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  1. #21

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    Hallo Putti,

    sorry, hat was gedauert, war ein paar Tage nicht da. Ja, wir werden den Diabolo verkaufen. Mit einem ganzen Eimer voll Tränen im Knopfloch. Aber wir haben eine mittlerweile zwei Jahre Alte Tochter, und die brüllt, sobald sie den Diabolo nur sieht. Schaukelt Ihr wohl zu viel. Auf Omas und Opas Kielboot fühlt sie sich hingegen pudelwohl. Außerdem hat der Diabolo nur zwei Kojen, und da keiner von uns im Cockpit schlafen will...
    Aber es tut schon weh. Wenn Dir das Folke zu viel Arbeit ist, Interesse an einem Diabolo in Top-Zustand? Näheres siehe Homepage.

    Übrigens: Leistenbau und Strip Planking sind im modernen Bootsbau das Selbe, d.h. das Holz ist vollkommen unter Harz, und damit etwa so pflegeleicht wie GFK.
    Es gibt aber auch klassische Leistenbauten, z.B. BM-Jolle. Das ist eine Massivholzbauweise bei der viele, dünne Leisten auf Spanten genietet werden. Diese Schiffe "arbeiten" dann genauso wie ein Folke.

    Tschüß, Katharina

    --
    www.zembra.de

  2. #22
    Registriert seit
    03.06.2002
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    @Kai:

    `GFK Boote werde weich, wenn Holz mit im Spiel ist` ? Ich würde eher sagen, daß alle GFK-Sandwichkonstruktionen dieses Risiko bergen, zumal Sie ja meist, denn Gewichstersparnis ist ja der ganze Zweck des Sandwiches, an der unteren Festigkeitsgrenze gebaut werden.

    Tatsache ist, daß das Ermüdungsverhalten, also das Abnehmen der Werkstoffestigkeit durch Wechselbelastungen, bei Holz *weitaus* günstiger ist als bei jedem Kunststoffmaterial. Natürlich neigen Holzboote dazu, sich in den Verbindungen der Teile untereinander `weichzuarbeiten`. Dies kann jedoch, im Gegensatz zur Materialermüdung, behoben werden.

    Ein wirklich gut konstruiertes Holzboot sollte allerdings lange frei bleiben von wirklicher `Erweichung`.

    Ein weiterer Vorteil, der indirekt durch diese unterschiedlichen Schwächen und Stärken der Werkstoffe kommt, ist daß bei einem Holzboot, insbesondere wenn die Bauteile sichtbar (klar lackiert) sind, der Zustand sowohl des Materials als auch der Verbindungen gut beurteilt werden kann. Beim Segeln, insbesondere unter hoher Last und Welle, kann das Arbeiten des Schiffes beobachtet und gehört werden - da wird schnell deutlich, ob und wo Verbände Aufmerksamkeit benötigen. Selbst konstruktive Schwachstellen können relativ gut verbessert werden.

    Von anderen Vorteilen wie dem angenehmeren Klima innen im Schiff (Holz ist ja ein guter Wärmeisolator), oder dem Fehlen des widerlichen Styren-Geruches von Polyester ganz zu schweigen.

    Für mich ist das ganz klar: Wenn ich nur Segelspass haben will, dann ein *neueres* Plastikboot, wenn ich meine Freude an dem Boot selbst haben möchte, ein älteres Holzboot. Wenn man da ein gutes findet, kommt noch hinzu, dass -gute Erhaltung vorausgesetzt!- eigentlich kein Wertverlust mehr eintritt. Vielleicht sogar eine Wertsteigerung, denn die klassischen Holzyachten steigen in der Beliebtheit ja an...

    Dafür lasse ich es dann gerne etwas arbeitsintensiver sein...das macht ja auch Spass, meistens jedenfalls.

    Gruss Sri

  3. #23
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    moin,
    habe gerade meinen dampfer in arbeit. lack von schanzkleid, kajütdach cockpit und ein paar kleinteilen liegt z.zt. bei 90 std. intensivem abziehen mit heissluft und ziehklinge.aber nun, wo eiche und teak vom vergilbten lack befreit sind und einige stellen kurz angeschliffen wurden, verschwinden die hässlichen schwarzen flecken auf der eiche, das teak sieht aus wie neu.noch mal ca.40std schleifen, deck verfugen und dann 6-7 schichten benar drauf, dann tränen der joghurtbecherfraktion die augen.
    man merkt jeden knochen, aber das ergebnis ist ein traum...
    arbeit? na klar, aber der spassfaktor ist schon was ganz anderes.
    nur, es ist alles nicht mal eben zwischendurch erledigt, sondern man muss schon dranbleiben, die unangenehmen arbeiten zuerst, der rest folgt.dann wirds auch was.
    oder bau mal ein alurigg selbst!? auf einem holzboot(ich habe einen segelkutter)machst du dein holz rigg mit etwas (mehr)geschick auch selbst! und du wirst stolz sein auf dein schiff.
    spätestens dann, wenn dich leute unvermittelt auf dein schiff ansprechen, wird die ganze "arbeit" vergessen sein...

    gruss axel

    [ Dieser Beitrag wurde von avivendi am 27.09.2002 editiert. ]

  4. #24
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    Macht offenbar soviel Arbeit , dass der TE auch nach 19 Jahren noch dabei ist.
    Dennoch gibt es für mich (auch nach 43 Jahren Holzbooteigner) keine
    ernstzunehmende Alternative. Die Arbeit an meinem 10 Tonner ist wie Urlaub
    im Paradies .Wer das nicht so sieht (und das ist nicht verboten) , ist mit Plaste besser bedient.
    Geändert von HermannLenz (06.07.2021 um 16:58 Uhr)

  5. #25
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    Ja Hermann, hocke auffem Wharram Tongaiki, der wurde von meinem Kumpel vor ~20Jahren aufem todesstreifen in berlin gebaut. Uwe war die janzen jahre stàndig an bord, immer am pinseln, angst vor der Stasi und pingelig beim Boot, jetzt friert er hat schnupfen, iss nicht geimpft und datt mitten im hochsommer !
    Aber der kat ist picobello, ich als armer segler, der das letzte jahrzehnt im warmen sùdostasien zuhause und auf dem meer war bibbert in der scheixx kàlte! Mein Restaurant ist geschlossen, alle angestellten wech, Schatzi hat mich sehr frùh geweckt und nicht mal nach pacht fùrs land gefragt. Oh, what a happy day,
    nur mein 5sterne Schiffereintopf mit extrem viel chillisoße im bart verleckert mir den geburtstag ... und vertreibt holzwùrmer...sofern vorhanden... jaja, alt werden iss scheixxx
    Hanfbreit
    Toto
    Geändert von round-world2 (06.07.2021 um 23:18 Uhr) Grund: Wieviel Plaste iss der Mensch am Tag? ... zu viel ...
    Indios & Eulenspiegel
    Rw2
    letzter Häuptling vom Stamm der Häuptlinge
    lebt nun in Indochina

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