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  1. #1
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    Standard Rassy 312 - Frage vor dem Kauf / Seegängigkeit

    Hallo zusammen,
    ich habe eine kurze Frage zur Seegängigkeit der Hallberg Rassy 312.

    Wir würden teilweise in der Nordsee segeln, evtl. auch mal irgendwann auf dem Atlantik.

    Normalerweise würde ich ja denken, dass die Hr 312 ausgesprochen seegängig ist, auch ein schwerem Wetter. Denn sie ist ein gemäßigter Langkieler und hat den Ruf, robust zu sein.

    Allerdings: sie ist nur 9,40m lang und hat nur 5to Verdrängung. Kann ich trotzdem davon ausgehen , dass sie notfalls auch bei sehr schweren Verhältnissen gut durchkommt? Andere Schiffe haben ja teils deutlich mehr Verdrängung und auch mehr Länge.

    Eine Klassifikation gab es bei dem Baujahr glaube ich noch nicht (Mitte der 80er).

    Weitere Frage: bei der Mk1 sind die Fenster im Rumpf, normalerweise also nicht so gut, könnten ja mal undicht werden. Gibt es da Erfahrungswerte?

    Danke euch!

  2. #2
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    Standard

    Zitat Zitat von Ijsselsegler Beitrag anzeigen
    .......

    Normalerweise würde ich ja denken, dass die Hr 312 ausgesprochen seegängig ist, auch ein schwerem Wetter. Denn sie ist ein gemäßigter Langkieler und hat den Ruf, robust zu sein.

    Allerdings: sie ist nur 9,40m lang und hat nur 5to Verdrängung. Kann ich trotzdem davon ausgehen , dass sie notfalls auch bei sehr schweren Verhältnissen gut durchkommt? Andere Schiffe haben ja teils deutlich mehr Verdrängung und auch mehr Länge.

    ......

    .......
    Man kann die Seetüchtigkeit weder am Gewicht noch an der Kielform festmachen. Unser Boot hatte bei gleicher Länge nur 3,2 t und wir hatten nie die geringsten Bedenken. Das Boot war konstruiert um auf dem Atlantik Rennen zu gewinnen. Da ist die Seetüchtigkeit ein selbstverständliches Nebenprodukt

    5 t sind gewaltig, das klingt schon nach Billigbau, obwohl HR kaum in diesen Verdacht gerät.

    Mit Gewicht und Kielform hat die Seetüchtigkeit nicht zu tun.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  3. #3
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    Standard

    Die alten Rassy sind so schwer, weil früher noch Spritzlaminate verabeitet wurden.
    Und die kleingehäckselten Glasfasern bringen nunmal kaum Stabilität, daher mußten die so dick gebaut werden.
    Du hast selbst gemerkt, sie ist eher kurz für das hohe Gewicht und wühlt daher entsprechend in der See.

    Genau deswegen baut weder Hallberg-Rassy noch sonst einer sowas noch.
    Nach heutigen Maßstäben ist das nicht mehr zu tolerieren

    Es gibt für das Geld deutlich bessere, seegängigere Boote
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  4. #4
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    Fahren kannst du mit allem.
    Sind schon Ruderboote über den Atlantik.

    Das Budget bestimmt die Größe, ganz einfach.
    Bei Planung größerer Touren sollte man eher über der 40 Fuß Marke suchen, gerade auf offener See angenehmer.

    Als Neueinsteiger eventuell erstmal Chartern oder Hand gegen Koje probieren und da einige Typen ausprobieren.
    Gekauft ist schnell, verkauft nicht so...

    Randbemerkung, an einem Schiff geht alles kaputt und alles wird undicht, was man nur denken kann.

    Rumpffenster eingeschlossen, meistens aber verursacht durch eine ungewollte Belastung.
    Man sollte keine Fender vor die Fenster hängen, dann werden sie länger dicht sein.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  5. #5
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    Die Seetüchtigkeit des Schiffes ist nicht relevant, die Seetüchtigkeit des Skippers und der Crew sind viel wichtiger!!

    .....und natürlich kann man mit einer HR312 auf der Nordsee segeln!

  6. #6
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    .....und natürlich kann man mit einer HR312 auf der Nordsee segeln!
    Alles klar, danke euch für die Antworten. Eine anderslautende Meinung hatte mich zuvor verunsichert, aber mittlerweile ist mir klar: Seegängigkeit ist absolut gegeben. Danke euch!

  7. #7
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Man kann die Seetüchtigkeit weder am Gewicht noch an der Kielform festmachen. Unser Boot hatte bei gleicher Länge nur 3,2 t und wir hatten nie die geringsten Bedenken. Das Boot war konstruiert um auf dem Atlantik Rennen zu gewinnen. Da ist die Seetüchtigkeit ein selbstverständliches Nebenprodukt

    5 t sind gewaltig, das klingt schon nach Billigbau, obwohl HR kaum in diesen Verdacht gerät.

    Mit Gewicht und Kielform hat die Seetüchtigkeit nicht zu tun.

    Gruß Franz
    grauwal, der begriff "seetüchtig" ist wenig definiert

    schwerer bei gleicher länge wird schon die roll- und stampf-eigenfrequenz etwas ändern, also wird sich auch dass (ggfls. kritische) roll und stampfverhalten etwas verschieben, eure beiden schiffe würden also nicht unbedingt bei gleichen bedingungen schwierig zu bewohnen werden...

    und wann genau das leichtere schiff wegen etwas höherer geschwindigkeit solchen bedingung entkommen kann, oder das schwerere schiff doch noch etwas ruhiger liegt, können wir doch alle nicht abschliessend beurteilen

    das seegangsabhängige feststampfen findet ja durchaus nicht auf dem atlantic häufiger statt als auf der ostsee

    die HR312 wurde damals jedenfals fast 700 mal unter "Loyds certificat" gebaut (oder?), dürfte also im sinne einer zertifizierung jederzeit als voll seetüchtig gegolten haben, oder ist irgend jemandem ein bau- oder konstruktions-detail bekannt welches gegen eine heutige zertifizierung einer HR312 in kategorie A(hochsee) sprechen würde, wie der nachfolger HR31 ab 1992 ja auch eingestuft wurde
    haribo

  8. #8
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    Standard

    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    grauwal, der begriff "seetüchtig" ist wenig definiert

    schwerer bei gleicher länge wird schon die roll- und stampf-eigenfrequenz etwas ändern, also wird sich auch dass (ggfls. kritische) roll und stampfverhalten etwas verschieben, eure beiden schiffe würden also nicht unbedingt bei gleichen bedingungen schwierig zu bewohnen werden...

    und wann genau das leichtere schiff wegen etwas höherer geschwindigkeit solchen bedingung entkommen kann, oder das schwerere schiff doch noch etwas ruhiger liegt, können wir doch alle nicht abschliessend beurteilen

    das seegangsabhängige feststampfen findet ja durchaus nicht auf dem atlantic häufiger statt als auf der ostsee

    die HR312 wurde damals jedenfals fast 700 mal unter "Loyds certificat" gebaut (oder?), dürfte also im sinne einer zertifizierung jederzeit als voll seetüchtig gegolten haben, oder ist irgend jemandem ein bau- oder konstruktions-detail bekannt welches gegen eine heutige zertifizierung einer HR312 in kategorie A(hochsee) sprechen würde, wie der nachfolger HR31 ab 1992 ja auch eingestuft wurde
    haribo
    Kann man so sagen.
    Seetüchtig, seegängig, Seeverhalten, … kann man sowohl auf die Sicherheit als auch auf den Komfort beziehen. Bei der Sicherheit hätte ich bei der HR ein gutes Gefühl.

    Über das angenehme Seeverhalten ließ sich die Yacht vor Jahren in einem Vergleich aus. Dabei schnitten die konservativen (gemäßigten) Langkiele gut ab. Verglichen wurde jedoch mit einem hochbordigen Raumwunder mit vollen Linien (Äpfel mit Birnen). Den Schluss, schwere Langkieler haben ein besseres Seeverhalten möchte ich nicht ziehen.

    Mit schweren Booten fehlt mir die Erfahrung, möchte aber das Gewicht nicht als Vorteil gelten lassen. Die Massenträgheit wird sie sowohl träger wirken als auch weiter durchschwingen lassen.

    Gelernt haben wir, dass jeder Meter hilft, jede Tonne jedoch nicht.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  9. #9
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    grössere massenträgheit, aber auch weniger kielgewichtsanteil dürfte zu etwas langsameren schwingungen führen bzw eben erst bei "etwas" mehr seegang problematisch werden, und insgesamt dürften die bewegungen dadurch immer als etwas weniger ruppig empfunden werden

    rechnerisch dürfte die roll+stampf eigenfrequenz einer HR312 gegen eine rush rund 10% kleiner sein

    aber ob und wann (also wie oft) der unterschied genau eine sicherheits- oder komfort-grenze überschreiten mag? und eben die immer gleiche frage ob nicht genauso oft das evtl auch rund 10% höhere geschwindigkeitsvermögen die gleiche situation entschärft???

    jedenfals dein schluss, ne jeaneau rush ist als hochseerennyacht entworfen darum auch seetüchtig, ist auch höchstens eine sicherheitsaussage und eher weniger eine des komfort´s

    denn durch wellenschlag werden beide yachten eher nicht beschädigt werden, nahm ich lange an

    ich sah allerdings einmal auf den azoren eine HR 38 oder 42 die ohne ihr glasverdeck in den hafen einlief... die erzählten dass es im sturm komplett von einer welle abrasiert wurde... der schreck saß ihnen in den gliedern, es war aber keiner der crew zu schaden gekommen

  10. #10
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    ..........

    aber ob und wann (also wie oft) der unterschied genau eine sicherheits- oder komfort-grenze überschreiten mag? und eben die immer gleiche frage ob nicht genauso oft das evtl auch rund 10% höhere geschwindigkeitsvermögen die gleiche situation entschärft???

    ..............
    Das wird man rechnerisch nicht begreifen können, da hilft nur ein Popometer. Man braucht auch nicht den Atlantik, um heftige Stampfbewegungen zu erfahren.
    Bei unseren jährlichen Reisen zur Ostsee haben wir zwangsläufig (mit Ausnahmen) die Elbe erleben dürfen, auch bei Wind gegen Strom. Da stampften schwere, stäbige Yachten unter Motor nahezu auf der Stelle während wir segelnd, zwar gischtgebadet, zügig vorankreuzten, deutlich schneller als die schweren Boote auf direktem Weg gegenan. Tut sich die Frage auf, kreuzen die schweren Brocken nicht (ordentlich) oder war deren Crews sich dessen nicht bewust?
    Es geht also auch darum, aushalten bei weichem Schwingen (mein Magen sagt nein!) oder aktiv die Situation zu entschärfen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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