhabe. Jedenfalls, geht es mir darum, dass ich gerne so lange, wie ich arbeite auf dem Boot leben würde, statt ständig wegen Arbeitsplatzwechsels oder sonstiges mich um den Hausverkauf, Miete usw. kümmern muss. Allein schon für die Miete geht heutzutage extrem viel Geld drauf. Deshalb ist das Thema TinyHouses usw. sehr gefragt, insbesondere bei jüngeren Leuten und ich bin 33, sagen wir im mittleren Alters. Da ich nochmal 33-35 Jahre arbeiten gehen muss, wäre es nicht schlecht dort in etwas zu leben, wo ich mich wohl fühl, sowie auch einen Eigentum habe, den ich gleich mal mitnehmen kann oder ggf. mal dahin flüchten kann, wenn ich wieder mal in einer Beziehung sein sollte.
    Das liest sich für mich eher als "Suche nach günstiger Behausung, gerne am Wasser" als "Ich bin Amphibie und möchte gerne drauf wohnen und vielleicht auch noch da arbeiten". Die Leute, von denen ich weiß, dass sie auf Booten leb(t)en, tun oder taten dies, weil für sie das Segeln bzw. der Hafen als Umfeld (z.B. als ehemalige Seeleute) das Entscheidende war, nicht das "flexible Haus". Natürlich kann man auch "das flexible Haus auf dem Wasser" planen, aber man sollte sich vor Augen halten, dass dies wohl in den seltensten Fällen die Realität ist. Als "Lebensabschnittsplanung" geht das natürlich auch; für die nächsten 33 Jahre muss man sich halt vor Augen halten, dass Leben das ist, was passiert, wenn man mit Planen beschäftigt ist. (Aber das hast du ja auch beschrieben.)
    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Das mit der Energie, naja wenn es zu "laut" ist. Sorry, dass kenn ich leider nicht, da ich mit 3 Jahren ertaubt bin. Somit kann ich, wenn Wind "läuft" immer noch schlafen.
    Aber möglicherweise deine Liegeplatznachbarn nicht mehr. Das wäre im Vorfeld zu klären, welche Geräusche toleriert werden, ist sicherlich auch LP-abhängig.

  8. #18
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    Zitat Zitat von Double C Beitrag anzeigen
    Autarker Landstrom ist damit gemeint, dass an Land genügend Solar- und Windstrom generiert wird und in einer/mehreren bspw. Tesla Powerwall gespeichert wird. Dieser wird bei Bedarf dann direkt ins Boot abgerufen.
    gelegendlich musst du doch eine rechnung mal bis zum ende ausführen

    tesla powerwall (ein hochspannungs-lithium-ionen-akku) wiegt ca 85kg und speichert doch rund 10. Kwh elektrische energie, also ungefähr gleichviel wie 1 liter benzin (ca 850gr) an energiinhalt haben...

    wie oft musst du so einen power-akku im winter an bord transportieren (oder was bedeutet wird bei bedarf ins boot abgerufen?) wenn du damit heizen möchtest und als beispiel 50kwh/m²a benötigst und auf 20m² wohnst? (die erste zahl ist übrigends deutlich zu klein für ein schiff, soll nur als beispiel dienen)

    und wiso sollte die zum heizen eines raumes erforderliche energiemenge geringer werden wenn irgend eine energie umwandlung mit induktion abläuft?


    "meine Devise ist, niemals etwas anzufangen, wenn der Plan oder wenigstens die Umsetzbarkeit gegeben ist."
    das ist wirklich mal eine bahnbrechende unbändig innovative devise, möchte ich meinen

    ein beispiel bild deines wunsch tris hätte ich immer noch gerne
    haribo
    Geändert von haribo (22.08.2020 um 16:33 Uhr)

  9. #19
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Schon auf dem Heimweg freuen wir uns auf zuhause.

    Franz
    du meinst doch "Hinweg" oder ab tag wieviel deiner 120 sommer-schiffer-tage freust du dich auf deine wohnung?
    haribo

  10. #20
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    gelegendlich musst du doch eine rechnung mal bis zum ende ausführen

    tesla powerwall (ein hochspannungs-lithium-ionen-akku) wiegt ca 85kg und speichert doch rund 10. Kwh elektrische energie, also ungefähr gleichviel wie 1 liter benzin (ca 850gr) an energiinhalt haben...

    wie oft musst du so einen power-akku im winter an bord transportieren (oder was bedeutet wird bei bedarf ins boot abgerufen?) wenn du damit heizen möchtest und als beispiel 50kwh/m²a benötigst und auf 20m² wohnst? (die erste zahl ist übrigends deutlich zu klein für ein schiff, soll nur als beispiel dienen)

    und wiso sollte die zum heizen eines raumes erforderliche energiemenge geringer werden wenn irgend eine energie umwandlung mit induktion abläuft?


    "meine Devise ist, niemals etwas anzufangen, wenn der Plan oder wenigstens die Umsetzbarkeit gegeben ist."
    das ist wirklich mal eine bahnbrechende unbändig innovative devise, möchte ich meinen

    ein beispiel bild deines wunsch tris hätte ich immer noch gerne
    haribo
    Eventül dieser, wenn er noch existiert?

    Nur schwimmen tutet er mitsamt der zusàtzlichen "beladung"
    aufen grund
    @forumgemeinde ... hat jemand mal den tri"kleiner Drache" auf oder an der nordsee gesichtet?
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