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Thema: Seeventil

  1. #1
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    Standard Seeventil

    Hallo Zusammen,

    zunächst vielen Dank für die Aufnahme in diesem Forum. Als Laie erhoffe ich mir hier ein paar wertvolle Tipps von der erfahrenen Community zu bekommen.

    … und hier schon mal mein erstes Anliegen :

    Nach dem ich die Seetoilette aus meinem Segelboot ausgebaut habe, wollte ich das Seeventil auf Dichtigkeit prüfen und habe Wasser von der Innenseite rein gekippt. Leider habe ich feststellen müssen, dass das Ventil undicht ist, da Wasser durch den Borddurchlasser raustropft.
    Da ich den Rumpf nächstes Jahr im Frühling erneuern möchte und alle Seeventile sowie Borddurchlässe austauschen werde, suche ich gerade nach einer vorübergehenden Lösung (nur bis Oktober diesen Jahres).

    Ich dachte dabei an eine Kombination aus Sikaflex (221 oder 291i ???) und konischen Gummiestopfen (z.B. aus Kautschuk). Ich würde dann wie folgt vorgehen:

    • zuerst alles reinigen und mit Aceton entfetten
    • Sikaflex von der äußeren Seite des Rumpfes durch den Borddurchlasser bis zum geschlossenen Vetil reinspritzen
    • Gummiestopfen reinschieben
    • zum Schluss mit Epoxidspachtel und Primer den Borddurchlasser schließen

    Macht das Sinn? Was sind eure Erfahrungen bzw. was hab ihr ausprobiert? Habt ihr vielleicht eine bessere Lösung?

    Viele Grüße,
    Patrick
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  2. #2
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    Hmm,
    sicher möglich. aber aufwendig und muss nachher wieder entfernt werden.
    eigentlich ist es (in diesem speziellen Fall) völlig egal, ob das Seeventil im geschlossenen Zustand völlig dicht ist. (Test von dir, wasser von innen nach aussen laufen lassen).
    Bau einfach an das Seeventil innen einen hinreichend langen Schlauch (doppelte Schlauchschellen!) der auf alle Fälle, d.h. auch bei Lage beim Segeln!) deutlich oberhalb der Wasserlinie endet.
    Selbst wenn durch das nicht perfekt dichte Seeventil Wasser eintitt, steigt der Pegel nur bis Höhe Wasserlinie (+ ggfs einige cm bei Lage oder Schaukeln oder so).
    Vorrausetzung ist natürlich, dass du dem Seeventil noch genügend Festigkeit zutraust, dass es nicht abreisst. (Stichwort bei Messingventilen auszinken).
    Nur so eine Improvisationslösung bis Saisonende.
    Gruss Klaus
    Wie glücklich man an Land war, merkt man erst, wenn das Schiff untergeht. (Seneca)

  3. #3
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    Zitat Zitat von 00_Patrick_00 Beitrag anzeigen
    .................................da Wasser durch den Borddurchlasser raustropft.
    .........................
    vorübergehenden Lösung (nur bis Oktober diesen Jahres).

    ......
    Da Wasser aus den Durchlass tropfte, schließe ich daraus, dass das Boot auf dem Trockenen steht.
    Warum dann das Gedöns mit einer provisorischen Lösung?
    In max einer Stunde ist das Problem endgültig gelöst, weniger Arbeit als das Provisorium.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Standard

    Hallo zusammen,

    zunächst vielen lieben Dank für Eure Hinweise und Tipps.

    @Klaus: Das ist bestimmt die sichere Lösung. Ich werden daher folgendes tun: Stopfen + Abdichtmasse (Pantera) + WC-Schlauch am Schlauchstutzen wieder anbinden und über der Wasserlinie befestigen.

    @Franz: Das Ventil lässt sich nicht leicht entfernen und bei mehr Kraft wird sich wahrscheinlich auch der Borddurchlässer irgendwann mitdrehen. Das Ganze zu reparieren dauert dann mehr als einer Stunde . Nächstes Jahr werde ich sowieso den Rumpf inkl. alle Ventile erneuern.

    Viele Grüße,
    Patrick

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von 00_Patrick_00 Beitrag anzeigen
    ....

    @Franz: Das Ventil lässt sich nicht leicht entfernen ........
    Achwas !? (Ich habe es schon öfters gemacht)

    Nicht so einfach, aber sooo schwierig ist es auch wieder nicht.
    Richtig, die alte Armatur bekommt man meistens nicht los ohne die Borddurchführung zu lösen. Die will man aber auch nicht drin lassen wenn man die Armatur wechselt. Sollte man auch nicht, denn die unterliegt ebenso der Auszinkung.
    Für den Borddurchlass ist ein simples Werkzeug hilfreich, bestehend aus einem Flachstahl 5 x 30, siehe Skizze.

    Für die Durchführung gibt es eine Dichtung, oder man nimmt geeignetes Silikon. Andere Dichtmassen sind auch geeignet falls vorher kein Sili verwendet wurde. (einmal Sili immer Sili)

    .... und wenn Du nicht allzu sehr trödelst bist Du in einer Stunde fertig, ich habe jedenfalls nie länger gebraucht.

    Gruß Franz
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    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    In Ergänzung zu Grauwal:
    Ich hab auf einer Dufour von unten den Borddurchlass rechts und links mit einer Metallsäge (Stichsäge) eingeschnitten, dann von Innenbords einfach zusammen gedengelt. Die Einschnitte in den Rumpf habe ich mit Epoxidharz aufgefüllt und schliesslich den neuen Borddurchlass mit viel Pantera eingestzt! War, ist und wird immer Dich sein !!

  7. #7
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    ich habe die alten durchlasse einfach mit dem Stufenbohrer von außen weg gebohrt. war für zwei in zehn Minuten erledigt. dann das ganze Ventil mit Winkel innen raus gezogen.....
    Geht natürlich auch mit dem Winkelschleifer die späne fliegen etwas weiter.....
    danach mit Schleiffließ säubern und mit 291i einkleben. so will es auch Trudesigne, ich kann die nur empfehlen...super leichtgängig und keine entzinkung mehr

  8. #8
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    Zitat Zitat von 00_Patrick_00 Beitrag anzeigen
    @Franz: Das Ventil lässt sich nicht leicht entfernen und bei mehr Kraft wird sich wahrscheinlich auch der Borddurchlässer irgendwann mitdrehen.
    Patrick
    Moin, dann will ich auch meinen Senf dazu geben.
    Auf Grund einer Empfehlung von Grauwal musste ich die unbrauchbar gewordenen Seeventile erneuern. Da alle Verbindungen mit Epoxy und Hanf werftseitig -eigentlich für immer "verschweißt" waren, gab es nur eine Möglichkeit. Ich habe mit einer Flex den Gewindebereich des alten Seeventils vorsichtig quer zum Gewinde aufgeflext und konnte so mit einem Schraubendreher in der entstandenen Nut das Gewinde des Ventils aufsprengen. Es ließ sich nun leicht entfernen. Eine kleine Oberflächenbeschädigung am Gewindes vom Borddurchlass ließ sich nicht vermeiden, machte aber bei den Neuabdichtungen mit Hanf und Fermit keine Probleme, war absolut dicht!
    Schiff musste am Kran angehoben werden, da der Austausch sonst nicht möglich gewesen wäre! Zeitaufwand: 25 min!

  9. #9
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    Zitat Zitat von miles+more Beitrag anzeigen
    .....
    Auf Grund einer Empfehlung von Grauwal musste ich die unbrauchbar gewordenen Seeventile erneuern. .......
    Da würde ich gerne den Inhalt der angeblich falschen Empfehlung wissen, wenn´s geht mit Zitat.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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