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  1. #1
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    Standard Nullleiter Erdschluss direkt in der Steckdose und Erde auf Kiel?

    Hallo Gemeinde

    1. Ich habe nach einem leichten Zwick beim berühren der Leiter am Boot 80 Volt auf dem Nulleiter gegen Erde gemessen.
    Die Elektroinstallation hier ist also nicht gerade Mustergültig aber so ist das nun mal.

    2. Schlechte Erde sind ja Mitgründe für extrem grosse und teure Trenntrafos etc.

    Ich hatte gerade folgenden Gedanken und wollte kurz rumfragen was die Expertenrunde so meint:

    In der Steckdose der Landstromleitung Erde und Nullleiter verbinden und quasi wie beim Haus bei der Einspeisung den Erd/Nulleiterschluss machen. Ins Boot nur die Phase und den Nulleiter führen und die Erde im Boot selber mit dem Kiel machen.

    Das würde doch die Probleme Spannung auf dem Nulleiter und schlechte Erde lösen oder steh ich im Schilf?

    Beste Grüsse

    Cpt. Holzschnauz

  2. #2
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    Standard

    80 Volt zwischen Nulleiter und Erdleitung, ich glaub mein Kielschwein Pfeit. Aber das sind meistens nur induzierte Spannungen ohne Ampere dahinte ( Meist wenn der Erdleiter unterbrochen ist, oder schlechten Kontakt hat)r.
    Auf keinen Fall solltest Du Nulleiter und Erde verbinden, sonst setzt Du den FI Schater (=Personenschutzschalter) ausser Betrieb !
    Gegen die Verbindung von Erde und Kiel spricht nichts, da kannst Du auch Reling, Bug- und Heckkorb + Rigg gleich mit verbinden, dann sollte auch das Zipperlein beim Berühren dieser Teile erledigt sein.
    Gruss
    Horst
    Geändert von Woodpecker (14.11.2021 um 01:02 Uhr) Grund: Zusatzinfo

  3. #3
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    Wieso? Der Nulleiter-Erde Schluss ist VOR dem FI. Wie bei jedem Haus.
    Der FI funktioniert doch bestens weiter, misst er ja erst im Schiff Nullleiter gegen Phase, mit Erde macht der nichts, resp. Erde ist überall Erde.

    Der einzige plausible Grund für Spannung auf dem Nullleiter ist ein ungenügender Nulleiter/Erdschluss, darum ja meine Idee. Ob die Spannung induziert wurde (glaub ich eher nicht, AC), ich denk eher da kommt zum ungenügenden Erdschluss noch ein fehlender FI bei einem Boot dazu.

  4. #4
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    Siehe Bild 2 https://www.energie-lexikon.info/pen_leiter.html Wenn du nach der "Haus Boot" Einführung N und Erde verbindest kann der FI keinen Fehlstrom feststellen und löst daher nicht aus
    Liebe Grüße
    Willi

  5. #5
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    Wenn Du Dir mal das Ersatzschaltbild der gesamten Stromversorgung aufzeichnest, hat auch der Nulleiter zwischen Steckdose und Verbraucher einen Leitungswiderstand und somit Spannungsabfall. Das sollten aber keine 80 V sein, spricht also für eine Unterbrechung des Erdleiters. Und wenn Du nun am Boot bei unterbrochenem Nulleiter, Nulleiter und Erde verbindest, hast Du eine Kombination von Spannungsabfall Nulleiter und induzierter Spannung auf allen Teilen, die mit dieser neuen "Erde" verbunden sind. Und je länger die Leitung zwischen Steckdose und Boot ist, umso stärker ist der Anteil der induzierten Spannung.
    Ausserdem solltest Du Dich nicht unbedingt darauf verlassen, dass der Nulleiter immer der Nulleiter ist, das wird selbst in D manchmal nicht VDE-mässig ausgeführt. Hab ich selbst in meiner langjährigen Servicepraxis schon 2x erlebt, und der Übeltäter war das hiesige EVU bzw. das von Augsburg !
    Gruss
    Horst

  6. #6
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    Zitat Zitat von SYMilva Beitrag anzeigen
    Hallo Gemeinde

    1. Ich habe nach einem leichten Zwick beim berühren der Leiter am Boot 80 Volt auf dem Nulleiter gegen Erde gemessen.
    Die Elektroinstallation hier ist also nicht gerade Mustergültig aber so ist das nun mal.

    2. Schlechte Erde sind ja Mitgründe für extrem grosse und teure Trenntrafos etc.

    Ich hatte gerade folgenden Gedanken und wollte kurz rumfragen was die Expertenrunde so meint:

    In der Steckdose der Landstromleitung Erde und Nullleiter verbinden und quasi wie beim Haus bei der Einspeisung den Erd/Nulleiterschluss machen. Ins Boot nur die Phase und den Nulleiter führen und die Erde im Boot selber mit dem Kiel machen.

    Das würde doch die Probleme Spannung auf dem Nulleiter und schlechte Erde lösen oder steh ich im Schilf?

    Beste Grüsse

    Cpt. Holzschnauz
    Dieser Link könnte weiterhelfen
    https://www.mibo.cc/Landanschluss%20...SO%2013297.htm

    https://www.yachtbatterie.de/de/230v...rmationen.html

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von SYMilva Beitrag anzeigen
    Hallo Gemeinde

    1. Ich habe nach einem leichten Zwick beim berühren der Leiter am Boot 80 Volt auf dem Nulleiter gegen Erde gemessen.
    Die Elektroinstallation hier ist also nicht gerade Mustergültig aber so ist das nun mal.

    2. Schlechte Erde sind ja Mitgründe für extrem grosse und teure Trenntrafos etc.

    Ich hatte gerade folgenden Gedanken und wollte kurz rumfragen was die Expertenrunde so meint:

    In der Steckdose der Landstromleitung Erde und Nullleiter verbinden und quasi wie beim Haus bei der Einspeisung den Erd/Nulleiterschluss machen. Ins Boot nur die Phase und den Nulleiter führen und die Erde im Boot selber mit dem Kiel machen.

    Das würde doch die Probleme Spannung auf dem Nulleiter und schlechte Erde lösen oder steh ich im Schilf?
    Hallo,

    der Punkt 2) als Begründung ist grober Unfug. Es könnten auch 230V anliegen, keine Frage.

    Zuerst einmal suche und finde die echte Ursache.
    Dazu klemmst Du zunehmend Teile von Deiner 230V-Installation ab und Monitorst auf Änderung.
    Auf blind abgegebene Spekulationen helfen jetzt einfach nicht weiter.

    Ach, übrigens: Falls Du Probleme mit Deinem "Messwerk" hast wegen zu wenig Ahnung, besorge Dir einen Duspol.


    Peter
    Geändert von K.Lauer (14.11.2021 um 14:46 Uhr)

  8. #8
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    Standard

    Ich würde empfehlen einen Fachmann zu konsultieren.
    230V Anlagen sind für den Laien tabu!!! Auch auf Schiffen!
    Deine Anlage muss geprüft werden, dazu gibt es spezielle Messgeräte, die hat der Fachmann.

    Zum anderen heißt es Neutralleiter. Den Nullleiter gibt es nicht, obwohl der Sternpunktleiter auch gerne mal als Nullleiter bezeichnet wird.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  9. #9
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    Standard

    Zitat Zitat von Belle Vie Beitrag anzeigen
    Ich würde empfehlen einen Fachmann zu konsultieren.
    Das ist ein guter Tipp!
    230V Anlagen sind für den Laien tabu!!! Auch auf Schiffen!
    Das ist Blödsinn! Laien, die mit 230V Anlagen umzugehen wissen, die können sich dort zu schaffen machen und das Ergebnis ist häufig besser, wie das, was sog. Fachleute produzieren!!

    Deine Anlage muss geprüft werden, dazu gibt es spezielle Messgeräte, die hat der Fachmann.
    Richtig, der TO will irgendwas machen, um was zu machen und das ist Mist!! Die Messgeräte hat der Laie auch, bzw. er kauft sie sich bei Conrad. Es muss ja kein FLUKE 1663 sein....

    Dem TO wird dringend nahegelegt, erstmal zu prüfen, wo das Problem liegt, also Messen und Gucken, dann Ergebnis überdenken und dann, und wirklich nur dann an der Anlage herumdoktern !!

  10. #10
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    Standard

    Das ist Blödsinn! Laien, die mit 230V Anlagen umzugehen wissen, die können sich dort zu schaffen machen und das Ergebnis ist häufig besser, wie das, was sog. Fachleute produzieren!!
    Nein das ist leider Falsch, nur Elektrofachkräfte oder unterwiesene Personen dürfen Arbeiten an elektrichen Anlagen ausführen.
    Das regelt die VDE 1000-10.

    Richtig, der TO will irgendwas machen, um was zu machen und das ist Mist!! Die Messgeräte hat der Laie auch, bzw. er kauft sie sich bei Conrad. Es muss ja kein FLUKE 1663 sein....
    Leider benötig man spezielle Messgeräte die schnell mehrere Tausend Euro kosten, hat der Laie selten, noch die nötige Praxis damit umzugehen.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

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