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  1. #31
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    Kommt darauf an, was man möchte. Die Spanten und Wrangen vermitteln nicht gerade den Eindruck, dass das Boot für regelmäßige Reisen nach Australien gedacht war (mal unabhängig vom Ruderblatt). Ob das nun wirklich teuer wird, entscheiden Zeitbudget, Werkstatt und Werkzeug. Wenn Zeit, Werkzeug und Platz vorhanden sind oder aufgetrieben werden können: In geschützten Gewässern kann man noch lange etwas Spaß damit haben (das ist nun nicht der Blaue-Band-Kandidat), sein Handwerk für größere Projekte verbessern etc. Um damit auch nur auf halbgroße Fahrt zu gehen, wäre es mir zu ambitioniert.

  2. #32
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Heisst das jetzt (1) das wird teuer oder (2) da lass man die Finger von?
    Seine Fingers hat er schon bei,. Ob jene den handwerklichen Herausforderungen gerecht werden,wissen wir nicht. Ob er für dieses Projekt, will heissen seine Fingers, genug Geld zum Zählen, zum hinauswerfen hat, wissen wir nicht. Ob sein Enthusiasmus, sein Atem lang genug sein wird, wissen wir nicht.
    Manchmal .....einzig der Wille zählt.
    Irgendwie so mit " Himmelreich" und " Wille" .

    5 Jahre bis brauchbar und "historisch interessant" , mindestens.
    Für hässlichen, nicht sinkenden, eingeschränkt brauchbaren Troch mindestens drei Jahre.
    Es ist ein fast 100 Jahre alter, hölzerner, undichter Kasko im Leichentuch, mit falschem Rigg, rottem, falschem Aufbau, falschem Kiel, usw..

    @TE
    Was hast du bezahlt?
    Der bezahlte, womöglich hohe Preis, ist nicht zwingend ein Kriterium FÜR eine Restaurierung.
    Andersrum, war der Preis niedrig(st) , bricht sich der gesunde Menschenverstand eher seine Bahn.
    Oder, frage deine Frau, frage nach ihrem Bauchgefühl. Frage auch dein Bauchgefühl.


    Verdammt, was bin ich heut' diplomatisch, empathisch.
    Geändert von supra (07.11.2021 um 17:37 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  3. #33
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    )) Ah..ok. Dann jetzt mal Butter bei de Fische: Ich habe etwas über 1000,-Euro für das Boot und Trailer und Transport bezahlt. Finanziell wäre es also aktuell noch kein Desaster, denn der Trailer ist das schon wert und schlimmstenfalls die Anbauteile des Bootes würden wohl mehr im Verkauf bringen...und dann noch ein Innenborder Solé 26 MINI, sicherlich reparaturbedürftig.
    Ich fahre aktuell eine Marina 23, was für uns fünf (Familie) auf der Ostsee mittlerweile zu klein ist. Deshalb dieses Boot, was aber frühestens in 3-4 Jahren seetüchtig sein müßte. Allerdings eben "nur" Ostsee und nicht ansatzweise Blauwasser oder Atlantik.
    Wie auf den Bildern zu erkennen, sind Spanten und auch Planken durchaus akzeptabel, was meinen Holzsachverstand angeht. Freilegen des Holzes würde aber bedeuten, Planken zu ersetzen und das ist dann was für einen hochdekorierten Bootsbauer.
    Die gußeisernen Bodenwrangen sind angerostet, aber nicht rott. Die sind ursprünglich zur Stabilisierung des Kiels installiert (vermute ich), aber ob die bei dem Kieltausch (1981) durch die Bremerhavener eingebaut wurden oder tatsächlich original für den Schwenkkiel installiert waren, läßt sich mangels fehlender Konstruktionspapiere nicht sagen. Deshalb wäre es auch gut zu wissen, woher das Boot kommt. Auch die sollten ersetzt werden.
    Aber was mein handwerkliches Talent angeht: Ich bin das, was man landläufig Denkmalretter (Fachwerkhäuser) nennt, habe also durchaus Erfahrung im Umgang mit Holz. Aus dieser Denkmalrettermentalität kommt auch dieser Treat hier: ich würde ungern etwas Erhaltenswertes einfach hinmetzeln. Aber diese Frage ist ja weitestgehend geklärt. Das Boot ist alles mögliche, aber kein Kulturerbe. Ich könnte also reinen Gewissens einen Feldversuch machen, was man daraus noch machen kann, nicht muß/sollte.
    Ich habe auch mal den Tip befolgt und versucht die "Freunde klassischer Yachten" zu kontaktieren. Bisher ohne Erfolg. Unter Umständen ergibt es da ein ganz anderes Bild...mal schauen.

  4. #34
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    mercy für die bilder

    welche bauteile hier aus guss bestehen kann man noch kaum unterscheiden, die spanten sehen ziemlich gestückelt aus? sind die untereinander verschraubt? vernietet? was ist das schmale längsbauteil mittig? das alte schwert? sind die stückelungen original oder reperaturen...

    na als denkmalretter kannst du evtl die zustände vom holz erkennen?, als erstes am geräusch beim klopfen, dann evtl irgendwo ein spant-teil herausnehmen und durchsägen, feuchtigkeit messen, druckfestigkeit beurteilen

    denn letztlich haben alle bauteile ihre funktion, bekommen (ansich bestimmbare) kräfte ab und müssen die aushalten, auch auf der ostsee
    also musst du alles beurteilen, und das mit etwas wenig erfahrung... also doch früh nen bootsbauer ein zwei stunden zum beurteilen der "wichtigsten tragenden struktur" bezahlen?

    fals die eiche der spanten recht gut beurteilt wird aber die planken unter dem tuch nicht, (das halte ich für immerhin möglich) dann kannst du immer noch einen plan "C" entwickeln, weil es nach schiff aussieht und alt ist könnte man es z.B. auch irgendwo aufs trockne legen und als tiny unterkunft benutzen/vermieten, puristisch mit sichtbarer struktur soweit es geht

    jedenfals osterfeuer aus hunddertjähriger eiche fänd ich etwas zu schade

  5. #35
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    Ja, die Spanten bestehen jeweils aus mehreren Teilen die untereinander verbolzt sind (Doppelspant?!). Und das Teil in der Mitte sind die Reste vom ehemaligen Schwenkkiel. Wie weit der in den aktuellen Kiel hinunter geht weiß ich noch nicht.
    Und witzig die Idee mit dem Tiny-Haus. Dieser Ansatz kam schon gelegentlich als Worst-Case-Variante, knapp nach Kinderspielgerüst.
    Und glücklicherweise gibt es im Nachbarort einen recht erfahrenen Bootsrestaurierer, der schon der einen oder anderen Holzyacht wieder Leben eingehaucht hat...und mindestens eins davon sah weitaus schlimmer aus als die "Troll".
    Ach ja, die Gußteile sind die 6 Bodenwrangen neben dem dicken Kielbalken, der wohl der Rest des Schwertkastens ist. Die Bremerhavener beschreiben noch 8 in ihrer Auflistung, aber evtl. find ich noch zwei weiter achtern im Boot.
    Und Osterfeuer: Auf keinen Fall. Als Denkmalretter haben wir einen Grundsatz, und danach muß man nicht zwingend alles übers Knie brechen und fertig werden. Wenn das Objekt nicht schlechter wird und sich in 30, 40 Jahren jemand anders dafür begeistert wird es erst dann wieder schick, aber immerhin. Es bleibt erhalten.
    Geändert von Stephan969 (08.11.2021 um 10:04 Uhr)

  6. #36
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    Zitat Zitat von Stephan969 Beitrag anzeigen
    Und glücklicherweise gibt es im Nachbarort einen recht erfahrenen Bootsrestaurierer, der schon der einen oder anderen Holzyacht wieder Leben eingehaucht hat...und mindestens eins davon sah weitaus schlimmer aus als die "Troll".
    Das ist ja das Schöne bei traditionellen Holzbooten - du kannst so lange Teile erneuern, bis nur noch das Werftschild original ist... Die Frage ist nur, ob man den Aufwand dann in das Projekt x oder das Projekt y steckt. Ist nun eine alte Schäre oder ein JK erhaltenswerter als ein altes Arbeitsboot? (Nö, für mich, aber das mag jede/r anders sehen.)

  7. #37
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    Zitat Zitat von x1367 Beitrag anzeigen
    Das ist ja das Schöne bei traditionellen Holzbooten - du kannst so lange Teile erneuern, bis nur noch das Werftschild original ist... Die Frage ist nur, ob man den Aufwand dann in das Projekt x oder das Projekt y steckt. Ist nun eine alte Schäre oder ein JK erhaltenswerter als ein altes Arbeitsboot? (Nö, für mich, aber das mag jede/r anders sehen.)
    Genau! Der Anspruch entscheidet ja auch oft über die Sichtweise. Auf FKY wird man vermutlich komplett andere Statements bekommen als hier im Forum, wo eher das Segeln als Solches im Focus steht. Und auch ich will nicht fünf Jahre an einem Boot Lebenszeit investieren, für das keinerlei Interesse am Erhalt besteht, weil es einfach sowas von unwichtig ist.

  8. #38
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    die wikinger haben solche schiffe zum bestatten benutzt, und kaum 1000jahre später werden sie ausgebuddelt und mit milionenaufwand museen drumherumgebaut, also ein "erhaltenswert" könnte auch in 1000 jahren beschlossen werden

    ich schätze bei troll steht und fällt es mit dem zustand der planken... also doch nen halben m2 von unten freilegen?

  9. #39
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    Genau wie unsere heutigen Särge waren die Grabschiffe der Wikinger Neubauten.
    Ein Nahezu-Wrack für eine abermalige Restaurierung in 1000Jahren zu restaurieren ist ein wahrlich interessanter Ansatz ; )
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  10. #40
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    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    Genau wie unsere heutigen Särge waren die Grabschiffe der Wikinger Neubauten.
    ..................
    Nicht ganz.
    Vielleicht hatte der Verblichene mit diesem Boot schon mehrmals England überfallen. Jedenfalls war es ausgewachsen, ca. 15 m länger.
    https://www.ferienhausfunen.de/staed...rmuseum-ladby/
    Wir haben es vor Jahren besichtigt, und es schien uns nach 1000 Jahren noch seetüchtiger als das o.a. Schiff


    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

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