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  1. #1
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    Wir möchten uns eine 49fuss Segelyacht bauen lassen.
    Nun sind wir in der hiesigen Zeitschrift im Heft 25/26 12.Dez 2001 auf ein Inserat gestossen, das wie uns scheint,
    eine intressante Alternative zum konvetionellen Dieselantrieb darstellen könnte. Die Werft sieht für obige
    Grösse und einem Gewicht von 22to, einen 100PS Dieselmotor
    vor.
    Die Idee der Firma(Inserat) ist, den Dieselmotor wegzulassen und dafür einen entsprechenden Elektromotor
    zu platzieren. Energielieferant sollen zwei Generatoren
    -ein grosser und ein kleiner- sein, die zusammen die
    vergleichbare Leistung des klassischen 100PS Dieselmotores
    erbringen. Da die gesamte Leistung meistens nicht gebraucht
    wird, ausser z.B. bei Sturmfahrt oder starker Strömung,
    stände jeweils auch Energie für die Bordversorgung zur
    Verfügung.

    So viel für den Moment.
    Wir freuen uns über möglichst viele Meinungen

    Urs & Dagmar

  2. #2
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    Hi U&D,

    ich halte Dieselelektrische Antriebe für eine klasse Sache. Sie sind jedoch recht kostenintensiv. Auch fordert die Auslegung der Gesamtanlage ein umfangreiches Studium der mächtig vielen möglichen Varianten. Das fängt beim auszuwählenden Stromsystem (Gleichstrom versch. Spannungen, Wechselstrom) des E-Antriebes an, reicht über die Versorgungsanlage (Pufferbetrieb etc.) und endet bei der Definition des Aggregates. Das beeinflusst die Aufteilung des Innenraumes und die Verteilung der Massen. Für mich ist besonders interessant, dass die geforderten Diesel-Leistungen für einen entsprechenden E-Motor etwa halbiert werden können (gleiche Performance), einfach weil ein E-Motor wesentlich bessere Vorraussetzungen (Momentenkennlinie) als Bootsantrieb hat. Der nötige (Diesel-) Generator läuft dann auch in seinem ziemlich effizienten Bereich. Wo nötig kann ich annähernd geräuschlos und emmisionsarm gewisse Distanzen im Batteriebetrieb zurücklegen (An/Ablegen - auch nachts, Vogelschutzgebiete etc.).
    Auf der einen Seite erhöhe ich die möglichen Fehlerquellen (durch gestiegene Anzahl der Aggregate), auf der anderen Seite benutze ich Elemente welche im Bereich ihrer höchsten Zuverlässigkeit arbeiten.

    Ich könnte Seitenweise weiter machen, aber ich hab eh kein Geld für nen Fischer-Panda (den E-Antrieb habe ich). Ausserdem ist das wohl zunächst genug "zum Auseinandernehmen".

    Gruss, Mathias

  3. #3
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    Meine Meinung als Ingenieur:
    Theoretisch eine Prima Sache.
    Als Segler: Keep it Simple and Stupid (KISS_Prinzip):
    Alles was nicht da ist, kann nicht kaputt gehen.
    Die Zuverlässigkeit reduziert sich mit der Anzahl der Aggregate (Teile)
    --
    Hans Jürgen

    Sicherheit = Wissen + Erfahrung

    Werbungsfrei!
    Bitte hier nicht drücken

  4. #4
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    Hallo ihr beiden,
    fragt mal in der Yacht-Redaktion nach.
    Meines Wissens gab es da einmal eine Weltumsegelung eines ostdeutschen Ehepaares, die einen E-Antrieb benutzten. Ich selbst habe diese Segelzeitung nicht mehr griffbereit. Diese hatten den Trabi-Motor aus Kostengründen (Überholung) ausgebaut und die Anlage allein über Solar- und Windgeneratoren geladen.
    Als Speicher wurde teilweise der Kiel benutzt (Blei raus, Batterien rein). Diese Anlage rettete sie bei einer Beinahekollision, weil sie auf einen Schlag alle Leistung auf die Schraube geben konnten und das Boot so aus der Gefahrenzone kam.
    Gruß
    Karl-Heinz
    --
    Do not touch a working system

  5. #5
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    Standard

    Hallo Ihr Zwei,

    schaut mal bei Ventus inden Holländischen katalog da ist ein elektromotor drin. mail mir mal deien adresse und ich sende euch den zu.

    Michael
    --
    Michael
    aus Brühl

  6. #6
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    Bei konventionellen U-Booten wird dies heute so gemacht = dieselelektrisch !
    Frank

  7. #7
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    Standard Alternative Elektroantieb

    Ich segle eine Duetta 86 mit einem guten alten Farymann FK 3 Motor. Noch funktioniert alles einwandfrei; einige Dinge sind im Laufe der Zeit verändert worden (verbesserte Wasserkühlung, etc). Sollte der Diesel aber irgendwann nur noch teuer instandzusetzen sein, denke ich über die Anschaffung eines Elektromotors nach. Nach einigem Suchen fand ich unter www.bellmann.nl eine interessante Alternative; leider fehlt mir jede Erfahrung in Sachen Elektroantrieb; es scheint aber einiges "in Gang" gekommen zu sein (Beispiel Akkulaufzeit). Der "große" E- Motor wird wie ein herkömmlicher Diesel eingebaut und soll einem 15 PS Diesel entsprechen. Wer hat Erfahrung oder Anregungen zu dieser Alternative?
    Danke im voraus

  8. #8
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    Standard

    Kennst du diese Seite schon?

    http://www.bavaria-fischerpanda.de/

  9. #9
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    Standard

    Versuchs mal unter der Adresse.

    http://www.kraeutler.at/Saildrive.htm

    Gruß Geri

  10. #10
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    Das ist sehr interessant und informativ; ist aber auch viel Stoff zum "einlesen"; vielen Dank! Hast du selber Erfahrung im Umgang mit diesen Motoren? Wenn ja, wären die Aquapella Motoren von Bellman auch interessant? Dieses System scheint simpler und damit auch kostengünstiger zu sein.. Der Nettopreis des Motors ohne Einbau liegt bei rund 3500.- €; das ist im Vergleich zu einem gleichstarken 15-16 PS Diesel als ziemlich günstig zu sehen. Aber-was "können" die wirklich..? In jedem Fall wird es in Zukunft wohl eng für die alten Diesel werden (Gestank, Wartung, Gerappel, Abgasnorm...?)

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