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  1. #21
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    Nach vielen Jahren des selber Mitsegelns und Charterns habe ich die Erfahrung gemacht, dass es bei allen möglichen Konstellationen Diskussionen über die Bordkasse geben kann, ob Ausbildungstörn, normales Bareboatcharter, Kojencharter, oder halt HandgegenKoje.de . Die Erwartungshaltungen sind so vielfältig wie die Charactere von uns Seglern. Deshalb habe ich auf meiner privaten Fountaine Pajot [URL="http://www.sailinginparadise.de"] "Alien Kat" in Thailand diese Diskussion minimiert indem ich, egal wer mitsegelt, einen Pauschalbetrag für den Kojenplatz inklusive Frühstück, nichtalkoholische Getränke, Snacks, Obst, Bettwäsche, Handtücher, Endreinigung, Benutzung des SUP, Schnorchelausrüstung, Diesel und Benzin und sonstige allgemeine Betriebskosten berechne. Und das unabhängig davon, ob der Segler selbsternannter Profi ist oder absoluter Laie. Wenn ich Hilfe für Überführungen oder Streichen des Unterwasserschiffs oder sonstige Arbeiten suchen, bin ich aber gerne bereit den Gegenwert zu kalkulieren. Durch den Pauschalbetrag kann sich jeder potentielle Mitsegler vorab die Kosten ausrechnen (die Restaurantbesuche hier in Thailand mit 4,50-8,00€/Person sind halt kein Kostentreiber). Sind die Diskussionen um Kosten damit vom Tisch, können wir uns auf das Wesentliche, das Segeln, das Entdecken kristallklarer Ankerbuchten, das Abtauchen in die Welt der bunten Fische und die kulinarischen Köstlichkeiten der Thai-Küche konzentrieren. Vorab alles klären, ist sicher schwierig aber die beste Möglichkeit um Erwartungshaltung und Ansprüche auf einen Nenner zu bringen. Von meiner Seite hat es noch nie jemanden gegeben, den ich nicht auch ein weiteres Mal an Bord lassen würde. Damit komme ich zur Eingangsfrage: Ich mache gute Erfahrungen, fertig.
    Liebe Grüße derzeit aus Phuket/Thailand
    PeterIMG-20200103-WA0002.jpg

  2. #22
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    Nun, ich segle jetzt schon seit über 35 Jahren und in dieser Zeit haben sich die Begriffe für die jeweiligen Bezeichnungen der Crew-Anwerbung offensichtlich ein wenig verschwommen.
    Früher war es mehr als üblich, auch bei einer Überstellung eine Gebühr für das Mitsegeln zu bezahlen. Normalerweise etwas weniger als bei einem Mitsegeln bei reinen Urlaubstörns.
    Nur in dringenen Fällen, oder wenn man absolut niemanden gefunden hat, wurde die Option "Hand gegen Koje" angeboten. Darunter war tatsächlich ein gratis Mitsegeln zu verstehen, wobei man eben einen Schlafplatz an Bord und die für alle Crewmitglieder gleiche Verpflegung angeboten bekam. Dafür musste man eben Bordarbeit leisten, also alles was nötig war im Sinne eines normalen Bordzyklus. Der Skipper/Eigner brauchte eben wen, der ihm beim Bordbetrieb und der Bedienung des Schiffes half, dafür konnte man eben segeln ohne was bezahlen zu müssen, der Skipp/Eigner übernahm dafür die Kosten.

    Alles was sich ausserhalb dieser Kriterien abspielt nennt sich Mitsegeln, gegen Bezahlung. Dieses "Mitsegeln" kann man dann in einen kompletten Pauschalpreis unterbringen, wobei alles inkludiert ist, einschließlich Mahlzeiten und Getränke an Bord. Oder man nimmt einen fixen Preis für die Koje und dann eine Gebühr für die Borkasse, oft wird der Skipper ausgenommen.

    Natürlich kann man auch Leute einladen für gratis Mitsegeln, allerdings gegen Bordkasse. Eine Einladung zum Segeln beinhaltet ja nicht automatisch auch die Versorgung der Gäste, die man dabei haben möchte. Kommt natürlich auch darauf wie lange die Gäste bleiben. Ein Wochenendtörn ist da anders zu betrachten als wenn Jemand seinen Jahresurlaub bei mir verbringt. Da bin ich eher dagegen sowas voll zu finanzieren...

    Was alles in der Bordkasse inkludiert ist sollte wirklich peinlich genau aufgelistet sein. Die Mitsegler sollten die Infos mehrmals lesen müssen und gegenzeichnen. Zusätzlich sollten sie verbal und direkt darauf aufmerksam gemancht werden.

    Üblicherweise als Mindestanforderungen, was in die Bordkasse gehört ist:
    Alle an Bord eingenommenen Speisen und dafür erforderlichen Lebensmittel und allgemeine Hygieneartikel, ZB. Toilettenpapier
    Alle alkoholfreien Getränke an Bord
    Für alkoholische Getränke empfielt sich eine Art Notitzsystem, da es ja Leute geben soll die da etwas mehr konsumieren
    Alle Liegeplatzkosten
    Alle Eintritte, etwa für Nationalparks etc.
    Alle Treibstoffkosten, sowohl für Schiff als auch Beiboot.
    Geht der Trip in ein anderes Land und das auf Wunsch der Gastcrew, dann natürlich auch Einklarierungsgebühren etc. eventuell auch für einen Agenten.

    Bettwäsche, Handtücher etc. sind individuell ansetzbar, ich würde das beim Yachtpreis berücksichtigen und inkludieren.

    Restaurantbesuche sollten individuell bezahlt werden, selbst wenn es dann in bestimmten gegenden etwas umständlich sein sollte. Man kann das aber auch vorerst aus der Bordkasse bezahlen und anhand der Rechnung später entsprechend aufteilen

    Im Prinzip sind da die Gestaltungsmöglichkeiten vielfältig. Wichtig ist, wie gesagt, eine klare Information und Ankündigung VOR Antritt des Törns...
    Es wird trotz Allem immer wieder Crewmitglieder geben, die hier Ungleichheiten entdecken werden und sich darüber ärgern, dass Andere auf ihre Kosten mitpartizipieren. Nun, sowas lässt sich selten ganz ausschließen, da erstens jeder andere Ansprüche hat und des Weiteren jeder einen anderen Bezug zu Geld. Hier absolute Gerechtigkeit einzubringen, bei einem lockeren und urlaubsmäßigen Bordbetrieb, ohne dabei eine Art Buchhaltung zu führen ist äusserst schwierig und auch lästig.

    Übrig gebliebene Lebensmittel werden entweder aufgeteilt oder dem Schiff gespendet

  3. #23
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    Hallo,

    ich habe auch schon mal ab und zu jemanden mitgenommen. Anfangs umsont, also nur gegen geteilte Bordkasse. Da bekam ich meiner Ansicht nach die besonders "Sparsamen". Dann habe ich 25€ pro Tag verlangt, da kamen auch diejenigen, die erkannten, dass es für sie ein sehr günbstiger Urlaubstörn ist. Eine Yacht zu unterhalten kostet dem Eigner mehrere tausend Euro pro Jahr. Natürlich ist das sein Problem und er muss es sich leisten können. Jedoch meinen einige HandgegenKoje Segler, dass der Eigner auch noch dankbar sein sollte, dass sie umsonst mitsegeln, aber dafür geringfügige Gegenleistungen erbringen. Am Schlimmsten sind die, die überwiegend ankern möchten, um Hafenkosten zu vermeiden. Dann lieber alleine segeln.
    Gruß
    Walter

  4. #24
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    Moin, moin,

    ich finde das Hand-gegen-Koje eine super Plattform ist. Ich nehme regelmäßig seit geschätzten 15 Jahren Leute von dort mit und zwar nur mit Bordkasse. Bis auf ganz wenige Ausnahmen, auch das auswählen der passenden Mitsegler oder Mitseglerinnen benötigt etwas Erfahrung/ Übung, habe ich eine absolut gute Erfahrung gemacht und schätze die Plattform sehr.
    Manche werden auch zu Wiederholungstätern und kommen nach dem ersten Törn immer mal wieder mit. Ist schon top.

    Ich kann HgK nur Empfehlen

    Gruß
    Lieber vorm Wind segeln als hinterm Ofen hocken.

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