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  1. #11
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    Zitat Zitat von Tralala Beitrag anzeigen
    Meine Güte, mach es Dir doch nicht so schwer.
    Du machst irgendwo längsseits fest (Fingersteg, Mole, Imbissbude,...) und hast dort nur genau zwei Klampen am Steg (soll es geben). Eine im Bugbereich und eine im Heckbereich.
    Zweite verwegene Vorstellung: dein Boot ist einigermaßen groß.
    So, jetzs brauchst Du noch zwei Springs. Preisfrage: was ist praktischer und an Bord Verfügbarer? Zwei Springs mit voller Bootslänge (vom Bug zum Heck) oder mit halber Länge (von der Mittel-(Spring)klampe)?

    Das klingt jetzt etwas konstruiert, ist aber wahrscheinlicher als es sich anhört. Ein altes Hafengesetzt besagt dass die Poller nie da sind wo man sie braucht. So werden Anlegeplätze seit Jahrtausenden geplant und gebaut. Wo Anlegeplätze regelwidrig doch so gebaut werden dass genug Poller da wären, werden sie von den vorher eingetroffenen Nachbarliegern immer so genutzt dass die Lage der Poller die Dir bleiben maximal unpraktisch ist. Das ist gute alte Tradition.
    Da ist es irsinnig praktisch als zusätzliche Möglichkeit eine Mittelklampe zu haben. Und weil an dieser überwiegend Springs belegt werden, heisst die eben auch so. Im Gegensatzt zur Genuawisch, die Genuawinsch bleibt, auch wenn man mal eine Spring drauf belegt. Was wenn du mal beobachtest ziemlich häufig zu sehen ist. Was wiedetum die Beobachtung stützt dass Poller nie am richtigen Ort sind.
    Wenn Du deine Springklampe nur zum Schleusen benutzt, kannst Du sie auch Schleusenklampe nennen, das kann Dir keiner nehmen. Aber in der Regel wird dort eine Spring belegt. Darum heisst sie so.
    Besten Dank für die interessanten Ausführungen die sehr hilfreich waren, ich wusste das noch nicht, für mich war es immer die MIttelklampe.
    In Tidengewässern, legt man ja die Bugspring bis zum äußersten rechten Poller und die Heckspring zum äußersten linken Poller, damit das Boote sinken und steigen kann, da brauche ich keine Mittelklampe.
    Ansosnten ärgere ich mich immer wenn Anleger ihr Boot genau vor einen Poller legen und die Leine im 90 Grand Winkel zum Boot führen aber den Anlegeplatz blockieren.
    Dies war meine bescheidene subjektive Meinung.

    Have a nice day
    Bemoostes Haupt

  2. #12
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    Zitat Zitat von Skipper4712 Beitrag anzeigen
    In Tidengewässern, legt man ja die Bugspring bis zum äußersten rechten Poller und die Heckspring zum äußersten linken Poller, damit das Boote sinken und steigen kann, da brauche ich keine Mittelklampe.
    .

    Bei mir an Bord gibt es weder links noch rechts, auch lege ich die Springs nicht damit mein Schiff sinken kann .
    Deppensprings zur Mittelklampe gibt es eigentlich nur gelegentlich am Fingersteg.
    Im Strom und/oder Tidenhub oder bei Welle macht man Schiffe anders fest .

    Der Trick in Schleusen ausschliesslich die Mittelklampe zu nutzen funktioniert eigentlich nur in Kammern ohne Schlengel , ohne starken Schub durch das Schutz und ohne Auflieger ( Päckchen) . Das ist allermeist binnen der Fall.
    In Seeschleusen, Schleusen zu Seeschiffahrtssta§en verfährt man anders , insbesondere jenen die ( auch ) für die Sportschiffahrt ausgelegt sind.

    Festmachen mit Spring .
    Genaugenommen gibt es keine Springklampe. Ein auf der Mittelklampe belegter Festmacher ist eine zweite Vor- oder Achterleine , eine Deppenspring .
    Eine Spring soll das Verschieben des Schiffes in Längsrichtung verhindern, sei es durch Winddruck oder Strom .
    Damit das auch bei Tidenhub gut funktioniert kann die Spring garnicht lang genug sein , so geht sie also vom achtern Poller an der Mauer, dem Kai , zur Bugklampe -- das ist dann die Vorrspring
    Achterspring umgekehrt.
    Vor- und Achterleine hingegen sollen die Distanz zu Mauer , zum Steg regulieren.
    Regulieren - mit kurz , sprich 90 Grad zur Kiellinie is' da bei Tidenhub und Strom , Winddruck nix.
    Auch ohne Tidenhub wird solch kurze Vor- oder Achterleine bei Welle natürlich racken.
    Es gilt also vor und Achterleine weiter nach vorn oder achtern auszubringen.
    Mehr Länge bedeutet bei Wellengang , also wenn das Vorschiff auf - und ab geht ja auch mehr Reck .
    Eine möglichst geringe Distanz des Schiffes zur Mauer , zum Steg ist unter diesen Verhältnissen unwichtig .
    Wichtig ist allein dass das Schiff , also dessen Kiellinie parallel zu Mauer liegt ---und das bei jedem Wasserstand ( Tidenhub ) .
    Es bedingt dann eben möglichst langer Festmacher , sowohl Springs, als auch Vor und Achterleinen .
    Liegt das Schiff bei Hochwasser dann mal zwei Meter , oder mehr ,von der Mauer weg muss man es eben mit einer vorher lose angetüdelten Hilfsleine zum Übersteigen zur Spundwand, Mauer, Kaje ziehen.

    Und hier sind wir just bei der Deppenspring , d. h. einer Spring zur Mittelklampe .
    Solch Spring läuft parallel zur nach vorn , oder achtern ausgebrachten Bug - bzw. Heckleine .
    Solch Spring verstärkt , verdoppelt also die Wirkung der Bugleine , sie minimiert im Grunde die Distanz des Bugs zur Mauer.
    Man hat mit Springs zur Mittelklampe im Grunde doppelte , nein , parallele Vor - und Achterleinen ausgebracht.
    Insbesondere bei Strom funktioniert das nicht .
    Auch nicht bei leichtem Winddruck und Aussenliegern ( kleinen Päckchen) .
    Bei großen Päckchen funktioniert das garnicht, weswegen jedes dritte Schiff eine Landleine zu legen hat.
    Nur so kann sichergestellt werden dass nicht Bug auf Bug scheuert , sondern die Kiellinien parallel zur Mauer bleiben.

    Fazit
    Spring geht vom Bugpoller an Land zur Heckklampe , die andere Spring umgekehrt.
    Vorspring , Achterspring ?
    Welche ist welche ?
    Wo ist der Bezug ?
    Wenn ich bei auflandigem Wind in die Spring eindampfe, ist es bei mir an Bord die Vorspring. Mein Bezug ist also das Schiff .
    Die Vorspring geht also von vorn nach achtern an Land.
    Hier sind wir auch wieder bei dem Fakt dass sich echte, nein klassische Springs kreuzen.

    Es ist klar dass sich obige detaillierte, nichtsdestotrotz richtige Kenntnisse über Jahrzehnte und vor allem auch binnenwärts wegen dort nicht vorhandener Notwendigkeit verwässert haben.
    So kam es eben zur Bezeichnung " Springklampe " . Verständlich das.

    Also nochmals , es gibt keine Springklampe , das ist " anbindetechnisch " falsch.

    Ich möchte aber auch nicht verhelen dass nur eine Spring vom Kopf des Fingerstegs zur Mittelklampe durchaus Sinn ergibt .
    Diese einzelne Spring zieht unter Last den Bug nicht zum Fingersteg , die Bugleine auf der anderen Seite hindert sie daran .
    Ist diese " halbe Spring jetzt eine Bugspring weil sie in selbiger Richtung wie die echte Bugspring läuft, oder ist sie eine Heckspring weil ebendort ?
    Mmh...
    Ich einige mich darauf dass es keine Springklampe gibt.

    Wiki zeigt es ( interessant , oben schon erwähnt, ideale Verhältnisse von Pollernpositionen , Klampen ...)

    https://de.m.wikipedia.org/wiki/Festmacherleine

    P.S.
    Zur Vervollständigung :
    Es sollte deutlich geworden sein dass man Vor - und Heckleine NICHT auf Slip legt, für Springs bleibt dann nämlich kein Platz mehr auf der Klampe , insbesondere wenn man nur eine Bugklampe hat und auch noch einen Nebenlieger bekommt.
    Springs sollten auch nie nicht durch Lippklampen gelegt werden, Vor - und Heckleinen nur seltenst.

    .
    Geändert von supra (10.11.2020 um 00:06 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  3. #13
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Der Trick in Schleusen ausschliesslich die Mittelklampe zu nutzen funktioniert eigentlich nur in Kammern ohne Schlengel , ohne starken Schub durch das Schutz und ohne Auflieger ( Päckchen) . Das ist allermeist binnen der Fall.
    In Seeschleusen, Schleusen zu Seeschiffahrtssta§en verfährt man anders , insbesondere jenen die ( auch ) für die Sportschiffahrt ausgelegt sind.
    Hallo,

    ist das alles?
    Tatsächlich ist das ein guter Tipp für Einhandsegler: An Mittelklampe zuerst "fest" und der Rest kommt später.


    Peter

  4. #14
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    .
    Springs sollten auch nie nicht durch Lippklampen gelegt werden, Vor - und Heckleinen nur seltenst.
    .
    Da man gewohnt ist, dass dieser User die kleinsten Kleinigkeiten anprangert, mal ein Gegenbeispiel aus der Mathematik:
    Minus X Minus gibt Plus! Weiß eigentlich jeder, nur die ganz schlauen sind so intelligent, dass sie das schon wieder vergessen haben!
    Nie - nicht heißt nicht anderes, als . . . (man soll also)!

    Auf den Rest möchte ich gar nicht erst eingehen.

  5. #15
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    Mittelklampe, Springe, Tide, Schleuse und Gedöns

    Kommt darauf an…..

    Bei unserem Segler gab es keine Mittelklampe und wir haben sie nie vermisst, die Springe werden eben etwas länger. Die Gefahr, dass sich an der Springklampe etwas verfängt fällt weg. Bei Tide braucht es lange Festmacher, s.u.

    Beim Schleusen ist Mittelklampe zuweilen hilfreich, eine Strippe reicht. Das trifft für liebe Schleusen zu, bei bösen reicht das oft nicht, besonders bei Booten mit ausgeprägter Wölbung der Rumpflinien. Turbolenz oder Strömung in der Schleuse lässt das Boot pendeln und stellt die Kiellinie schräg. Motorboote liegen über fast die ganze Länge an, das kommt der Einleinenmethode entgegen, besonders bei Regen
    In D sind die Schleusen nicht so sportbootfreundlich. Abstände zwischen den Pollen von 30, 40 Meter sind der Normalfall. Da braucht man eine Mittelklampe oder man muss improvisieren.

    Die Deppenspring legt das Boot nicht sicherer, verhindert aber zuverlässig das Längsseitsgehen anderer, rücksichtslos.

    Festmachen erst mal in der Mitte und später ordentlich finden wir besonders beim Motorboot ganz praktisch.

    Die Mittelklamp´ ist eine Zier
    Doch es geht auch ohne ihr (aua)

    Gruß Franz
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    halber Wind reicht völlig

  6. #16
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Hallo,

    ist das alles?
    Tatsächlich ist das ein guter Tipp für Einhandsegler: An Mittelklampe zuerst "fest" und der Rest kommt später.


    Peter
    Das ist nicht nur ein guter Tipp, sondern standard in der RYA Yachtmaster Schulung beim Längseitsanlegen. Ich praktiziere das nurmehr so, sollte ich irgendwo LS anlegen wollen, und als quasi Einhandsegler ist das DIE Methode die am Besten funzt.
    Auch mit Crew wundere ich mich immer wieder über die fehleranfälligen Grundschulmanöver mit Bug und Heckleine und dem Abspringen von Crewmitgliedern. Die Mittelklampe oder Sprinklampe oder wie auch immer, ist dabei die gefahrloseste Lösung, überhaupt bei windigen Bedingungen.

  7. #17
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    Jetzt weiß ich, warum man ohne Festmacherleinen in den Schleusen herummotoren will.... muss...

    wenn man seine Yacht-Fixierungsmöglichkeiten nicht mal beim Nutzungsnamen kennt.

    Bei manchen heißt das Springklampe, weil sie von dort aus an Land springen um die Springs über die Poller zu legen ?
    Oder weil sie über die Mittelklampe springen müssen, wenn sie nach vorne laufen,
    um das Boot von der Schleusenwand abzudrücken...

    Auf garkeinen Fall ist es eine Gitarrenart bzw. eine Klamp(f)e, die man hüpfend spielt.

    Irgendwie hat man den Eindruck , dass da jemand als erfahrener Schleusist, sich hier thematisch für
    einen Schleusenblog in mehreren Trööts abarbeitet.

    Als ob Ankerball, Motorkegel etc. als "ich auch, ich auch-Thema" nicht schon ausreichten.

    Die Unterbootung bezeigt bereits denkwürdige Auswirkungen.

    QUERULANT = https://blog650.wordpress.com
    HORIZONTE = https://blog35215.wordpress.com

  8. #18
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    Zitat Zitat von Nachtsegler Beitrag anzeigen
    Bei manchen heißt das Springklampe, weil sie von dort aus an Land springen . . . weil sie über die Mittelklampe springen müssen, wenn sie nach vorne laufen,
    :
    Endlich fällt es mir wie Schuppen von den Augen! Ja natürlich, beim Längseitsgehen muss man über die Springklampe (sie dürfte i.d.R. an der breitesten Stelle des Rumpfes angebracht sein) springen muss (die Stricke sind natürlich mitzunehmen); um nicht nur nach vorn, sondern auch nach hinten laufen zu können!

    Danke Nachtsegler, für diese erleuchtende Erleuchtung! Ausgerechnet von einem, der hauptsächlich nachts unterwegs ist.
    Da muss man natürlich auch nachts wissen, wo sich diese ganz spezielle Klampfe befindet.

    Mein Tag ist gerettet!

  9. #19
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    Hallo,

    offensichtlich wurde ab Post #8 diese Einsicht vorbereitet.
    Ich meine ja nur, weils ziemlich lange gedauert hat ...


    Peter

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