Da wird ja noch der alte Hafen oft gebaggert werden!

Inselhafen Prerow: Baustart im Frühjahr geplant
Stand: 09.01.2022 10:26 Uhr NDR
Der Bau des Hafens in Prerow soll im Frühjahr beginnen. Wann genau, das ist wetterabhängig. Außerdem ist das Vorhaben sehr komplex, unter anderem weil vom Schiff aus gearbeitet werden muss.

Im Frühjahr soll es soweit sein, dann könnte der Bau des Hafens in Prerow endlich beginnen. Das Projekt hatte sich bisher verzögert, weil das Vorhaben sehr komplex ist. Unter anderem soll dort mit 700 Metern die längste Seebrücke Europas entstehen. Am Kopf dieser Brücke ist dann ein hufförmiger Hafen geplant - ähnlich wie eine eigene Insel nur für Wasserfahrzeuge. Und das sei eben ein ganz anderer Bau als der eines Eigenheims, sagt ein Sprecher des Umweltministeriums.

Wetter ist wichtiger Faktor
Mit der Gemeinde Prerow galt es zudem viel abzustimmen, da sie Wünsche eingebracht hat. Beispielsweise soll es einen Anleger für Fährschiffe geben und die Seebrücke an den Ort und das Verkehrssystem angebunden werden, damit auch Rettungskräfte bis zum Inselhafen durchkommen. Für weitere Verzögerungen führten darüber hinaus auch die gestiegenen Preise für Baustoffe. Denn aktuell läuft das EU-Verfahren zur Vergabe der Bauleistungen noch, heißt es weiter aus dem Umweltministerium. Entscheidend für den Baustart und auch für die Bauphase ist dann im Frühjahr aber vor allem das Wetter. Da viel vom Schiff aus gearbeitet werden muss, darf es keinen hohen Wellengang geben.

Hafen am Darßer Ort wird ersetzt
Innerhalb eines Jahres sollen die neue Seebrücke und der Hafen aber fertig sein. Mit der Bauzeit wird es also eng, denn das Projekt wird mit EU-Fördermittelbn finanziert und die müssen bis spätestens 2023 abgerechnet werden. Außerdem soll der neue Inselhafen in Prerow Ersatz für den Nothafen am Darßer Ort werden. Dieser liegt mitten im Nationalpark "Vorpommersche Boddenlandschaft". Immer wieder muss dort ausgebaggert werden - ein Eingriff in die Natur, der mehrmals im Jahr für viel Geld vom Land bezahlt wird.
Quelle: NDR