Ergebnis 1 bis 10 von 10
  1. #1
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    Standard Boot zum Antifouling anheben

    Hallo,

    ich habe einen Kleinkreuzer mit klappbarem Kielschwert, 1600 kg schwer, GfK.
    Nun habe ich das Antifouling erneuert. Es stellt - wie schon bei vielen anderen - sich nun die Frage, wie man die Stellen streicht, an denen das Boot auf dem Trailer aufliegt (vier Auflagestützen, je 2 vorne und hinten).

    Nun meine Frage:
    Kann man einfach mit einem Stempel-Wagenheber und einer rechteckigen Gummi-Auflage (16x12 cm) das Boot zuerst vorne etwas anheben, damit die beiden vorderen Auflageflächen frei werden, und später hinten, damit das Boot in den beiden vorderen Flächen liegt?

    Oder ist die Gefahr zu groß, dass die Struktur des Bootes aufgrund der dann nur noch kleinen Auflagefläche auf dem Stempel des Wagenhebers kaputt geht?

    Ich weiß, dass es auch unzählige weitere Möglichkeiten zu Lösung des Problems gibt, aber das wäre für die mich die einfachste und schnellste.

    Besten Dank!

  2. #2
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    .. genauso habe ich das vor Jahren mal mit einer 22er gemacht. Hat gut geklappt.

    Holger

  3. #3
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    Grundsätzlich lastet das Gewicht des Bootes nicht auf den Pratzen, sondern auf dem Kiel, auch beim Kielschwerter. Die Gefahr, dass die Stützen sich durch den Rumpf drücken ist groß. Die Bootshaut ist für punktförmige Belastungen nicht ausgelegt. Mit etwas Glück sitzen die Auflagen in der Nähe eines Schotts, aber auch dann würde ich das Boot nicht aufpallen ohne das der Kiel aufliegt. 1,6t sind kein Pappenstiel.
    Zum Antifouling.
    Einzelne Auflagen kann man kurzzeitig entfernen wenn man sie durch eine provisorische Stütze ersetzt. AF trocknet sehr schnell.
    Dann gibt es noch die Möglichkeit die Auflageflächen beim Kranen nachzustzreichen falls der Kranführer geduldig ist (oder er lässt das Boot während der Mittagspause im Kran hängen). Dabei wird allerdings das Wasser belastet wenn das AF noch nicht ganz trocken ist.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Danke Euch.

  5. #5
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    Werften machen das so, dass an beiden Seiten Stützen aufgestellt werden, gegen die sich das Boot seitlich im Schreuerleistenbereich / Rumpf-Deckverbindung anlehnen kann. Änhnlich wie wenn man eine Yacht beim Trockenfallen seitlich gegen die Kaimauer lehnt. Danach werden die Stützen unter dem Schiff entfernt um arbeiten zu können.
    Das Gewicht des Schiffs stützt sich unten über den Kiel ab, Stützen seitlich nehmen nur die Kräfte zur Seite auf und verhindern so das Umfallen. Steht das Boot gut im Lot, sind diese Kräfte gring, werden aber schnell groß wenn es ein paar Grad schief steht.
    Gleiches sollte auch auf einen Trailer gehen. Würde ihn nur unter der Achse stabil dazu aufbocken, um Bewegung durch Federung und Reifen auszuschließen.
    Das ganze aber nur für grundlegende Überholungsarbeiten am Unterwasserschiff. Für die jährliche Behandlung der Stellen reicht meist die Zeit wenn das Schiff in den Krangurten hängt. Man kann ja auch mit den Hafenmeister dealen, dass er einen vor der Kaffee-/Mittagspause in den Kran hängt und dann nach dem Mittag erst reinsetzt. Bei uns klappt das meist gegen Zuschuss in die Kaffeekasse oder Teilchen zum Kaffee. ;-)

    Handbreit
    Daniel

  6. #6
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    Moin,
    die Vorposter schrieben ja schon.
    "irgendwo Boot anheben ist ungeschickt, nicht dafür gedacht"
    "die seitlichen Stützen verhindern nur umkippen"
    ich hab das bei mir so gelöst, dass ich mir aus massivem Vierkantholz (40x40 mm2) eine Art U gebaut habe, untere Länge des U breiter als Stütze, die beiden Seiten reichen 40 mm. Dann Stütze vorsichtig vom Rumpf abgehoben, das "Holz U" drunter, Stütze, ggfs an neuem Ort wieder festgezogen, Stelle unter Stütze mit Antifouling behandelt, trocknen, fertig. Holz U wieder raus und wo anders genutzt.
    Mit zwei solchen "Holz U" geht es noch schneller und man braucht nicht soviele Pinsel.
    Gruss Klaus
    Wie glücklich man an Land war, merkt man erst, wenn das Schiff untergeht. (Seneca)

  7. #7
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    Wir haben unsere Waarschip mit einem Wagenheber um eine Pinsel- oder Rollendicke angehoben, jeweils einen Auflieger nach dem anderen. Hat dem Boot in 20 Jahren nicht geschadet. Letztendlich reichen 2mm, dann AF auf einen Lappen und mit dem Lappen durch die Lücke wischen. Das einmal kurz dürfte statisch weniger Problem sein, als eine längere Fahrt auf dem Trailer über Schlaglöcher...

  8. #8
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Einzelne Auflagen kann man kurzzeitig entfernen wenn man sie durch eine provisorische Stütze ersetzt.
    Gruß Franz
    Eine fehlende provisorische Stütze wurde vor einigen Jahren einem Segler in Warnemünde zum Verhängnis. Es hatte an seinem Weber-Trailer eine Stütze abgesenkt, um darunter sein AF aufzutragen. Das Schiff hatte nicht mehr genug halt und begrub seinen Eigner unter sich! Tod!

    Ich selbst rolle die Stellen der Auflagen und auch unter dem Kiel erst dann, wenn das Schiff am Kran hängt! Bisher gab es dadurch keine Nachteile.

  9. #9
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    Ich selbst rolle die Stellen der Auflagen und auch unter dem Kiel erst dann, wenn das Schiff am Kran hängt!
    ... was in vielen Häfen auf Grund des Unfallrisikos aber auch verboten ist... (auch wenn ich bisher von keinem Unfall gehört habe)

  10. #10
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    Da wäre doch eine flexible einzusetzende Stütze der Königsweg.
    Sie gut am Boden verankern, die Druckplatte an die Bordwand setzen und die Stütze des Trailers weg nehmen.
    Hierfür hatte ich mir eine Baustütze, die ich in der Länge gut verstellen konnte und mit Klappgelenken am Fuß und der Bordwandplatte ausgestattet war, umgerüstet.
    Wichtig ist dabei die Bodenverankerung und die fest am Rumpf sitzende Druckplatte.

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