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  1. #1
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    *****Thema auch unter Allgemeine Fragen gepostet ******

    Hallo zusammen,

    ich bin immer noch auf der Suche nach eimen kleinen gut Trailerbaren Neu-Boot das relativ erschwinglich sein soll (ca. um 20000 Euro). Nachdem ich die Namhaften Hersteller in Deutschland und Frankreich durch habe, (Sailart 17, 18, 20, Beneteau 211, Jeanneau Sun 2000, Defline 19) habe ich mich nun einmal auf dem osteuropäischen Markt umgschaut.
    Dabei bin ich auf solche Yachten wie die Tes Master, die kleine Sportina und die u.s.w. gestoßen.
    Nun habe ich aber ein neues polnisches Boot namens Viko550 entdeckt, mit folgenden Daten:


    Maximale Länge 5,50 m
    Maximale Breite 2,48 m
    Tiefgang mit Schwert 1,10/0,28 m
    Verdrängung mit Besatzung und Reserve 1000 kg
    Gesamtgewicht 580 kg
    Balast- /Schwertgewicht 120/30 kg
    Segelfläche 18,6 m2

    Meine Frage nun: Was haltet ihr von dem Verhältnis Gewicht-Ballast in Bezug auf Küstentauglichkeit?
    Und: Vielleicht hat der ein oder andere noch Erfahrung mit der Tes Master gemacht?

    Grüße und danke
    palstek

  2. #2
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    Ohne das Boot zu kennen: Bissel mau, wenn du mich fragst. Nur was für schön Wetter und wenig Welle... aber wie gesagt, kenn das Boot sonst nicht.

  3. #3
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    Maoni moin,
    von der Bemaßung ein typischer Jollenkreuzer.
    Liegt schnell auf der Backe und läuft dann gut.Bei gehöriger Puste nur mit Jollenerfahrung einigermaßen trocken zu segeln. Die hohe Kante ist schnell angesagt.

    Grüße
    Seeteufel

  4. #4
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    Hallo palstek,

    Dein Boot ist für seine Länge ausgesprochen breit. Das spricht für eine sehr hohe Formstabilität.

    Ich fahre selber einen Jollenkreuzer, der relativ breit ist: die dürfen nicht so weit auf der Backe liegen wie ein Kielboot, dann segeln sie nämlich schlechter. Die müssen im Gegenteil ziemlich aufrecht segeln.

    Außedem ist Dein Boot ziemlich klein für die Küste. Wenn Du die Bootslänge im Vergleich zu den zu erwartenden Wellenhöhen setzt, kannst Du Dir vorstellen, daß Du da ordentlich Rodeo reiten kannst.

    Ein Jollenkreuzer ist nun mal ein Boot vorzugsweise für Binnenreviere.

    Du kannst natürlich machen was Du willst. Es haben sogar schon Leute mit einer FAM einen Ostseetörn gemacht. Aber ich würde sagen: such Dir einen schönen Binnensee in Deiner Nähe - da wirst Du auch eine Menge Spaß haben können.

    Grüße:
    Ralf

  5. #5
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    Gewicht-Ballast ist nicht das Problem. Bei dem extremen Längen-Breiten-Verhältniss ziehen die Micros ihre Krängungseigenschaften aus der Formstabilität. Laut Klassenvorschrift müssen alle Micros selbstaufrichtend bei 90 Grad Kenterversuch sein. (Die Viko scheint ein Micro-Cupper zu sein, siehe: www.micro-ger.de)

    Ich habe ebenfalls einen Micro und ich habe damit Urlaubstörn auf dem Ijsselmeer und dem Limfjord gemacht und habe gute Erfahrungen gesammelt, vorausgesetzt, man ist entsprechend vorsichtig und weiss, wo die Grenzen liegen.

  6. #6
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    Hallo palstek,

    wichtig für die Anfangsstabilität ist hauptsächlich die Breite der Wasserlinie und deren Verhältnis zur Gesamtbreite. Das Verhältnis Gewicht zum Ballast sagt so gut wie gar nichts aus! Zumindest nichts über die Stabilität eines Bootes. Diese Verhältniszahlen waren vielleicht vor 50 Jahren relevant, weil die meisten Yachten einen vergleichbaren Rumpf hatten. Neuere Rumpfformen sind mit solchen Booten in keinster Weise mehr vergleichbar. Intelligent gebaute Boote haben auch keinen Innenballast, somdern nur Ballast im Kiel.
    Bootskonstruktion ist doch etwas komplizierter und vielschichtiger als nur ein Verhältnis von Länge zu Gewicht und Ballast. Eine genaue und aussagekräftige Beurteilung ist nur anhand vieler Maße möglich, und sollte nicht voreilig von Laien getroffen werden. Selbst bekannte Konstruktionsbücher, welche vor einigen Jahren noch als Standardwerk für Studenten galten, sind völlig überholt und nicht mehr aussagekräftig.

    Trotzdem viel Spaß bei der Suche

    Grüße von Sailorsfriend

  7. #7
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    Dennoch kann ich Dir blind mit diesen Daten sagen ,das das kein Seeschiff ist. Sicher witzig als Daysailer
    -aber urlaubsmäßig beladen
    mit den angegebenen Daten sehr lustig bei Welle auch und gerade in Küstennähe.Am besten noch Anfänger am Rohr . Bremen Rescue
    Wenn die Armen im Bach liegen nützen ihnen Konstruktionspläne nichts

    Es gibt zahlreiche Boote deren Seetüchtigkeit und Verhalten seit Jahrzehnten bekannt ist.

    Wer glaubt neu sei immer besser -lese im Forum ,oder frage im Verein -bevor er sich zum Betatester macht

    Für 20T. gibt es sehr stabile gebrauchte Boote im guten Zustand.
    Für weniger als die Hälfte z.B eine alte Sprinta 70 ein wirklich sicheres Anfänger geeignetes Boot

    Edit :Bevor wieder jemand schreit:Ich weiß natürlich,das es Könner gibt,die mit ihren Jollenkreuzern überall hinsegeln,ich habe solche mal in Bergen getroffen.Die stellen aber nicht solche Fragen im Bord
    und wissen genau warum Anfangsstabilität mit Anfang anfängt

    Mein Fall ist das jedenfalls nicht ,genausowenig wie mit der Varianta zur Bäreninsel.

    [ Dieser Beitrag wurde von kai am 07.02.2003 editiert. ]

  8. #8
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    hallo palstek,

    erfahrungen mit der tes master hab ich nur vom probesegeln,
    habe auf dem edersee den direkten vergleich zwischen der tes 678 bt und der tes 500 msster vornehmen können.
    zuerst mal ein paar daten:
    tes 500 master:
    1200kg, ballast 250 kg, schwert 75 kg
    tes 678 bt:
    1300kg, ballast 300 kg, schwert 85 kg
    ein grosser unterschied war nicht festzustellen, was jedoch auch an den fehlenden wellen liegen konnte.
    die tes 678 habe ich nun seit einiger zeit selbst und habe sie auch schon einige male mit viel wind bei höherer welle gesegelt.
    natürlich gerefft und mit entsprechender aufmerksamkeit.
    da ich über 12 jahre jede menge verschiedenster boote im selben revier gechartert habe, habe ich für mich einen vergleich in stabilität zu anderen booten mit festkiel und mit schwert ziehen können.
    dieser vergleich ergibt für mich, dass das verhalten im bezug auf krängung kaum unterschiedlich ist.
    beim vergleich wie das boot über eine kurze welle geht, fühle ich mich, wenn ich an ein boot denke, welches bei härterem wetter das eintauchen des bugs in die welle mit einem hörbaren plöpp quittierte(da ich hiermit keine neue diskussion über qualität bestimmter produkte anschüren will, hab ich den namen weggelassen) auf meinem boot wesentlich besser aufgehoben.
    auch die reaktion auf böen ist kaum unterschiedlich, wenn man die ganzen boote im gleichen mass passend zum wetter refft.
    also insgesamt ein positives resume...
    nur.. wenn der wind über 6 geht, liege ich eh lieber mit dem böötchen im hafen. wenn ich bei falscher wettervorhersage(was am ijsselmeer oft vorkommt) schweres wetter heranziehen sehe, dann suche ich schnellstens den nächsten hafen auf.
    aber das hab ich auch immer so mit den anderen booten gehalten... (von friendship 22, 28, 33 über vanderstadt 26, wibo 830+945 bis bavaria 32-38, plattbodentypen und.. eigner mögen mir verzeihen.. *schauders*.. stahlboot sneeker meer)
    somit kann ich keine aussagen auf das verhalten der tes bei sturm beisteuern.
    es gibt wohl schon leute, die mit diesem bootstyp eine atlantiküberquerung gemacht haben, aber dieses ziel habe ich nicht.
    meine hauptmotivation beim segeln ist entspannung, nicht abenteuer.
    ansonsten steht meine mail im profil.

    mfg skiplk...

    (der lieber für einige momente feige, als für den rest des lebens tot ist)

  9. #9
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    Die Viko550 scheint okay zu sein, was die technischen Daten angeht. Lass Dich mal nicht besabbeln! Die Polen haben gar nicht mal so schlechte Ideen, bei denen hapert es leider meistens mit der Qualität der Decksbeschläge. Die sind zwar auch aus Niro, aber manchmal unterdimensiniert oder nicht mit Verstärkungen unterfüttert(z.B. Sperrholz oder ein paar lagen Glasmatte zusätzlich) ... (Wichtig bei Klampen).... Ich glaube auch, daß es ein Micro-Cupper ist. Und die müssen nun mal sportlich gesegelt werden! Also, wenn Du `ne Frau hast, die leicht einzuschüchtern ist durch das Krängen des Bootes, kauf Dir lieber neue gebrauchte Leisure 17 mit Flushdeck (neues Design) und Mittelkiel. Oder eine geplegte, kleine Waarship aus Sperrholz. Beide Boote sind prima, die Waarship "etwas" schneller und sportlicher. Und beide Bootstypen verzeihen kleine Fehler an der Großschot! Und beide Bootstypen sind über den Atlantik gesegelt! Und sie sind beide fast immer mit Trailer zu bekommen....unter 10.000,-- Euro !!!!!!! Da bleibt noch genug Geld für die Urlaubskasse! An die Kollegen Experten: Das ist kein Schlaumeiern, sondern "rüm hart, kloar kimmen"!

  10. #10
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    Hallo,

    immer dieser Schwachsinn von der Atlantiküberquerung! Dr.Hannes Lindemann ist mit dem Faltboot rüber, etliche mit Miniruderbooten, Franzi schwimmt gerade rüber. Zur rechten Jahreszeit auf dem richtigen Kurs ist so einen Fahrt wohl einfacher, als einmal Nonstop England. Meine nur, daß eine Querung des Atlantiks, oft ohne Biscaya kein Sicherheits/Qualitätskriterium ist. Mit einem Waarship 570 ist ein Niederländer ins Nordmeer gesegelt, hat ohne Instrumente die Azoren erreicht, hat das Schiff vor Terschelling stranden lassen für eine spektakuläre Rettungsaktion, und das Schiff gibt es immer noch. Andere sind zu dritt damit über den Teich. Trotzdem würde ich mit dem Schiff keinen echten Sturm auf die Nase kriegen wollen. Bis Beaufort 7-8 kann man diese Minikreuzer noch gut handeln, bei mehr fliegen sie einfach davon, da die Windangriffsfläche im Verhältnis zur Lateralfläche zu groß ist. Wichtigstes Kriterium sind die Beschläge und ihre Befestigung. Da hat das Waarship570 überzeugt. Auch das Raumangebot ist super. Etwas in der Art solltest Du Dir suchen. Suche nicht nach Prospekt, sondern sieh Dir die Schiffe in Natur an, lege Dich mal in die Koje, eventuell auch zu zweit, denn das ist für längere Törns doch wichtig. Tu so, als wenn Du bei Schietwetter unter Deck die Zeitung lesen willst! Du wirst lachen, das ist auf manchem Minikreuzer schon ein Problem, da man auf den Kojen nicht immer aufrecht bequem sitzen kann. Setz Dich an die Pinne und prüfe die Position. Sicht nach vorn, zwickt es im Rücken, wie sitzt man bei Lage, ist die Pinne dann mit ausgestrecktem Arm noch bequem zu erreichen, sind die Plichtbänke breit genug? Wie kommt man aufs Vorschiff, sind da Stolperfallen, kann man die Segel gut bedienen, ist der Motor gut erreichbar? Das sind wohl mit die wichtigsten Kriterien.

    Viel Glück bei Deiner Suche

    MfG

    Billy



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