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  1. #41
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    Moin Unser des Yachtforums,

    soll ich mich nun freuen oder enttäuscht sein, dass ich mit meiner Prognose der 99,9 % recht hatte und mich die gesamte Kleinkreuzer-Fraktion als Angeber bezeichnete.
    Insbesondere die Herren
    1.
    2.
    3.
    Nee nee Nicknamen werde ich keine nennen, die Herren der Schöpfung werden schon wissen wen ich meine!

    Aber ich möchte euch Mut machen.

    Denn auch ich habe mit 22 ft. auf dem Edersee angefangen, erst 2 Jahre später wurde mit diesem Schiff und 2 Pärchen an Bord das Ijsselmeer umrundet. Ein tolles Erlebnis, völlig anders und eine deutlich größere Wasserfläche als die Talsperre in Nordhessen.
    Dieser Törn war ausschlaggebend um machte Mut für mehr.
    Denn ein Jahr später ging es über den Brenner bis Punta Ala. Mittlerweise war auch ein 8 PS Yamaha an Bord. So war es kein Problem bis Portoferraio auf Elba überzusetzen. Von dort war es nur ein Katzensprung bis Marciano Marina. Da wir an der Außenmole liegen, höre ich zum ersten Mal in meinem Leben unter Deck das Knallen von Pistolenkrebsen, wer hätte gedacht, dass es so etwas gibt?

    Natürlich sollte es weitergehen. Korsika war in Planung! Macinaggio das nächste Ziel.

    Noch nie zuvor hatte ich 30 sm mit 22ft. und 2 Personen an Bord zurückgelegt. Also erst einmal den Tank und auch den Reservekanister gefüllt, bevor es in aller Frühe losging.
    Um es kurz zu machen, es hat geklappt. Konnten weite Stecken unter Groß und Genua segeln.
    Es ging dann weiter um Cap Corse um auf der Westseite mit Zwischenstationen bis La Maddalena zu segeln um dort zum ersten Mal zu ankern.
    Und noch weiter bis Porto Cervo, der damaligen Supermarina auf Sardinien. Natürlich in die hinterste Ecke mit unserem Miniboot. Die Riesenyachten von Karajan und Co. lagen natürlich ganz vorn.
    Wieder in Punta Ala kamen noch unsere Freunde an Bord, die ihren Campingurlaub an der Adria abgebrochen hatten und mit ihrem noch nicht schulpflichtigen Sohn nach Punta Ala gekommen waren. Mit ihnen, also zu fünft an Bord noch einmal eine Woche Rund Elba. Es war herrlich, wenn auch an Bord sehr eingeschränkt. Aber wenn die Sonne lacht und man wirklich will, geht eigentlich alles.
    Jedoch stellt es sich schnell heraus, das Boot ist für weitere Unternehmungen viel zu klein. Es wurde verkauft und eine holländische 31 ft. Yacht gekauft. Mit finanzieller Unterstützung unserer zukünftigen Segelfreunde war der Kauf gerade so machbar. Was für ein „Riesenschiff“?
    Durch den Nordhollandkanal ging es bis Den Helder und wieder ins Ijsselmeer. Mitgebrachte Instrumente von VDO wurden in der Abwesenheitszeit unserer Freunde über dem Niedergang angebracht.
    Nach einer Woche waren sie wieder da, alles funktionierte und über Terschelling (mit 2 m Tiefgang ging das damals noch) ging es raus auf die Nordsee. In Borkum wurde einklariert und die 12 oder waren es schon 13 % Mehrwertsteuer bezahlt. Von Borkum nach Helgoland, der dänischen Westküste rauf bis Hanstholm, übers Skagerrak nach Norwegen (Kristiansand) und nach 2 Tagen Aufenthalt wieder zurück nach Hirtshals (bei W7) Die Segel wurde nicht wie üblich vor dem Hafen (wg. den hohen Wellen), sondern erst im Hafen geborgen.
    Übers Kattegat (Laesö und Anholt) bis Fehmarn bzw Heiligenhafen, endlich am Ziel angekommen.

    Ein Jahr später war die Herausforderung „Mariehamn“! Herausforderung deshalb, weil wir Nonstop bis Aland segeln wollten. Und, es hat mal wieder alles geklappt.
    Bis auf die Tatsache, dass das mehrjährige Zusammenleben zu Viert auf wenigen qm doch zu einigen Differenzen führte und wir in der Folge nur noch zu Zweit unterwegs waren!
    Und schon wurde in meine grauen Zellen die nächste Herausforderung generiert. Warum nicht zu Zweit nach England? So kam was kommen musste, durch den NOK, über Helgoland ging es bei einer stabilen Ostwindlage 27 Stunden am Stück unter Spie bis auf Höhe von den Helder, und weiter (ohne Spie) Nonstop bis Ramsgate. Von dort in einem Rutsch bis zur Tower-Bridge – zum St. Katharine Dock, dem damaligen einzigen Yachthafen in London.
    Nach mehreren Ausbildungstörns in der westliche Ostsee wurde auch dieses Schiff verkauft. Der Erlös in Verbindung mit einem nicht unerheblichen Darlehn in den Bau mehrerer Häuser gesteckt
    Selbst gebaut versteht sich! Zwischendurch immer mal wieder mit verschiedenen Bavarias (Vereinsschiffe) das MM erkundet. Vom Schwarzen Meer bis Ibiza wurde fast alles abgesegelt. Auch Kroatien und die Liparischen Inseln (inkl. Stromboli) gehörten dazu. Nicht zu vergessen, etliche Wochen in der Karibik (rauf und runter)!

    Dann stiegen die Immobilienpreise. Das Moneten, die mir eigentlich gar nicht gehörten, vermehrten sich auf sonderbare weise.
    Mein Traumschiff rückte näher; das Ausstellungsschiff auf der Boot und ein Probe-Törn mit einem Vorführschiff auf dem Ijsselmeer beeinflusste die Entscheidung positiv.
    Tatsächlich wurde ich Eigner einer tollen 45 ft. Yacht, die sich leicht von zwei Personen bedienen ließ. Das schwierigste war eigentlich nur das Bergen des sehr großen Groß! Alles anderes ging elektrisch.

    Warum ich das alles schreibe? Ist doch klar!

    Ich möchte der hier überwiegend vorhandenen Kleinkreuzer-Gemeinschaft Mut machen!

    Vielleicht nennt man dann den ein oder andere eines Tages, wenn er die Fakten auf den Tisch legt, auch einen Angeber! Wenn das der Fall ist, habt ihr es geschafft!

    Zwischendurch alle Amateurfunk-Lizenzen müsst ihr nicht machen, heute gibt es Satellitentelefon, welches man ja für eine Atlantiküberquerung ausleihen kann. Meine KW-Geräte stehen übrigens zum Verkauf! Nur der Richtbeam ist schon lange weg!
    Ach so, den DSV-C-Schein (den heutigen SHS) wollte ich gar nicht machen, wurde aber durch einen Vereinskollegen dazu animiert mitzumachen. Mir hätte der damalige BK-Schein (der jetzige SSS) völlig ausgereicht.
    Die praktische Prüfung mit Sextant und dem manuellen Berechnen einer Standlinie mit allem was dazu gehört wurde auf meinem damaligen 31 ft. Schiff gemacht. Wir alle drei hatten bestanden, nachdem wir abwechselnd ca. 10 - 11 Mal zur Yachtschule Overschmidt nach Hannover gefahren waren. Damals die einzige Ausbildungsstatte für diesen Schein weit und breit.

    Also, -ich drück euch die Daumen!

  2. #42
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    Moin Unser des Yachtforums,
    .....
    Also, -ich drück euch die Daumen!
    Hmmmmm ...... war Du uns mit Deinem seglerischen Lebenslauf mitteilen willst, erschließt sich mir nicht so richtig. Oder bin ich nur zu blöd, die Aussagen darin zu erkennen?

    Gruß

    Benno

  3. #43
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    Also erst einmal den Tank und auch den Reservekanister gefüllt, bevor es in aller Frühe losging.
    Daran erkennt man Segelenthusiasten.

  4. #44
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    Standard Dumme Kokusnùsse

    Zitat Zitat von Käptn Blaubär Beitrag anzeigen
    Also erst einmal den Tank und auch den Reservekanister gefüllt, bevor es in aller Frühe losging.
    Daran erkennt man Segelenthusiasten.
    Na ja, fùr 30nm muss man ja ordentlich bunkern, das mittelmeer ist ja soo groß, das man das "andere ufer" nicht ùberall sehen kann. Das benòtigt die vùrsorgliche hand eines Seehbàren.

    Mein "traumstrand" an einer unbewohnten insel im militàr. sperrgebiet wurde mir einmal fast zum verhàngnis, denn kaum gebeached beàugte mich der "platzhirsch" ein ~3 m varan.
    Jedesmal wenn ich ins wasser ging folgte er mir ins warme wasser und schwamm entlang des riffs in meine richtung
    was mich jedesmal dazu veranlasste das element zu verlassen.
    Diese zeit nutzte einer der makaken meine letzte wasserflasche vom cat zu stehlen.
    Ich nich dumm und rauf auf die palme, aber in knapp 10m hòhe auf 2 drittel wurde mir bewust, das ein sturz meinen aufenthalt mind. um tage verlàngert hàtte.
    Ich also nich dumm und die palme wieder runtergerutscht, ameisen und dreck im meer abgewaschen undbei flaute mittels paddel auf den heimweg gemacht.
    Ohne licht, compass und karten dùmpelte ich durch die nacht, navigierte mittels wellen und sterne durch eine flotte von kleinen fischerbooten nach hause.
    Mein restaurant war bei meiner ankunft noch
    gut besucht, im biergarten spielte eine angsagte band und das erste eisgekùhlte bier toppte einen wasserlosen tag und ne halbe nacht im golf von thailand.
    Tut datt not?
    Ohne angekùndigten baracuda halb verdurstet auf dem meer rum zu dùmpeln?

    Antwort: Ja
    Wer brauch schon 40 30L kanister mit sprit und wasser (trotz wassermacher) entlang der reling angebàndaelt um monate auf dem meeren zu segeln?

    ...die wenigsten ...

    lassen grùßen,
    Handflach
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

  5. #45
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    Zitat Zitat von round-world2 Beitrag anzeigen
    ....
    Ich nich dumm ...
    Ich also nich dumm ....
    Ohne licht, compass und karten ....
    Ein Schelm wer Arges dabei denkt

  6. #46
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    Danke miles+more, dass ich an Deinen reichhaltigen Erfahrungen teilhaben kann.
    Das ist ja alles hochinteressant und kaum noch zu toppen.
    Handbreit
    Siggi
    Das Glück kommt zu denen, die lachen!

  7. #47
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    Also erst einmal den Tank und auch den Reservekanister gefüllt, bevor es in aller Frühe losging.

    Also für den Katzensprung habe ich weder Tank noch Reservekanister gebraucht - einfach in Fetovaia (Elba) die Segel hochgezogen und in knapp 4 Stunden war ich am Etang de Diane (Korsika) - wozu diese Umstände mit Tank und Reservekanister ?

    Gruss
    Horst

  8. #48
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    Zitat Zitat von Woodpecker Beitrag anzeigen
    Also erst einmal den Tank und auch den Reservekanister gefüllt, bevor es in aller Frühe losging.
    Also für den Katzensprung habe ich weder Tank noch Reservekanister gebraucht - einfach in Fetovaia (Elba) die Segel hochgezogen und in knapp 4 Stunden war ich am Etang de Diane (Korsika) - wozu diese Umstände mit Tank und Reservekanister ?
    Gruss
    Horst
    Moin Horst,

    meinen Respekt, ~ 36 sm in nicht einmal 4 Stunden! Das ist nach AR ein Schnitt von 9 kn! Respekt Respekt! Vermutlich mit einem "Tornado" unterwegs gewesen? Da brauchts natürlich keinen keinen Außenborder und auch keinen Reservekanister!
    Dafür hätte ich bei gutem Wind mit meinen 22 ft. Minikreuzer mind. doppelt so lange gebraucht, wenn der Wind gestimmt hätte!

    Aber vergleichst du hier nicht Äpfel mit Birnen?

  9. #49
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    Zitat Zitat von Käptn Blaubär Beitrag anzeigen
    Also erst einmal den Tank und auch den Reservekanister gefüllt, bevor es in aller Frühe losging.
    Daran erkennt man Segelenthusiasten.
    Trotz "Käptn" erkennt man an solchen Zeilen den Unwissenden!

  10. #50
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Bitte etwas ernsthafter, Herrschaften.
    Das (z.Zt.) wichtigste Thema wurde in diesem Zusammenhang überhaupt noch nicht behandelt:
    Darf eine Frau sich Skipper nennen oder muss sie sich mit Skipperin begnügen.

    Gruß Franz
    falsch, eindeutig

    SKIPPERETTE

    grüsschen chris
    ACHTUNG: manchen beiträgen könnten auch "wiener schmääh" beinhalten

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