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  1. #1
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    Standard Radaraufhängung geteilte Achterstag

    Hallo,

    ich überlege mein neues Radar mit einer Achterstaghalterung zu befestigen. Mein Boot (Bavaria44/2001) hat aber einen geteilten Achterstag. Ich habe diese Art der Radarbefestigung schon oft gesehen. Aber fast immer an einer ungeteilten Achterstag.

    Ist solch eine Radarmontage eurer Meinung nach empfehlungswert?

    Gruß

    und danke!

    Frank

  2. #2
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    Standard

    Das System ist immer abhängig vom Abstand des Achterliek zum Achterstag.
    Würde eher ein Heckmast empfenlen, auch dafür gibt es Gelenkhalterungen.

    Das Argument für die gelenkige Aufhängung ist immer mögliche Lage beim Segeln...
    Der häufigste Einsatz ist ja bei schlechter Sicht, bzw. Nebel. Habe selten Lage bei Nebel.

    Fahre das Radar am Mast und kann es leider nicht bei gelegtem Mast nutzen.
    Trotzdem denke ich vom Ergebnis ist die Montage am Mast vom Ergebnis die beste Variante.
    Wer kann, kann auch mit einer Oceanis segeln! ;)

  3. #3
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    Standard

    Ohne die geringsten Erfahrungen mit Radar zu haben, möchte ich zwei Punkte zu bedenken geben, rein aus mechanischer Sicht.

    Am Achterstag habe ich eine kardanisch Aufhängung für eine Kamera angebracht, um bei Krängung den Horizont im Filmchen gerade zu halten. Beim Wenden vibrierte das Stag, was eine Bildstörung zur Folge hatte. Obwohl vorher nie wahrgenommen zittert der Draht gewaltig. Ob das gut für das Radar ist?

    Alternativ sieht man den Radom meist in erheblicher Höhe am Mast angebracht. Bei 10m Höhe, z.B. erzeugt das Gerät ein Moment, dass dem ca. 10fachen Gewicht im Kiel entgegensteht. Ich möchte nicht, dass 100 bis 200 kg an Ballast fehlen. Die größere Reichweite bei hoher Platzierung ist ohne Bedeutung.

    Nach Abwägung erscheint mir ein Standrohr am Heck als beste Lösung.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  4. #4
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    Franz, um das 10-fache Kielgewicht zu erzeugen, müsstest du die Antenne schon in den Masttop hängen.
    Die neuen Antennen sind deutlich leichter geworden, also weit weniger problematisch als früher.
    Die Quantum von Ray wiegt 5,6kg, auch die Kabel sind deutlich leichter geworden, wenn man denn überhaupt noch ein Datenkabel nutzt.
    Auch am Heck erzeugt das Radom ein Gegengewicht zum Kiel und das an einer sehr viel ungünstigsteren Position als am Mast, also im Zentrum des Schiffes.
    Aber die Höhe im Mast hat ja noch eine anderen Grund. Wer Langfahrt segelt, möchte auch Gewitterzellen verfolgen und diesen ausweichen können.
    Bei mir hängt das Radom etwa 5m über Deck. Damit sehe ich 24sm weit und habe kein zusätzliches Gerödel am Heck.
    Bei Booten unter 12m wäre mir das Achterstag auch viel zu labil.

  5. #5
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    Zitat Zitat von beta Beitrag anzeigen
    Franz, um das 10-fache Kielgewicht zu erzeugen, müsstest du die Antenne schon in den Masttop hängen.
    Die neuen Antennen sind deutlich leichter geworden, also weit weniger problematisch als früher.
    Die Quantum von Ray wiegt 5,6kg, auch die Kabel sind deutlich leichter geworden, wenn man denn überhaupt noch ein Datenkabel nutzt.
    Auch am Heck erzeugt das Radom ein Gegengewicht zum Kiel und das an einer sehr viel ungünstigsteren Position als am Mast, also im Zentrum des Schiffes.
    Aber die Höhe im Mast hat ja noch eine anderen Grund. Wer Langfahrt segelt, möchte auch Gewitterzellen verfolgen und diesen ausweichen können.
    Bei mir hängt das Radom etwa 5m über Deck. Damit sehe ich 24sm weit und habe kein zusätzliches Gerödel am Heck.
    Bei Booten unter 12m wäre mir das Achterstag auch viel zu labil.
    Das 10fache Kielgewicht entsteht nicht , es bleibt gleich. Es geht um das Moment, siehe Skizze aus dem Archiv.
    Die Masse am 10fachen Hebel entspricht der 10fachen Masse am einfachen Hebel. Und wenn es nur 10kg so möchte ich auf das entsprechende
    Gegenmoment nicht verzichten. Wir investieren Unsummen in Maßnahmen mit marginaler Wirkung und hauen 100kg Ballast in die Pfanne?
    Wenn die modernen Radome nur gut 5kg wiegen, so macht die Halterung plus Leitung den Rest.
    Zur Reichweite.
    Was nützt es Dir, wenn Du die Zugbahn eines Unwetters in 15sm Entfernung erkennst. Die Zuggeschwindigkeit des Gewitters ist für eine Reaktion zu schnell.
    Zum Achtersstag.
    Die Befestigung am Achterstag entsteht nur mit einer zusätzlichen Stütze. Das Stag ersetzt die Abstützung und ist statisch ausreichend, ich wollte nur auf die Schwingungen hinweisen, Bei denen ist die Bootsgröße ohne Bedeutung.

    Vom Radarbetrieb verstehe ich nichts, wollte nur auf die (un)praktische Montage hinweisen.

    Gruß Franz
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    halber Wind reicht völlig

  6. #6
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    Franz, wenn du Regatten gewinnen willst, stört jedes Gramm.
    Die 10-fache Masse am Hebel entsteht aber nur, wenn das Radom den zehnfachen Abstand vom Drehpunkt hat. Das Radom hat aber nur den zwei- bis dreifachen Abstand zum Drehpunkt, also zwei bis dreifache Masse. Das Radom wiegt mit Halterung und Kabel maximal 7 Kg.
    Am Achterstag befestigt sieht die Rechnung nicht wesentlich besser aus.
    Mit Radar kannst du Gewittern sehr wohl ausweichen. Hatten wir diesen Sommer vor Otranto. Drei Gewitterzellen zogen im Abstand von etwa 10sm vor uns im Winkel von etwa 90° durch. Eine vierte Zelle folgte in etwas größerem Abstand. Das Radar zeigt die Zugrichtung und die Geschwindigkeit der Zellen an, so konnten wir erst Fahrt rausnehmen und vor der vierten Zelle durchfahren.

  7. #7
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    Zitat Zitat von beta Beitrag anzeigen
    Franz,
    ............. wenn du Regatten gewinnen willst, stört jedes Gramm.

    ............Die 10-fache Masse am Hebel entsteht aber nur, wenn das Radom den zehnfachen Abstand vom Drehpunkt hat. Das Radom hat aber nur den zwei- bis dreifachen Abstand zum Drehpunkt,


    ............Das Radom wiegt mit Halterung und Kabel maximal 7 Kg.


    ...........Am Achterstag befestigt sieht die Rechnung nicht wesentlich besser aus.


    ........... Drei Gewitterzellen zogen im Abstand von etwa 10sm vor uns im Winkel von etwa 90° durch. ........
    - eben, besonders als Topgewicht.

    - Masse am Hebel entsteht ebenso wenig wie Gewicht am Kiel, es ist das Moment, Masse mal Hebelarm. 2-3fachen Abstand entspricht 1,5m-2,25m, (um bei o.a. Beispiel zu bleiben, aber egal, das Verhältnis bleibt gleich) so niedrig habe ich noch keinen Radom gesehen.

    - 7kg mit allem Gedöns ist wirklich gut

    - 10sm und 90° war anständig.

    - ... und ob Achterstag oder Mast, der Abstand vom Drehpunkt ist entscheidend

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  8. #8
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    nun ja, der Winkel zum Drehpunkt hat also keinen Einfluß?

  9. #9
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    Zitat Zitat von beta Beitrag anzeigen
    nun ja, der Winkel zum Drehpunkt hat also keinen Einfluß?
    Doch, schon, der Einfluss der Formstabilität wird hier deutlich. Die vereinfachte Darstellung vom Gleichgewicht von aufrichtendem und krängendem Moment bleibt bestehen. Soll heißen, je näher die Massen im Rigg am Drehpunkt sind, um so besser, vor allem wenn man "Regatten gewinnen will" und nicht nur "jedes Gramm", sondern auch jeder Zentimeter wichtig ist.
    Eine Abwägung zwischen Segelleistung oder weit gucken.

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  10. #10
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    Also jetzt doch besser am Mast montieren?

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