Seite 1 von 2 12 LetzteLetzte
Ergebnis 1 bis 10 von 32

Hybrid-Darstellung

  1. #1
    Registriert seit
    17.10.2002
    Ort
    Dietikon (Schweiz)
    Alter
    68
    Beiträge
    515

    Standard was tun bei medicane?

    Der Medicane-Wirbelsturm welcher Ende September 2020 Griechenland heimsuchte hat uns doch einigermassen beeindruckt. Wir waren zum Zeitpunkt des Ereignisses auch im Ionischen-Meer unterwegs, glücklicherweise jedoch in Sizilien und konnten die Entwicklung aus der Ferne beobachten. Getroffen hat es ein Gebiet, welches als Leichtwindrevier bekannt ist (Ionische Inseln) und in welchem sich manche auch ungeübte Crews aufhalten.

    Was kann man also unternehmen vom Moment an in welchem man realisiert, dass man in die Zug-Bahn eines Wirbelsturms gerät? Klar, wenn man Zeit hat um aus der Zug-Bahn des Sturms zu flüchten ist das sicher die beste Lösung. Darüber hinaus sehe ich in erster Linie zwei Taktiken: Sicherer Hafen/Marina vs. in geschützter Bucht frei ankern. Was ist eure Meinung/ Erfahrung?

    Ich möchte die Diskussion gerne auf das Mittelmeer beschränken.
    Grüsse,
    Pegi

  2. #2
    Registriert seit
    15.12.2008
    Beiträge
    49

    Standard

    Ich war zu der Zeit in Griechenland, allerdings im Saronischen Golf. 2018 war ich ebenfalls in Griechenland als der Medicane Zorbas sein Unwesen trieb.
    Erkenntnis; Es gibt keine sicheren Häfen (mehr ?) ! 2018 habe ich in Korfos frei ankernd problemlos abgewettert. 2020 habe ich mich nach Kea,verzogen die Zugbahn wurde noch nicht von allen Wettermodellen einheitlich prognostiziert.
    Donnerstag Korissia(gut bei Süd), ab Freitag Vourkari(gut bei Nord). Die überlegung war, wo finde ich einen Ort der vertretbar bei Süd und Nord ist und ich allenfalls vom Quai wegkomme und frei ankern kann.
    Handbreit
    Edi

  3. #3
    Registriert seit
    17.10.2002
    Ort
    Dietikon (Schweiz)
    Alter
    68
    Beiträge
    515

    Standard

    Zitat Zitat von Copain Beitrag anzeigen
    Es gibt keine sicheren Häfen (mehr ?) !
    Edi
    Kann man unter diesen Umständen in diesem Revier im Herbst überhaupt noch einen Familientörn verantworten?

    Übrigens sehe ich die von dir gewählte Taktik auch als die Tauglichste.
    Grüsse,
    Pegi

  4. #4
    Registriert seit
    31.05.2001
    Ort
    Raum Hamburg
    Alter
    58
    Beiträge
    1.367

    Standard

    Ich habe Zorbas vor Anker in der Kilada Bucht abgewettert. Der Kern ging genau über uns. Bei Ianos war ich zum Glück auf der anderen Seite von Griechenland.

    Ich sehe das auch so, dass es für so etwas in GR keine sicheren Stadt Häfen gibt oder nur sehr wenig. In den wenigen Marinas sieht es besser aus.
    Dennoch würde ich Ankern immer vorziehen, wenn ein geeigneter Platz in der Nähe ist. Bei einer Charteryacht mit meist unterdimensionierten Ankergeschirr sieht das anders aus. Da würde ich den Anweisungen des Vercharterers folgen und das Boot entsprechend anbinden und dann an Land übernachten.
    Michael
    http://www.sioned.de

  5. #5
    Registriert seit
    17.10.2002
    Ort
    Dietikon (Schweiz)
    Alter
    68
    Beiträge
    515

    Standard

    ich mache einen neuen Thread unter "Mittelmeer" mit dem Titel
    "Stürme im Mittelmeer, kann man im Herbst dort noch sicher Segeln?"

    Wäre auch ein Thema für künftige Yacht-Ausgaben!
    Grüsse,
    Pegi

  6. #6
    Registriert seit
    12.08.2008
    Ort
    Kielregion
    Beiträge
    345

    Standard

    Zitat Zitat von Pegi Beitrag anzeigen
    ich mache einen neuen Thread unter "Mittelmeer" mit dem Titel
    "Stürme im Mittelmeer, kann man im Herbst dort noch sicher Segeln?"

    Wäre auch ein Thema für künftige Yacht-Ausgaben!
    Och neee, lass ma.
    Am Klimawandel sind wir alle Schuld. Da wird sich auch mit noch so breiter Diskussion nix ändern.
    Auch nach der xten weltweiten Klimakonferenz ist es noch wärmer geworden - auch das MM.
    Ab 27, 28° Wassertemperatur und weiteren Einflüssen wirds ungemütlich, das weiss jeder Atlantiksegler.
    Wir ändern uns nicht, ändert sich eben das Klima, punkt.

  7. #7
    Registriert seit
    22.04.2001
    Beiträge
    34

    Frage Plattenverschiebung?

    Zitat Zitat von Pegi Beitrag anzeigen
    Wir waren zum Zeitpunkt des Ereignisses auch im Ionischen-Meer unterwegs, glücklicherweise jedoch in Sizilien und konnten die Entwicklung aus der Ferne beobachten.
    Sizilien ist im Ionischen-Meer?
    Hat da eine Plattenverschiebung stattgefunden?

  8. #8
    Registriert seit
    23.07.2009
    Ort
    St. Andrä-Wördern (A)
    Beiträge
    183

    Standard

    Zitat Zitat von Richard Beitrag anzeigen
    Sizilien ist im Ionischen-Meer?
    Hat da eine Plattenverschiebung stattgefunden?
    Guckst du:
    https://de.wikipedia.org/wiki/Ionisc...ea_borders.png

    Offensichtlich keine Plattenverschiebung sondern eine Wissensverschiebung
    Aber ich gebe dir "Deutsch-Umgangssprachlich" recht, die Meisten unter uns meinen das Gebiet der griechischen, ionischen Inseln.
    Handbreit
    Rud1
    ---------------------------------------------
    https://sailing.czaak.at

  9. #9
    Registriert seit
    17.10.2002
    Ort
    Dietikon (Schweiz)
    Alter
    68
    Beiträge
    515

    Standard

    guter Artikel mit weiteren Links

    https://sailingbritican.com/hurricane-preparation/
    Grüsse,
    Pegi

  10. #10
    Registriert seit
    08.05.2017
    Beiträge
    180

    Standard

    Das ionische Meer ist ein beliebtes Charterrevier. Das wird sich wegen den paar Medicanes nicht ändern. Die Anzahl und Stärke der tropischen Stürme in der Karibik ist ne ganze andere Nummer.
    Wenn ich also mit einem Charter-Boot von einer Basis auf Korfu, Lefkas etc. unterwegs bin und die Wettervorhersage ist entsprechend einem Ianos, dann bin ich selbstverständlich mit dem Boot an der Charterbasis. So ist der Törn zu planen. Rechtzeitig zur Basis zurückkehren - das ist die Verantwortung vom Skipper.
    Handbreit

Stichworte

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •