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  1. #21
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    Freunde , da geht es nicht um Gespannschaften, wo sich wer mit wem zusammenspannt und dann betrügt oder sonstwas.

    Kroatien ist als Land in 21 Gespanschaften unterteilt, die in etwa den Bundesländern unserer Länder entsprechen

    Was also ein Bundesland mit den Preisen im Wirtshaus zu tun hat erschließt sich mir nicht ganz, höchstens dass sich wahrscheinlich alle über die Steuerlast, die relativ hoch ist, einig sind.
    Das mit den Bürgermeistern kann ich mir vorstellen, ebenso dass von obenherab die Preise bei der Vergabe von Bojenfeldern ebenfalls überaus geschmalzen sind.
    Die Marinas sind kaum in kroatischer Hand, wer dort das Sagen im Hintergrund hat willst du gar nicht wissen, die Figuren die ich einmal bei einer Marinaeröffnung sehen durfte waren toll.
    Herzliche Grüsse aus Wien
    Peter

  2. #22
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    Was also ein Bundesland mit den Preisen im Wirtshaus zu tun hat erschließt sich mir nicht ganz,

    Nun ich möchte nicht wissen was Konoba Ante in den Kornaten an Murter abdrücken muss um nicht gegen einen "Besserbieter" oder Freind verjagt zu werden. Selbst wenn ihm der Grund gehören sollte kann ja das Gesundheitsamt jeden 2. Tag auf der Matte stehen.

    Trau denen alles zu. Und weil vermutlich der Großteil "verschmiert" werden muss werden wir abgezockt.
    fair winds - willi
    Ich bin gern Skipper

  3. #23
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    Das ist doch nicht Dein ernst, oder? Wenn die BILD Deine Brandrede lpublizieren würde, dann vielleicht würde sich ein offizielles Organ mal kümmern, aber das Yacht-Forum ????

    Ich denke doch dass das Yacht-Forum das größte deutchprachige Seglerforum ist.

    Und genau diese Typen hören sogar Flöhe husten weil Sie in ständiger Angst leben dass man sie irgendwo "aufblattelt".
    fair winds - willi
    Ich bin gern Skipper

  4. #24
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    Will dir ja nicht die Illusionen rauben, aber das Yachtforum ist praktisch tot. Jedenfalls was die aktive Beteiligung angeht. Wieviel Nurleser es gibt, kann ich nicht beurteilen, aber wo nichts mehr gepostet wird, wird auch nichts mehr gelesen.
    Michael
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  5. #25
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    Zitat Zitat von moser-willi Beitrag anzeigen
    Ich denke doch dass das Yacht-Forum das größte deutchprachige Seglerforum ist.

    Und genau diese Typen hören sogar Flöhe husten weil Sie in ständiger Angst leben dass man sie irgendwo "aufblattelt".
    Diese Typen haben weder Angst noch Skrupel. Die paar Forumssegler, die nun vielleicht nicht mehr nach Kroatien fahren, die werden in den Bilanzen keinerlei Spuren hinterlassen.
    Geändert von segelgunnar (04.05.2021 um 11:16 Uhr)

  6. #26
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    Kroatien ist das einzige Land, wo ich wegen einem Kinderwagen vor einem Schaufenster vom Ladeninhaber verjagt wurde.

    „Verschwinde, kann keiner mehr in Schaufenster gucken“

    Wir sind eine Woche früher nach Italien abgereist und haben einen entspannten, kinderfreundlichen Resturlaub verbracht.

    Mich bringt keiner mehr, weder an Land, noch übers Wasser, nach Kroatien.

    Gruß Thomas

  7. #27
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    Habe diesen tread erst jetzt gelesen, Asche auf Mein Haupt.

    ABER, ich kann dem Treadersteller nur Recht geben, ausser den Vergleich mit den Stundenlöhnen, denn das muss einem einleuchten, dass 8,60€ /Stunde für einen Facharbeiter, selbst am Balkan weit von einem Europäischen Standard entfernt liegt, und sich schon eher an dritte Welt Regionen anlehnt. Trotzdem, die Preise, die erhoben werden entsprechen auch nicht dem Gegenwert.

    Ich habe mit Kroatien jahrzehntelange Erfahrungen. Zuerst in den 80ern, noch Jugoslawien, wo Peinlichkeiten seitens der Besucher an der Tagesordnung standen, indem sie die Einheimischen wie Lakaien behandelt haben und wo jeder Wiener- oder Münchner Hausmeister mit seinem Körndlgeld, für welches er daheim gerade mal einen Würstlstand hätte besuchen können, den großen Macker im Restaurant und der Strandbar gemiemt hat. Kein Wunder dass sich im damaligen Ostblockland Abneigungen und Wut auf die "kapitalistischen" Gäste entwickelt hat.
    Allerdings muss man auch erwähnen, dass während des Balkankrieges bis Mitte der 90er auch jede Menge Unterstützung und Hilfslieferungen ins Land kamen und unerschrockene Bootsbesitzer, trotz allen Aufschreien, es sich nicht nehmen ließen ihr Boot dort weiter liegen zu lassen und auch regelmäßig anreisten und ihre Ferien dort verbrachten. Kurz, sie hielten auch in dieser prekären Situation dem Land und der Region die Stange und belebten mit ihren Konsumationen ein klein Wenig die karge Wirtschaft.

    Nach Ende des Krieges war naürlich eine Euphorie spürbar und das Land strebte den wirschaftlichen Vormarsch an. Da waren dann so Fantasien zu hören wie etwa, man wolle die Cote d'Azur der Adria werden und Luxus Wohlstand und Luxus aufbauen. Aus damaliger Sicht hörte sich das sehr ambitioniert, wenn nicht gerade großkopfig an, weiss man doch auch, dass im Wesen der Kroaten ein nicht zu unterschätzender Nationalismus und Stolz verborgen liegt, der mitunter auch in ausgeprägte Arroganz durchschlägt. Diese Einsicht gewann ich irgendwann so um 2007 herum, als ich erstmals, aber das gleich von verschiedenen Seiten hörte, dass für Einheimische kein Platz mehr im Meer wäre und man sich der Ausländer entledigen müsse.
    Gemeint waren damit natürlich die "Schmarotzer", die eigentlichen Segler, welche es vorziehen lieber in einer Bucht zu ankern als in eine überteuerte Marina zu gehen und in irgendwelchen Konobas zähe Rasnici zu kauen. Solche Leute braucht man nicht, denn die bringen nichts. Da kam auch das erste Mal das Ansinnen eines nächtlichen Ankerverbots durch, um die Leute in Häfen und/oder Marinas bzw. Bojen zu zwingen. Natürlich wurde das nichts, weil die Infrastruktur so etwas gar nicht zulies. Doch alleine die Idee zeigte bereits die Geisteshaltung

    Ich habe mein erstes Boot 2002 in Kroatien verkauft und blieb dann bis 2013 Nichteigner. In der Zwischenzeit segelte ich unter Anderem für einen Freund, der eine Charteragentur betrieb, gelegentlich als Charterskipper. In dieser Zeit bekam ich auch ein Gespür für Charterer, die eine bis zwei Wochen Urlaub auf der Yacht machen wollen. Vier bis zehn Personen, ausser mir, waren so die Liga und da saß der Kuna echt locker, denn Urlaub ist Urlaub, was kostet die Welt? Da wurden genau die Gegenden angefahren, die in den Törnführern hervorgehoben worden sind, die Lokale besucht, die besonders in Zeitschriften und auch den Reiseplanern Erwähnung fanden. Damals gab es auch schon Bojen, die waren aber noch nicht so teuer wie heute, daher war so ein Bojenaufenthalt eher so etwas wie eine Art Abenteuer, das man halt auch mal machen musste. Aber der folgende Tag musste dann schon wieder eine Marina sein, waren doch die Schiffe energiemäßig eher understatement und auch Wasser wurde immer wieder knapp, ausserdem fehlte den Damen meist der Komfort der warmen Dusche und der abendliche Besuch eines Lokals bis spätabends. Ist ja Urlaub. Natürlich sind nicht alle Charterer so gewesen, aber der Großteil schlitterte in diese Ecke.

    Und genau das ist die Klientelle, die in Kroatien gewünscht wird und mit der man sich schmücken möchte. Daher kommen auch diese Preise, denn für eine Chartercrew sind das peanuts.
    In den letzten Jahren stellte sich aber auch ein gewisser Hang zum Größenwahn in Kroatien ein, denn man will auch Megayachten in der Landschaft present sehen, denn das gibt das Flair von Noblesse. Das sieht man ja zB. auch an der neu gebauten Marina Rovinj, die absolut keinen Hehl daraus macht nur große und betuchte Yachties aufnehmen zu wollen. Kleine können zwar auch rein, müssen aber schon mal einen stolzen Startpreis bezahlen, für den ich mit meiner Familie bereits eine Nacht im gehobenen Hotel verweilen könnte.

    Bei Allem Verständnis für ein Land, in dem es zweifellos eines der schönsten Segelreviere Europas, wenn nicht weltweit gibt, so sollten die Verantwortlichen hier nicht das nötige Augenmaß verlieren, doch wie sagt man so schön? Die Gier is'a Hund!

    Nun gibt es in Kroatien natürlich auch Unternehmen die tatsächlich so etwas wie ein Gefühl für Wirtschaflichkeit und Preis/Leistungsverhältnis haben, die sind auch gut gebucht. Meist sind das noch jüngere Leute, die im Auslnd gut ausgebildet wurden und nun versuchen mit Qualität und ökonomisch fairem Denken und Handeln ihren Platz zu finden. In einem Balkanland, wo immer noch eine gewisse Starrköpfigkeit vorherrscht, ist das aber nicht einfach.

    Ich habe mich 2018, als der Zenith der Unverfrorenheit mit der Anhebung der Kurtaxe auf bis zu 700% und die Ausweitung der Bojenfelder und auch noch das Abkassieren auf bestimmten Ankerplätzen beschlossen wurde, nach Jahrzehnten endgültig aus Kroatien vertschüsst. Dazu kamen noch viel zu oft vorkommende Situationen in denen man wie ein Bittsteller oder wie ein Eindringling behandelt wurde, den man gerade noch duldete.

    Diejenigen, die das jetzt als Genugtuung sehen, indem ein weiterer Nörgler Leine zieht, denen wünsche ich noch eine schöne Zeit in Kroatien und auch, dass für sie irgendwann der Moment kommt, an dem sie sich merkwürdig fühlen, wenn sie in den Spiegel blicken.

    Yippie

  8. #28
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    ... @Yippie: 100% d'accord!

    Holger
    (momentan vor Anker in der Vela Luca)

  9. #29
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    Hi Yippie, das alles könnte ich unterschreiben, danke,

    sagt Benno,

    der schon in den 70ern in der Adria gesegelt ist, erst als Mitsegler, dann als Ausbilder und Charterskipper und ab 1991 mit eigenem Schifferl, und der sich 2006 in die Ägäis verzupft hat und darüber sehr zufrieden ist.

  10. #30
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    ... weiss nicht ob's hierher passt:
    Ich wollte mal in Porec - wie früher .... - eine Makrele bestellen - gab's nicht: zu ordinär!
    Stattdessen Zahnbrassen u.ä. deren kg-Preis sich nach der Marke der Armbanduhr des Bestellers richtet (so mein persönlches 'gesundes' Vorurteil ...)


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