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  1. #11
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    Ich persönlich halte nix von Elektroantrieben, die Batterien als Energiespeicher verwenden: Zu schwer, zu kurze Lebensdauer und zu aufwendig zum nachhaltigen Laden.

    Wasserstoff ist da eindeutig im Vorteil:
    Es gibt schon Insellösungen um Ski- oder Notunterkünfte oder Hütten in den Bergen mit Energie zu versorgen, bestehend aus Sonnenpaneel, Elektrolysator (Wasserstofferzeugung) und Brennstoffzelle.
    In diesem Fall wird Sonnenenergie zur H2-erzeugung genutzt, also "grüner" Wasserstoff". Diese Lösung wäre sicherlich auch in Yachten einsatzfähig (siehe https://www.homepowersolutions.de/en/product darüberhinaus funzen solche Anlagen ja auch in Autos (Toyota Mirai), sollte also auch in Yachten funzen).
    Ein Problem der Windkraft/Sonnenenergie ist, dass diese Energie erzeugen, gerade dann wenn die Energie nicht gebraucht wird. Würde man diese Energie aber nutzen um H2 herzustellen, hätte man einen gut bekannten, gut speicherbaren Energieträger, den man entweder direkt verheizen kann (H2 in Erdgasnetz, 2% H2 im Erdgas spart 20% CO2 Emissionen beim Heizen) oder man verwendet den Wasserstoff für Brennstofzellen, also zur Gewinnung von Heizenergie und Strom. Auch in der Chemie-Industrie fällt bei manchen Synthesen Wasserstoff an, der entweder vom Chemiewerk selber zur Energieerzeugung genutzt wird oder auch verkauft werden könnte.
    Lagerung und Transport von H2 ist alt-bekannt, neu sind nur Speichermöglichkeiten als Methangas (Hydrierung von CO2) o.ä.

    P.S.: sobald es ein solches System passend für 7m Yachten gibt, was bezahlbar ist, werde ich gerne dabei sein!! Noch sind die Systeme zu teuer, zu gross und die Brennstoffstellen können noch nicht allzu viele Cyclen ab.

  2. #12
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    Hallo,

    und ich bin für die Verflüssigung von Biogas.


    Peter

  3. #13
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    Aus Deinem Zitat.
    "In der Tat zahlt der Staat keine klassischen Subventionen. Doch die vielen Privilegien, die er Braunkohle-Verstromern wie RWE und Vattenfall gewährt, gehen in die Milliarden........."Allein 2015 hat Braunkohlebergbau und -verstromung gesellschaftliche Kosten in Höhe von mindestens 15 Milliarden Euro verursacht", heißt es in einer Studie, die das Forum ökologisch-soziale Marktwirtschaft (FÖS) für Greenpeace ermittelt hat und die heute vorgestellt wird.....".
    Greenpeas lügt, Beispiel gefällig? Wie war das noch mit Bent Spar?

    Die "Privilegien" bestehen darin, dass der Braunkohlenstrom nur eingespeist werden darf, wenn kein teurer Ökostrom zur Verfügung steht, was eine wirtschaftliche Produktion schwierig macht, gewiss kein Privileg.

    Wir wollen keine fossilen Schätze verfeuern, wir wollen kein CO2 erzeugen. Darin sind wir uns (fast) alle einig. Das soll uns nicht hindern fair zu argumentieren. Allerdings nicht hier, hier geht es um Boote und deren Antrieb.
    Beim E-Antrieb wird zu 2/3 Strom aus fossilen Quellen verfeuert, Materialien mit menschenunwürdiger und krimineller Herkunft für die Akkus verwendet, das Produkt der Wirkungsgrade ist verheerend.
    Ich weiß nicht, ob Greta das klar ist.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #14
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    und ich bin für die Verflüssigung von Biogas.


    Peter
    SNG, Biomethan, CH4, künstliches Ergas, ...... Dafür bekommst Du keine Mehrheit, denn Verbrenner sind böse.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #15
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    Das mit dem Generator war nur so eine Idee. Bei mir liefert er immerhin bei 7 kn FdW 15 Ah. Einen Geschwindigkeitsverlust kann ich dabei nicht feststellen!
    Ich habe auch einen SailinGen. Den Geschwindigkeitsverlust kann man an der Logge ablesen und beträgt weniger als 0,5 kn. Die Rechnung ist ja einfach: Entweder 0,5 kn langsamer und mit vollem Akku am Ankerplatz eintreffen, oder 0,5 kn schneller und dann die Maschine zum Akku laden anwerfen.

    Bei mir lohnt der SailinGen erst ab 4 kn Fahrt. Ich komme auf max. 8 A, ab 7,5 kn muß ich den Gen wg. Überlastalarm rausnehmen. 15 A sind ein stolzer Wert - vielleicht hast Du ein neueres Modell. Hast Du? Ich habe meinen 2012 gekauft.

    Mein Dinghi wird mit einem Torqeedo betrieben. Eine meiner besten Investitionen. Zuverlässig, kein Benzin an Bord und kann jederzeit nachgeladen werden.

    Aber für ein Segelschiff reicht einfach die Batteriekapazität nicht. Genausowenig wie für PKW und LKW. Das verstehe ich sowieso nicht. Wenn E-Autos ein Massenprodukt würden, bräuchte man immense Investitionen um Ladestationen einzurichten. Einmal abgesehen davon, daß das Stromnetz und die verfügbare Kapazität überhaupt nicht auf den zusätzlichen Verbrauch ausgelegt sind.

    Es bleibt nur Wasserstoff o.ä. als Alternative. Und bis das für Yachten überall verfügbar ist (wie heutzutage Diesel) haben wir alle schon den Löffel abgegeben.
    Gezeitenrechnung nach ATT => http://tidal-prediction-worksheet.jimdo.com

  6. #16
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    Zitat Zitat von CO2 Beitrag anzeigen
    Ich habe auch einen SailinGen. Den Geschwindigkeitsverlust kann man an der Logge ablesen und beträgt weniger als 0,5 kn.
    Bei mir lohnt der SailinGen erst ab 4 kn Fahrt. Ich komme auf max. 8 A, ab 7,5 kn muß ich den Gen wg. Überlastalarm rausnehmen. 15 A sind ein stolzer Wert - vielleicht hast Du ein neueres Modell. Hast Du? Ich habe meinen 2012 gekauft.
    .
    Moin,
    den Unterschied macht der Prop, der vom Hersteller "Prof. AH" nach den jeweiligen Bedürfnissen angepasst wird (die Nabe wird abgedreht und umgekehrt auf den Antrieb des SailingGen aufgesetzt). Die Speiseleitung war bei mir anfänglich mit 20 Ah abgesichert. Nachdem die Sicherung mehrfach ausgelöst hat, war sie nicht mehr zu gebrauchen!
    Mittlerweile habe ich eine 30-A-Sicherung, die bisher gehalten hat!
    Wie schon angegeben, einen Geschwindigkeitsverlust kann ich bei meinen Boot (12 t - Verdrängung und 120 qm am Wind) nicht feststellen.

    Nachtrag:
    Hab die letzte Zeile wieder gelöscht
    Geändert von miles+more (03.11.2020 um 19:02 Uhr)

  7. #17
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    Zitat Zitat von CO2 Beitrag anzeigen
    .........

    Bei mir lohnt der SailinGen erst ab 4 kn Fahrt. ........
    Wie darf ich das denn missverstehen? Gesegelt wird erst wenn der SailinGen sich lohnt, bis dahin wird motort?

    Wir hatten immer den Anspruch die Ziele ohne Motor zu erreichen - Segeln eben.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  8. #18
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    ...........,
    den Unterschied macht der Prop, ........
    Man kann keine Energie gewinnen, man kann sie nur umwandeln.
    Rechte Tasche, linke Tasche. Die Energie, aus der ich Strom mache geht auf Kosten des Vortriebs. Nur am Wirkungsgrad kann man ein wenig fummeln.
    Ein besserer Prop bringt höchstens einige Prozent.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  9. #19
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Man kann keine Energie gewinnen, man kann sie nur umwandeln.
    Rechte Tasche, linke Tasche. Die Energie, aus der ich Strom mache geht auf Kosten des Vortriebs. Nur am Wirkungsgrad kann man ein wenig fummeln.
    Ein besserer Prop bringt höchstens einige Prozent.

    Gruß Franz
    .

    Das Ding, ja , auch das an Windkraftanlagen, ist ein " Repeller " .
    Der Repeller entzieht dem Wind , in unseren Fall dem durch einem Propeller erzeugten Wasserstrom Energie , generiert dabei aber auch Widerstand ( Drag) --linke Tasche , rechte Tasche .
    Wird dieser Widerstand nicht bemerkt, ist also praktisch nicht messbar, liegt das am Ratio .
    Anders ausgedrückt : je größer das Delta zwischen Schub des Propellers und Leistungsabgabe des Repellergenerators , desto weniger fällt der Drag des Repellers ins Gewicht.
    So erklärt sich dann auch warum der Repeller erst ab 7 , oder 8 Knoten Fahrt "funktioniert" , und man stellt sich die Frage wieviel PS man für diese Geschwindigkeit einsetzen muss . Unter Maschine ist solch Repeller ein nettes , teures aber unnötiges Gimmick.
    Unter Segeln habe sie sich teilweise bewährt, teilweise, weil es eben einer recht hohen Mindestgeschwindigkeit Bedarf.
    IMOCAs , also diese 60' Rennyachten fahren solche "Wassermühlen" .
    Die Entwicklung schreitet natürlich voran, bis jetzt ist mir jedoch kein Repeller bekannt der sich für übliche Fahrtenyachten, vielmehr deren zu erwartende Geschwindigkeiten "rechnet".
    Zu argumentieren , dass dem Fahrtensegler ein Geschwindigkeitsverlust von 0,5kn egal seien könne , geht an der "Rechnung" vorbei , ist eine Milchmädchenrechnung.
    Bei niedrigen Geschwindigkeiten , also alles unter 7kn bringen die Dinger kaum bis nix ( siehe oben ) , sie reduzieren einzig die Geschwindigkeit . Welches Fahrtenschiff läuft dauerhaft und oft mindestens 8kn ?
    " Mindestens" , weil wir hier wieder bei Rennyachten sind an denen sich diese modernen Wassermühlen rechnen und deshalb bewährt haben .
    Welche Durchnittsgeschwindigkeit , und auch Höchstgeschwindigkeit, läuft so eine Rennyacht , deren Repeller auch genau daraufhin ausgelegt ist ?





    .
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  10. #20
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    .



    P.S.
    Half Off Topic
    Auch beim ersten Abfangjäger mit Raketenantrieb stand man , wie bei einer Rennyacht, vor dem Problem dass man keinen motorgetriebenen Generator für die Stromversorgung hatte. In das Triebwerk der Messerschmitt Me 163 konnte man schlicht keinen Dynamo , also eine Turbine integrieren . Für die Stromversorgung der Instrumente bediente man sich eines Repellers :

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Mess...ftturbine_.jpg

    Auch heutige Flugzeuge haben für Notfälle solch eine "Ratte" .
    Fallen die Triebwerke , und damit auch die Stromversorgung aus , wird die sog. "Ram Air Turbine" , RAT, oder eben Ratte .

    https://greatbustardsflight.blogspot...turbine-o.html

    Es käme niemand auf die Idee solch Ratte zur zusätzlichen Stromversorgung dauerhaft einzusetzen, das heißt bei Motorflug .
    Das weiter oben beschriebene Delta ist zwar enorm groß , trotzdem "rechnet " sich das nicht.
    Genau wie bei einem Schiff unter Maschine -- siehe oben.







    .
    Geändert von supra (03.11.2020 um 21:03 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

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