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  1. #1
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    Standard Elektro oder Verbrenner als Bootsantrieb der Zukunft ?

    Als Außenborder für die Beiboote haben die Elektromotore bereits Einzug gehalten. Ob diese auch den Hauptantrieb auf einer Yacht eines Tages ersetzen können? Die schweren Batterien im Kiel einbauen?
    Wie sieht es überhaupt mit der Ökobilanz aus? Sind die Elektroantriebe wirklich umweltverträglicher?

    Nachtrag:
    Beim Segeln die Batterien z.B. mit einem "SailingGen" aufladen?
    Fällt mir gerade so ein, -habe nämlich einen an Bord, mit dem ich sehr zufrieden bin.
    Könnte mir sogar noch einen 2. vorstellen (Geschwindigkeitsverlust kaum feststellbar)!
    Oder noch besser: Beim Festprop diesen mitlaufen lassen und Strom erzeugen!
    Geändert von miles+more (02.11.2020 um 18:09 Uhr)

  2. #2
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    Dazu habe ich kürzlich was gelesen, weiss aber leider nicht mehr, wo. Ich glaube, die Konklusion war, dass die kleinen Dieselmotoren der Segelyachten, bei ihren geringen Laufzeiten (und langen Lebensdauern) sowie wegen des deutlich geringeren Bedarfs an kritischen Rohstoffen in der Ökobilanz noch vorne sind.

    Es gibt schon Yachtbauer, die auch bei grösseren Yachten Elektromotoren anbieten. Das Problem ist wohl immer noch die Reichweite. Wenn der Akku nicht reicht, um einmal durch den NOK zu kommen, ist das halt schon eine Einschränkung.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  3. #3
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    Zitat Zitat von Wetterbote Beitrag anzeigen
    Dazu habe ich kürzlich was gelesen, weiss aber leider nicht mehr, wo. Ich glaube, die Konklusion war, dass die kleinen Dieselmotoren der Segelyachten, bei ihren geringen Laufzeiten (und langen Lebensdauern) sowie wegen des deutlich geringeren Bedarfs an kritischen Rohstoffen in der Ökobilanz noch vorne sind.
    ........
    In der Ökobilanz sind alle(!) vernünftig dimensionierten Verbrenner weit vor den E- Antrieben. Das wird auch noch einige Zeit so bleiben, zumindest so lange wie Strom nicht ausschließlich aus regenerativen Quellen stammt.

    Bei der Verwendung in Booten wird der E-Motor auf den Mühlenteich beschränkt bleiben.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    .........."SailingGen"--------
    Fällt mir gerade so ein, -habe nämlich einen an Bord, mit dem ich sehr zufrieden bin.
    Könnte mir sogar noch einen 2. vorstellen (Geschwindigkeitsverlust kaum feststellbar)!
    Oder noch besser: Beim Festprop diesen mitlaufen lassen und Strom erzeugen!
    Die Energie, die der Generator dem Vortrieb entzieht bremst im selben Maß. Wo sonst kommt die Energie her? (Die Wirkungsgrade verbessern die Ausbeute nicht)
    Schöpft der Generator z.B. gut 2kW, dann wird er mit knapp 3PS bremsen. Falls das nicht so ist, haben wir das Energieproblem der Menschheit gelöst.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    Zitat Zitat von Wetterbote Beitrag anzeigen
    Es gibt schon Yachtbauer, die auch bei grösseren Yachten Elektromotoren anbieten. Das Problem ist wohl immer noch die Reichweite. Wenn der Akku nicht reicht, um einmal durch den NOK zu kommen, ist das halt schon eine Einschränkung.
    Ja, die Reichweite wird das Problem sein. -10 Stunden sollten schon machbar sein!

    Bei vollem Dieseltank (160 ltr. bei mir) kann ich bei 6 - 6,5 kn ca. 40 Stunden motoren! Das wird kein vernünftig dimensionierter Akku der heutigen Generation erreichen.

  6. #6
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Die Energie, die der Generator dem Vortrieb entzieht bremst im selben Maß. Wo sonst kommt die Energie her? (Die Wirkungsgrade verbessern die Ausbeute nicht)
    Schöpft der Generator z.B. gut 2kW, dann wird er mit knapp 3PS bremsen. Falls das nicht so ist, haben wir das Energieproblem der Menschheit gelöst.
    Gruß Franz
    Das mit dem Generator war nur so eine Idee. Bei mir liefert er immerhin bei 7 kn FdW 15 Ah. Einen Geschwindigkeitsverlust kann ich dabei nicht feststellen! Wenn ich bedenke, dass ich mit dem 55 PS Diesel max 8,7 kn (FüG bei Windstille im NOK gemessen) die Rumpfgeschwindigkeit erreiche (keine Ahnung wieviel PS davon tatsächlich am Prop ankommt und ins Wasser abgegeben wird), dann spielen die erwähnten 2,7 / 3,0 PS keine Rolle.
    Unter Segeln kann ich schneller, sogar deutlich schneller!
    Wäre mal interessant zu wissen, wieviel PS der Wind und die Segel dann tatsächlich generieren um eine solche Geschwindigkeit zu ermöglichen?
    Wie schon angegeben, eine Bremswirkung habe ich bisher nie feststellen können (geht vermutlich nur unter Laborbedingungen).

    Möglicherweise wäre Wasserstoff eine Alternative?

  7. #7
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    So lange das Boot mit Rumpfgeschwindigkeit segeln kann, ist meist auch noch genügend Energie für den Generator übrig. Das Problem ist das Gleiche wie bei Wind- und Sonnenenergie: Der Strom wird benötigt, wenn die Energiequellen nicht verfügbar sind. Natürlich funktioniert der E-Antrieb tadellos fürs Anlegemanöver, wenn ich lange Touren bei viel Wind fahre.

    Sobald man mit dem Boot wirkliche Reisen macht und Strecken bei widrigen Bedingungen absolvieren können will, ist ein elektrischer Antrieb nicht hilfreich.
    Das Beispiel NOK ist da ziemlich realistisch. Ich bin ihn ein paar mal gefahren und habe jedes Mal gehofft, zumindest streckenweise Segeln zu können. Es waren immer 10 Motorstunden bei Marschfahrt. Da hülfe wohl nur ein Dieselgenerator.

    Für mich stellt sich aber auch die Frage, warum man sich dafür interessieren sollte. Als ich noch mit sorgfältig restaurierten VW Käfern unterwegs war, wurde ich oft angegiftet, dass der "Stinker ins Museum gehört" - von Menschen, die meinten mit ihrem Neuwagen-Plastikbomber ökobilanztechnisch besser aufgestellt zu sein. Wer die ganzheitliche Ökobilanz ernst nimmt, lässt sogar die Finger von Solarzellen. Aber das scheint schwer zu verstehen zu sein, dass auch für die Gewinnung nachhaltiger Energien Materialien verwendet werden, die nicht oder kaum trenn- und recyclebar sind. Leider schade....

    Gruß R.

  8. #8
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    Hallo,

    Solarzellen funktionieren besser, als manchem Kritiker lieb ist.
    Kohle wird zurückgehen, weil sie zunehmend unwirtschaftlich wird und der Kohle brechen immer mehr die Subventionen weg.


    Peter

  9. #9
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    Solarzellen funktionieren besser, als manchem Kritiker lieb ist.
    Kohle wird zurückgehen, weil sie zunehmend unwirtschaftlich wird und der Kohle brechen immer mehr die Subventionen weg.


    Peter
    Solarzellen funktionieren tatsächlich gut. Wir haben 300W(p) auf dem Dach und sind damit im Sommer autark. Bei hoher Außentemperatur, verhangenem Himmel und schattigem Liegeplatz müssen wir nach zwei Tagen an den Landstrom. (Kühlschrank, TV, ... laufen an 230V)

    Kohle wird zurückgehen, stimmt. Dass sie unwirtschaftlich ist stimmt ebenso wenig wie dass sie Subventionen bekommt.
    Steinkohle wird in D nicht mehr verstromt und Braunkohlenstrom kostet an der Kraftwerksteckdose 1,8 Ct/kWh, unschlagbar. Die Braunkohle hat niemals Subventionen bekommen (gilt für die Rheinische Braunkohle, wird bei der Ostkohle nicht anders sein)

    Hat aber nichts mit dem E-Antrieb für Boote zu tun.
    Dass man bei überschüssiger Energie aus dem Segel (mehr als für die Rumpfgeschwindigkeit nötig ist) Leistung abzapfen kann ist unbeschritten. Stellt sich die Frage, in wieviel der Segelzeit erreicht man die Rumpfgeschwindigkeit? Wir sind jedenfalls auch bei Wind gesegelt, der nicht gereicht hätte einen Generator anzutreiben.

    Wasserstoff/Brennstoffzelle ist eine wünschenswerte Alternative. Bleibt die Frage: Woher kommt der Wasserstoff? Z.Zt.sind wir bei weitem nicht in der Lage den Strombedarf aus regenerativer Energie zu decken. Die Erzeugung von Wasserstoff wird vorerst an Schlagschatten, Infraschall, Elektrosmog und dem Rotmilan scheitern.

    Die paar Stunden Dieselbetrieb können wir dulden. Man kann auch mit Wind, der für zwei Knoten reicht segeln.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Kohle wird zurückgehen, stimmt. Dass sie unwirtschaftlich ist stimmt ebenso wenig wie dass sie Subventionen bekommt.
    Steinkohle wird in D nicht mehr verstromt und Braunkohlenstrom kostet an der Kraftwerksteckdose 1,8 Ct/kWh, unschlagbar. Die Braunkohle hat niemals Subventionen bekommen (gilt für die Rheinische Braunkohle, wird bei der Ostkohle nicht anders sein)
    Hallo,

    https://rp-online.de/wirtschaft/rwe-...n_aid-19710147
    https://www.wecf.org/de/milliarden-s...er-braunkohle/


    Peter

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