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  1. #1
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    Standard Bugstrahlruder selber nachrüsten

    Hallo ihr Lieben,

    ich habe ja seit letztem Jahr eine Piewiet 1000. Also 10m lang, und 3,25m breit. 4,5t schwer.
    Da ich immer(oder meistens) alleine unterwegs bin, ist es so, dass ich gerne beim Anlegen bei 4 - 5 Bft querab, ein Bugstrahlruder als Unterstützung hätte.

    Jetzt sagt die Tabelle, dass ein 600N von Vetus z.B. für meine Bootsgröße ausreichen würde. Bei meinem Boot ist noch das Problem, dass vorne unter der Koje der Wassertank mit 160Litern verbaut ist. Der ist allerdings wie auch das Schiff von 1998 und gibt mittlerweile Stoffe aus dem Tankmaterial(GFK) an das Trinkwasser ab. Der muss also eh erneuert, oder entfernt werden(Wenn der entfernt wird, dann fehlen mir vorne 160kg plus Tankmaterial an Ballast).
    Also ist meine Überlegung, den Propeller einzubauen, und dann einen neuen Tank aus Kunststoff oder aus VA anfertigen zu lassen, der dann entweder vor oder hinter(oder beides) dem Propeller liegt, einzubauen. Das ist aber ein anderes Kapitel. Erst das Bugstrahlruder. Dazu habe ich Fragen.

    1. Kann ich den Antrieb auch nicht senkrecht einbauen?(also nach vorne oder nach achtern verlagert) Von wegen Erschütterungen etc...

    2. Ist mehr mehr oder weniger? Sprich: Da ich die Möglichkeit hätte, sowohl einen Vetus 600N (der ist lt. Tabelle 9m - 13m der Richtige für mein Boot) als auch ein 650N für den gleichen Preis zu bekommen. Ich weiß nicht, ob ich ihn so weit wie möglich vorne einbauen kann. Das bedeutet, dass er nah am Kiel ist, der ja die Drehachse bildet.

    3. Ich habe mal gehört, dass es Laderegler gibt, die erst nach voller Batterie(1. Starterbatterie) eine Weitere(Starterbatterie 105Ah zum Bugstrahlruder) freigeben zum Laden. Weiß aber nicht, welcher da der Richtige wäre. Ich habe 3 Batterien 2x125A AMG Verbrauchsbatterien und eine 105Ah Starterbatterie und einen Mastervolt 12 V 35/3 Ladecharger, der nur 35A Ladestrom liefert. Also auch im Umkehrschluss in Häfen funktioniert, die wenig Strom zur Verfügung stellen. (z.B. Sixthaven in Amsterdam 1300A.) Geht bestimmt auch noch weniger. Da der Seitenantrieb nur Stoßweise verwendet wird, hatte ich auch überlegt, mir EINE größere Starterbatterie einzubauen, was mir aber vorne dann wieder Ballast nehmen würde, und ich müsste dann wohl so oder so über ein größeres Ladegerät nachdenken(Da ja 10% der Gesamtkapazität vom Ladegeräöt abgedekt werden sollten). Bei der Lösung einer eigen Batterie für das Bugstrahlruder hätte ich vorne wieder Gewicht(würde dadurch aber wieder neues Frischwassertankvolumen verlieren) und ich könnte evt. das Ladegerät behalten. Außerdem könnte dann das Ladekabel einen geringeren Querschnitt haben, als das Strohmkabel zwischen Batterie und Antrieb. Hier denke ich an 70mm2, da da mal eben 580A durch fließen. Außerdem denke ich darüber nach, bei Verwendung nur einer Starterbatterie eine bessere Lichtmaschien und einen besseren Lichtmaschinenregler einzubauen, da habe ich aber auch keine Idee, welcher da der Richtige wäre. Ich habe einen Yanmar 3G30 an Bord, der noch seine originalen Anbauten hat.

    Was meint ihr dazu?

    Liebe Grüße

  2. #2
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    Standard

    Hallo Jaspis,

    schau dir mal das Exturn an, das kann man selber einbauen und es nimmt innen keine Platz weg. Es ist gegenüber den Vetus Brüllern, die den ganzen Hafen aufwecken flüsterleise und hat einen besseren Wirkungsgrad.
    Ich habe eine Batterie im Bug die Ankerwinde und BSR versorgt, diese wird über einen Bat-Bat Lader von Sterling geladen. Funktionier bestens mit den dünnen Kabeln

  3. #3
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    Zitat Zitat von Jaspis Beitrag anzeigen
    Hallo ihr Lieben,

    ich habe ja seit letztem Jahr eine Piewiet 1000. Also 10m lang, und 3,25m breit. 4,5t schwer.
    Da ich immer(oder meistens) alleine unterwegs bin, ist es so, dass ich gerne beim Anlegen bei 4 - 5 Bft querab, ein Bugstrahlruder als Unterstützung hätte.

    Jetzt sagt die Tabelle, dass ein 600N von Vetus z.B. für meine Bootsgröße ausreichen würde. Bei meinem Boot ist noch das Problem, dass vorne unter der Koje der Wassertank mit 160Litern verbaut ist. Der ist allerdings wie auch das Schiff von 1998 und gibt mittlerweile Stoffe aus dem Tankmaterial(GFK) an das Trinkwasser ab. Der muss also eh erneuert, oder entfernt werden(Wenn der entfernt wird, dann fehlen mir vorne 160kg plus Tankmaterial an Ballast).
    Also ist meine Überlegung, den Propeller einzubauen, und dann einen neuen Tank aus Kunststoff oder aus VA anfertigen zu lassen, der dann entweder vor oder hinter(oder beides) dem Propeller liegt, einzubauen. Das ist aber ein anderes Kapitel. Erst das Bugstrahlruder. Dazu habe ich Fragen.

    1. Kann ich den Antrieb auch nicht senkrecht einbauen?(also nach vorne oder nach achtern verlagert) Von wegen Erschütterungen etc...

    2. Ist mehr mehr oder weniger? Sprich: Da ich die Möglichkeit hätte, sowohl einen Vetus 600N (der ist lt. Tabelle 9m - 13m der Richtige für mein Boot) als auch ein 650N für den gleichen Preis zu bekommen. Ich weiß nicht, ob ich ihn so weit wie möglich vorne einbauen kann. Das bedeutet, dass er nah am Kiel ist, der ja die Drehachse bildet.

    ...

    1.: Ich vermute Du meinst waagerecht? Ja das geht. Ich habe bei mir ein Sidepower Bugstrahlruder eingebaut, die geben sehr detaillierte Hinweise zu Einbauort- und lage (auch zu Installation und allem anderen). Das BSR kann in jeder Lage eingebaut werden, muss aber, wenn es nicht senkrecht steht, unterstützt werden. Bestimmt liefert Vetus ähnliche Hinweise.

    2: Mehr ist mehr. Aber wenn du das BSR mit einer entfernten Batterie betreiben möchtest mach Dir mehr Gedanken über den Leitungsquerschnitt als in eine Tabelle zu sehen und/oder gefühlt etwas mehr zu nehmen. Die Verlustleistung (letztlich steckt natürlich das Ohm'sche Gesetz dahinter) lässt sich ziemlich einfach ausrechnen, dann hast Du eine gute Idee welcher Leitungsquerschnitt vielleich billiger erkauft ist, als die höhere Motorleistung. Ich habe die Zahlen nicht mehr im Kopf, aber ich war überrascht welche tolerierte Verlustleistung den Tabellen zugrunde lag (5%?). Da kannst Du bei dem Preis für ein BSR mit etwas extra Kupfer einiges holen....

  4. #4
    Registriert seit
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    457

    Standard

    Bei mir ist ein SwingThruster mit 6 kw eingebaut, welcher durch 2 AGM in unmittelbarer Nähe (kurze Leitungen) versorgt wird. Geladen werden die Akkus durch ein separates Ladegerät, wann immer ein Landanschluss vorhanden ist.
    Der Einbau ist sehr aufwändig, aber Strömungsgünstig.
    Zu deiner Frage „ist mehr mehr oder weniger“, kann ich dir sagen, dass ein mehr immer von Vorteil ist. Denn bei wenig oder gar keinem Wind braucht man kein Bugstrahlruder. Man braucht es, wenn der Wind das Vorschiff bei wenig Fahrt abtreibt und man es auf der Stelle halten möchte oder zum Einfädeln in die Box.
    Meine Empfehlung für dich wäre ein BSR, welches komplett unter dem Rumpf angebracht wird. Sieht nicht schön aus, aber hilft! Trotzdem würde ich auch bei dieser Lösung empfehlen, eine zusätzliche Versorgungsbatterie im Bug nur für dieses einzubauen. Aus Sicht der Strömungstechnik dürfte diese Lösung auch nicht schlechter sein (eher besser), als die waagrecht eingebauten Brüllruder, denn diese sind fast immer dicht unter der Wasseroberfläche eingebaut. Durch die ständig offenstehenden Öffnungen verlieren diese Schiffe nach meinen Erfahrungen im Schnitt einen kn an Geschwindigkeit. Bei dem untergebauten BSR hört man fast nichts!

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