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  1. #1
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    Bin in der glücklichen Lage, jeden Monat 1-2 Wochen segeln zu können.

    Aber immer allein mit meinem Kleinkreuzer macht das keinen Spaß. Und immer wieder hinter Mitseglern herzusuchen, macht auch keinen. Da wäre eigentlich Hand gegen Koje das Richtige für mich, um zusätzlich zu meinen eigenen Törns 2 oder 3 mal im Jahr irgendwo anzuheuern.

    Was sind das für Typen, die einem das anbieten. Suchen die Deckschrubber oder Leinenangeber? Halten die, was sie einem vorher versprechen oder findet man sich jede Nacht von 2 bi 6 Uhr auf der Hundswache wieder?

    Wie sind Eure eigenen Erfahrungen?

    Gruß
    Charly_I

  2. #2
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    Hand gegen Koje heißt nicht, daß nicht in die Bordkasse eingezahlt wird. Der Skipp ist natürlich frei und genießt nun entlich mal wieder, sich den Bauch voll zu hauen und statt Buchten mit unsauberem Grund mal wieder einen komfortablen Hafen anzulaufen; wird ja langsam Zeit auch mal zu duschen. Hafengeld? Selbstverständlich geht das zu Lasten der Crew und wenn es dann auch mal Porto Cervo sein darf, welch unbedarfter Mitsegler kennt sich schon aus damit. So wird leicht aus einer günstigen Segelgelegenheit ein ständiges Ärgernis auf einem Seelenverkäufer. Ob Hand gegen Koje oder Mitsegeln zu augenscheinlich günstigen Konditionen, die Abzocke bleibt die gleiche. Hat sich mal jemand gefragt, warum die meisten Anbieter das Baujahr ihrer Schiffe nicht angeben. Da findet man manuelle Anker, bei denen selbst Arnold Schwarzenegger Mühe hätte, die Kette einzuholen. Winschen, die das letzte mal gewartet wurden, als es noch im Charter lief und Segel, die eher einer Buckelpiste gleichen; vom laufenden Gut garnicht zu sprechen. Da macht es richtig Spaß bei 7 und mehr aufs Vorschiff zu hangeln, den Rest der zum dritten mal gerissenen Genuaschot einzufangen um das Ding mit einem zusätzlichen Knoten wieder dicht zu holen. Aber glaube bitte nicht, daß sich das Ding bei dem Wind ein Stück aufrollen läßt, das läßt die Trommel einfach nicht mehr zu, weil statt Kugeln nur noch Salz und Sand das Innenleben bestimmt. Vom stehenden Gut ganz zu schweigen, soviel Fleischhaken kann man garnicht in einer Woche abtapen, um sich nicht ständig die Finger aufzureißen. Dann wird da noch ständig der Jockel angeworfen, um auf schnellstem Weg von A nach B zu kommen. Natürlich, den Diesel zahlt die Crew. Das ist kein Seemansgarn, sonder mein letzter Törn im Mittelmeer auf einer First 435
    Gruß INTAKA

  3. #3
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    Na, nun verschreck den Ärmsten nicht gleich so ;)

    Ja, ich weiß, so etwas gibt es wirklich. Habe ich in ähnlicher Form auch schon erlebt, allerdings nicht Hand gehen Koje sondern Cash gegen Koje...Umso schlimmer.

    Aber ich denke (hoffe) doch mal, daß das nicht die Regel ist.

    Daß die Bordkasse gemeinsam bestritten wird, sollte sich eigentlich von selbst verstehen. Wenn die Crew aber beschließt, den Anteil des Skippers mit zu übernehmen, also bei drei Gästen die Kosten statt durch 4 durch 3 zu teilen, dann wehre ich mich auch nicht dagegen.

    Schiff und Ausrüstung in halbwegs brauchbaren Zustand zu halten sollte eigentlich im Eigeninteresse jedes Eigners liegen - jaaa, auch hier gibt es sicher Ausnahmen, aber die rächen sich dann irgendwann von selbst. Allerdings sollte man dan auch tunlichst nicht an Bord sein ;)

    Von meinen Erfahrung auf der "Hand" Seite würde ich ca. 50% der Törns ein "jederzeit wieder", 25% ein "wenn sich nichts besseres findet" und 25% ein "danke, hab schon was anderes vor" zuordnen.

    Also, am besten einfach versuchen und vorher möglichst viel in Erfahrung zu bringen. Wenn ein längerer Törn geplant ist evtl. vorher mal am Wochenende mitsegeln, wenn die Möglichkeit dazu besteht. Mache ich umgekehrt genauso. Ich nehme auch nur Leute auf Törns > 3-4 Tage mit, mit denen ich vorher schonmal gesegelt bin.


    Michael

  4. #4
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    Habe letztes Jahr ein Wochenende "Hand gegen Koje" auf Ijsselmeer und Nordsee mitgesegelt.

    Tolles Schiff, toller Skipper ! Alles pikobello !

    Manch Charter-Dampfer kann sich davon eine Scheibe abschneiden.

    Gruss
    --
    Stephan Ludwig

  5. #5
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    Tach Charly_I,


    ich hab`s aus den selben Gründen wie Du - und um ein bisschen in die Welt der großen zu luschern - dieses Jahr auch zum Ersten mal gemacht.

    Kann mich nur anschließen Skipper, Törn, und Schiff super - wenn auch der Törn etwas Kurz war ;-) ..... So ich nicht zu Michaels letzten 25% gehöre, würd ich`s jederzeit gerne wieder machen.....

    Sicherlich kann man bei so `ner Nummer an die falschen Leute kommen, und sollte auch vor einem längeren Törn auf ein wenig "Vorabkommunikation" drängeln.

    Aus den verschiedenen Berichten in anderen Forumsteilen habe ich ein Wenig den Eindruck, dass einem die doofen Sachen eher bei den Cash gegen Koje Fahrten erwischen. Das mag aber sicherlich auch mit der Erwartungshaltung zusammenhängen: Wenn man für eine Woche einige hundert Euro plus Flugticket usw. bezahlt, dann erwartet man warscheinliche mehr, als wenn man einfach nur einen Teil der Bordkasse trägt.

    platsch wech....
    Hinnerk

  6. #6
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    Und letztendlich muss ich nicht einsteigen. Wenn der Skipper einem doof kommt, daß Boot nicht in Ordnung ist.... Bevor ich mich einem Risiko aussetze, setz ich mich lieber wieder ins Auto/Zug/Flugzeug und seh zu das ich nach Hause komme.

    Hand gegen Koje ist freiwillig und ich kann nicht so geil aufs segeln sein, das ich etwas tue was mir absolut nicht geheuer ist.

    Bei längeren Törns ist es wirklich wichtig, das man sich vorher trifft und kennenlernt und vielleicht auch das Schiff sieht.

    Sonst siehe der Fall indiana. Ich glaube das sagt alles !

    --
    Stephan Ludwig

  7. #7
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    Original von Nelson:
    Habe schon zwei Mal Leute mitgenommen. Nur 3 Mann an Bord. Jeder hat seine Kabine. Einmal auf 2 Etappen von Cuxhaven ins Mittelmeer, jeweils rund 2 Wochen auf einer fast neuen F363. Vor 3 Wochen dann wieder 2 Mann auf einer neuen F424.

    Die Jungs waren alle restlos begeistert. Bordkasse ist selbstverständlich, dazu eine Umlage für die Teile, die langfristiger abgenudelt werden, etwa anteilige Motorwartung, Gas, etc. Es gibt tausend Dinge. Verlorene Schälel, zerbrochenes Geschirr, etc. Hier einen fairen Preis zu finden, ist schwer. Aber daß der Skip nur das Boot zur Verfügung stellt, sollte auch nicht sein. Dann ists vielleicht ein echter "Seelenverkäufer"

    Welcher Preis wäre denn gerecht?


    Handbreit
    angemessen bei hand gegen koje ist NIX !

    Ich denke, der Skipper hat mit einer solchen Regelung auch das Glück nochmals segeln zu können, manche Dampfer müssen eben zu zweit gefahren werden. Und abnutzen tuts auch wenn Du alleine oder mit Familie oder Freunden segelst, denen nimmst Du auch nichts ab oder ?

    Wir hatten seinerzeit ausgemacht 50 Märker pro Nase Bordkasse, der Skipper hatte alles an Bord. Wir haben selbstverständlich zusätzlich den Skipper jeden Abend zum essen eingeladen, so daß die Verpflegung an Bord nur für Frühstück, Tafel Schokolade und Getränke angekratzt wurde. Die 50,00 DM habe ich gerne bezahlt !




    --
    Stephan Ludwig

  8. #8
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    Im Grunde hast du Recht, Ludi. Ich nehme auch nichts für Abnutzung und dergl. Und über die 2-3 Lieter Diesel an einem Wochenende mache ich mir normalerweise auch keine Gedanken.
    Aber es ist manchmal schwierig, da die Grenze zu ziehen. In letzter Konsequenz würde es doch bedeuten, daß du auch die Hafengebühren nicht aus der Bordkasse bezahlst, weil die ja auch anfielen, wenn du alleine oder mit Familie segelst.

    Michael

  9. #9
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    Hallo ,

    ich glaube das die erwartungs haltung einiger hand gegen koje etwas
    zuhoch ist.
    zb. wenn ich eien fahr gemeinschaft mit dem auto habe beteiligen
    sich ja auch alle an den spritkosten.

    ich selber segel auch schonmal hand gegen koje und zahle dan auch
    die anfallenden kosten auf den törn die anfallen.

    wenn ich als skipper segel beteilige ich mich auch an den kosten,
    aber es gibt crews die das eben nicht zulassen, dann lade ich sie am
    ende des törns eben alle zum essen ein.

    ja auf langstrecken törns muß die chemie stimmen und die erwartungshaltung. aber es kann auch da wenn man sich vorher getroffen hat und über alles gesprochen hat trotz dem zu
    mißverständnissen in der erwartungshaltung kommen.

    ich mache es auch so das ich ein schiff chartere für einen langstreckentörn und die kosten dan durch die maximale anzahl
    der teilmehner teile und wenn einer weniger kommt habe ich die kosten, aber bis jetzt waren die immer alle weg die plätze.


    denn es gibt viele die gerne auch langstrecken segeln auch mit
    familie aber alleine eben nicht mögen und das ist doch dan
    super wenn man dann irgendwo mit segeln kann, ich lasse sie
    auch wenn sie wollen an der vorbereitung teil haben, deswegen
    mache ich imemr so im Dez.Jan den vorschlag für den sommer
    und stelle ihn auch ins forum unter crew gesucht.


    Michael





    --
    Michael
    aus Brühl

  10. #10
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    Original von MichaelK:
    [...]
    In letzter Konsequenz würde es doch bedeuten, daß du auch die Hafengebühren nicht aus der Bordkasse bezahlst, weil die ja auch anfielen, wenn du alleine oder mit Familie segelst.

    Michael
    Tach....
    .... und Du die dann eben "alleine" oder vom "Familienurlaubskonto" in die Bordkasse Zahlst ;-)
    Die meisten Familien haben doch eine "gemeinsame Kasse". Und da wo nicht..... ich teile mir Hafengebüren usw. mit meiner Freundin auch fiftyfifty.

    Ich finde es absolut OK, wenn man eben genau wegen der langfristigen Wartungs-, Ersatzteil-, Spritkosten usw. die Bordkasse dann durch die Mitsegler teilt. Fafür einen gewissen Aufschlag einzukalkulieren ist glaube ich auch sehr schwierig und geht dann auch eher in Richtung Kojencharter als Hand gegen Koje.
    Ob nun das Abendessen im Restaurant _jeden_ Abend dazu zählen soll oder nicht, sollte man aber vorher klären (und, wenn bekannt, von den Essgewohnheiten des Einzelnen abhängig machen). Auch sollte man das etwas von der Zahl der Mitsegler abhängig machen. Bei drei oder vier Mitseglern ist das für jeden sicherlich zu machen, auf einem Vierwochentörn hingegen könnte es sich für einen Einzelnen schon als recht teuer erweisen.... Aber wie meistens im Leben, voher miteinander reden hilft hinterher Ärger zu vermeiden.

    Also Charly .... Try it - and like it

    platsch wech.....

    Hinnerk

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