Seite 4 von 4 ErsteErste ... 234
Ergebnis 31 bis 32 von 32
  1. #31
    Registriert seit
    02.04.2017
    Ort
    742 Evergreen Terrace in Dasow
    Beiträge
    1.544

    Standard

    Zitat Zitat von didiundstulle Beitrag anzeigen
    Ich meine auch, dass vor allem der Schiffstyp einen großen Unterschied macht. An den Barren ist es flach. Bei hohem Seegang setzt man mit zuviel Tiefgang in den Wellentälern auf. Der Sand ist betonhart, das kann ein Schiff binnen Minuten so beschädigen, dass es sinkt...
    Theoretisch, will heissen ohne Erfahrungen mit Schiffen mit variablen Tiefgang , geringen, bis geringstem Tiefgang ( auch Ruder) , ist diese Ansicht nachvollziehbar.
    Anders ausgedrückt , es geht. ? Nein , es kann mit wenig Tiefgang gehen.
    Das sind aber Grenzbereiche bei denen man sich zwingend der Bootsbeherrschung , nur kurzfristig , statt dem Tonnenstrich unterordnen muss. Mehr noch , der Tonnenstrich ist nicht immer der ideale Weg , der Königsweg. Manchesmal fährt man auf der falschen Seite daneben, weil es dort tiefer. Die Beurteilung der Verhältnisse ist aufgrund immer anderer Strom- und Windgeschwindigkeiten deren Winkeln gegeneinander für erfahrenste Flachbootsegler nicht unbedingt schwierig.
    Es wird nach Steilheit der Wellen , mit wieviel Weiss sie brechen , nach Durchsicht des blauen Wassers zum Gelb des Sandes beurteilt . Alles kurzfristig das , UND , mit dem Wissen dass man mit seinen nur 50- 70 Zentimetern Tiefgang da drüber weg kommt.
    Man kommt da aber nur drüber weg wenn man die brechenden Wellen direkt über der Barre direkt von Achtern kommen läßt. 90° zur aktuellen Grundsee ! Der Kurs des Tonnenstrichs ist egal . Das surfende
    Schiff darf niemals aus diesen 90° zur brechend Welle kommen , auch wenn mangels Geschwindigkeit das gesamte Cockpit geflutet wird. Um die Gefährdung durch ein überflutes Cockpit zu minimieren wird die Maschine während dieser kritischen Phase auf äusserste Kraft gepusht.
    Ist die Welle durch , wird Fahrt herausgenommen , der Kurs im Wellental gen Tonnenstrich korrigiert.
    Es ist ein Eiern , kommt die nächste Welle , Hebel on the Table und sie zwingend direkt von Achtern nehmen.
    Auch nur 5° aus diesem Kurs und der brechende Teil der Welle hebel das Schiff , zusammen mit dem Stolperprofil de vorauseilenden Unterwasserschiffs komplett aus dem Kurs. Das Schiff schlägt auf, durch den Brecher quer. Ende.
    Ich empfehle NIEMANDEM das jemals zu machen !
    Ich empfehle NIEMANDEM das je zu versuchen !
    NIEMALS sollte man das im Gatt bei allgemein anerkannten als unmöglichen annerkannten Verhältnissen versuchen !
    Ich schreibe das um aufzuzeigen dass für solch Verhältnisse allgemein als unfähig anerkannte Fahrzeuge unter kundigster Hand die überlebensfähigeren Fahrzeuge sind.
    Ich schreibe das , weil auch Kielschiffsegler in nominal und effektiv ausreichend tiefen Fahrwassern , beispielsweise auf Legerwall vor Tiburon , oder so , mit solch Grundseen konfrontiert werden können.
    90° zum Brecher , zwingend!, mit max. Fahrt ! Siehe oben.

    Zum Gatt , der Vollständigkeit halber :
    Auch bei moderaten Windverhältnissen kann es auf der Barre , gar hinter einer schützenden Sandbank zu einem Brecher, einer Grundsee kommen.
    Jede 5-7. Welle ist größer , davon jede Xte so groß das sie sich nicht vor, oder auf der Bank zerschlagen, sondern darüber hinwegrollt, sich erst dahinter bricht. Das sind meist Ungetüme , brechende Wellen von 2 -3m die auf dem spiegelglattem, geschützten Fahrwasser binnen des Sandes brechen. Sie sind selten , desdewegenst überraschend , oft verheerend. Es gilt , Augen offen , und Schotten und Luken im Gatt immer dicht.
    Man benannte diese Wellen nach dem was sie tun , sie überrollen die Bänke--Roller.

    Das Gatt , Horrorszenario ?
    Weil vorbelastet kann ich dazu allgemeingültig nichts sagen. Ich vermag nur Erfahrungen, daraus erwachsenes Wissen , der Pllattform geschuldet komprimiert, unvollständig weiter zu geben.
    Geändert von supra (23.09.2021 um 20:53 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  2. #32
    Registriert seit
    21.05.2014
    Beiträge
    396

    Standard

    Ab fünf Windstärken aufwärts aus West bis Nord sollte man außer Borkum durch kein ostfriesisches Seegatt mehr fahren. Die "Surfanweisung" ist ja in Ordnung, nur wüsste ich keinen Grund, es so zu machen. Lieber zurück nach Helgoland oder ab in die Jade und ruhigeres Wetter abwarten, als das Schiff und das Leben zu riskieren.

    Grüße
    matze

Ähnliche Themen

  1. Wassertiefen juist bis Langeoog
    Von fegerlein im Forum Nordsee
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 07.05.2015, 22:46
  2. Fahrtenstrategie Norderney- Langeoog.
    Von fegerlein im Forum Nordsee
    Antworten: 16
    Letzter Beitrag: 20.03.2014, 18:17
  3. Von Langeoog nach Heiligenhafen
    Von Zweimasten im Forum Hand gegen Koje
    Antworten: 1
    Letzter Beitrag: 19.06.2013, 10:03
  4. Antworten: 10
    Letzter Beitrag: 17.06.2011, 12:00
  5. Langeoog
    Von injo im Forum Segelreviere allgemein
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 08.06.2003, 17:39

Berechtigungen

  • Neue Themen erstellen: Nein
  • Themen beantworten: Nein
  • Anhänge hochladen: Nein
  • Beiträge bearbeiten: Nein
  •