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  1. #1
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    Standard Riss in der Fuge im Wantenbereich

    Hallo,

    Riss in der Fuge im Wantenbereich -Rumpf (Stb und BB) beim H-Boot. Reicht da eine neue elastische Abdichtung für die nächsten 2 -3 Jahre. Oder muss da mit schweren Refit-Geschütz dran?
    Wanten.jpg
    Gruß
    Mikael

  2. #2
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    Standard

    Welche fuge? Das kann man auf dem Bild nicht erkennen.

  3. #3
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    moin
    ich nehme an, er meint die Fuge zwischen Decksbelag und Rumpf. diese ist vor und nach den Wantenpüttingen geschlossen und im Wantenpüttingbereich ca 1-2 mm geöffnet. erkennbar als schwarzer Strich von rechts unten nach links oben im unteren Drittel des Bildes.
    Wenn das so richtig ist, würde ich folgendes machen.
    mal mit Taschenmesser oder ähnlichem kratzen und pulen und nachsehen, ob das nur oberflächlich ist, d.h. nur ein paar mm. wenn das so ist, aufkratzen, mit Sika, Pantera oder ähnlichem dichtschmieren, damit kein wasser reinkommt.
    Wenn sich das problemlos ganz tief öffnen lässt, sollte mal ein Bootsbauer nachsehen.
    Gruss Klaus
    Wie glücklich man an Land war, merkt man erst, wenn das Schiff untergeht. (Seneca)

  4. #4
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    Ich gehe mal davon aus, es ist die Längsfuge zwischen Süll und Rumpf.

    Der Pütting sollte nicht nur im Deck verankert sein, sondern die Kräfte vom Want sollten in den Rumpf eingeleitet sein.
    - Falls diese Einleitung beschädigt ist, so wird das die Ursache für die klaffende Naht sein.
    - Falls der Pütting nur im Deck befestigt ist, so sollte das Deck im Puttingbereich verstärkt werden.

    Der Bereich am Pütting ist geschwächt oder zu schwach, das ist die Ursache für die marode Naht.

    Beim Auswechseln der Naht den Werkstoff prüfen. Falls Silikon verwendet wurde, wieder Sili verwenden.

    Viel Erfolg
    Franz
    halber Wind reicht völlig

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Ich gehe mal davon aus, es ist die Längsfuge zwischen Süll und Rumpf.

    Der Pütting sollte nicht nur im Deck verankert sein, sondern die Kräfte vom Want sollten in den Rumpf eingeleitet sein.
    - Falls diese Einleitung beschädigt ist, so wird das die Ursache für die klaffende Naht sein.
    - Falls der Pütting nur im Deck befestigt ist, so sollte das Deck im Puttingbereich verstärkt werden.

    Der Bereich am Pütting ist geschwächt oder zu schwach, das ist die Ursache für die marode Naht.

    Beim Auswechseln der Naht den Werkstoff prüfen. Falls Silikon verwendet wurde, wieder Sili verwenden.

    Viel Erfolg
    Franz
    Zitat Zitat von home-of-the-beaer Beitrag anzeigen
    moin
    ich nehme an, er meint die Fuge zwischen Decksbelag und Rumpf. diese ist vor und nach den Wantenpüttingen geschlossen und im Wantenpüttingbereich ca 1-2 mm geöffnet. erkennbar als schwarzer Strich von rechts unten nach links oben im unteren Drittel des Bildes.
    Wenn das so richtig ist, würde ich folgendes machen.
    mal mit Taschenmesser oder ähnlichem kratzen und pulen und nachsehen, ob das nur oberflächlich ist, d.h. nur ein paar mm. wenn das so ist, aufkratzen, mit Sika, Pantera oder ähnlichem dichtschmieren, damit kein wasser reinkommt.
    Wenn sich das problemlos ganz tief öffnen lässt, sollte mal ein Bootsbauer nachsehen.
    Gruss Klaus
    Ich schließe mich obigen Einschätzungen an, möchte aber ergänzen.
    Unter Deck ist das Pütting an den Rumpf laminiert, formschlüssig das. Direkt unter Decks wird dieser Pütting in einer Platte mit vier, eventuell überlaminierte Bolzen mit Muttern enden. Es gehen nur die vier Bolzen durch das Deck, das Pütting selbst nicht. An Deck sieht man den Püttingbeschlag und dessen vier Bolzen- Schraubenköpfe.
    Es hat sich unter der Last der Wanten entweder das Deck leicht gehoben, und/oder der Rumpf leicht zusammengezogen. Weil nun die Rumpf- Dechverbindung genau in diesem Bereich, ist das ersteinmal ein sensibler Bereich. Man kann vermuten, dass sich eben diese Verbindung gelöst hat, weil die Elastizität des Klebeharzes und des unterdecks über das Pütting laminierten Polyesters amt Topcoat nicht gerecht wurde.
    Hier gilt es zu checken, also unterdecks. Zeigen sich dort keinerlei Risse, wurde das Polyester, das Klebeharz dercRumpf- Deckverbindung mit der Dehnung , dem Stretch , Strauch, whatever , fertig.
    Wie aber kommt es dann zum Riss in der Fuge der Rumpf- Deckverbindung?
    Es ist die Notwendigkeit des Serienbaus. Für Sikaflex , damit es lange an den Flanken haftet, bedarf es eines Primers. Das macht kaum eine Werft. Die Zeit ist ein weiterer, verschlimmernder Faktor. Sikaflex ist auf Dauer nicht UV- beständig , es verhärtet , seine Klebekraft nimmt ab.
    Mein persönliches Resummée, nach dieser recht dünnen Faktenlage, natürlich ohne Gewähr:
    Checke auf Risse unter Deck. Wenn keine vorhanden, kratze die Fuge gründlich aus , Primer drauf und Sikaflex rein und gut.
    Bild eines Unterdeckpüttings eines H-Bootes ( bei Schiffen andere Werften sieht das sicher ähnlich bis anders aus):
    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Ich gehe mal davon aus, es ist die Längsfuge zwischen Süll und Rumpf.

    Der Pütting sollte nicht nur im Deck verankert sein, sondern die Kräfte vom Want sollten in den Rumpf eingeleitet sein.
    - Falls diese Einleitung beschädigt ist, so wird das die Ursache für die klaffende Naht sein.
    - Falls der Pütting nur im Deck befestigt ist, so sollte das Deck im Puttingbereich verstärkt werden.

    Der Bereich am Pütting ist geschwächt oder zu schwach, das ist die Ursache für die marode Naht.

    Beim Auswechseln der Naht den Werkstoff prüfen. Falls Silikon verwendet wurde, wieder Sili verwenden.

    Viel Erfolg
    Franz
    Zitat Zitat von home-of-the-beaer Beitrag anzeigen
    moin
    ich nehme an, er meint die Fuge zwischen Decksbelag und Rumpf. diese ist vor und nach den Wantenpüttingen geschlossen und im Wantenpüttingbereich ca 1-2 mm geöffnet. erkennbar als schwarzer Strich von rechts unten nach links oben im unteren Drittel des Bildes.
    Wenn das so richtig ist, würde ich folgendes machen.
    mal mit Taschenmesser oder ähnlichem kratzen und pulen und nachsehen, ob das nur oberflächlich ist, d.h. nur ein paar mm. wenn das so ist, aufkratzen, mit Sika, Pantera oder ähnlichem dichtschmieren, damit kein wasser reinkommt.
    Wenn sich das problemlos ganz tief öffnen lässt, sollte mal ein Bootsbauer nachsehen.
    Gruss Klaus
    Ich schließe mich obigen Einschätzungen an, möchte aber ergänzen.
    Unter Deck ist das Pütting an den Rumpf laminiert, formschlüssig das. Direkt unter Decks wird dieser Pütting in einer Platte mit vier, eventuell überlaminierte Bolzen mit Muttern enden. Es gehen nur die vier Bolzen durch das Deck, das Pütting selbst nicht. An Deck sieht man den Püttingbeschlag und dessen vier Bolzen- Schraubenköpfe.
    Es hat sich unter der Last der Wanten entweder das Deck leicht gehoben, und/oder der Rumpf leicht zusammengezogen. Weil nun die Rumpf- Dechverbindung genau in diesem Bereich, ist das ersteinmal ein sensibler Bereich. Man kann vermuten, dass sich eben diese Verbindung gelöst hat, weil die Elastizität des Klebeharzes und des unterdecks über das Pütting laminierten Polyesters amt Topcoat nicht gerecht wurde.
    Hier gilt es zu checken, also unterdecks. Zeigen sich dort keinerlei Risse, wurde das Polyester, das Klebeharz dercRumpf- Deckverbindung mit der Dehnung , dem Stretch , Strauch, whatever , fertig.
    Wie aber kommt es dann zum Riss in der Fuge der Rumpf- Deckverbindung?
    Es ist die Notwendigkeit des Serienbaus. Für Sikaflex , damit es lange an den Flanken haftet, bedarf es eines Primers. Das macht kaum eine Werft. Die Zeit ist ein weiterer, verschlimmernder Faktor. Sikaflex ist auf Dauer nicht UV- beständig , es verhärtet , seine Klebekraft nimmt ab.
    Mein persönliches Resummée, nach dieser recht dünnen Faktenlage, natürlich ohne Gewähr:
    Checke auf Risse unter Deck. Wenn keine vorhanden, kratze die Fuge gründlich aus , Primer drauf und Sikaflex rein und gut.

    Zitat Zitat von grauwal Beitrag anzeigen
    Ich gehe mal davon aus, es ist die Längsfuge zwischen Süll und Rumpf.

    Der Pütting sollte nicht nur im Deck verankert sein, sondern die Kräfte vom Want sollten in den Rumpf eingeleitet sein.
    - Falls diese Einleitung beschädigt ist, so wird das die Ursache für die klaffende Naht sein.
    - Falls der Pütting nur im Deck befestigt ist, so sollte das Deck im Puttingbereich verstärkt werden.

    Der Bereich am Pütting ist geschwächt oder zu schwach, das ist die Ursache für die marode Naht.

    Beim Auswechseln der Naht den Werkstoff prüfen. Falls Silikon verwendet wurde, wieder Sili verwenden.

    Viel Erfolg
    Franz
    Zitat Zitat von home-of-the-beaer Beitrag anzeigen
    moin
    ich nehme an, er meint die Fuge zwischen Decksbelag und Rumpf. diese ist vor und nach den Wantenpüttingen geschlossen und im Wantenpüttingbereich ca 1-2 mm geöffnet. erkennbar als schwarzer Strich von rechts unten nach links oben im unteren Drittel des Bildes.
    Wenn das so richtig ist, würde ich folgendes machen.
    mal mit Taschenmesser oder ähnlichem kratzen und pulen und nachsehen, ob das nur oberflächlich ist, d.h. nur ein paar mm. wenn das so ist, aufkratzen, mit Sika, Pantera oder ähnlichem dichtschmieren, damit kein wasser reinkommt.
    Wenn sich das problemlos ganz tief öffnen lässt, sollte mal ein Bootsbauer nachsehen.
    Gruss Klaus
    Ich schließe mich obigen Einschätzungen an, möchte aber ergänzen.
    Unter Deck ist das Pütting an den Rumpf laminiert, formschlüssig das. Direkt unter Decks wird dieser Pütting in einer Platte mit vier, eventuell überlaminierte Bolzen mit Muttern enden. Es gehen nur die vier Bolzen durch das Deck, das Pütting selbst nicht. An Deck sieht man den Püttingbeschlag und dessen vier Bolzen- Schraubenköpfe.
    Es hat sich unter der Last der Wanten entweder das Deck leicht gehoben, und/oder der Rumpf leicht zusammengezogen. Weil nun die Rumpf- Dechverbindung genau in diesem Bereich, ist das ersteinmal ein sensibler Bereich. Man kann vermuten, dass sich eben diese Verbindung gelöst hat, weil die Elastizität des Klebeharzes und des unterdecks über das Pütting laminierten Polyesters amt Topcoat nicht gerecht wurde.
    Hier gilt es zu checken, also unterdecks. Zeigen sich dort keinerlei Risse, wurde das Polyester, das Klebeharz dercRumpf- Deckverbindung mit der Dehnung , dem Stretch , Strauch, whatever , fertig.
    Wie aber kommt es dann zum Riss in der Fuge der Rumpf- Deckverbindung?
    Es ist die Notwendigkeit des Serienbaus. Für Sikaflex , damit es lange an den Flanken haftet, bedarf es eines Primers. Das macht kaum eine Werft. Die Zeit ist ein weiterer, verschlimmernder Faktor. Sikaflex ist auf Dauer nicht UV- beständig , es verhärtet , seine Klebekraft nimmt ab.
    Mein persönliches Resummée, nach dieser recht dünnen Faktenlage, natürlich ohne Gewähr:
    Checke auf Risse unter Deck. Wenn keine vorhanden, kratze die Fuge gründlich aus , Primer drauf und Sikaflex rein und gut.

    Bild des einlaminierten Unterdeckpüttings eines H-Bootes, bei Einheiten anderer Werften sieht das sicher ähnlich bis anders aus:
    https://www.ott-yacht.de/spareparts....mber=FRA-41800

    P.S.
    Nimm Pantera, es wurde oben schon genannt, das ist alterungsbeständiger.
    Geändert von supra (09.12.2021 um 12:36 Uhr)
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

  6. #6
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    Standard

    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    P.S.
    Nimm Pantera, es wurde oben schon genannt, das ist alterungsbeständiger.
    ... und bedarf nicht unbedingt eines Primers ...

  7. #7
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    Standard

    Zitat Zitat von supra Beitrag anzeigen
    ..........................
    ..........................

    P.S.
    Nimm Pantera, es wurde oben schon genannt, das ist alterungsbeständiger.
    Im Prinzip ja, jedoch ....

    Falls Silikon verwendet wurde, so ist es äußerst schwierig alle Reste rückstandsfrei zu entfernen, siehe auch die Lackierfehler wenn auch nur homöopathische Spuren verbleiben. Silikon entfernen ist mühsam und langwierig. Viele Arbeitsgänge mit Silikonentferner und ständig neuer sauberer Lappen. Darum: Einmal Sili - immer Sili. Fenstersilikon (im 'Gegensatz zu Sanitärsilikon) ist UV-stabil und sehr langlebig. Über 40 Jahre alte Fensterdichtungen zeigen keine Spuren.
    Prüfung ob Sili: Teile der entfernten Altbestände verbrennen. Steigt weißer Rauch auf, ist es Silikon. Schwarzer Qualm zeugt von PU (Sika, ...) oder MS Polymer (Pantera, ... )

    Gruß Franz
    halber Wind reicht völlig

  8. #8
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    Standard

    Bezugnehmend auf die Beiträge von Supra und Grauwal:
    in den "Schlitz" kriegt man kein Pantera/Sikaflex/Silikon "reingedrückt". Wie Supra richtig geschrieben hat, das Deck ist von innen ordentlich mit dem Rumpf mittels Laminat verbunden. Bei dem beobachteten "Schaden" handelt es sich nur um eine Lappalie und es reicht vollkommen aus den Riss/Schlitz von aussen mit Pantera zu schliessen...und gut ist!!

  9. #9
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    Standard

    Hallo,

    vielen Dank .supra@, Franz@, x1367@, Klaus@, für Eure hilfreichen Infos

    Unter Deck ist alles z.Z. (noch) trocken. Aber der Bootsbauer wird sich das in den nächsten Tagen noch genauer anschauen. Den Silikontest werde ich machen(guter Tipp , Franz@)

    Der Voreigentümer war damit auf H-Boot Regatta und die ziehen die Wanten ja wie Gitarrenseiten an , es geht ja da immer um Leben und Tot.

    Mal abwarten was Schiffsbaumeister dazu meint, eventuell komm ich ja mit ne neue Fuge (Süll) davon.
    Anbei noch mal ein anderes Bild !
    2 Wanten.jpg
    Gruß
    Mikael

  10. #10
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    Standard

    Was Franz und du fälschlich Süll nennen heisst Fußreling.
    O.K., wir haben sie jetzt da wo sie uns haben wollen.

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