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  1. #1
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    Standard Dino-Kats in Cannes

    Jochen Rieker fasste seine Beobachtungen zum Thema Katamarane auf der 2021 Messe in Cannes so zusammen:

    „Die Boote werden längst als schwimmende Ferienhäuser gepriesen und gekauft; „real estate on the water“, (…). Fountaine Pajot (…), stellt bei der Präsentation neuer Modelle (…) inzwischen die Anzahl Quadratmeter Wohnfläche in den Vordergrund, nicht mehr die Segelfläche. Gerade für Einsteiger sind die zwar nicht spektakulär segelnden, aber ungemein geräumigen und nicht krängenden Boote beliebt – sofern man denn einen Liegeplatz mit sieben oder acht Meter Breite dafür findet.“

    Mit anderen Worten suchen die Produktentwickler in all ihrer Einfallslosigkeit das Heil darin, die Kats hurtig in Richtung von Dinosauriern zu pushen. Hafenuntauglich waren Kats dank ihrer großen starren Breite ja schon immer, jetzt legen sie hier zur Gewinnung von mehr Quadratmetern vermutlich noch zu und sprengen darüber hinaus auch noch die Dimensionen in Richtung Höhe. Auch die Rümpfe werden immer höher und breiter und damit immer plumper - ist ja schließlich egal, was das für die Performance bedeutet. So werden Zweirümpfer zu Fremdkörpern in Häfen - wenn sie denn überhaupt Einlass finden. (Aber auf Messen, zumal in Cannes, fallen Monstrositäten natürlich weniger auf, da sind sie ja unter sich…).

    Geradezu lachhaft ist es, wenn dieselben (ich vermute mal) Herrschaften ihre monströsen breiten-starren Missgeburten nun noch mit dem grünen Mäntelchen namens „Nachhaltigkeit“ umhüllen wollen. Das erinnert mich doch sehr an die gepriesenen Elektro-SUVs im Straßenverkehr. „Bio-Harze und Naturfasern, Recycling-Schaumkerne und Abwasseraufbereitung“ - alles schön und gut - aber Monstren bleiben letztlich Monstren, insbesondere in Landnähe, denn da müssen sie ja immer wieder hin (auch um gesehen zu werden!).

    Wäre es da nicht wesentlich sinnvoller, die Ingenieure würden qua Lastenheft dazu verdonnert, endlich Fahrtenkatamarane zu entwickeln, die a) wieder gut segeln und b) vor allen Dingen vor keinem Hafen Reißaus nehmen müssen, weil die Produkte eben hafentauglich, sprich in ihrer Breite an schmale Umgebungen bedarfsweise anpassbar sind? Was manche Trimarane und die Futura-Kats schon können, das sollte doch auch den Massenproduzenten möglich sein! Schließlich haben sie ja auch soziale Verantwortung.

    Solche Schiffe, schnell, hafenpraktikabel und dazu noch nachhaltig gebaut, das wäre wirklich mal was Neues und „Spannendes“!

  2. #2
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    Zitat Zitat von WRZLPRMPFT Beitrag anzeigen

    Schließlich haben sie ja auch soziale Verantwortung.
    Was bist denn du für ein komischer Vogel, der sich für seine Mission hier extra registriert ?
    Wenn dir Brause, Schampantcha der wenigen Charterkreuzfahrer nicht bekommt , deren seemannschaftlicher Anspruch missfällt , rülps hier nicht rum, trinke stilles Wasser aus dem Tank des Eignerschiffs .
    Deine Wehwehchen fußen auf Neid, Intoleranz, max. Schubladendenke, Borniertheit.
    Du willst Werften die mit quasi Kreuzfahrtschiffen ihr Geld verdienen , den Passagieren dieser für private Eigner unbezahlban Schiffe eine , deine Doktrin abverlangen , aufzwingen ?
    Da gibt es Schiffe, die werden Leuten gerecht die ein segelndes Appartment auf dem Wasser wollen.
    Deine Ansprüche , Anforderungen an einen Kreuzerkat sind wahrlich anders ausgerichtet ? Dem haben sich auch reine Charterkats , deren Passagiere , Kunden, anzugleichen ?
    Geh' weg !
    Kauf dich Eignerschiff 33 -40' und mach den Kopp dicht.
    Differenzieren ! Bitte !
    Reine Charterkats sind eine eigene Evolutionslinie , Mehrumpfboote für Eigner eine andere .



    P.S.
    Die Überschrift dieses Threads, Stichwörter " Dinos ; Multihulls" .
    Mir kam blitzgemäß diese rührige , anerkennenswerte Vereinigung , die sich um das Erbe der Fossilien , der wahren Dinosaurier, bzw. Größen der Mehrrumpfszene kümmert , in den Sinn.
    http://www.goldenoldies.biz/gomenglishpage.html

    Und da kommt da so'n Typ daher ,der sich, aus welchen Gründen auch immer, meint Luft machen zu müssen.
    Geändert von supra (17.09.2021 um 23:05 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  3. #3
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    Standard

    Zitat Zitat von WRZLPRMPFT Beitrag anzeigen
    ….
    Mit anderen Worten suchen die Produktentwickler in all ihrer Einfallslosigkeit das Heil darin, die Kats hurtig in Richtung von Dinosauriern zu pushen. Hafenuntauglich waren Kats dank ihrer großen starren Breite ja schon immer, jetzt legen sie hier zur Gewinnung von mehr Quadratmetern vermutlich noch zu und sprengen darüber hinaus auch noch die Dimensionen in Richtung Höhe. Auch die Rümpfe werden immer höher und breiter und damit immer plumper - ist ja schließlich egal, was das für die Performance bedeutet. So werden Zweirümpfer zu Fremdkörpern in Häfen - wenn sie denn überhaupt Einlass finden. (Aber auf Messen, zumal in Cannes, fallen Monstrositäten natürlich weniger auf, da sind sie ja unter sich…).
    Der Europäische Yachtbauer Verband hat vor nun mittlerweile 20 Jahren festgestellt, dass die Eigentümer von Yachten kaum auslaufen, bei Windstärken größer 4Bft garnicht mehr auslaufen. Daher haben die Werften sich dahin gewandelt, dass sie Wohnschiffe mit allem Komfort anbieten.
    Der Markt, also die Kunden wollen es, also werden deren Wünsche erfüllt.

    Geradezu lachhaft ist es, wenn dieselben (ich vermute mal) Herrschaften ihre monströsen breiten-starren Missgeburten nun noch mit dem grünen Mäntelchen namens „Nachhaltigkeit“ umhüllen wollen. Das erinnert mich doch sehr an die gepriesenen Elektro-SUVs im Straßenverkehr. „Bio-Harze und Naturfasern, Recycling-Schaumkerne und Abwasseraufbereitung“ - alles schön und gut - aber Monstren bleiben letztlich Monstren, insbesondere in Landnähe, denn da müssen sie ja immer wieder hin (auch um gesehen zu werden!).
    Neid und mangelnde Kenntnisse sind nicht geeignet, um diese Schiffe zu kritisieren.
    Jedes Segel– oder Motorboot, welches in der Sportschifffahrt eingesetzt werden soll, ist eine Umweltverschmutzung. Da werden unmengen chemischer Abfälle, Wälder abgeholzt, Unmengen CO2 emittiert, nur für ein zweifelhaftes Freizeitvergnügen.
    An fast allen Küsten Frankreichs dürfen keine Yachthäfen mehr gebaut werden, weil der Bau die Meeresfaune und -flora massiv schädigt. Auch wenn es Dein Sozio-öko Neid gerne übersieht, Kats, Tris, wie auch SUFF‘s und Luxuslimousinen verbrauchen viel zu viel wertvolle Fläche und sollten mit Extra-Steuern belegt werden.
    Es gibt tatsächlich schon seit Jahren den Versuch, statt Glasfasern, natürliche Fasern beim Bau von Kunststoffteilen zu verwenden. Wenn Du vor lauter Schaum vor dem Mund, mal die Patentliteratur zu diesem Thema lesen würdest, hättest Du Dir diese lächerliche, vor Neid triefende Bemerkung erspart. Das gilt auch für Harze und Schaumkerne.
    Zu den Elektro SUFF’s kann man nur feststellen, dass diese trotz ihres monströsen Aussehen, nun mal ohne CO2-Emission im Alltag bewegt werden, ganz im Gegensatz zu den vielen Corsa‘s, Clio‘s, Fiesta‘s etc mit Verbrennungsmotor. Die Suffs sind übrigens, ebenso wie die Luxuslimousinen, die Gewinnbringer für die Autoindustrie und eignen sich bestens zur Erforschung von neuen Konzepten(Materialien, Antrieben etc.), da die Mehrkosten dann von dieser Kundengruppe ohne zu murren bezahlt werden können.
    Dass Du Dir so einen elektro SUFF nicht leisten kannst, u.U. täglich mit einem alten Diesel mit Atomkraft-nein-Danke Aufkleber herumfährst, ist kein Grund, elektro SuFFs so herablassend zu kritisieren.

    Wäre es da nicht wesentlich sinnvoller, die Ingenieure würden qua Lastenheft dazu verdonnert, endlich Fahrtenkatamarane zu entwickeln, die a) wieder gut segeln und b) vor allen Dingen vor keinem Hafen Reißaus nehmen müssen, weil die Produkte eben hafentauglich, sprich in ihrer Breite an schmale Umgebungen bedarfsweise anpassbar sind? Was manche Trimarane und die Futura-Kats schon können, das sollte doch auch den Massenproduzenten möglich sein! Schließlich haben sie ja auch soziale Verantwortung.

    Solche Schiffe, schnell, hafenpraktikabel und dazu noch nachhaltig gebaut, das wäre wirklich mal was Neues und „Spannendes“!
    Ingenieure tun es gerne, leider müssen Sie aber für ihre Arbeit bezahlt werden und dazu braucht es Kunden, die diese Schiffe auch kaufen wollen. Massenproduzenten, überhaupt Unternehmen haben die Verantwortung, ihre Mitarbeiter zu bezahlen und eine zukunftsträchtige Perspektive zu bieten. Eine allgemeine „soziale Verantwortung“ im Sinne, dass jeder billig an sein Traumschiff kommt, gibt es nicht.

    Warum kaufst denn eigentlich keinen alten Kat, die laut Deiner Meinung besser segeln und flache Rümpfe haben?

    Statt so herablassend daher zu kommen, wie wäre es denn, wenn Du erstmal richtig sparst, dann einen Yachtdesigner/Ingenieurbüro mit dem Bau Deines neuen Kats beauftragt?
    Ach, ich Schelm, habe vergessen, dass Du für soetwas gar kein Geld hast…..

  4. #4
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Zu den Elektro SUFF’s kann man nur feststellen, dass diese trotz ihres monströsen Aussehen, nun mal ohne CO2-Emission im Alltag bewegt werden,
    das galt schon immer nur wenn du die rechnung an der steckdose und im showroom beginnst,
    also die fahrzeug herstellung sowie die stromherstellung unter den rechentisch fallen lässt,
    umfassende betrachtungen kommen zu extrem anderen ergebnissen

  5. #5
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    https://www.youtube.com/watch?v=G8q4oXIcU8g
    soviel zum Thema, dass große Fahrtenkats schlecht segeln...

  6. #6
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    @haribo: Beim E-SUV kommt es auf den Strom an, den du tankst. Ist es welcher aus Kohlekraftwerken, dann ist die lebenslange CO2-Bilanz jedes Verbrenners um Längen besser. Tankst Du (wie ich) konsequent den mit der eigenen Photovoltaikanlage produzierten Strom, dann überholst Du den Verbrenner in der Bilanz, bevor Du 100.000 km zurückgelegt hast.

    Grüße
    matze

  7. #7
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    das dürfte solent sein? macht sicher spass dort zu segeln

    der videokomentar "flat sea, stady winds... no problem" ist cool, bezieht sich dann das "heavy" im titel wohl auf die ~6bft? kleinere katzen fahren die 11kn ja schon bei etwas weniger wind

    "lebenslang" bilanz mit oder ohne herstellung+entsorgung aller benutzter bauteile?

  8. #8
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    Ja, ich denke, das ist solent.

    Die Jungs halten ganz offensichtlich nichts von Refftabellen. Bei dem Wind haben solche Kats normalerweise wohl schon zwei Reffs. Wie mir ein erfahrener Katsegler erklärte, bekommt man so eine Kiste ohne wirklich hohe Wellen wohl beim besten Willen nicht gekentert. Lange vorher reißen die Segel.

    CO2-Bilanz meine ich incl. Produktion sämtlicher Bauteile. Und ja, ich weiß, dass die Produktion eines E-SUV viel mehr CO2 frisst, als die jedes Verbrenners. Trotzdem ist die Gesamtbilanz des E-Mobils am Ende des Lebens (nach 300.000 km oder mehr) viel besser als die des Verbrenners, wenn man den richtigen Strom tankt. Besser in der Bilanz ist allerdings Fahrrad fahren und Holzjolle segeln...

    Grüße
    matze

  9. #9
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    Zitat Zitat von didiundstulle Beitrag anzeigen
    Ja, ich denke, das ist solent.

    Die Jungs halten ganz offensichtlich nichts von Refftabellen. Bei dem Wind haben solche Kats normalerweise wohl schon zwei Reffs. Wie mir ein erfahrener Katsegler erklärte, bekommt man so eine Kiste ohne wirklich hohe Wellen wohl beim besten Willen nicht gekentert. Lange vorher reißen die Segel.

    CO2-Bilanz meine ich incl. Produktion sämtlicher Bauteile. Und ja, ich weiß, dass die Produktion eines E-SUV viel mehr CO2 frisst, als die jedes Verbrenners. Trotzdem ist die Gesamtbilanz des E-Mobils am Ende des Lebens (nach 300.000 km oder mehr) viel besser als die des Verbrenners, wenn man den richtigen Strom tankt. Besser in der Bilanz ist allerdings Fahrrad fahren und Holzjolle segeln...

    Grüße
    matze
    Im Grossen und Ganzen hast Du recht, aber welches Elektroauto wird 300.000 km schaffen. Vorher machen die Batterien schlapp, da sie nicht dafür gebaut sind (Stichwort: Zyklenzahl).

  10. #10
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    Haste recht. VW gibt derzeit 160.000 km Garantie, Tesla sogar bis zu 250.000 je nach Modell. Da fahre ich aber immerhin zwischen 80.000 und 170.000 km emissionsfrei im Vergleich zum Verbrenner. Besser als nix, würde ich sagen...

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