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  1. #1
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    Standard C-Jollenkreuzer/Ausgleicher Behandlung bei Regatten

    Moin zusammen,

    ich habe kürzlich einen C-Jollenkreuzer aus den 50ern von der Unterelbe als Restaurationsobjekt übernommen. Den haben sich damals einige findige Ingenieure gebaut, die damit Regatten gewinnen wollten und auch haben, so zumindest die Legenden. Daher meine Frage:

    Wie wurden/werden Ausgleicher bei Regatten behandelt? Ich habe in einem DSV-Register mal was von IR-Vermessung gelesen, ist das Jemandem ein Begriff?

    Ich freue mich auf die Antworten!

    BG,
    Jakob

  2. #2
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    Viele C-Jollenkreuzer an Ems-, Jade , Weser Elbe sind Schwarz- und damit Eigenbauten stählerner 25er . Man kopierte was der Vereinskamerad da hatte, modifizierte evtl. die Länge etwas, gab etwas mehr " Stehhöhe" , usw. , brauchte keine Lizenzgebühren f. die Pläne zahlen, konnte das Schiff dann aber auch nicht vermessen lassen, was aber für eine Familienschiff nicht schlimm war.
    Über die Jahrzehnte hat sich herauskristallisiert dass solch Ausgleicher mit dem Rennwert ihrer ebenfalls familientauglichen Vorbilder am fairsten gewertet werden.
    Ein 8, 2m C-Jollenkreuzer bekommt also die Yardstickzahl eines 25ers -- ich glaube 106 .

    Wenn dein Schiff aus den 50ern tatsächlich für Rennen konzipiert wurde, solltest du es , sofern du damit gewinnen willst, in den Urzustand versetzen.
    Meist muss dafür der Bug u. Heckkorb weg, das Rigg wieder aud 3/4 , und vor allen der Aussenborder weg. Mit diesen Maßnahmen kommt so ein stählerner 8m C auf rd. 1, 4 to und ist , genau wie sein Vorbild ( 30er/40er Jahre 25er , bzw. Blitz ) im Urzustand , eine echte Waffe.
    Gib mal Daten und Fotos deines Schiffes, Bauweise(n) und vor allem wo , d. h. in welchem Verein/Umfeld es gebaut/geklaut wurde, damit lässt sich viel herausfinden .

    .
    Geändert von supra (11.11.2020 um 14:53 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  3. #3
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    Die Abmessungen sind R-Boot ähnlich, 7,75m mal 2,45m. Der Mast ist Holz, ziemlich schnittig, bzw. profiliert und bestimmt 9,5m lang (über Deck!). Der Rumpf ist aus 2-3mm starken genieteten und verzinkten Stahblechen, und wiegt gefühlt keine Tonne. Das Deck besteht aus 15-20mm starke Teakstäben. Das Boot haben Jungs aus der SV Glückstadt gebaut und gesegelt. Segelnummer ist C926. Das muss auf jeden Fall ein Geschoss gewesen sein. FotoFotos und der einzige Plan hängen an, weitere sind sonst auch auf unserer Instagramseite zu finden: https://www.instagram.com/jk_inge_till/
    Meinst du, sowas wurde, bei 2m längerem Mast, wie ein Serien SR-Boot bewertet?

    Bis wir damit regattieren geschweige denn segeln können, wird noch etwas Zeit verstreichen, das Refit ist umfangreich

    Viele Grüße, ich bin gespannt
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  4. #4
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    Such mal mit https://www.yachtsportmuseum.de/such...itel=inge+till, da finden sich ein paar Hinweise, der erste ist gleich ein Gruppenpreis beim Nordseewochenauftakt 1953 (https://www.yachtsportmuseum.de/yach...1-0237-092.jpg).

    Ein normaler Stahl-20er hat einen YS von 114, das Teil hier würde ich aber auch eher beim Blitz (109) oder 25er (108) ansiedeln.

    Schön!

  5. #5
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    Mega Tipp, dankesehr! Damit wäre dann auch bewiesen, dass das Boot noch mindestens ein Jahr älter ist, als angenommen.

  6. #6
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    Standard

    Die Glückstädter hatten auch die Segelnummern um deinen herum. Evtl. ein identischer (Basis-) Riss? Das war ja nicht unüblich, dass eine Kleinserie im Verein aufgelegt wurde. Vielleicht war aber auch nur der Vermesser auf Tour und hat den ganzen Schwung auf einmal vermessen...

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