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  1. #81
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    Zitat Zitat von 2ndtonone Beitrag anzeigen
    Alte-bier-klön-Segler gab es in Övelgönne sicher, aber im Gegensatz zu Heute konnten die a) segeln und b) ihre Schiffe instand halten. Die mussten nicht und müssen auch heute nicht bei Flaute BREMEN Rescue rufen, nur weil der Motor herummotzt!!
    Der heutige Klön Segler sitzt in der "In-"Marina, ausgestattet mit Blondine und Mobilfunkanlage, auf einer einer Kunststoffdose, möglichst weit ...
    Hallo,

    wie jetzt?
    Bestätigst Du Haribo und musst Dich dafür übergeben?


    Peter

  2. #82
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    süderelbe und bodensee sind hochsee das ist halt die abgrenzung zu NL mit ihrem binnengewässeer waddenzee,
    aber eigentlich ging es doch um eure einschätzung auf was für einem kahn der steppke #66 haie angelt

    ick bleib bei küstenjollikreuzer

  3. #83
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    in Glückstadt war Asmussen
    Jupp
    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Von (einem?) Hatecke kommen Hornet und Delphin.
    Die Hornet kommt vom Rettungsboot-Hatecke, aus Drochtersen. Hatecke in Freburg baut Holz, Börteboote etc.
    Delphin? Du meinst die 66? Hmm, keine Ahnung, da habe ich von Selbstbauten gehört.

  4. #84
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    Hallo,

    Delphin gibt es in Plastik, die Form wurde ausgeliehen.
    Delphin könnte wohl auch in Stahl existieren.
    Es würde mich nicht wundern, wenn beide Hatecke sich gut austauschten.
    Delphine sind irgendwie Zwitter, Langkieler mit Kielschwert und jollenkreuzerartigen Rumpflinien bis zum Süllbord.

    Und: Asmus ist der richtige Name, die mit den Hanseaten. Asmussen ist schnell unbeabsichtigt falsch geschrieben.
    Heute die Yachtwerft, nett hilfsbereit und ich finde auch gut und sehr fair.
    Geändert von K.Lauer (15.11.2021 um 11:28 Uhr)

  5. #85
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    Zitat Zitat von K.Lauer Beitrag anzeigen
    Delphin gibt es in Plastik, die Form wurde ausgeliehen.
    Delphin könnte wohl auch in Stahl existieren.
    Der ursprüngliche Riss war in Stahl (http://www.stahl-delphin.de/, bekanntestes Beispiel: Die "Kairos" der Kochs), wurde dann später umgezeichnet und in GfK realisiert (http://www.delphin-66.de/wordpress/).
    Den Jolli-Rumpf würde ich da eher den Panzerkreuzer-Hanseaten (66er und 60er) zuordnen.

  6. #86
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    aber stahl delphin 1953 und hanseaten ab 1963 sind alle 20-30 jahre später?

  7. #87
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    Hallo,

    ja. Es fehlt hier halt ein Papst, als brückenbauender Joker.


    Peter

  8. #88
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    Mmh, über die vielen Varianten des Delfins und verschiedenen Generationen der Hanseaten ist im www. nahezu alles zu finden . Nahezu , weil ich meine dass nirgendwo steht dass der Ur- Hanseat tatsächlich einen JK als Vorbild hatte. Ich habe irgendwann, irgendwo einmal einen Zeitzeugen getroffen der mir das vertellt hat.
    Sowohl Delfin, als auch der Hanseat waren und sind tüchtige, bewährte,
    beliebte Schiffe, weswegen sie , quasi als Benchmarks, in der deutsche Jachtsportgeschichte präsent sind. Ihre Historie ist gut dokumentiert.
    Bei des TEs Schiff verhält es sich umgekehrt.
    Es ist so.
    Weitere Info, zumindest Baupläne, über das Schiff, ich wiederhole mich, wird man meines Erachtens nur von Hatecke bekommen können.

    Ein positives Beispiel.
    Ich besaß einen von Böhling gerissenen 25er, in Bremen gebaut. Mehr wusste ich nicht. Ich ging, zu zur Zeit des Baues 1963, zum lokal einzig in Frage kommenden Segelmacher. Ein Freund arbeitete dort. Wir fanden im Archiv originale Blaupausen des Segelrisses von 1947. Es war der direkte , im Rumpf gleiche Vorgänger des Blitzes. Das Schiff war noch , im Gegensatz zu den Övelgönner Blitzen, noch genietet und hatte einen Holzaufbau. Sonst identisch. Ich durfte die Blaupausen mitnehmen , sie hängen noch heute bei mir an der Wand.
    Das Baujahr meines Schiffes stimmte nicht mit dem Konstruktionsjahr überein. Bei der Segelmacherei erfuhr ich, dass damals 5 nahezu Baugleiche Schiffe mit Segeln ausgerüstet wurden. Ich erinnerte mich an eines. Es erschien , aufgrund des kürzeren Kajütaufbaus( mit Versaufloch) oberflächlich nur ähnlich. Ich nahm Kontakt zu dessen Eigner auf. Es wurden damals an der Lesum fünf Schwarzbauten von einem! Werftarbeiter gedengelt. Ich lernte zufällig , zwangsläufig , den Sohn dieses Werftarbeiters kennen. Er war just selbst Vorsitzender des Vereins in dem diese 5 Schiffe damals entstanden. Als kleiner Buttscher musste er beim Bau die Niete gegenhalten. Willi erzählte mir viel über diese Schiffe
    Kurz danach kaufte ein Freund ein Schwesterschiff dieser bremischen Schwarzbauten. Ich habe keine Ahnung wie sie diese Pläne geklaut haben, 16 Jahre später fünf immer noch schnelle , aktuelle Schiffe dengelten. Das Geld. Willi erzählte mir dass sie damals am Samstag aus der Bremer Innenstadt mit Straßenbahn, Bus, 3km zu Fuß zum Schiff....
    Das Eigenbauschiff war so wertvoll wie all die dafür aufgewendet Zeit. Deren Stellenwert, eben auch jener mit der Familie , war ein anderer. Ach , denkt an eure alten Fotos , Dias.

    In den Folgejahren pimpten wir unsere Schiffe auf. Trotz minderem Budgets waren sie gegenüber der 25r Konkurrenz gut im im Rennen, unter den ersten dreien von 15 Schiffen lagen wir immer.
    Unsere Schiffe waren noch für ohne Aussenborder gerissen. Bei jeder halben Windstärke mehr musste ich den AB anderswo im Schiff positionieren.
    Manchmal fuhren wir 60l zuätzl. Wasserballast in der Vorpiek. Das Schiff war sehr empfindlich auf Längstrimm. Hatte man das Schiff verstanden, konnte man mit! Ihm zaubern.
    Es gab Rückschläge, nur bei den Schwesterschiffen. So z. B. wurde an einer Einheit das tragende Schott für eine Vorkoje entfernt. Zusammen mit dem höherem Rigg (Dacron ist leichter als nasse Baumwolle) war die strukturelle Integrität dahin.
    Es war ab den 60ern , mit der Ümrüstung auf Alumasten und Dacron notwendig, um konkurrenzfähig zu bleiben , die Segelfläche zu erhöhen.Am Ende fuhren die 25er 35 - 42qm am Wind.
    Es waren gute Küstenschiffe aus Blech, ganz andere Kaliber als Jk des Binnenlandes. Es ging auch mal gute 6 Strom gegen Wind auf der Jade, der Aussenweser, der Elbe . Es tat aber weh.
    Ich habe das glückliche, schnelle, schöne Schiff dann verkauft. Ende der 80er, Anfang de 90er starb der Regattazirkus (12- 15 Schiffe pro Wettfahrt; schärfstes Segeln) der 25er auf den ostfriesischen Inseln.
    Das Internet kam. Ich forschte immer noch nach meiner Ex-Liebe, den 25ern. Ich stieß auf Böhling Junior. Der hat(te) das Archiv seines Vaters, teilte es.

    Was ich ausdrücken will, direkter Kontakt zu Zeitzeugen, deren Nachfolgern, Verwaltern deren Erbes, ist, nicht nur bei minder bekannten Schiffen, der rechte Weg.



    Als Appetizer für potentielle Recherchisten:

    https://www.fky.org/yacht_des_tages/blitz.htm








    .
    Geändert von supra (15.11.2021 um 23:31 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  9. #89
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    stralsunder_yc-015-500.jpg
    ich kann sie immer noch nicht unterscheiden, könnte aber ein ~50qm seefahrtkreuzer (?) sein,
    schon umgeriggt mit peitschenmast jedenfals vor starlsund also buten, und gerefft, das segel steht dabei ziemlich gut finde ich

  10. #90
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    Die Findung, genau genommen nächträgliche Erfindung des Schiffstyps anhand spärlichen Quellen aus dem www , ist nicht zielführend.
    Warum?

    --Hatecke hat sich für seinen damaligen Riss von lokalen Schiffen beeinflussen lassen. Er nannte das Schiff , trotz Kajüte, Elbjolle. Das Schiff war von Fischereibooten
    auf Butt in der Aussenelbe) , von kleineren Transportschiffen für Obst, was weiss ich beeinflusst. Er machte eine Jacht daraus. Aus Buttjolle, wurde die "edlere" Elbjolle, oder so. Hatecke nutzte das neueste Feature, das Kielschwert.
    Ischa noch heute so.
    Es gibt eine Weiter- , eine Neuentwicklung, über deren einheitliche Bezeichnung wird sich eine (1) Gesellschaft , ein Kulturkreis , erst einig wenn das neue Ding sich bewährt hat, angenommen wurde. Das babylonischen Dilemma , auch nur das lokale, kommt obendrauf.


    --das Kielschwert , ein unter Jollenkreuzer gebolzter Langkiel mit integriertem Schwert. Vorbild waren die Marinekutter mit ihrem S-Spant. Man nahm den Platten Rumpf des Jollenkreuzers, Bolzen ihm eine längste Ballastflosse unter die ein Schwert enthielt. Da dieses Schiff durch den Ballast sicherer wurde, mehr Krängung abkonnt, erhöhte man das Freibord für noch mehr Seefähigkeit - und mehr "Stehhöhe" etwas. Die Schiffe waren hässlich, für den Zeitgeschmack zu hochbordig. Zur Streckung der Linie bekamen sie eine Scheuerleiste in Höhe des ursprünglichen Decks. Die Konstrukeure dieser Schiffe nannten sie Küstenjollenkreuzer. Das war Mitte bis Ende de 20er Jahre.

    --der geringe Tiefgang dieser Schiffe , wie auch immer sie in dieser Findungszeit betitelt wurden, interessierte auch Binnensegler. Minimalster Tiefgang zum Trockenfallen , d.h. ein Senkruder war dort nicht nötig. Es entstanden Binnen- Kielschwerte. Gern hochgetakelt mit Peitschenmast und vor allem dem üblichen, bewährten S-Spant und festem Ruder. Die Grenzen waren fließend. Eine Zeitlang gab es sowohl Küstenjollenkreuzer, als auch Binnen Kielschwertkreuzer, schliesslich kamen die voll seefähigen Kielschwertkreuzer mit kaum mehr Tiefgang als die Küstenjollenkreuzer hinzu.
    Der Küstenjollenkreuzer, Hateckes Elbjolle wurde überflüssig. Zuerst profitierte der Jollenkreuzer von dieser Entwicklung. S
    SO entstand Mitter de 30er Jahre de 25er, Er war geringfügig länger als der 20er , der Kocher wanderte von der Backskiste in die Kajüte. Essentieller ist aber dass die JK für die Küste!, den Ballast der Küstenjollenkreuzer entledigt wurden, deren höheren Freibord, deren Seefähigkeit , deren volleren Vorschiff mitnehmen. Auch die höhere Steifigkeit dieser Schiffe nahm man mit. Sie sollten, mussten günstige Eigenbauten für Arbeiter sein. Die Konstrukteure entwarfen zunehmend Schiffe aus Stahl. Sie wurden von Werftarbeitern in ihrer Freizeit gedengelt , von kleineren Werften in Großserie aufgelegt und als Kasko verkauft. Als Benefit kam hinzu das diese Schiffe mit 20-30cm Tiefgang wesentlich wattentauglicher waren und sind. Die Reichweite pro Tide kann so um ein bis zwei Inseln erhöht werden.
    Binnen besannte man sich anders. Der JK wurde zum Freizeitschiff, zum Kreuzer für die Familie . Im entsprechendem Revier mit leicht zu legendem Mast. VIELE aber wollten sich messen. Die Binnen-JK wurden mit der Sperrholzrevolution leichter und leichter und schneller. Ein heutiger Rennjollenkreuzer hat nur noch eine Alibikajüte für die Vermessung, voller Strippen, tourenuntauglich

    --und der Kielschwerter , die nominal durch Ballast wesentlich sicherere Entwicklung mit allermeist nicht aufholbarem Ruder ? Deren Rumpfshape , der S- Spant war für die See, gar die Hochsee prädestiniert, dennoch recht flachgehend. Das meines Erachtens letzte Glied der obigen Entwicklungslinie, den Kielschwerter betreffend , ist die Delphin von 1953. Das Schiff habe ich weiter oben verlinkt

    ----das Rigg , die Takelung , also von Gaffel, über Steilgaffel , über Hochtakelung , über Hochtakelung mit Peitschenmast , zurück zum geraden Mast , mit oder ohne Rake , das Toppstag , die Spreize , de Jumper, usw .....


    Phhh, es soll durch diese Aufzählung deutlich werden dass alle obigen Entwicklungen sich zeitlich überschnitten. Seltener wurden bei deren Anwendung die selben Begriffe genutzt. Ich schrub es schon, es ist unsinnig nach der " korrekten" Bezeichnung einer nahezu 100Jahre alten Kleinserie zu forschen.
    Da könnte man auch über die Unterschiede zwischen Motorroller und Vespa, zwischen Tempo und Papiertaschentuch, zwischen Mobylette und Mofa forschen.
    Geändert von supra (16.11.2021 um 19:23 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

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