Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    An meine Kleinkreuzer (jeanneau Flirt) habe ich zu wenig Kielbalast wie könte ich es erhöchen.
    1. Am Kiel Bleibalast anschrauben?
    2. Den Schwert aus Stahl neu anfertigen jetzige ist aus GFK?
    3. Bilge mit Blei ausgiessen?
    Ich würde auf eure Erfhrung und Wissen freuen.

  2. #2
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    Warum willst du denn dir überhaupt mehr Ballast in dein Schiff hinein legen? Es geht dir ja wahrscheinlich weniger um die Kentersicherheit, die ja auch jetzt schon gegeben sein dürfte, als um dein "Gefühl" beim Segeln. Kleinkreuzer leben aber vor allem durch ihre Formstabilität. Du musst also schon recht viel zusätzlichen Ballast hinien packen, damit du es auch merkst. Das ist dann aber schlecht für die Segeleigenschaften.

    Wenn das mit der Statik des Rumpfes hinhaut, dann ist ein schwereres Schwert besser, weil der Hebelarm höher ist. Ansonsten kannst du auch Bleibarren in den Rumpf einlaminieren. Ich würde dann das Blei aber recht weit nach vorne setzen (auf jeden Fall vor den Mast), damit wenigstens das Heck nicht noch weiter eintaucht und so das Schiff noch langsamer wird. Selbst wenn das Schiff dann im Hafen nicht mehr auf der Wasserlinie schwimmt, sieht das dann mit der Crew im Cockpit wieder anders aus.

  3. #3
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    Mir gehts haupseächlich darum das beim Yacht-Test "FLIRT" als nich
    küstentauglich beurteilt wurde.
    Es wurde emfohlen kielschwert durch mehr Balast zu erhöhen.

  4. #4
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    Ach ja, wahrscheinlich das alte "Kleinkreuzerproblem" bei Yachten aus Frankreich.

    Die Schiffe sind nach den französischen Sicherheitskategorien gebaut. Sie müssen da laut Vorschrift weniger aufrichtendes Moment vorweisen, als in den von der Yacht sich selbst gegebenen Bestimmungen. Das hat zur Folge, das ziemlich viel französische Kleinkreuzer große Probleme mit dem Yachtest haben. (auch meiner) Was die Yacht allerdings nicht misst, ist dagegen wichtiger Bestandteil der französischen Kategorisierung. Z.B: Schwimmlage bei 90 Grad, Dimensionierung der Cockpitlenzer, Wandstärken und Auftriebsbereiche im Rumpf (...).

    Meine persönliche Meinung dazu ist, dass ein Kleinkreuzer, egal, ob er nun 15 oder 20 kg aufrichtendes Moment am Masttop hat, in Wind und Welle kentern kann und im Zweifelsfall kentern wird. Mir ist es wichtig, dass er wieder hochkommt und dass dabei mein Schiff unsinkbar ist, weil kein Wasser in die Kajüte kommt.

    Aber wenn du sicher gehen willst, dann würde ich auch das Schwert auswechseln. Das ist relativ einfach und effektiv. Schau dir vorher aber an, ob du an den Schwertbolzen zum Ausbau kommst. Teilweise sind die recht kompliziert zu erreichen.




  5. #5
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    .da ich auch einen kielschwerter fahre, kenn ich die situation..hab mit ähnlichen gedanken gespielt.......
    aber verworfen....warum??????

    ich nehm mein boot jetzt so an, wie es nunmal ist..es ist kein schlechtwetterboot für die offenen see...Punktum und aus.....

    fazit: ich fahr mein schiffchen im sicheren bereich, will heißen, kein wind über 7 und ab 5 auch nicht mehr gegenan.....

    schränkt meinen radius zwar ein, dafür bekomm ich aber auch weniger graue harre....(hoffentlich)

    ansonsten, anderes boot kaufen......:-))
    gruß albert
    --
    gruß albert

  6. #6
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    Hallo didim,
    ich fahre schon seit über 20 Jahren die Flirt als Kielschwerter,z.B. kroat. Küste,Ostsee, und habe sie von Anfang an im Ballastanteil erhöht,weil die ca.200 kg wirklich zu gering sind.Ich habe den Kielstummel um ca.10cm verlängert,und somit den Ballast um ca.100kg vergrössert.Zwecks besserer Handhabung habe ich diese Kielverlängerung in mehrere Segmente unterteilt,die ich um Anhängelast zu sparen im Auto transportiere und am Boot am Kran hängend von unten unterbolze.Wenn du nicht werkstatterfahren bist,würde ich Dir zu diesem Verfahren nicht raten,weil recht aufwändig.Du könntest alternativ die Bilge unter den Bodenbrettern mit ca.50 kg Blei ausgiessen,was auch schon etwas an zusätzlichem Aufrichtmoment bringen würde.Hierzu Bleischrot besorgen und in mehreren Schichten mit Epoxi einharzen.Zu einem schwereren Schwert rate ich unter keinen Umständen,bin allerdings über Dein GfK-Schwert erstaunt,meins ist von Anfang an Stahlblech verzingt.Die Frage der Ballasterhöhung hängt vom Fahrgebiet ab.Das Kriterium ist nicht der Wind sondern die Welle.Bei Ostsee und dergl.unbedingt ratsam,bei Binnengewässer nicht erforderlich.Zu den Segeleigenschaften kann ich nur sagen,dass sie durch den höheren Ballastanteil und damit höherem Segeltragvermögen eindeutig besser geworden sind.
    --
    Grüsse Werner

    [ Dieser Beitrag wurde von Werner33 am 27.12.2002 editiert. ]

  7. #7
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    Hallo didim!

    Hatte zehn Jahre bei meiner Varianta am Kiel jeweils links und rechts eine halbe Bleiwurst angeschraubt, die ich bei Bedarf abnehmen konnte. Gesamtgewicht etwa 60-70 kg. Da ich variieren konnte hatte ich auch stets den Vergleich mit und ohne Zusatzballast. Die Wirkung war enorm. Bei meinen Trailerfahrten zum Ijsellmeer und an die Ostsee war ich immer froh, dass ich die Gewichte angebracht hatte. Das Boot wurde wesentlich steifer dadurch.
    Auf meinem Binnenrevier stellte sich heraus, dass ich mit Zusatzgewicht schneller als die anderen Vari`s war, bei Schwachwind allerdings hoffnungslos unterlegen war.

    Für die Küste würde ich es auf jeden Fall wieder so machen.

    Das Blei hatte ich in ein ca. 10-12 cm dickes und etwa 50 cm langes Eisenrohr gegossen. Dann mit einem Widiasägeblatt an der Längsachse mittig durchtrennt und vorne und hinten spitz auslaufend abgeflacht.
    Dann mit 2 Bolzen am Kiel angeschraubt. Da ich beim Trailern stets Gewichtsprobleme hatte, habe ich die Gewichte im PKW transportiert.

    Wie dick das Rohr genau war kann ich nicht mehr sagen, auch das Gewicht habe ich nicht mehr exakt im Kopf, da es schon über zehn Jahr her ist. Aber das ich es bei einem Kielschwerter bei Küstenfahrten wieder so machen würde, das weiß ich ganz genau.

    Bin dieses Problem aber los, da ich jetzt einen kleinen Kielkreuzer habe.

    Viel Spaß beim Basteln - ist ganz einfach.

    Guten Rutsch
    Charly_I




  8. #8
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    Nachtrag!

    Von einem schwereren Schwert würde ich Dir abraten, da die ganze Mechanik nicht darauf abgestimmt ist.

    Wir hatten bei uns mehrere Fälle, bei denen sich das Drahtseil auf Grund des höheren Gewichtes durch das Führungsrohr fraß. Es ist eine Riesensch...e, das zu raparieren. Du mußt den ganzen Boden mit Stecheisen aufkloppen, neues Führungsrohrt einbauen und wieder vergießen. Laß bloß die Finger davon!

    Gruß
    Charly_I

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