Seite 2 von 2 ErsteErste 12
Ergebnis 11 bis 14 von 14
  1. #11
    Registriert seit
    02.04.2017
    Ort
    742 Evergreen Terrace in Dasow
    Beiträge
    1.593

    Standard

    Zitat Zitat von montagana Beitrag anzeigen
    Was regt ihr euch eigentlich so auf ?

    Ich segel da nun schon einige Jahrzehnte herum und finde keinen Anlass mich eingeschränkt zu fühlen.
    WaPo gibtˋs im Wattenmeer eh nicht mehr (Stationen in Emden und Wilhelmshaven) und wenn man mal am falschen Plätzchen fest kommt oder der Motor streikt ist das halt so.
    Zur Not die Werkzeugkiste ein wenig ausräumen, dem Impeller parat legen und n öligen Putzlappen in der Hand. Man sieht sie ja kommen.;-)

    Wer ist denn, nach den bisherigen Regeln (3 Std. vor und nach HW) schon mal „erwischt“ worden ? Ich bin mir sicher das die noch nie auch nur einen einzigen belangt haben.
    Seit 50 Jahren bin ich in dem Revier unterwegs , seit 44 Jahren auf eigenen Kielen .
    Über die negativen Auswirkungen des Abkürzens über die Wattenhochs , sprich die RSG ( Robbenschutzgebiete ) , die VSG ( Vogelschutzgebiete) braucht man als Revierkundiger kein Wort verlieren . Es interessiert die Fauna einen Scheiss ,
    Das Trockenfallen , das Ankern in diesen Gebiten ebenso . 20m neben dem Schiff äsen die Piepmatze , die Zugvögel .
    Wie ich schon schrub , die Ausweisung , Ausweitung dieser Reservate , angeblich zur " Erholung" der Natur , widerspricht der Realität .
    Zur Verdeutlichung eine , ja , fast schon eine Anekdote .
    Anfang der 80er Jahre konnten wir noch Buttpedden . MAN läuft bei Niedrigwasser durch eine Swnke , einen flachen Priel . Irgendwann tritt man auf eine Scholle . Die ersten Male schickt man auf . Dann aber greift man sich den Butt . Ab in Sack . EINEN FRISCHEREN Fisch , einen wohlschmeckenderen gibt es nicht. Halbe Stunde nach Fang zubereitet ,
    Diese Zeiten sind vorbei .
    Diese Zeiten sind nicht vorbei weil damals die ersten Befahrensverbote griffen !
    Man hat das ja Jahrzehnte vorher erfolgreich gemacht ! Durch das Watt segeln , trockenfallen , den Butt pedden , 200 Stücks hat ihn nicht dezimiert . Er hat unser Taschengeld ausgebessert.
    Es war und ist die Verschmutzung des Wassers durch die Agrarwirtschaft und die Industrie die dem Butt , der Scholle die Kinderstube , das Watt nahm . Ich wiederhole , es waren und sind nicht die Abkürzer , nicht die Trockenfaller .

    Was die Ahndung der Verletzungen der Befahrensverbote betrifft , gefühlt wurde in den letzten 40 Jahren alle 5 Jahre hart durchgegriffen .
    Bei angeblich "verunfallt " trockengefallenen Schiffen wurden die Fußstapfen im Watt kontrolliert . Sobald mehr als eine Person zur Ankerkontrolle dokumentiert wurde gab es empfindliche , teure Strafen .

    Es ist die Verhältnismäßigkeit der Wattfahrt , des Abkürzens , oftmals aus seemannschaftlichen Gründen ( Sicherheit ) , sowie des wirklich und wahrlich weder die Flora und Fauna störenden ankerndern , trockenfallenden Schiffe die im krassen , weltfremden Gegensatz zum populistischen Eigeninteresse fachfremder , sprich inkompetenter Politiker steht .

    Positives .
    Die Einletungen der Agrarwirtschaft und die Industrie haben in den letzten Jahren abgenommen . Mein Indikator dafür ist das wir sütje , in den letzten Jahren mehr Babybutts sehen .
    Die Wurzel der krankenden Natur des Watts war und ist eindeutig nicht der Bootstourismus.

    Der Vollständigkeit halber noch einige Worte zu schnellen Motorbooten mit trockenem Auspuff wie sie anderswo anzutreffen sind und nerven .
    Im Watt gibt es eine Geschwindigkeitsbeschränkung . Ich glaube 12Kn . Sinnvoll ist das für laute , hochmotorisierte Angeberboote und 40' Motorjachten die bei dieser Maximalgeschwindigkeit , Halbgleitfahrt , eine enorme Welle werfen .
    Das macht auf den sensiblen Bereichen , den Prickenwegen , den Wattenhochs aber Niemand . Es ist zu flach , die haben Schiss , richtig das .
    Kleine Gleiter hingegen , solche die z. B . von den Juistern zum Einkaufen , zu Arztbesuchen , Behördengängen genutzt werden werfen bei voller , echter Gleitfahrt kaum Welle . Die düsen mit 60cm Tiefgang bei nahezu Hochwassercin allerkürzester Zeit auf direktem Weg über die Wattenhochs nach Norddeich .
    Scheuer nun will den bei Steam weit längeren , gefährlicheren Weg über das Gatt mit weitaus geringerer Geschwindigkeit . Bescheuert das . Statt eines halben werden es dann zwei Tage.

    17% der Wähler befürworten , laut Bild , eine Ausweitung der Naturschutzgebiete ?
    Eine Steilvorlage .
    Geändert von supra (26.08.2021 um 02:27 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  2. #12
    Registriert seit
    19.10.2004
    Beiträge
    487

  3. #13
    Registriert seit
    02.04.2017
    Ort
    742 Evergreen Terrace in Dasow
    Beiträge
    1.593

    Standard

    Zitat Zitat von 9999 Beitrag anzeigen
    supra, deine Leertaste klemmt. [/url]
    Da kann ich mit um .

    NeinNeinNeinNein , kommen deinerseits noch mehr hohlste Daseinsmeldungen , Zurechtweisungen aus unterster Kellerecke ?
    Ich helfe dir. Info zum Thema , zum Watt , bekommst du hier :
    https://www.soltwaters.de/soltwaters...edsantrag.html
    Wenn du für allerkleinstes Geld beitrittst bekommt du nicht nur Insiderinfo über Navigation im Watt ( Tourenpläne, Neuigkeiten über Häfen , Fahrwasser , alles ) , du bekommst auch Hintergrundinfo über die Lobbyarbeit .
    Auch wenn du anderswo segelst , hat der Antritt des Ministers Erfolg , wird es zum Vorbild für andere deutsche Reviere .

    Abgesehen davon , ich habe keine mechanische Tastatur . Ich habe ein Touchscreen .
    Als "alter" Mensch sieht es für mich , oftmals auf dem Mäusekino meines Smartphones , einfach mit Lücke zwischen Wortende und Satzzeichen besser aus .
    Manchmal habe ich auch , ganz simpel und praktisch nachvollziehbar , meine Lesebrille nicht dabei . ; )
    Dass du das zu einem Problem , einer Disqualifizierung meinerseits stilisierst , gibt sicher nicht nur mir zu denken .
    Ich begegne deinem unbedarften Output mit 25% deines Nicknames : Nein !

    Zurück zum Thema .
    Die niederländische Schwesterorganisation von Soltwaters hat eine sehr gute Homepage .
    Auch wenn man nicht holländisch spricht , lesen können es viele , vor allem die Karten der Touren helfen weiter.
    https://wadvaarders.nl/
    Geändert von supra (26.08.2021 um 23:53 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  4. #14
    Registriert seit
    02.04.2017
    Ort
    742 Evergreen Terrace in Dasow
    Beiträge
    1.593

    Standard

    Artikel aus dem "Weser Kurier" ; 8. 11.'21


    Wassersportler und Naturschützer kritisieren neue VerordnungDas Bundesverkehrsministerium will neue Regeln für die Nordsee aufstellen. Naturschutzverbände fürchten, dass diese zulasten der Umwelt gehen. Aber auch Wassersportler versetzt der Entwurf in Alarmstimmung.

    Ein Bündnis von 20 norddeutschen Naturschutzverbänden fordert die Bundesregierung zu Nachbesserungen bei dem Entwurf einer neuen Befahrensverordnung für die Nordsee auf.

    Bei Wassersportlern, Naturschutzverbänden und Inselkommunen regt sich Kritik an einem Entwurf für eine neue Befahrensverordnung für die*Nordsee*des Bundesverkehrsministeriums. Vor Anhörungen zu dem Entwurf in dieser Woche forderte am Montag ein Bündnis von 20 norddeutschen Naturschutzverbänden die Bundesregierung zu Nachbesserungen am neuen Regelwerk auf. Aus ihrer Sicht wird mit der neuen Nordsee-Befahrensverordnung (NordSBefV) der Boots- und Schiffsverkehr in den drei Wattenmeer-Nationalparken von Hamburg, Niedersachsen und Schleswig-Holstein zulasten des Naturschutzes geregelt. Anders sehen das etwa Wassersportverbände und Inselkommunen. Sie fürchten zu viele Einschränkungen durch größer werdende Schutzgebiete. Auch sie sehen daher Nachbesserungsbedarf.

    Die bestehende Befahrensverordnung für die Nordsee stammt aus den 1990er-Jahren. Da sich unter anderem durch die zwischenzeitlich von den Ländern verabschiedeten Nationalparkgesetze die Schutzzonen im Wattenmeer veränderten, strebten die Länder bereits 2017 eine Novellierung beim zuständigen Bundesverkehrsministerium an. Nun liegt ein Entwurf für eine neue Verordnung auf dem Tisch. Ein Überblick über einige Punkte, die in der Diskussion stehen:

    LESEN SIE AUCH

    Trendsport nur in zwölf Nationalpark-ZonenKiter klagen gegen Surfverbot

    Kiter klagen vor dem Oldenburger Landgericht gegen die Nationalparkverwaltung Niedersächsisches Wattenmeer. Sie sind der Meinung, dass die Verwaltung nicht das Recht hat, ihnen die Reviere zu diktieren.


    Kitesurf-Gebiete:*
    Die neue Verordnung sieht ein generelles Kitesurf-Verbot in der Nordsee vor – allerdings sind Zonen ausgewiesen, in denen Kiten erlaubt sein soll. Die Ostfriesischen Inseln in Niedersachsen lehnen ein solch generelles Verbot und eine vorgegebene Zonierung ab. Sie wollen diese lieber selbst festlegen. Zudem befürchten die Inseln auch einen Wettbewerbsnachteil. Es könne nicht sein, so Borkums Inselbürgermeister Jürgen Akkermann, dass die Kitesurf-Zone vor Sankt-Peter-Ording in Schleswig-Holstein nun größer werde als alle Kitesurf-Zonen im ostfriesischen Wattenmeer zusammen. „Da bitten wir um Gleichbehandlung“, sagt Akkermann.

    Anders sehen das Naturschutzverbände. Sie bemängeln, dass in dem Entwurf zu viele Schutzgebiete für Kitesurfer freigegeben würden. Ihre Befürchtung: Kiter könnten zu nah an die Hochwasser-Rastplätze von Vögeln kommen und diese aufschrecken. „Es geht nicht darum, das Kiten zu verbieten“, sagte der Leiter des WWF-Wattenmeer-Büros in Husum, Hans-Ulrich Rösner. „Es geht darum, das Kiten auf bestimmte Gebiete zu konzentrieren, wo einfach möglichst wenig oder kein Schaden angerichtet wird.“ Kritisch sei etwa ein neues Kitegebiet bei Dagebüll und ein vergrößertes Gebiet vor Westerhever.

    Schnellfahrkorridore:
    *Kritik üben Naturschutzverbände auch an der Zahl sogenannter Schnellfahrkorridore, auf denen gewerbliche Schiffe wie etwa Fähren mit bis zu 45 Kilometern pro Stunde unterwegs sein dürfen. Die Zahl dieser Routen sei im Entwurf deutlich gestiegen und falle hinter einen zuvor gefunden Kompromiss zurück, sagte Rösner. „Das ist für uns schon schwerer Tobak.“ Denn von schnellfahrenden Schiffen gehe mehr Unterwasserlärm aus und auch der Verbrauch von Treibstoff und der einhergehende Klimafußabdruck seien größer.

    Trockenfallen im Watt:*
    Wassersportverbände fürchten, dass durch größere Schutzgebiete künftig das Trockenfallen im Watt weitgehend untersagt werden könnte. „Wenn man eine längere Strecke im Watt unterwegs ist, läuft einem zwangsläufig irgendwann das Wasser davon“, erklärte Peter Reichelt von der Interessenvertretung der Wattfahrer, Soltwaters. Dann bräuchten Wattfahrer einen geschützten Platz. In der neuen Verordnung sei Trockenfallen aber an zu wenigen, extra ausgewiesenen Stellen erlaubt. Auch wichtige Ankerplätze, die Bootsfahrer etwa bei Sturm anfahren könnten, würden durch größere Schutzgebiete in der neuen Verordnung verdrängt, sagte Reichelt.

    Durchfahrtsrouten:*
    Die Wattfahrerinnen und Wattfahrer von Soltwaters besorgt zudem, dass durch größere Schutzgebiete sichere Durchfahrtsrouten im Wattenmeer für sie künftig versperrt werden könnten. Dann seien etwa Segler mitunter auf gefährlichere Routen angewiesen. „Das ist kein Spiel“, sagte Soltwaters-Sprecher Reichelt und verwies auf einen Fall bei Neuwerk 2020. Dort hatten demnach Segler versucht, trotz Sturm ein Schutzgebiet zu umfahren und waren dabei ums Leben gekommen. Die Wattfahrer fordern daher, mehr traditionelle Routen zur Durchfahrt durch Schutzgebiete freizugeben.

    Mitbestimmung:*
    Der Deutsche Segler-Verband (DSV) sieht noch einen anderen Passus im Verordnungsentwurf kritisch - nämlich wie und unter welchen Umständen künftig Änderungen an der Verordnung vorgenommen werden können. Eigentlich seien dafür, wie aktuell, Anhörungen durch das Bundesverkehrsministerium nötig. „Aber das wird nun an die Länder abgegeben“, sagte DSV-Justiziar Michael Stoldt. Der Entwurf sehe vor, dass künftig allein die Länder Änderungsvorschläge vorlegen dürften und dazu auch nicht zwangsläufig Verbände angehört werden müssten. Es reiche auch einzelne Akteure wie etwa eine betroffene Segelschule anzuhören, sagte Stoldt. „Das widerspricht unseres Erachtens den rechtsstaatlichen Grundsätzen vom Rechtsetzungsverfahren.“

    Verständlichkeit:*
    Für Kritik sorgt zudem auch der Umfang der neuen Verordnung. Diese sieht rund 250 Seiten vor – ein Großteil umfasst dabei Koordinaten für Schutzgebiete und Zonen. „Sowas muss natürlich auch nachvollziehbar sein für jemanden, der Boot fährt, aber auch für die Kommunen vor Ort“, sagte Ulrich Birstein, stellvertretender Vorsitzender der Schutzgemeinschaft Deutsche Nordseeküste (SDN). Die SDN bemängelt ebenso wie die Vereinigung Soltwaters, dass nicht für alle Schutzgebiete eine sachgerechte Begründung erkennbar sei. „Wir würden es sehr begrüßen, wenn man es nachvollziehen kann: Wer wird wann vor was geschützt und wie“, sagte Birstein. Allein auf eine mögliche Störung als Begründung hinzuweisen, reiche nicht aus.

    Das Bundesverkehrsministerium (BMVI) teilte auf Anfrage mit, derzeit würden die „umfangreichen“ Stellungnahmen aus der Verbändeanhörung ausgewertet. Dazu gebe es diese Woche noch einmal Gespräche mit den Verbänden der Berufsschifffahrt, der Sport- und Freizeitschifffahrt sowie den Naturschutzorganisationen. Nach diesen Gesprächen möchte das Bundesverkehrsministerium das Verfahren im Einvernehmen mit dem Bundesumweltministerium, das ebenfalls zustimmen muss, „zeitnah zum Abschluss bringen“, teilte ein Sprecher des Verkehrsministeriums mit.

    Link zur Quelle :
    https://www.weser-kurier.de/niedersa...123xv1aaqjoird
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

Ähnliche Themen

  1. Jacht von Juist "entstrandet"
    Von Ausgeschiedener Nutzer im Forum Nordsee
    Antworten: 15
    Letzter Beitrag: 05.12.2013, 18:46
  2. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 18.03.2010, 23:47
  3. "Leider verloren" oder auch "der Nachbar war schneller"
    Von round-world2 im Forum Fragen, Antworten & Diskussionen
    Antworten: 49
    Letzter Beitrag: 27.06.2009, 10:48
  4. Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 28.08.2006, 13:04

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •