Seite 3 von 10 ErsteErste 12345 ... LetzteLetzte
Ergebnis 21 bis 30 von 97
  1. #21
    Registriert seit
    07.02.2007
    Ort
    40 Minuten vom Boot
    Beiträge
    133

    Standard

    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Solange der Schaden nicht essentiell ist , also ein Durchtreten des Decks in nächster Zeit nicht zu erwarten ist , könnte man auch garnix machen.
    Wie lange lebt das Schiff denn schon mit dem weichen Deck ?
    Hält es noch durch bis du Zeit hast, ist die "Weichheit" also im Grunde nur ein ärgerliche "Schönheitsfehler " ?

    Eine Reparatur , respektive die Trocknung des Balsakerns , eine " Verdrängung " des Wassers durch was auch immer, ein Absaugen durch Vakuum , ist arbeits- und zeitintensives Flickwerk mit unbefriedigenden Ergebnis.
    Hier geht m. E. nur "ganz oder garnicht". Auftrennen und raus mit dem roten Balsa, anschließend Neuaufbau des Sandwich mit Schaum, oder Volllaminat mit einigen " Stringern, Decksbalken ranklitschen. Beides geht auch partiell. Letzteres würde ich bei nur partiell rottem Kern, Deck machen.

    Entweder du gehst die Sache JETZT richtig an, oder wartest eben mit überlebensfähigem Deck noch einige Zeit.



    P.S.
    Wo hat eine Prout denn eine " Gangway" ?
    Meinst du das Seitendeck ?
    Sorry, natürlich meinte ich die Seitengänge.
    Durchtreten ist gottseidank kein Thema.
    Ich habe das Schiff seit 8 Jahren und es ist eigentlich unverändert, aber man merkt, dass es bei Seegang schon ordentlich "arbeitet" - vor allem bei Amwind- und Seitwind-Kursen in der kabbeligen südlichen Ostsee, wo oft die Wellenfrequenz ungefähr der Bootsbreite entspricht....
    Eine Injektion mit PU-Schaum scheint so aufwändig nicht - jedenfalls nicht im Vergleich zur "Kernsanierung", bei der ja geöffnet, gereinigt, getrocknet, aufgefüllt und wieder verschlossen werden muss.
    Vielleicht kann ich mich ja mit der Injektion noch ein paar Jahre retten, bis ich im Ruhestand bin, und dann der Sache richtig auf den Grund gehen.
    Danke jedenfalls!

  2. #22
    Registriert seit
    07.02.2007
    Ort
    40 Minuten vom Boot
    Beiträge
    133

    Standard

    Zitat Zitat von rwe Beitrag anzeigen
    Was ist weich? Das gesamte Deck? Oder nur Stellen um Bohrungen etc. herum? Im letzten Fall: Material um Bohrlöcher aufpopeln, Epoxy mit Füllmitteln rein. Ist detaillierter schon an mehreren Stellen (auch bei West/vdLinden) gut beschrieben, hier bestimmt auch im Forum. Für den ersten Fall, als vorübergehende Reparatur, hat mir das VossPU geholfen, sicherlich geht es auch mit Epoxy. Das ist dann eben keine Restauration, sondern eine Reparatur für eine vorübergehende Nutzung. Ggf. auch ein Rohr darunterlaminieren, das Last aufnimmt. Eine vernünftige dauerhafte Verbindung von Holz und Epoxy geht AFAIK nur mit intaktem Holz. Sonst hast du eben "Rottholzfaser-verstärktes Epoxy"...
    Es sind nur einzelne Stellen, gottseidank. Sonst würde ich direkt aufschneiden. Momentan tendiere ich aus Zeitgründen eher zu "Rottholzfaser-PU-veredelt" ;-) - wenn die Zeit gekommen ist, kann ich das ja dann auch alles wieder ausräumen.
    Und Löcher bohren, abkleben und injizieren ist ja so aufwändig nicht.

  3. #23
    Registriert seit
    07.02.2007
    Ort
    40 Minuten vom Boot
    Beiträge
    133

    Standard

    Zitat Zitat von Engel Beitrag anzeigen
    Meines Wissen wurde bei der Prout seit mehr als 40 Jahre kein Balsa sondern Sperrholz im Vorschiff verbaut. Das ist bei einen Kat auch erforderlich wegen der Statik und Verwindungsfestigkeit und geht im vorderen Decksbereich über die ges. Breite, so dass es nicht ausgetauscht werden kann. Da übersteigt eine Sanierung bei weitem die Verhältnismäßigkeit Egal, das kann nicht nachträglich mit einen Ep, PU oder Acyd verfestigt werden. Ist der Bereich weich, dann haben sich auf Grund der Feuchte die Leimverbindungen gelöst und das lässt sich nicht einfach reparieren oder austauschen. Du bringst auch die Feuchte nicht einmal bei 60°C in einer Trockenkammer raus. Kann es sein dass das Boot bereits an die 40 Jahre alt ist. Ansonsten wenn es der vordere Decksbereich ist dann lässt sich das nicht mehr reparieren und die Trennung der Leimverbindung geht weiter. Es kann natürlich sein, dass ich den Anwendungsfall auch falsch verstanden habe.

    Das mit der Gangway habe ch auch nicht verstanden.
    Engel
    Stimmt, ich erinnere das auch gehört oder gelesen zu haben. Werde mal bei Multihull World nachfragen, die sanieren ständig diese Boote.
    Jedenfalls habe ich vor ein paar Jahren am Steg in Travemünde mit einem Ehemaligen von Prout gesprochen, der mir den Tipp gab, zur Versteifung unter das Deck halbierte Fallrohre zu laminieren.
    Das wäre ja eine nicht allzu aufwändige Option zusätzlich zur PU-Injektion.
    Oder?

    Und wenn ich dann später grundsaniere, könnt ihr mich ja als Eisbrecher brokern!

  4. #24
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    1.710

    Standard

    Zitat Zitat von charlie.magen Beitrag anzeigen
    <...> unter das Deck halbierte Fallrohre zu laminieren.
    Das wäre ja eine nicht allzu aufwändige Option zusätzlich zur PU-Injektion.
    Oder?
    Ist evtl. sogar als "Sofortmaßnahme" wichtiger.

  5. #25
    Registriert seit
    07.02.2007
    Ort
    40 Minuten vom Boot
    Beiträge
    133

    Standard

    Jow, fürchte ich auch, jedenfalls wenn da tatsächlich zur Versteifung Sperrholz drinnen steckt...

    Bin leider im Laminieren absoluter Anfänger - gibt es zufällig Kurse oder sonstige gute Tutorials, die einem dabei zu etwas Sicherheit verhelfen?

  6. #26
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    1.710

    Standard

    Schau mal bei den Yacht-Videos nach, die in Zusammenhang mit vdLinden und Voss entstanden sind bzw. bei diesen Firmen selbst. Was ich da bisher gesehen hatte (ohne mich jetzt an ein konkretes Wie-versteife-ich-mein-Deck-Video zu erinnern), fand ich ordentlich gemacht, auch hinsichtlich des Zeit-Erkenntnis-Verhältnisses.

  7. #27
    Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    1.584

    Standard

    Zitat Zitat von charlie.magen Beitrag anzeigen
    Jow, fürchte ich auch, jedenfalls wenn da tatsächlich zur Versteifung Sperrholz drinnen steckt...

    Bin leider im Laminieren absoluter Anfänger - gibt es zufällig Kurse oder sonstige gute Tutorials, die einem dabei zu etwas Sicherheit verhelfen?
    Hallo,

    ja, du selbst, fange einfach klein an.
    Wichtig bei der Arbeit ist "Hygiene" und viele Unterlagen als Kleckerschutz.
    Ich hatte bspw. anfangs die Gabe das Zeug überall hinzuschmieren, bis es mir hinter den Ohren klebte.

    - Epoxy-Mischung mit weniger als 10% Mischfehler ist sehr wichtig:
    - Halte Ausschau nach skalierten Mischbechern oder dosiere mit Einwegspritzen.
    - Schäftung ca. 1:12, immer
    - Gute Schleifmaschinen, mit denen du die "Fetzen fliegen lassen kannst", die aber auch Feinschliff zulassen.
    - Auf warme Umgebungstemperatur achten
    Wäg mal ab, ob du dir das antun möchtest, oder die Arbeit in Auftrag abgibts. Die Schleifmaschinen sind schon ziemlich teuer.


    Viel Erfolg
    Peter
    Geändert von K.Lauer (08.09.2020 um 07:51 Uhr)

  8. #28
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    1.710

    Standard

    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Die Schleifmaschinen sind schon ziemlich teuer.
    ... aber eine gute ist dann auch eine Anschaffung für die nächsten Jahrzehnte.

  9. #29
    Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    1.584

    Standard

    Zitat Zitat von rwe Beitrag anzeigen
    ... aber eine gute ist dann auch eine Anschaffung für die nächsten Jahrzehnte.
    Hallo,

    aber genau das kann sich nicht jeder antun: je älter man ist, desto unsinniger wird es.


    Peter

  10. #30
    Registriert seit
    24.04.2010
    Ort
    Ingolstadt, München, Bad-Tölz, Im Farchet
    Beiträge
    1.201

    Standard

    Zu Charlie,
    vergiss solche Hinweise wie die Wichtigkeit von 10% Mischfehler, denn in Deinen Fall müssen wir den Einzelfall beurteilen. Da hilft auch keine Schleifmaschine bei der die Fetzen fliegen, denn wir wollen das Boot erhalten und nicht zerlegen. Auch eine warme Umgebungstemperatur ist Unsinn, denn in Deinen Fall wenn eine Injektion möglich ist – was ich inzwischen sogar vermute, dann brauchen wir Temperaturen nach Möglichkeit unter 20°C um den chemischen Härtungsprozess zu verlangsamen. Ob Du dabei die Hygiene bei Corona beachtest oder kleckerst hat mit dem Anwendungsfall nicht das geringste zu tun. Ich kriege jedes mal Bauchkribbeln, wenn sich so ein Spezialist dann einklinkt und zum Sachverhalt zur Werterhaltung, Statik, usw. nichts beitragen kann, nur um sich zu profilieren.

    In Deinen Fall ist es sehr Wahrscheinlich, dass nicht das Sperrholz verrottet ist, sondern weil der Haftvermittler Poxid sich durch Feuchteaufnahme aufgelöst hat und sich das Sperrholz vom GFK getrennt hat. Das kannst Du feststellen, wenn Du unter der weichen GFK-Laminierung einen Festen Widerstand spürst, der nicht nachgibt und ist auch durch klopfen mit einen harten Gegenstand zu hören. Da wir von GFK und Sperrholz ein unterschiedliches Quellverhalten haben, ensteht unter dem GFK ein Hohlraum und das darüber liegend GFK lässt sich dann leicht eindrücken und erscheint dann weich.
    Es ist z.B. bei einer Bavaria durchaus normal, dass das Ruder Feuchtewerte um die 30% hat, ohne dass dabei der Holzkern verrottet. Das Problem ist aber immer die Trennung von Holz und GFK. Dabei sollten wir zuerst einmal den ges. Zustand der Yacht wissen. Besorge Dir ein Greisinger Fauchtemessgerät, mache eine Kalibrierung wo das Laminat trocken ist z.B. im vorderen Bereich Decksunterkannte und bestimme die Feuchtewerte im Über- und Unterwasserbereich im Abstand von 10-20 cm. Fertige dabei ein Messprotokoll an. Das kann jeder Laie, erfordert aber eine Einweisung am besten am Telefon oder in einen anderen Forum. Im Bereich der Sandwiches Bauweise sollte sich dann ein Feuchtewert einstellen, der nicht höher als 20-25% ist. Damit kann ich dann den ges. Zustand weitgehend beurteilen. Haben wir wie in Deinem Fall vermutlich nur eine Trennung von Laminat und Sperrholz, dann lässt sich der Bereich mit einen Sauger (haben die Glaser für den Glastransport oder kaufen), anheben und wir können dann über ein paar kleine Bohrungen 2-3 mm ein 2 K. Reaktiv-Harz einspritzen. Da das Harz chemisch härtet, entsteht eine Temperatur bis zu 120°C, dabei wird die Restfeuchte auf dem Laminat und Sperrholz verdrängt so dass sich das Sperrholz wieder mit dem GFK verbindet. Dann den Bereich während der Härtung beschweren so dass der Rest wieder aus den Bohrungen quillt. Das Harz dann sofort mit Xylol beseitigen damit es nicht verfestigt. Da schnell gearbeitet werden muss, sollte das zu Zweit geschehen. Es darf dabei nicht zu warm sein, denn sonst haben wir eine zu schnelle Härtung und wir haben nur einen Versuch. Der Härtungsprozess sollte so lange wie möglich verzögert werden. Beim EP brauchen wir eines, das nicht zu hart wird, das sich verdünnen lässt damit es auch leicht injiziert werden kann. Am besten da mal bei Bacuplast anfragen, dann ist ein wenig Geduld angesagt für ein paar Versuche auf ein paar Sperrholzplatten, um die Verdünnung, Härterzugabe, Härtungsdauer, sowie Härte mit den Zusätzen Xylol-Äthanol zu ermitteln. Das Epoxid darf dabei nicht zu hart werden, damit es nicht reißt. Wegen der entstehenden Temperatrur muss das GFK am besten mit Wasser während der Härtung ständig gekühlt werden. Je länger der Härtungsprozess, um so geringer die Härte ums so größer die Elastizität die wir in diesen Fall brauchen. Die Versuche sind erforderlich, da es nun mal zahlreiche unterschiedliche Epoxide gibt, die sich auch unterschiedlich verhalten und es für solche Reparaturen kaum Erfahrungswerte gibt da die zu selten ausgeführt werden.
    Mit ein wenig Einweisung kann das auch ein Laie machen. Du wirst das Problem selbst lösen müssen, denn keine Werft wo es sich meist um Anstreicherfirmen handelt wird das machen. Firmen wie Wrede, Rameck, König usw. können das, die können auch die Feuchte in der Röhre reduzieren, wird aber bei einen Kat sehr – sehr teuer. In der Regel wagt sich aber da keiner ran, denn Firmen müssen eine Gewährleistung übernehmen und in diesen Fall ist das nicht möglich, da keiner weiß ob sich die Verbindung nach ein paar Jahren wieder trennt und eine Nachbesserung kaum möglich ist. Wenn also der Holzkern nicht verrottet ist - was sehr wahrscheinlich ist - , dann ist das einen Versuch wert, denn wir können dabei nichts kaputt machen bis auf ein paar 2-3 mm große Löcher und gewinnen einige Jahre an Zeit. Sollten weitere weiche Stellen dann auftreten, dann können die auch mit der Vorgehensweise nachträglich verfestigt werden was die Statik natürlch entsprechend verbessern wird. Natürlich können wir den Originalzustand damit nicht mehr herstellen, aber es würde den Zustand verbessern. Nagle mich bitte nicht fest, ich weiß dass es funktioniert, nur ich weiß nicht wie lange da sich solche Verbindungen einfach zu unterschiedlich verhalten. Für die Vorgehensweise benötigst Du Injektionsspritzen, gibt es auch in großen Ausführungen, Injektionsnadeln die zum Blutspenden verwendet werden, kleine Wegwerf-Mischbecher, eine genau Waage, Xylol, Äthanol und Geduld. Die Bohrung in der genauen Dicke wie die Injektionsnadel dann entsprechen schräg in das Gfk einbringen, nicht zu tief bohren, vorher mit dem Sauger 4-5 mm das GFK anheben damit du bemerkst wann Du mit dem Bohrer durch bist. Das EP so schnell wie möglich Einspritzen, mit ein paar Sandsäcke beschweren und das herausquellende Ep mit Xylol sofort beseitigen. Zuerst aber das Messprotokoll, denn haben wir zu hohe Feuchtewerte, dann funktioniert das nicht.
    Engel
    Geändert von Engel (08.09.2020 um 12:44 Uhr)

Ähnliche Themen

  1. GFK Dach mit Rissen wie behandeln?
    Von Igor016 im Forum Refit
    Antworten: 7
    Letzter Beitrag: 26.06.2020, 22:12
  2. awl-gryp aussenhaut, wie behandeln
    Von sommersonne im Forum Refit
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 21.11.2011, 17:49
  3. Wie den Schwertkasten behandeln?
    Von nuessisegeln im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 20.01.2007, 00:41
  4. Wie Teak behandeln?
    Von Sub14060 im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 19.12.2005, 19:43
  5. Persenning behandeln ?
    Von meinolf_lutter im Forum Technik & Elektronik
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 13.12.2004, 14:37

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •