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  1. #1
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    Ich habe für ein Boot, für das ich mich interessiere bezüglich einiger Bläschen am Unterwasserschiff folgende Auskunft bekommen:

    Es ist Feuchtigkeit in die Teer-Epoxy-Schicht gelangt. Die Feuchtigkeit ist nicht bis an das Gelcoat gekommen. Hier ist zu überlegen, ob man die einzelnen Bläschen aufmacht und punktuell neu aufbaut oder das gesamt Unterwasserschiff abschleift und neu mit Epoxy-Antifouling aufbaut.


    1. Ist die erstgenannte Methode ausreichend oder eher Makulatur?

    2) Wie arbeitsintensiv ist die genannte ganzheitliche Lösung? Kann man das ohne weiteres selber machen oder ist das riskant?

    Dankbar für Ratschläge....

  2. #2
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    moin,
    das du (vom verkäufer) so eine auskunft bekommst, wundert mich nicht unbedingt.jeder verkäufer redet sein schiff schön.
    es wäre ja nicht das grosse problem, die stelle bis aufs gelcoat abzutragen und klarheit zu schaffen.dann kannst du entscheiden, was gemacht werden muss.
    mein hallennachbar hat bei meinem schiff mal einen feuchtigkeitsmesser dran gehalten. ich kann dir beim besten willen nicht sagen, wie sinnvoll das ist, aber wenn es was taugt, wäre es doch dann eine möglichkeit zu überprüfen, ob eine grossflächige sanierung erforderlich ist oder nicht.
    wie arbeitsintesiv das wird hängt von einigen faktoren ab, meist unterschätzt man den arbeitsaufwand, der teufel steckt bekanntlich im detail...
    ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese arbeit nicht an einem wochenende erledigt ist (mache mein schiff auch gerade fertig und habe mich bös verschätzt..)
    aber selbermachen sollte nicht das thema sein.
    viel freude beim werkeln
    wünscht axel

  3. #3
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    Wie kann denn "Feuchtigkeit in die Teer-Epoxy-Schicht" gelangen? Da würde ich ja nochmals genauer nachhaken. Diese Schicht zeichnet sich ja nun gerade dadurch aus, dass sie Wasserundurchlässig ist.

    Wenn die Feuchtigkeit tatsächlich nur in der Epoxi-Schicht sitzt, dann könnte dies höchstens die Ursache haben, dass die Schicht nicht ordnungsgemäß ausgehärtet ist (z.B. falschen Mischungsverhältnis, zu tiefe Temperaturen beim Auftrag, nicht richtig Angeschliffen->schlechte Haftung ...). Dann muss in jedem Fall die Schicht komplett runter.

    Ich vermute allerdings eher, dass der einzige wirklich verheerende Fehler gemacht wurde, der bei einer Osmose-Vorbeugung gemacht werden kann: das Laminat war noch feucht, bevor die Epoxi-Schicht aufgebracht wurde. Normalerweise nimmt ein Laminat ohne Osmaoseschutz während der Saison Wasser auf und kann dises während des Winters wieder abgeben. Wird nun die Sperrschicht zu früh aufgebracht, wird nicht nur ein Eindringen von Wasser von außen verhindert, sondern auch eine Abgabe von Wasser, das sich wohlmöglich noch im Laminat befindet.

    Noch eine Bemerkung: Wie hat denn der Verkäufer erkannt, dass die Feuchtigkeit nur bis in die Epoxischicht gelangt ist und an der Gelcoatschicht halt gemacht hat? Manche Leute glauben, dass ein feuchtes Lamniant auch automatisch Blasen ausweist, was natürlich Quatsch ist.

    Gruß Seamaster




  4. #4
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    Hallo Micha,

    ja es gibt den test mit dem feuchtigkeitsmesser, aber diese
    messungen sind sehr zweifelhaft.
    bei uns im hafen hat man ein nagelneues schiff gemessen
    uns es war im roten bereich.
    wenn du dir einen über blick verschaffen möchtest, steche
    einen blase auf und und riche und fühle an der feuchtigkeit,
    ist es aus dem Gelcoat richt es föulnissäure und brennt einwenig auf den fingern.
    die blasen entstehen auch schon mal beim streiche da, mit einer
    falschen rolle gestrichen wurde und dadurch die luft einschlüße
    entstehen.
    wenn du den rumpf nei aufbauen möchtest mache das in einer wärmehalle und lasse dir zeit.


    Michael
    --
    Michael
    aus Brühl

  5. #5
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    Haloo micha,
    seamasters letzter Absatz sollte Dir zu denken geben ! Ich hätte
    da ein sehr ungutes Gefühl bei so einer dubiosen (kaum nachprüfbaren) Behauptung. Bin selbst mal reingefallen und hatte dann ein Osmose-Schiff .

    --
    ~~~~Gruß~~~~~~~~~~Augustiner~~~~~~
    ~~~~~handbreit Bier im Glas !~~~~~~~~~~~

  6. #6
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    Danke für die Antworten. Die Bläschen haben beim Draufdrücken Feuchtigkeit abgegeben aber das war am selben Tag als das Boot aus dem Wasser kam und die Flüssigkeit war geruchslos. Ich habe trotzdem darauf bestanden, dem nochmal näher auf den Grund zu gehen. Das hier was das Ergebnis. Bin zugegebener Maßen schon ein wenig verunsichert.

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