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  1. #1
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    Standard Erneuerung der Bordelektrik

    Moin,
    vor ein paar Wochen habe ich mir meinen Traum erfüllt und eine Stahlsegelyacht gekauft.
    Allerdings ist die Bordelektrik das reinste Chaos und muss erneuert werden. Aktuell plane ich das Ganze und hab euch mal einen Schaltplan angeheftet.
    Grundsätzlich hätte ich gerne eine Starter-Batterie (80Ah) und einen extra Verbraucherkreislauf mit zwei parallel geschalteten Batterien (100Ah+200Ah), beide Batteriekreisläufe sollten jeweils mit einem Schalter vom Netz zu trennen sein. Ein Notschalter der die Verbraucher-Batterien parallel zur Starter-Batterie schaltet fehlt noch im Schaltplan (Starthilfe im Notfall). Kann ich hierzu einfach einen 1/2/Both/Off-Schalter an den Motor anschließen?
    Beide Kreisläufe sollen über die LiMa (wenn unter Motor) und stets über die 4 Solarpanel geladen werden. Benötige ich hier zwingend einen Ladestromverteiler? Muss in Sachen Blitzschutz bei einer Stahlsegelyacht etwas beachtet werden?
    Danke für eure Antworten!
    Beste Grüße,
    Niko

    PS: festverbautes 230V Netz bzw. Landstromanschluss ist erst mal nicht vorgesehen.
    Legende:
    NL1: Positionslicht Rot/grün
    NL2: Hecklicht
    NL3: Dampferlicht
    NL4: Ankerlicht
    NL5: Signalhorn
    L1: Lampe Vorschiff
    L2: Lampe Pantry
    L3: Lampe Saloon
    L4: Lampe Navitisch
    L5: Lampe Bad
    AC1: Inverter mit 2x Schuko
    AC2: Inverter für Ankerwinde
    NI1: Tiefenmesser
    NI2: Windmesser
    NI3: GPS
    AW: Ankerwinde
    P1: Wasserpumpe
    P2: Tagestankpumpe
    P3: Bilgenpumpe
    S1: 12V Steckdose Cockpit
    T: Toilette
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  2. #2
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    Zwei Akkus, die du parallel schaltest, sollten in jedem Fall identisch sein, sonst kann es Probleme mit Querströmen geben. Statt 100Ah + 200Ah solltest du also besser 2x150Ah einbauen. Zum Laden der Starterbatterie solltest du eine Ladetrenndiode verwenden, damit wird dann sichergestellt, dass bei vorhandener Ladespannung auf den Verbraucherbatterien die Starterbatterie mitgeladen wird, aber diese nicht durch andere Verbraucher (z.B. Lichter) entladen werden kann. Für den Notfall, also wenn du mit den Verbraucherbatterien den Motor starten musst, kannst du einfach einen Schalter einbauen, der diese Trenndiode überbrückt. Das liesse sich wohl mit einem Umschalter erreichen, aber ein einfacher Schalter direkt bei der Trenndiode ist einfacher und reduziert den Bedarf an dicken Kabeln.

    Beachte, dass die Kabel zwischen Starterbatterie und Motor sowie zwischen den Verbraucherbatterien und der Trenndiode (bzw. dem "Notfall"-Schalter), die Motorstartleistung vertragen müssen, also so richtig dick sind.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  3. #3
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    Musst du mal Victron Cyrix googeln. Kostet um die 45 Euro und macht alles was du suchst!
    Grüße Volker

  4. #4
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    Trendioden sollten nicht vergessen werden die Akkus gleich groß sein und Wartungsfrei
    https://maritimo.at/media/image/66/10/cb/48339_S.jpg

  5. #5
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    Standard

    Super, vielen Dank für die Antworten das ist wirklich sehr hilfreich!
    Ist die Umsetzung mit den Solarpanels und dem Solarladeregler so umsetzbar? Also alle vier Panels auf einer Sammelschiene zusammenführen dann in den Solarladeregler und letztendlich auf die Verteilerschiene (mittig im Schaltplan) an der auch die Verbraucherbatterien hängen?

  6. #6
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    Standard

    Das kommt auf deinen Solarregler an. Die einfacheren haben nur einen Eingang für die Solarzellen, dann bleibt dir nicht viel anderes übrig als diese parallel zu schalten. Wenn du auf die Leistung der Solaranlage wirklich angewiesen bist (und danach sieht es aus, da du ja keine Landversorgung vorsiehst), dann solltest du einen Solarregler mit mehreren Eingängen besorgen oder gleich mehrere Regler. Das Problem ist, dass wenn die Solarzellen unterschiedlich viel Licht abbekommen (z.B. wegen Abschattung, oder weil die einen Richtung Backbord, die anderen Richtung Steuerbord ausgerichtet sind) und du sie parallel schaltest, dann "heizt" du, und zwar wörtlich, mit den hellen Zellen die dunkeln auf, statt ihre Leistung in die Batterien zu pumpen.

    Das hat mit der Technik von Solarzellen zu tun - wenn du mehrere Zellen, die unterschiedlich beleuchtet sind, parallel schaltest, dann geht viel Leistung flöten, es sei denn, sie sind speziell dafür ausgelegt.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  7. #7
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    Standard

    ok alles klar, damit wären meine Fragen beantwortet. Ich bedanke mich recht herzlich für die hilfreichen Antworten!

    Grüße,

    Niko

  8. #8
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    @Wetterbote: das hab ich jetzt nicht ganz kapiert mit dem Aufheizen der schwächeren Paneele durch die stärkere....
    In aller Regel haben die Anschlußkästen der Paneele eine Diode welche den Rückfluss verhindert.
    Meine Paneele sind genau so geschaltet wie der Threadersteller beschreibt. Bisher konnte ich deinen beschriebenen Effekt nicht erkennen.
    Grüße
    Volker

  9. #9
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    Standard

    Ja, genau das meine ich. Die Diode ist aber nicht bei allen Modulen bereits eingebaut, weil da von den Herstellern teilweise gespart wird oder vorausgesetzt wird, dass der Installateur die Anschlussinstallation selber vornimmt. Du merkst aber den gleichen Effekt auch schon, wenn bei einem einzelnen Modul eine einzelne Zelle abgeschattet ist. Dann ist nämlich die Leistungseinbusse sehr viel grösser als was man von der abgeschatteten Fläche her erwarten würde. (Beispiel: Wenn das Modul 10 Zellen hat und eine davon abgeschattet ist, dann ist die Ausgangsleistungs des Moduls nicht um 10% reduziert, sondern um 50% oder mehr)
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  10. #10
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    Ok, dann bin ich wieder bei dir! Hatte bisher nur noch nie ein Paneel in der Hand, wo diese Diode nicht von Haus aus montiert war.
    Und auf Teilbeschattung z.B. durch Mast oder Baum muß man natürlich achten - aus dem von dir genannten Grund.
    Meine Paneelˋs sind flexibel und auf dem Bimini gespannt. Dort gibt’s am wenigsten Schatten.
    Grüße Volker

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