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  1. #1
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    Standard Das gekippte Brett

    .

    Ob man solch Ponton unter Segeln nun leiden mag , oder nicht ,
    abgesehen vom üppigen Raumangebot unter Deck hat eine Scow auch Vorteile in Sachen Speed , und das , richtiger Trimm vorrausgesetzt , auf allen Kursen .
    Nicht umsonst dominieren Scows derzeit beim Mini -Transat . Auch die großen Racer , sowie Pogos und dergleichen , nähern sich immer mehr diesem Rumpfshape .

    https://sailscow.com/2018/12/28/pour...ne-revolution/

    https://www.idbmarine.com/fr/maxi/650/maxi650.php


    P.S.
    "Scow" kommt übrigens von " Schouw" .

    https://www.yachtvillage.net/de/deta...chte-segelboot

    Die Niederländer wissen schon lange wie man kurze Schiffe schneller macht.
    Geändert von supra (04.10.2020 um 21:50 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  2. #2
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    Für mich persönlich trotz der technischen wie raummäßigen Vorteile ästhetisch tatsächlich eine Herausforderung ;-)

  3. #3
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    Lieber eine Koje weniger und dafür bei Welle die Zahnfüllungen behalten.
    "liegt bei 9 Bft. noch hervorragend am Steg"


    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ........................

    Die Niederländer wissen schon lange wie man kurze Schiffe schneller macht.
    ....und die Fa. Henkel wie man Waschmittel verpackt.

    Die Tempo-Jolle aus den 70ern war auch eine Scow. Mit einer 420er konnte sie nie mithalten

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    .

    Lieber eine Koje weniger und dafür bei Welle die Zahnfüllungen behalten.
    ...

    Gruß Franz
    .


    Ganz so einfach ist es nicht.
    Der Trick , vielmehr das Grundprinzip damit eine Scow Am Wind , auch bei Welle , funktioniert ist vor allem Krängung .
    Desweiteren :
    --Krängung
    --Wasserlinienlänge zu Wasserlinienbreite bei Krängung ( leichtes , frühes überschreiten der Rumpfgeschwindigkeit durch hohes Ratio)
    --dessen Kielsprung ( möglichst wenig bis keinen )
    --Krängung
    -- Bow-up Attitude ( ferner den Wellen) unter Krängung beim Angleiten durch Kielsprung Achtern
    --Radien des Bugs/Stevens , also sphärisch, möglichst groß für weiches Wellenschneiden
    --Krängung auch bei wenig Wind ( durch Crew oder Wasserballast, wenn vorhanden Canting Keel nach Lee )
    -- gespreizte Kimmschwerter
    --Krängung
    --gespreizte Doppelruder
    --Krängung
    --nur ab stärkerem raumen Wind Crewgewicht und/oder Wasserballast in Luv achtern, Canting Keel Luv .
    --keine Krängung bei starkem Wind achterlich; Gleitfahrt nahezu platt vor dem Laken.

    Siehe auch Imoca, Open 50

    Was man nun von Obigem verwirklicht hängt vom Programm ab .
    Die Möglichkeiten sind da, Scows haben Potential.

    .




    .
    Geändert von supra (05.10.2020 um 23:14 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  5. #5
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ........

    Siehe auch Imoca, Open 50

    Was man nun von Obigem verwirklicht hängt vom Programm ab .
    Die Möglichkeiten sind da, Scows haben Potential.

    .
    Die machen mir nicht den Eindruck als seien sie gnadenlos auf Speed gezüchtet. Auch nicht das der potentielle Käufer sie mit allen Mitteln zum Rasen bringen soll.
    ... und modern sind sie .... und viele Kojen....

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    .


    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Die machen mir nicht den Eindruck als seien sie gnadenlos auf Speed gezüchtet. Auch nicht das der potentielle Käufer sie mit allen Mitteln zum Rasen bringen soll.
    ... und modern sind sie .... und viele Kojen....

    Gruß Franz
    .


    Was man nun von Obigem verwirklicht hängt vom Programm ab .
    Die Möglichkeiten sind da, Scows haben Potential .

    Was nun das von dir befürchtete Knallen in der Welle betrifft,
    oben aufgeführte Features verhindern es .
    ( Falls gewünscht erkläre ich die Zusammenhänge bei Gelegenheit detaillierter )



    .
    Geändert von supra (06.10.2020 um 19:00 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  7. #7
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    .
    ..............

    Was nun das von dir befürchtete Knallen in der Welle betrifft,
    oben aufgeführte Features verhindern es .
    ( Falls gewünscht erkläre ich die Zusammenhänge bei Gelegenheit detaillierter )

    .
    (nee, nicht nötig)

    Wir kennen es von den flachbodigen Jollen und selbst konventionelle Dickschiffe die aufrecht gegenan die Socken platzen lassen, gehen bei reichlich Krängung und Speed zischend durch die Wellen.
    Die Zielgruppe wird das ebenso wenig nutzen wie sie Chines zum sauberen Abriss der Strömung und das Doppelruderrad zur besseren Übersicht über die Segel nutzt.
    Die Chines machen den Schwimmcampern einen geräumigen Arsch und die Scow schafft noch ein weiteres Kojenpaar im Vorschiff. (Schon mal bei satt Krängung oder Welle im Vorschiff geschlafen? ). Der Segler wird in beiden Fällen die Verwandtschaft seines Bootes mit den Racern rühmen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  8. #8
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    (nee, nicht nötig)


    Die Zielgruppe wird das ebenso wenig nutzen wie sie Chines zum sauberen Abriss der Strömung und das Doppelruderrad zur besseren Übersicht über die Segel nutzt.
    Die Chines machen den Schwimmcampern einen geräumigen Arsch und die Scow schafft noch ein weiteres Kojenpaar im Vorschiff. (Schon mal bei satt Krängung oder Welle im Vorschiff geschlafen? ). Der Segler wird in beiden Fällen die Verwandtschaft seines Bootes mit den Racern rühmen.

    Gruß Franz


    --Die Chines ermöglichen bei Krängung eine geringere Wasserlinienbreite ( siehe günstiges LWL/BWL Ratio oben) Für besseren Abriss sind sie nicht da.
    --Für die große Breite im Heck zeichnen die Chines nicht verantwortlich . Der bei Krängung getauchte Teil des Rumpfes , die Kimm , weist kaum Kielsprung auf , daher
    die Breite der Open 50 achtern, bei Scows auch vorne.
    (über die Vorteile eines schlanken Rumpfes ohne, oder mit sehr wenig Kielsprung brauchen wir wohl nicht reden ? ?
    --ich schrieb vom Doppelruder, nicht vom doppelten Steuerrad
    ---von einer Crew die schnell segelt, oder bei Welle gegenanbolzt , schläft wohl kaum jemand im Vorschiff
    ---ob der Verbrauchersegler die Prinzipien (s) einer Scow und eines Open 50 , deren Ähnlichkeiten überhaupt erkennt sei dahingestellt .
    Dir ist das , nach deinen Aussagen in obigem Zitat beurteilt , jedenfalls nicht gegeben


    P.S.
    Oft gibt es auch zwei Chines , beide meist nahezu durchlaufend.
    Ein langes , schmales Brett ( nahezu Ratio eines(1) Katamaranrumpfes) auf dem das Schiff bei Krängung segelt ,,die Rumpfgeschwindigkeit schnell erreicht , oder überschreitet, manchmal auch darauf gleitet-- das gekippte Brett.
    Schön sehen kann man dieses Brett an der trockengefallenen Malango , Ansicht von vorn..

    https://www.idbmarine.com/fr/malango...alango1088.php

    An der Malango 1045 kann man sehen wie schmal dieses Brett, also die Wasserlinienbreite bei Krängung wird :

    https://www.idbmarine.com/fr/malango...alango1045.php

    Bei der Scow nun ist das Brett bei selber Schiffslänge noch länger, es hat auch geringerem Kielsprung und Twist :

    https://sailscow.com/2020/03/19/un-beau-bebe-muscle/

    Achte aufs Brett, dessen Wasserlinienbreite :

    https://youtu.be/fZyQVu_jUtU
    Geändert von supra (06.10.2020 um 20:57 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  9. #9
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    Aufschlussreiche Aufnahmen :

    https://youtu.be/fzkNCEqO7oc

    https://youtu.be/GrACYYXGVN4

    Vergleich
    Das konventionelle Schiff kippt am Wind mehr diagonal auf die Nase , die Scow hingegen hebt leicht den Bug.
    Auch Raumwinds ist der Bug der Scow immer höher. Sie gleitet durch diesen günstigeren Trimmwinkel früher an , reduziert die benetzte Fläche früher ( dynamischer Auftrieb ), ist also schneller. Als Bonus gibt es weniger Patsch am Steven.
    Im Exzess , also bei Topspeed unter starkem achterlichen Wind , sticht das gleitende konventionelle Boot in die nächste Welle , unterschneidet gar manchmal . Die Scow hingegen geht durch größeren positiven Trimmwinkel und massig Volumen im Bug drüberweg.

    https://youtu.be/A4ymsD717eg

    Konventionelles Schiff. Prima Gleitfahrt mit tollen Steckern -----bei nur mäßiger bis kleiner Welle
    https://youtu.be/PWWbVMYguTw
    Kein Wunder dass die vorletzten Imocas (also jene ohne Foils) , æ la Scow vorne für mehr Gleitfläche immer stumpfer wurden und über der Wasserline einfallende Bordwände für Wavepiercing hatten .
    Geändert von supra (06.10.2020 um 23:26 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  10. #10
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    .......
    --Die Chines ermöglichen bei Krängung eine geringere Wasserlinienbreite
    .........die Rumpfgeschwindigkeit schnell erreicht , oder überschreitet, manchmal auch darauf gleitet--
    ........ die Scow hingegen hebt leicht den Bug.
    Auch Raumwinds ist der Bug der Scow immer höher. Sie gleitet durch diesen günstigeren Trimmwinkel früher an , reduziert die benetzte Fläche früher ( dynamischer Auftrieb ), ist also schneller. Als Bonus gibt es weniger Patsch am Steven.
    ......... einfallende Bordwände für Wavepiercing hatten .
    Genau das, was der bräsige Tourensegler sich wünscht und dringend braucht

    Du willst doch die glitschenden Flundern nicht mit den anfangs vorgestellten Schwimmappartements vergleichen.

    Der gewöhnliche Segler will 3ZiKüDiBad (+), bekommt er. Obendrein suggeriert man ihm, er erwerbe ein teuflisch sportliches Gerät. Ist wie beim Auto, mit Attributen aus dem Renngeschäft verkauft sich´s besser, egal ob sie genutzt werden, oder auch nur in der Lage ist sie zu nutzen - Augenwischerei.

    Gruß Franz
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