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  1. #1
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    Standard Seemannschaft ade?

    Komme gerade von einem Törn im Ionischen Meer (ab Lefkada südwärts) zurück und kann immer noch nicht so richtig verstehen, wie sich die Segelwelt dort verändert hat. 50ft-Yachten werden von Crews gefahren, deren Segelkenntnisse wirklich nur rudimentär sind und deren Manöver auch dementsprechend ausfallen. Ist den Vercharterern nur noch das Geld wichtig?
    Katamarane machen an Stellen fest, die eigentlich für tiefergehende Yachten geeignet sind und blockieren damit Plätze für Segelyachten. Aber wer läuft schon gerne 20 Meter bis zur Taverne? Und manche Schiffsführer machen derart fest, dass sie beim Anlegen Platz beanspruchen, der "normalerweise" für 2-3 Yachten reichen würde. Hilfsbereitschaft und Rücksichtnahme habe ich nur selten erlebt.
    Meinen nächsten Segelurlaub in Griechenland verbringe ich jedenfalls wieder in einem anderen Revier, auch wenn ich dort notfalls in einem Hafen eingeweht werde.

  2. #2
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    Das Revier ist da ziemlich egal....
    Ich fahre 47 Fuß und beherrsche das Schiff.

    Leider erlebe ich eigentlich eher das Gegenteil, die Kleinen Yachten blockieren gerne die wenigen große Plätze weil bequemer.

    In Strahlsund erlebt, gerade beim Ablegen bei fast Windstille will ein 9m Boot mit fünf Herren an Bord in den freien Platz neben mir anlegen (ca. 16m lang), als ich die Crew ansprach und auf die Stecke in der Boxengasse verwies, kam erst ein versuchter Widerspruch, als ich dann konterte, das genügend Plätze unter 10m gibt, aber nur diese beiden 15+m Plätze, wurde ein Crewmitglied einsichtig.
    Leider kein Einzelfall....

    Rücksicht nehmen, warum....
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  3. #3
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    Ich hab das Thema Mal in den Bereich Seemannschaft verschoben, ich denke, man kann so ein Verhalten nicht spezifisch am Revier festmachen.
    Gruss Gunnar

    Moderator Yacht-Forum

  4. #4
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    Zitat Zitat von Belle Vie Beitrag anzeigen
    ......... will ein 9m Boot mit fünf Herren an Bord in den freien Platz neben mir anlegen (ca. 16m lang), .........
    Tja, was will man machen wenn man das Boot nicht auf der Stelle drehen kann, das Heck nicht quer rücken kann, den Wind nicht ins Manöver einbezieht, nicht mit Leinen umgehen kann,... ? Dann braucht man eben eine lange Einflugschneise (16m ist schon ganz schön knapp).
    .... und außerdem, wir haben uns bemüht einen Liegeplatz zu bekommen, sollen sich die anderen doch auch schauen.

    Man fragt sich, ist es Rücksichtslosigkeit oder nur Ungeschicklichkeit? Soll man die Leutchen ansprechen oder resignieren. Beim Helfen schlage ich gelegentlich vor, ein wenig vor oder zurück zu verholen, damit noch ein weiteres Boot hinpasst. Die Antworten reichen von "gute Idee" bis "Klugscheißer"

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    Das kann ich nicht ganz nachvollziehen. Ich selber fahre ein eher kleines Boot (29 Fuss, nur 2.5m breit) und ich bin froh, wenn ich einen Liegeplatz finde, der zur Breite meines Schiffes passt. Viel zu breite Boxen sind unpraktisch, weil man nicht an beide Heckdalben gleichzeitig rankommt und dann irgendwie da rumzirkeln muss, oder nach dem Belegen der Vorleine nochmal nach hinten fallen muss. Wenn die Box passt, ist das viel einfacher. Klar, in enge Gassen fahre ich gerade bei Wind auch nicht so gerne rein, wenn ich nicht weiss, ob dort ein Platz frei ist, aber wenn man sich "eng" à la Bodensee gewohnt ist (die Boxengasse ist teilweise schmaler als die Länge der Boxen) dann sind die Marinas am Meer immer grosszügig.
    Es gibt kein schlechtes Wetter - nur schlechte Kleidung.

  6. #6
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    Zitat Zitat von Wetterbote Beitrag anzeigen
    ....... und ich bin froh, wenn ich einen Liegeplatz finde, der zur Breite meines Schiffes passt........
    Das kann ich gut verstehen, das geht jedem so. Wenn es jedoch nicht passt, " und dann irgendwie da rumzirkeln muss,"sollte man auch klar kommen. Dann ist es gut wenn man "auf der Stelle drehen kann, das Heck ...... quer rücken kann, den Wind ..... ins Manöver einbezieht, ...... mit Leinen umgehen kann,..."
    Das wird leider selten gelehrt. Delius Klasings Yachtakademie veranstaltet im Herbst jeden Jahres ein Seminar "Schleusen- und Hafenmanöver", das ist eine Ausnahme.
    Was hindert uns, an einem schönen Sommertag zu üben?
    - Überrachendes (!) MOB-Manöver mit Schwimmeinlage
    - An- und Ablegen auf engem Raum mit auflandigem und ablandigem Wind
    - drehen auf der Stelle
    - gezielt aufstoppen ohne dem Radeffekt zum Oper zu fallen
    - die eigenen Schwächen und die des Bootes zu erkennen

    Klar, machen wir öfters? Das glaube ich nicht.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  7. #7
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    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Das kann ich gut verstehen, das geht jedem so. Wenn es jedoch nicht passt, " und dann irgendwie da rumzirkeln muss,"sollte man auch klar kommen. Dann ist es gut wenn man "auf der Stelle drehen kann, das Heck ...... quer rücken kann, den Wind ..... ins Manöver einbezieht, ...... mit Leinen umgehen kann,..."
    Das wird leider selten gelehrt. Delius Klasings Yachtakademie veranstaltet im Herbst jeden Jahres ein Seminar "Schleusen- und Hafenmanöver", das ist eine Ausnahme.
    Was hindert uns, an einem schönen Sommertag zu üben?
    Was glaubst Du was sich die Stegnachbarn freuen, wenn da so ein Knalli meint an-und ablegen üben zu müssenj? Da kreist schnell erst der Bootshaken, dann der Hammer. Der Wellenschlag sorgt dafür, dass die Kaffeetasse überschwappt etc.... Auch Hafenmeister finden solche Übungen nicht gut, da beim Üben auch Schäden verursacht werden können. Zu guter Letzt, dass Motoren- und Propellergeräusch hindern die Nachbarn am Dösen/Schlafen....

    - Überrachendes (!) MOB-Manöver mit Schwimmeinlage
    Dafür muss immer meine Schippermütze herhalten und wehe der Crew, wenn sie nicht wiedergefunden wird...

    - An- und Ablegen auf engem Raum mit auflandigem und ablandigem Wind
    - drehen auf der Stelle
    - gezielt aufstoppen ohne dem Radeffekt zum Oper zu fallen
    - die eigenen Schwächen und die des Bootes zu erkennen
    Haben wir alles schon gemacht, segeln ja auch seit über 50 Jahren dasselbe Schiff....

  8. #8
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    Ah, einer der schon mit 50K Meilen auf dem Buckel auf die Welt kam.
    Wenn dich das stört, solltest du dir einen Schrebergarten zulegen oder einfach später den Liegeplatz ansteuern oder direkt zuhause bleiben.
    So einen Knalli möchte ICH mal neben mir haben!
    Peinlich, dass man sowas hier lesen muss und dann noch in einem Thema, welches sich der Seemannschaft widmet.
    Geändert von Totti-Amun (26.10.2021 um 18:39 Uhr)
    Dieser Text wurde nach alter, neuer und eigener Rechtschreibung geschrieben und ist daher fehlerfrei

  9. #9
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    Zitat Zitat von Belle Vie Beitrag anzeigen
    Das Revier ist da ziemlich egal....
    Ich fahre 47 Fuß und beherrsche das Schiff.

    Leider erlebe ich eigentlich eher das Gegenteil, die Kleinen Yachten blockieren gerne die wenigen große Plätze weil bequemer.

    In Strahlsund erlebt, gerade beim Ablegen bei fast Windstille will ein 9m Boot mit fünf Herren an Bord in den freien Platz neben mir anlegen (ca. 16m lang), als ich die Crew ansprach und auf die Stecke in der Boxengasse verwies, kam erst ein versuchter Widerspruch, als ich dann konterte, das genügend Plätze unter 10m gibt, aber nur diese beiden 15+m Plätze, wurde ein Crewmitglied einsichtig.
    Leider kein Einzelfall.....
    Ich ärgere mich auch darüber, wenn ein kleiner einem großen den LP wegnimmt, obwohl genügend kleine Plätze vorhanden sind. In Stralsund ist es aber so, dass man nicht nach Schiffsgröße bezahlt, sondern nach Boxengröße!
    Da mein Boot relativ schlank ist (keine 4m breit), lege ich mich in diesem Hafen gern in eine kleinere Box, auch wenn der Bug zwischen den Heckpfählen hinausragt!
    Nehme ich dann mit einem größerem Boot einem kleineren den LP weg?

  10. #10
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    Zitat Zitat von Totti-Amun Beitrag anzeigen
    Ah, einer der schon mit 50K Meilen auf dem Buckel auf die Welt kam.
    Wenn dich das stört, solltest du dir einen Schrebergarten zulegen oder einfach später den Liegeplatz ansteuern oder direkt zuhause bleiben.
    So einen Knalli möchte ICH mal neben mir haben!
    Peinlich, dass man sowas hier lesen muss und dann noch in einem Thema, welches sich der Seemannschaft widmet.
    Du hast meinen Beitrag (Nr. 7, 11:43) nicht verstanden!
    1. Ich habe geschrieben, dass sich die Nachbarn über das "ÜBEN" beschweren können, was ich selbst erlebt habe.
    Auch durfte ich erleben, wie ein dänischer Hafenmeister einem Segler (DE), der das Anlegen übte, barsch dasselbe sich verbat (sein Hafen wäre kein Übungsgebiet).
    Mich stört es nicht, wenn mein Nachbar Manöver übt, solange er meinen Kahn nicht beschädigt (ist auch noch nie passiert).

    2. Ich weiss nicht, woher Du die 50k Meilen* (Kilo wird immer mit klein k abgekürzt (siehe IUPAC)) herausgelesen hast. Ich sprach von der Tatsache, dass ich schon seit 50 Jahren (Jahre sind keine Meilen, sondern eine Zeitangabe) mein Schiffchen besitze, wobei diese Zeitangabe keinen Schluss auf die gesegelte Segelstrecke, geschweige denn meine Erfahrung zulässt.


    3. Wenn Du jemals einen Schrebergarten besessen hättest, wüsstest Du, dass die Satzung einer Schrebergartenanlage mehr verbietet, als jede Hafenordnung dieser Welt. Das war, ist und wird immer der Grund sein, warum ich niemals einen Schrebergarten haben oder mieten werde.

    Es ist echt peinlich, dass Du meinen sehr klaren Beitrag nicht richtig lesen konntest und auch nicht verstanden hast !!

    *die Einheit Meilen, die Du verwendet hast, ist hier sehr ungenau: 1 Meile sind einerseits 1,60934 km, andererseits entspricht 1 Seemeile [nm] aber 1,852 km. 50k Meilen entsprechen somit 80467 km, während 50k Seemeilen 92600 km entsprechen. Die Differenz ist nicht unerheblich.....
    Geändert von 2ndtonone (26.10.2021 um 19:36 Uhr)

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