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  1. #1
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    Standard Refit und Identifikation

    Hallo liebe Seglerfreunde,

    ich bin seit kurzem Besitzer einer alten Holzyacht die ich im Laufe der kommenden Jahre restaurieren möchte. Es handelt sich um ein um 1925 gebautes Boot unbekannter Herkunft. Hat vlt. jemand eine Vermutung, wo so ein Boot vom Stapel gelaufen sein könnte. Es war ursprünglich ein Schwenkkieler mit 9,30 m x 2,75 m und einem Mast von 12 m.
    Mittlerweile hat er einen GFK-Überzug bekommen und nun meine Frage Nr.2: Habt ihr eine Empfehlung bezüglich der Restauration? Ich würde gern die GFK-versiegelung (vmtl. Polyester) entfernen, das Holz wieder hervorbringen und evtl. mit Epoxy in glasklar versiegeln. Den Versuch die alten Eichenplanken wieder dichtzubekommen ohne Epoxy halte ich für aussichtslos...?!
    Aktuell trocknet es nach wochenlangen Wassereinbrüchen durch. Gibt es dazu Tips? (Trocknungsrisse...)
    IMG_20211012_105554.jpg

    Viele Grüße aus Vorpommern
    Stephan

  2. #2
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    Lass es, es sei denn es gibt einen emontialen Grund der den Aufwand rechtfertigt.
    Den Urzustand herstellen, nachdem ein Überzug erstellt wurde kommt fast einem Neubau gleich.
    Beste Grüße

    Dieter

  3. #3
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    Hallo Dieter und danke für die Einschätzung. Mit "Laß es" meinst Du jetzt, das Boot "wegschmeißen" oder nur das GFK nicht zu entfernen?
    Ich dachte, dass es Boote aus dieser Zeit kaum noch gibt und wollte sozusagen "etwas Kulturgut" erhalten, allerdings gibt es auch keine Infos zur Werft u.s.w. und sollte sich nicht herausstellen, dass Hans Albers das Boot zusammen mit Marlene Dietrich gebaut hat, ist es eben "nur" ein Boot...ein ziemlich altes Boot und was heutzutage eine 9-Meter-Yacht wert ist liegt vermutlich jenseits einer Wirtschaftlichkeitsgrenze...?!

    Beste Grüße
    Stephan

  4. #4
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    Hallo,

    versuche mit wenig Arbeit wie möglich durchzukommen.
    Ansonsten hole Dir eine Fachkraft und unterstütze sie nach Kräften


    Peter

  5. #5
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    Bei einem historisch wertvollen Boot kann man über ein generelles Refit nachdenken, bei diesem Exemplar sollte man noch sorgfältiger nachdenken.
    Das Boot wurde ursprünglich für flache Gewässer konstruiert, flacher Rumpf, Ruder mit geringer Streckung, jollenkreuzerartig. Später wurde dieses Konzept nachhaltig zerstört als man einen Kiel unterbaute. So wurden konsequent die Nachteile eines flachgehenden Boots mit denen eines tiefgehenden vereint.
    Das Boot wird bei einem tiefgreifenden Refit Unmengen an Geld und Arbeitskraft verschlingen.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Zitat Zitat von Stephan969 Beitrag anzeigen
    Hallo Dieter und danke für die Einschätzung. Mit "Laß es" meinst Du jetzt, das Boot "wegschmeißen" oder nur das GFK nicht zu entfernen?
    Ich dachte, dass es Boote aus dieser Zeit kaum noch gibt und wollte sozusagen "etwas Kulturgut" erhalten, allerdings gibt es auch keine Infos zur Werft u.s.w. und sollte sich nicht herausstellen, dass Hans Albers das Boot zusammen mit Marlene Dietrich gebaut hat, ist es eben "nur" ein Boot...ein ziemlich altes Boot und was heutzutage eine 9-Meter-Yacht wert ist liegt vermutlich jenseits einer Wirtschaftlichkeitsgrenze...?!

    Beste Grüße
    Stephan
    Ich meine auch, dass das Entfernen des GfK-Überzugs (Leichentuchs) keine gute Idee ist. Zunächst gab es einen Grund, warum das leichentuch aufgezogen wurde. Wenn der Überzug ordentlich gemacht wurde, wirst Du die Holzplanken beim Entfernen desselben, schwer beschädigen. Das zu reparieren wird schwer, Du wirst wohl dann beschädigte Planken ersetzen müssen.
    Du wirst sehen, dass trotz des Leichentuches die eine oder andere Planke "morsch" sein wird.
    Die Engländer versuchen auch, jedes erdenkliche Wrack aus den alten Zeiten, als maritimes Erbe, zu erhalten. Mittlerweile haben sie eingesehen, dass nur wenige solcher Wracks überhaupt erhaltenwert sind. Ein Kriterium für den Erhalt ist. z.B. der Name des Designers/Yachtkonstrukteurs), die Bauart (Verwendung unüblicher Verfahren, Verwendung besonderer Materialien) und/oder berühmte Geschichte.
    Ich würde zunächst die Geschichte des Boots erforschen (wo kommt es her, wer waren die Eigner etc.).
    Dann würde ich den GfK-Überzug, wenn er in Ordnung ist, so lassen, bzw. ihn ausbessern und dann die Leckstellen suchen, finden und wieder dicht machen.
    Fallls Du herausfinden solltest, dass Winston Churchill, Stalin, Prinz Philipp oder die Queen, das Boot gesegelt haben, würde ich gaaaanz viel Geld in die Hand nehmen und den Originalzustand wieder herrichten, um es dann gut zu verkaufen....

  7. #7
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    Ah...das sind doch mal gute Ratschläge. Was den Umbau angeht hat in den 80-er Jahren ein Bremer Yachtclub den Schwenkkiel mit immerhin 1,85 Meter Tiefgang ersetzt durch einen Festkiel wegen Undichtigkeiten. Angeblich hat das Boot es bis Australien geschafft?!
    Aber dann werde ich die Ratschläge mal beherzigen und das Boot mit verhältnismäßig wenig Aufwand "einfach" segelklar machen, um den einen oder anderen Schlag auf der Ostsee zu vollbringen.

    Vielen Dank und beste Grüße
    Stephan

  8. #8
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    Alter! Da ist jeder Handgriff Leichenschändung.

    Wenn du das Leichentuch entfernt hast, kannst du den restlichen Torf im Garten unterhaken ...
    Tschüß, Bronsky

    Rennyachten kreuzen gut, Kreuzeryachten rennen nicht

  9. #9
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    Wenn das Boot aus Bremen kommt, dann frag doch da mal im Verein nach. Oder starte einen Aufruf im "Sportschipper", der Zeitschrift des Fachverbands Segeln Bremen. Bei den Stichworten 1980er und Australien fällt mir Utz Müller-Treu von der Ochtum mit seiner Frauken ein, aber das Foto bringe ich damit nicht zusammen. @supra - Du bist wohl näher dran, fällt Dir da was / wer ein?
    Sonst bin ich da bei @2ndtonone

  10. #10
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    @ Stephan969: Ja genau, bloß nicht entfernen. Lass es wie es ist, repariere auf Dichtigkeit und genieße.
    Seid dir aber im klaren, dass höchstwahrscheinlich keine lange gemeinsame Zeit mit vertretbarem Aufwand zu realisieren ist.
    Aber nur auf Bilder basiert bleibt eine Antwort schwierig. Die ausgeführten Konzeptwechsel des Bootes scheinen aus meiner Sicht eine
    Restaurierung nur sinnvoll erscheinen, wenn Emotionen ins Spiel kommen.
    Beste Grüße

    Dieter

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