Seite 1 von 4 123 ... LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 38
  1. #1
    Registriert seit
    04.10.2020
    Beiträge
    4

    Standard Wie fange ich das Segeln/Yachtsegeln an?

    Hallo zusammen,

    ich habe mich hier im Forum registriert und den Beitrag verfasst, um irgendwie Informationen zu bekommen, wie man am besten in das Segeln einsteigt... Leider habe ich keine Verwandten oder Freunde die bereits Segler sind und habe dementsprechend keinen Zugang hierzu.

    Ich sehe jedes mal Segelschiffe beim Angeln(anderes Hobby) & bei Videos aus dem Internet.. Schon beim zugucken packt es mich und mich würde es reizen selbst zu segeln. Ich frage mich allerdings wie. Ich habe mir tendenziell vorgenommen mal auf die Travemünder Woche zu fahren und dort nach Informationen von Clubs/Vereinen zu suchen. Ich komme selbst aus Schleswig-Holstein nahe Hamburg. Da diese nun aber für dieses Jahr abgesagt wurde, versuche ich es hierüber.

    Wie habt Ihr angefangen zu segeln?

    Wie kann man als "Durchschnittsbürger" überhaupt ohne direkt eine Segelyacht > 300.000€ kaufen zu müssen an der Ostsee segeln? Was für Kosten fallen überhaupt an? Liegeplatz, Club, Versicherung etc. ?


    In manchen Beiträgen habe ich bereits gelesen, dass man eher an dem Gewässer das Segeln lernen sollte, wo man selbst später auch segeln möchte. Inwiefern ist das richtig? Was für eine Ausbildung benötigt man überhaupt? Einen Segelschein für die Küste?

    Welche Rolle spielen Vereine/Clubs beim Segeln? Lernt man hier das Segeln und hat man hier die Möglichkeit bei anderen Seglern "anzuheuern"?



    Ich hoffe ihr fasst diesen Beitrag nicht falsch auf... Ich finde nur kaum Informationen.



    Mit freundlichen Grüßen

  2. #2
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    1.710

    Standard

    Auch wenn der Tonfall etwas an Trolle erinnert - ich nehm's mal ernst und hoffe, dass es auch so gemeint ist.

    Zitat Zitat von Madjin Beitrag anzeigen
    Ich komme selbst aus Schleswig-Holstein nahe Hamburg.
    Das erleichtert die Sache beträchtlich.

    Zitat Zitat von Madjin Beitrag anzeigen
    Wie habt Ihr angefangen zu segeln?
    Ich wollte es schon als Kind, bin am Fluss aufgewachsen. Meine Eltern kamen aus dem Binnenland. Mit 13 Jahren habe ich dann angefangen, die regionalen Segelvereine durchzutelefonieren, bis ich dann bei "meinem" hängengeblieben bin. Vereinsbeitrag für Kinder und Jugendliche: Keinen (in Zahlen 0€ p.a.) Erst Jugendboot (Pirat) + Mitsegeln beim Jugendwart und anderen "Alten", dann eigene H-Jolle als Studi, 1990 mit dem halbwegs ersten "richtigen" Geld einen Waarschip-Vierteltonner, knapp 30 Jahre (2017) später einen kleinen französischen Centerboarder, 23' (Bj 1980).

    Zitat Zitat von Madjin Beitrag anzeigen
    Wie kann man als "Durchschnittsbürger" überhaupt ohne direkt eine Segelyacht > 300.000€ kaufen zu müssen an der Ostsee segeln? Was für Kosten fallen überhaupt an? Liegeplatz, Club, Versicherung etc. ?
    Als Einstieg für ein urlaubsfähiges Boot im Küstenbereich sollte man mit ca. 10k€ Anschaffung rechnen (gebraucht um die 7m, Außenbordmotor, 2-4 Kojen, Campingurlaubkomfort), es geht mit etwas Glück aber auch für die Hälfte (oder noch weniger - unser aktueller Kauf). Mit einer Jolle (offen, ohne feste Kojen) ohnehin. Laufende Kosten an der Ostsee weiß ich nicht, in Wedel gerade aus HH raus bezahle ich für mein 7m-Boot für Liegegeld ganzjährig, normale Wartung und Versicherung etwa soviel wie für eine HVV-Monatskarte (80-100€/Monat), größere Reparaturen außen vor. Ich bin in 2 "Clubs" (äh: Vereinen); der eine kostet knapp 100€, mein "Nostalgieverein", in dem ich gelernt habe, 50€. Im Jahr natürlich, nicht im Monat...


    Andererseits sind nach oben hin keine Grenzen gesetzt. 300k€ kann man leicht toppen:-)


    Zitat Zitat von Madjin Beitrag anzeigen
    In manchen Beiträgen habe ich bereits gelesen, dass man eher an dem Gewässer das Segeln lernen sollte, wo man selbst später auch segeln möchte. Inwiefern ist das richtig? Was für eine Ausbildung benötigt man überhaupt? Einen Segelschein für die Küste?
    Rechtlich benötigt man an der Küste erst dann einen Schein (Sportboot), wenn man einen Motor mit 15+ PS hat. Schaden tut er auch sonst wenig. Grundsätzlich ist Segeln aber ein "Erfahrungssport", der Schein grundsätzlich eine rechtliche Erlaubnis, Lernen tut man durch das Segeln selbst. Einen Schein auf dem "Zielrevier" zu machen, schadet wenig. (Und sofern man eine Seefunkstelle betreiben möchte, braucht man auch dafür einen Schein, unabhängig von Art und Größe des Bootes.)

    Zitat Zitat von Madjin Beitrag anzeigen
    Welche Rolle spielen Vereine/Clubs beim Segeln? Lernt man hier das Segeln und hat man hier die Möglichkeit bei anderen Seglern "anzuheuern"?
    So pauschal kann man das nicht schreiben, aber tendenziell passt das. Jugendausbildung machen grundsätzlich (fast?) alle Vereine, zumal die Jugendarbeit auch ein Argument für die Gemeinnützigkeit bei Sportvereinen ist. Viele Vereine haben auf die Mangel des jugendlichen Nachwuchses insofern reagiert, wie sie auch Kurse bzw. Mitsegeln für Erwachsene anbieten und auch Vereinsschiffe haben, die man auch für wenig Geld mieten kann. Ansonsten nehmen tatsächlich viele "Alteingesessene" andere Leute mit. Ich persönlich bin sicherlich kein "Vereinsmeier", aber ein Verfechter der Segelvereine, auch schon als "Gegengewicht" zur Kommerzialisierung.

    Nachtrag: Besonders helfen Vereine beim Erlernen der Winterarbeit! Viele Vereine an der Küste sind voll mit Leuten, die es können, Bootsbauer, Schiffbauer, Metaller, ... Das gibt meist eine gute Lernkurve.

    Hope that helps.

  3. #3
    Registriert seit
    04.10.2020
    Beiträge
    4

    Standard

    Hallo,

    das klingt doch super. Ich bin tatsächlich kein Troll. Eher verzweifelt auf der Suche.

    Ich danke Dir schon mal für die klasse Infos. Also scheint es sich pauschal mal zu lohnen, bei Vereinen anzufragen. Ich dachte bisher immer, dass die Vereine eher eine Art Treffpunkt für Yachtbesitzer seien und weniger ein "Förderverein"...

  4. #4
    Registriert seit
    15.10.2010
    Beiträge
    5.252

    Standard

    Es gibt eine moderne Variante das Segeln anzufangen. Sie ist sehr kostengünstig, cool, öffentlichkeitswirksam, aber strafrechtlich nicht ganz sauber:
    Du bereitest zu Hause eine kleine Rede vor, in der Du die ungerechte Verteilung von Eigentum anprangerst. Die folgenden Keywords sind absolut Pflicht: ungerecht, Reich, Ausbeutung, Vermögen, Vermögensverteilung nicht gerecht etc. ( kannst auch gerne mal in das kleine Rote Buch mit den Worten des großen Vorsitzenden reingucken). Dann fährst Du in einen Jachthafen, suchst Dir eine, dich interessierende Yacht aus, tüdelst die Schutzplanen vom Grosssegel (das große Dreieck hinter dem Mast) und der Rollfock (die Wurst vor dem Mast, die um das vordere Halteseil des Mastes getüttelt wurde), entrollst die Fock und ziehst das Grossegel hoch. Kommt einer vorbei und guckt blöd, stimme einfach die Internationale an und wenn dieser Lakai des erbärmlichen Kapitalismus anfängt zu Pöbeln, unbedingt den großen Vorsitzenden zitieren „Die Macht kommt aus den Gewehren!“, dann weiss er Bescheid.
    Zum Ablegen tüttelst alle Landleinen ab, wirfst sie ins Wasser und lässt Dich aus der Box treiben(alternativ: Du ziehst Dich aus der Box), danach relaxen, der Wind zeigt Dir ganz schnell wie es geht.
    Wenn da jetzt freundliche Herren in Uniform auftreten und Dich anbölken: einfach die Vorbereitete Rede halten, bezieh Dich ruhig auf die Hausbesetzer in Berlin und behauptes, hier würde nun ein alternatives, queeres Wohnsegelprojekz entstehen....

    Die nächste Möglichkeit ist weniger cool, birgt auch Verpflichtungen: Begebe Dich zu einem Yachthafen, finde heraus was da für Vereine tätig sind, sprich mit den Liegern( sind auch nur Menschen) und werde dann Mitglied in einem Verein. In vielen Vereinen bildet man aus, sehr günstig, aber nicht billig. Nicht billig, da man nun erwartet, dass Du am Vereinsleben teilnimmst! Aber im Verein bekommt man gute Ratschläge, das Lernen für den Führerschein macht mehr Spass und man erhält leichter einen Liegeplatz für sein 300k€ Spielzeug.

    Was das 300k€ Spielzeug angeht, wird man Dir am Steg zig ehemalige 300k€ Spielzeuge für weit unter 100k€ anbieten. Wenn Du Glück hast, brauchst Du Dir gar kein Spielzeug kaufen, weil so mancher, älterer Einhandsegler Dir das Mitsegeln anbieten wird.

  5. #5
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    1.710

    Standard

    Zitat Zitat von Madjin Beitrag anzeigen
    Vereine eher eine Art Treffpunkt für Yachtbesitzer seien und weniger ein "Förderverein"...
    ... solche gibt's auch ("hier oben" gerne auch mal in der Art hanseatisch-patriarchalischer "Bürgervereine"), aber in die muss man ja nicht gehen, wenn man nicht möchte. Alternativen gibt es genug.

  6. #6
    Registriert seit
    04.10.2020
    Beiträge
    4

    Standard

    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Es gibt eine moderne Variante das Segeln anzufangen. Sie ist sehr kostengünstig, cool, öffentlichkeitswirksam, aber strafrechtlich nicht ganz sauber:
    Du bereitest zu Hause eine kleine Rede vor, in der Du die ungerechte Verteilung von Eigentum anprangerst. Die folgenden Keywords sind absolut Pflicht: ungerecht, Reich, Ausbeutung, Vermögen, Vermögensverteilung nicht gerecht etc. ( kannst auch gerne mal in das kleine Rote Buch mit den Worten des großen Vorsitzenden reingucken). Dann fährst Du in einen Jachthafen, suchst Dir eine, dich interessierende Yacht aus, tüdelst die Schutzplanen vom Grosssegel (das große Dreieck hinter dem Mast) und der Rollfock (die Wurst vor dem Mast, die um das vordere Halteseil des Mastes getüttelt wurde), entrollst die Fock und ziehst das Grossegel hoch. Kommt einer vorbei und guckt blöd, stimme einfach die Internationale an und wenn dieser Lakai des erbärmlichen Kapitalismus anfängt zu Pöbeln, unbedingt den großen Vorsitzenden zitieren „Die Macht kommt aus den Gewehren!“, dann weiss er Bescheid.
    Zum Ablegen tüttelst alle Landleinen ab, wirfst sie ins Wasser und lässt Dich aus der Box treiben(alternativ: Du ziehst Dich aus der Box), danach relaxen, der Wind zeigt Dir ganz schnell wie es geht.
    Wenn da jetzt freundliche Herren in Uniform auftreten und Dich anbölken: einfach die Vorbereitete Rede halten, bezieh Dich ruhig auf die Hausbesetzer in Berlin und behauptes, hier würde nun ein alternatives, queeres Wohnsegelprojekz entstehen....

    Die nächste Möglichkeit ist weniger cool, birgt auch Verpflichtungen: Begebe Dich zu einem Yachthafen, finde heraus was da für Vereine tätig sind, sprich mit den Liegern( sind auch nur Menschen) und werde dann Mitglied in einem Verein. In vielen Vereinen bildet man aus, sehr günstig, aber nicht billig. Nicht billig, da man nun erwartet, dass Du am Vereinsleben teilnimmst! Aber im Verein bekommt man gute Ratschläge, das Lernen für den Führerschein macht mehr Spass und man erhält leichter einen Liegeplatz für sein 300k€ Spielzeug.

    Was das 300k€ Spielzeug angeht, wird man Dir am Steg zig ehemalige 300k€ Spielzeuge für weit unter 100k€ anbieten. Wenn Du Glück hast, brauchst Du Dir gar kein Spielzeug kaufen, weil so mancher, älterer Einhandsegler Dir das Mitsegeln anbieten wird.
    Ich tendiere zu weniger cool

  7. #7
    Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    1.586

    Standard

    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Es gibt eine moderne Variante das Segeln anzufangen. Sie ist sehr kostengünstig, cool, öffentlichkeitswirksam, aber strafrechtlich nicht ganz sauber:
    Hallo,

    man kann ja mal Witze machen …
    Aber was ich nicht verstehe ist, dass für Gemeinwohl eintretende Menschen wahrheitswidrig als geradezu unterirdisch tumb, inkompetent und kriminell verspottet werden.


    Peter

  8. #8
    Registriert seit
    02.04.2017
    Ort
    742 Evergreen Terrace in Dasow
    Beiträge
    1.384

    Standard

    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,


    was ich nicht verstehe ist, ...
    ....
    ....










    Peter
    .

    Auflistung bitte vervollständigen .

    .
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  9. #9
    Registriert seit
    09.01.2016
    Beiträge
    1.586

    Standard

    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Auflistung bitte vervollständigen
    Hallo,

    man muß dazu sagen:
    ich habe supersupra mal gewagt zu widersprechen.

    In seiner Simulantenwelt zirkulierte Luft ums Segel. Dem konnte ich leider nicht zustimmen, denn ein festes Segel ist nie nicht ein Mühlenrad oder Flettner-Rotor.
    Zwar schweigt er sich dann in der Folge über derartigen Unsinn aus, aber er lässt immer wieder durchblitzen, von meinem Widerspruch bis zum heutigen Tag sehr tief gekränkt worden zu sein:
    Er verschwendet blindwütig seine Kraft für plakative Penetranz, wenn mans so bezeichnen möchte.


    Gute Besserung!
    Peter
    Geändert von K.Lauer (06.10.2020 um 10:29 Uhr)

  10. #10
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    1.710

    Standard

    @Madjin, man kann übrigens auch segeln, ohne sich über Flettner-Rotoren zu unterhalten. Auch wenn's spannend ist. Lass' Dich davon nicht abhalten.

Ähnliche Themen

  1. Yachtsegeln/Charter USA - New England
    Von Wasserwohnmobil im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 07.01.2014, 12:44
  2. Wie fange ich an?
    Von dkprinz im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 39
    Letzter Beitrag: 23.12.2013, 13:12
  3. DVD über Yachtsegeln
    Von manfis im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 8
    Letzter Beitrag: 03.03.2009, 21:30
  4. Yachtsegeln im Winter auf dem Wolziger See
    Von lelewel im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 14.11.2005, 19:29
  5. Segeln Segeln ... endlich wieder Segeln
    Von micha23 im Forum Suche Mitsegeln
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 09.09.2005, 15:38

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •