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  1. #21
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    das ausladende "scheunentorruder" hätte ich bisher eher catbooten zugeordnet, auch wenn die eher kleiner waren (~5-6m)... aber es gibt ja nix was es nicht auch früher schon gab, 9,3m catkreuzer?
    https://www.catboot-seezunge.de/2017...s-deutschland/
    Geändert von haribo (05.11.2021 um 12:34 Uhr)

  2. #22
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    Hallo,

    zu Plattboden-Booten (Tjalk) gehört das Ruder.

  3. #23
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    Dass das flachgehende Ruder beim Umbau zum Kielschiff beibehalten wurde ist ein weiterer Hinweis auf Pfusch. Es wäre einfach gewesen das flachgehende Ruder durch ein wesentlich effektiveres mit hoher Streckung zu ersetzen.
    Der Eimer wurde durch das höhere Rigg schnell luvgierig, das versuchte man durch den Bugspriet zu kompensieren. Man hätte das Ruder modifizieren sollen.

    Meiner Ansicht nach ist der komplette Aufbau irgendwann dazugekommen. Solch negativen Sprung in der Dachlinie gab es in den 20er Jahren nicht. In den 20ern herrschte das Waggondach mit Versaufloch vor dem Mast vor. Die Fenster waren damals Bullaugen , also rund, oder oval . Eines dieser Fenster wurde am jetzigen Aufbau achtern wieder verwendet.
    Der Grund für den neuen Aufbau war mehr Stehöhe , und Verlängerung des Kajütraumes bis in die Vorpiek.
    Vergleiche dazu den verlinkten Tillerschen JK von 1929. Der Mastkoker geht durch das Deck. Unter dem Mastkoker steht das Schott zur Vorpiek. Im Bereich dieses Schotts sind auch die Rüsteisen platziert. Das Schott ist ist für die Steifigkeit des Schiffes wichtig. Die Vorpiek war allermeist nur von aussen zu erreichen, sie barg die Segellast, Murings , usw..
    Die Seitenwände des Aufbaues laufen ab diesem Schott als Sülls bis zur Vorpieksluke weiter. Dieses kleine "Bassin" zwischen vorderer Kajütwand und Vorpieksluke nennt man Versaufloch.
    An des TEs Schiff ist, bis auf das damals schon veraltete Ruder (siehe abermals JK), garnichts mehr original. Es ist vollkommen verbastelt , das auch noch schlechtest, sprich gepfuscht.
    Geändert von supra (05.11.2021 um 16:07 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  4. #24
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    würde mich schon wundern wenn spanten und planken gar nicht original wären

  5. #25
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    Zitat Zitat von haribo Beitrag anzeigen
    ...... ist wirklich jemand vor >50 jahren mit einem kielschwerter(?) weiter als nach helgoland gesegelt?

    ich
    Da waren z. B. die Kochs , Weltumsegelung 1964 -'67 mit ihrem Delphin " Kairos" . Deren Kielschwerter segelt heute noch auf der Nordsee.

    http://stahl-delphin.de/

    http://stahl-delphin.de/Oeffentlich/...umsegelung.htm

    Man beachte den damals , 1953, neuen Jumper . Man beachte das dieses Rigg die zweite Generation Hochtakelung nach der Gaffeltakelung ist , will heissen kleines, bedienungsfreundliches Vorsegel auf 7/8, oft von vornherein als universelle , reffbare Baumfock ausgelegt.
    Powerhouse war das Groß. Mittlerweile haben viele Großwerften diese Takelung neu erfunden.

    http://stahl-delphin.de/
    Geändert von segelgunnar (05.11.2021 um 22:16 Uhr)
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  6. #26
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    P.S.
    Wer sich für die technische Entwicklung von der Gaffelttakelung über die 3/4 Takelung mit passiven Toppstag , über die 7/8 Talelung mit Jumper, schliesslich die Topptakelung der letzten KR und ersten IOR interessiert , der möge bei Böhling, Stülcken, Lehfeld, van de Stadt , Illingworth, Uffa Fox, Tripp, Gilles, Herbulot usw. nachschlagen. Er wird feststellen, dass es unter der Sonne nichts neues gibt. Er wird auch feststellen, dass es viele , teils formelbedingte Irrwege gab , und gibt. Er wird feststellen, dass es viele gepfuschte Modifikationen an ürsprünglich guten Schiffen gab , und gibt.
    Geglückte Modifikationen, Upgrades , Anpassungen gibt es auch, dafür ist jedoch Know-why
    -and-how unabdingbar. Ist beides nicht vorhanden , nicht wirklich vorhanden, braucht man kompetente, objektive Hilfe , will heissen nicht primär kommerziell orientierte Hilfe.
    Geändert von supra (05.11.2021 um 17:40 Uhr)
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  7. #27
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    Zitat Zitat von Stephan969 Beitrag anzeigen
    @Supra: Der Link zum Jollenkreuzer ist tatsächlich sehr nah dran an der Bootskonstruktion. Und vielen Dank, das ist ja wirklich schon ein sehr umfangreiches Gutachten. Dafür war ja dieser Treat gedacht, um eine Entscheidung zu treffen, was man machen kann und was man machen sollte oder eben besser nicht. Ich hoffe ja, man kann dem Boot evtl. noch das eine oder andere Jahr mehr entlocken , aber mal schauen. Die merkwürdigen Zusatzaufbauten aber werden in jedem Fall wegfallen. Beim Segeln will man ja eben Wind und Wellen spüren und sich nicht in einem Gewächshaus davor verstecken. Vielleicht hat ein Voreigner das Boot vornehmlich zum Kaffeekränzchen im Hafen genutzt, statt zu fahren?!
    In jedem Fall bleibt jetzt das GFK drauf und wird noch nachgebessert, um das Boot wieder seetüchtig zu machen.
    Vielen, vielen Dank für all die KONSTRUKTIVEN Hinweise und Empfehlungen. Super!!!
    Nu' ma' sütje. Ich habe kein Gutachten erstellt! Ich habe lediglich versucht das Schiff , respektive dessen Modifikationen, in die allgemeine Entwicklung des Jachtbaus einzuordnen.

    Historie des Schiffes.
    Ich grabe demnäxt mal in meinem Archiv. Vielleicht finde ich etwas. Ich denke aber eher nicht. Das Schiff war schon beim Bau veraltet, hat keinen historisch -technischen Stellenwert. Es war ein " Troch" , durch die Verbastellungen ist es ein noch viel " größerer" Troch.
    Dein Wille ist da, das erkenne ich an.

    Rückbau, kompletter Rückbau, bis runter zur Gaffel, dann hättest du ein knuddeliges, altes Schiff , einen wahren Oldtimer auf den du stolz sein könntest. Das aber wird dich , wohlgemerkt nach nur einem Foto beurteilt! , 100 Kilogeld kosten.
    Geändert von supra (05.11.2021 um 18:10 Uhr)
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  8. #28
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    Zuerst einmal: Vielen Dank für die guten Tips und Analysen. Und vor allem: vielen Dank für die objektive Beurteilung ohne in die für manche Foren üblichen Beleidigungen und herablassenden Äußerungen zu verfallen.
    Zum Thema: Ich mußte, wegen des wohl längeren Wassereinbruchs die schimmelnde und gammelnde Innenausstattung herausreißen. Somit kam dann auch die Beplankung und das Spantengerüst zum Vorschein.
    Zum Ruder: das wurde vom Weser-Yacht-Club in den 80-ern getauscht und durch dieses (ein/von Bongossi?) ersetzt.
    Die Spanten und Planken sind Eiche...klar.
    Der Aufbau ist aus Sperrholz, aber auch durch Feuchte Biomüll geworden.
    Hier ein Foto des Innenraumes...übrigens trocken, da das Interieur sich geopfert hat, die eindringenden Regenschauer aufzunehmen.
    IMG_20211106_101040.jpg
    IMG_20211106_101046.jpg
    Geändert von Stephan969 (06.11.2021 um 11:50 Uhr)

  9. #29
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    Hauahauahaua. Au ha.
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  10. #30
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    Heisst das jetzt (1) das wird teuer oder (2) da lass man die Finger von?

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