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  1. #11
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    Bin diesen Januar von dort zurückgekommen, kann meinen Vorschreibern, die sehr ausführlich waren, nicht viel hinzufügen, ausser vielleicht eines ganz generell:
    Wir hatten zwischen Weihnachten und der ersten Januarwoche harte Wetterbedingungen, die in einem anderen Revier wohl so manche Crew im Hafen gehalten hätten, meine nicht ausgenommen. In den Channels zwischen den Inseln war der Wind immer zwischen 20-25 kn, bei einer Wellenhöhe von 2.5 m - 3.5 m (lt. Wetterbericht, nicht von mir geschätzt) Die häufig aufkommenden Squalls führten zu 35 kn Wind von jetzt auf gleich. meistens waren wir im ersten oder zweiten Reff unterwegs, und oft auf mit Lifelines und (unglaublich aber wahr) sogar im ölzeug haben wir öfters gesteckt. Lt. Aussage von Leuten, die dort unten schon länger sind, sind in den letzten 3-4 Jahren die Windstärken um 1-2 Bft. hoch gegangen. Also mit sanfter Passatbrise war bei uns nix. Sicher, das Segeln war unter den Bedingungen ein Traum, man darf nur nicht mit falschen Ideen da runter fahren. Einklarieren in Bequia für die Tobago Cays hat für eine 8-Mann Crew auf 43`- Yacht 180 € (!) gekostet, nur um Euch mal eine Idee zu geben...und der Hammer war ein Fischer, der für 5 Lobster 1200 $ (US) haben wollte, das Böse lauert also immer und überall. Ansonsten keine schlechten Erfahrungen gemacht, wir haben immer alles abgeschlossen, und die Restaurants auf St Lucia vor den Pitons bieten sogar mittlerweile an, einen Wachmann an Bord zu setzen, wenn man an Land geht. Alle Landausflüge kostenmässig vorher konkret verhandeln. Sonst wird gerne nachgekarrt und man zahlt das 10-fache vom erstgenannten Preis. Empfehlenswert auf Bequia: Auntie Pearls Restaurant. Empfehlenswert auf St Lucia Pitons: The Still Restaurant.
    Bei weiteren Fragen email im Profil.
    Gruss,
    M.

  2. #12
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    Hallo marty, Hallo Hermes!

    Die von Marty genannten Wind- und wellenbedingungen/hoehen fuer die "Kanaele" kann ich bestaetigen, habe das aber eher als normal empfunden, nicht als bremsend

    ist doch das schoene dort, dass es immer wind hat, und zwar richtig
    wohne selbst in Suedfrankreich, bouches de Bonifacio liebe ich wegen dem Wind, letzten April zur Abwechslung mal das Revier um Sète herum besegelt: mit Windstaerke 3, und nur einen Tag 4 , ohne Wellen auf flacher see rumgeduempelt...eine ganze lange Woche... ok, war gut fuer den Spi, und gut fuer meinen Magen
    aber gewisse sensationen fehlen einfach, selbst wenn die auf einer Dufour30 leichter zu haben sind als auf einem Kreuzerkat von 38 Fuss
    Allein schon die Windsicherheit motiviert mich, trotz Hurikansaison (=zahle zwei, miete drei Wochen) in die antillen zu fliegen

    kostet im Juli einshliesslich Fluege fuer eine vierkoepfige Familie weniger als das gleiche Schiff auf Korsika ohne Fluege, ohne Abholer vom Flughafen, und da hau`n die (auf Korsika)dann noch extras drauf fuer spi, aussenborder, annexe,...

    J.

  3. #13
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    Hallo Leute,

    herzlichen Dank für die Infos, langsam habe ich durch Eure beschreibungen mehr Informationen als aus den Büchern.
    Finde ich ganz klasse.
    Nochmals vielen Dank

    Hermann

  4. #14
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    Hallo Hermann,
    noch mal in ungeordneter Reihenfolge ein Paar Tips:
    In der Admirality Bay Bequia wird an Mooringbojen festgemacht. Man liegt mehr oder weniger frei in der Bucht. Wenn es geht, sollte man versuchen, möglichst weit unter Land zu kommen, denn sonst pfeift es nachts ganz schön, wenn man schutzlos in dieser riesigen Bucht liegt. Aufenthalt im Cockpit war bei uns tlw. wegen fehlender Sprayhood nicht möglich, da zu windig. Andere Segler weiter vorne lagen hatten dieses Problem nicht, wg. Landschutz. Ausserdem braucht man mit dem Dinghi nicht so weit fahren und bleibt relativ trocken. Der beste Liegeplatz ist aber für mich die neue "Marina", d.h. auf der Nordseite der Bucht gibt es einen neuen Holzsteg mit Platz für 4-5 Yachten, wo aber meistens ein oder zwei grosse Katamarane liegen, die dem Marina-Besitzer gehören. Trotzdem ist für Gastyachten oft noch Platz und man braucht nicht stundenlang warten, bis das Tankschiff von Daffodil mit Wasser vorbeikommt. Wasser und Eis gibts nämlich dort am Steg wann immer man will.
    Was das Nachtleben betrifft:
    Frangipani wird immer wieder genannt, aber ich finde, die Stimmung bei Basil`s auf Mustique ist besser. Und für die, die drauf stehen: Die Promis, die in den Reiseführern für diese Bar angekündigt werden, sind wirklich da! Und für die, die nach einer Woche Calypso und Reggae wieder normale Musik hören wollen, die werden auch bedient.
    Ansonsten kann ich sehr empfehlen: Pirates Cove Bar auf Canouan:Da haben wir sehr viel Spass gehabt und es ist weniger überlaufen als Frangipani etc. Noch ein Wort zu St Vincent: Wenn man die berühmt berüchtigte Wallilabou - Bay (derzeit Schauplatz von Dreharbeiten zu einem Abenteuerfilm...Pirates of the Carribean) meiden will und keine Lust hat auf das übliche Boatboy-Spektakel, dem kann ich die Blue Lagoon empfehlen, ganz im Süden. Sehr ruhig, sehr geschützt, und 100% besetzt von Sunsail , die hervorragende Infrastruktur (sanitäre Anlagen usw.) bereit stellen. Manchmal kann man sich zwischen die Sunsail Yachten an den Steg legen, sonst Mooringboje. Die Tiefe ist in der Tat etwas kritisch beim Ein - und Auslaufen. Bin durch den Channel bei fast höchstem Wasserstand, hatte mit 2.10 m Tiefgang noch 5 cm Platz lt. Echolot. Ausgelaufen sind wir zu spät, d.h. das Wasser war schon zu weit abgelaufen und wir haben dann mit ordentlich Gas eine Furche durch den Sand gezogen...
    Aber es geht! Vor dem Einlaufen unbedingt Sunsail anfunken wg. Wasserstand.
    Viel Spass noch beim Planen und der Vorfreude auf dieses tolle Revier.

    M.


  5. #15
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    Hallo Hermann,
    wir sind im Februar aus der Karibik zurückgekommen, wir sind von Martinique nach Grenada und wieder zurück gesegelt.
    Wenn ihr nach St. Lucia fliegt, fliegt ihr sicherlich mit einer britischen Gesellschaft, da weiß ich nicht, wie die Preise liegen, wir sind über Paris mit Air France geflogen, war ziemlich billig. Der Flughafenwechsel in Paris ist zwar ziemlich nervig, aber hat alles prima geklappt, außer das Air France unter keinen Umständen die Mitnahme der automatischen Rettungswesten von Paris nach Martinique erlauben wollte, von Nürnberg nach Paris hätten wir sie schon mitnehmen dürfen!? Vielleicht mal vom Preis prüfen, ob ihr nicht auch besser nach Martinique fliegt und von da aus mit einem Island-Hopper nach St. Lucia.
    Bunkern ist in St. Lucia sehr teuer, viele segeln auch auf Südkurs erst einmal nach Martinique, um sich dort zu verproviantieren. Ich empfehle den kleinen Yachtausstatter in Le Marin, der zu ordentlichen Preises alles hat, was so ein Yachtie braucht, auch Wein zu normaler Preisen. Er befindet sich in der Mitte der Marina und bringt auch alles kostenlos zum Schiff. Aber daran denken, dass man hier Euro braucht (Frankreich=EG), bzw. die EC-Karte benutzen.
    Ansonsten brauchst du für die ganzen Kleinen Antillen US-Dollar in möglichst kleinen Scheinen.
    Dem empfohlenen Vorhängeschloss solltest du nur bedingt trauen. Besser ist es, den Boatboys immer etwas abzukaufen, und seien es auch schon wieder Bananen, denn man raubt seine Kunden nicht aus. Angebote zum Dinghi bewachen sollte man immer annehmen, in St.George`s Harbour auf Grenada legt sich dann für 2 US-Dollar ein betrunkener Einheimischer in dein Dinghi, bis du wiederkommst.
    In St.George erzählten uns Schweden, dass eine Nacht bevor wir kamen, drei Boote mitten im Stadthafen bestohlen worden sind, während die Crew mit offenen Luken friedlich schlief, unter anderem eine Hose mit Geldbeutel direkt aus der Koje des schlafenden Skippers.
    Also lieber eine nasse Hose, aber nicht so nah ran ans Land, dass wirklich jeder in der Nacht zum Boot rausschwimmen kann, und nie allein in einer Bucht über Nacht liegen.
    Ein Wort zu Bojen und Schwell: Die Vorleine nicht zu kurz nehmen, wir haben schon Boote, mit ihrer kurzstag genommenen Boje im Schwell hüpfen sehen, bzw. sind in Mustique in der Nacht mit so einem vorbeihüpfenden Boot kollidiert.
    Zu den Tiden kann ich das Programm Easy Tide auf der Homepage: www.ukho.gov.uk empfehlen, um sich mal einen Überblick über den Tidenhub zu verschaffen, außerdem gibt es auch die Admiralty Tide Tables Vol II für dieses Revier (Europa und Atlantik), braucht man aber eigentlich nicht.
    Strom ist prinzipiell der Antillenstrom, der nach Nordwest setzt, weiter südlich bei Grenada ist es dann der Nordäquatorialstrom, der westlich setzt. Insbesondere zwischen den Inseln merkt man den Strom schon deutlich.
    Im Januar achtet auf den Norder-Wind, eine Passatstörung durch einen Starkwind aus Norden, bringt vor allem eine unangenehme Kreuzsee, wenn sich Dünung und Windsee überlagern.
    So, dann noch viel Spaß beim Planen.
    Mast- und Schotbruch,
    Iris

  6. #16
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    Hallo Marty,

    Dein Hinweis, wonach Ihr in Bequia 180 Euro beim Einklarieren bezahlt habt, irritiert mich. Ist das nun die Einklarierungsgebühr für St. Vincent and the Grenadines (dann wärt Ihr wohl einem nicht ganz ehrlichen Beamten aufgesessen, der Euch ausgenommen hat), oder ist das die berüchtigte neue Park-Eintrittsgebühr für die Tobago Cays?. Es würden mich auch die Erfahrungen interessieren, die andere in dieser Hinsicht kürzlich gemacht haben (wir waren das letzte Mal vor zwei Jahren dort, und da war noch alles wie früher, also gebührenfrei).

    Dass auch der Wind nicht mehr derselbe ist wie einst, kann ich nach 14 Jahren Erfahrung da unten bestätigen. Irgendwie weht es 1-2 Bf stärker, und im Januar öfter als früher aus NNE, was einem auf Nordkurs das Leben schwer macht, zumal die Atlantikdünung wie eh und je aus E kommt, was dazu führt, dass man beim Aufkreuzen nach E meist gegen die volle Atlantikdünung angehen muss. Wer nicht One-Way von Nord nach Süd segeln kann,sondern wieder zurück muss, sollte deshalb Mustique auf dem Südkurs mitnehmen und nicht erst auf dem Heimweg.

    Zu den Liegemöglichkeiten in St. Vincent möchte ich noch beifügen, dass gleich neben Blue Lagoon auch der Young Island Cut sicher und empfehlenswert ist, oder etwas weiter nördlich Petit Byahaut. Wallilabou kann man nicht mehr empfehlen (Cumberland schon gar nicht). Immerhin lässt sich dort ohne Wartezeiten ein- und ausklarieren.

    Was Iris zum Parkieren im notorischen Schwell vor Mustique sagt, ist gut und recht, doch wenn das mit der langen Bugleine alle machen, dann sind die nächtlichen Rammings vorprogrammiert, denn die Bojen liegen mittlerweile ziemlich dicht an dicht.

    Nostromo

  7. #17
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    an alle Infoschreiber,

    nochmals vielen hezlichen Dank für die ausführlichen Infos.
    Bekommt man sonst nicht überall in solchen Foren.

    Danke
    Hermann

  8. #18
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    Hallo Nostromo,
    eine nicht zu kurze Vorleine ist keine lange Vorleine.
    Die Bojen liegen auch nicht dicht an dicht, nur manche liegen dichter an anderen als andere, da manche Yachten mit ihren Bojen herumhüpfen. Die zu dicht liegenden Bojen darf man dann leider nicht benutzen.
    Viele Grüße,
    Iris

  9. #19
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    Nochmal wegen den 180 € in Bequia. Dabei handelt es sich um die Einklarierungsgebühr für St Vincent and the Grenadines + die "Park"-Gebühr (sehr doppelsinnig) für die Tobago Cays. Es gibt viele Segler, die glauben, wenn sie den Preis genannt bekommen, dass es sich um EC-$ handelt, statt US oder Euro. Das führt dann zu spannenden Diskussionen mit den Inselautoritäten... (der Euro wird übrigens auch ausserhalb Martiniques gern genommen und manchmal bekommt man sogar einen guten Wechselkurs, z.B. an Hotelrezeptionen) Das in vielen Revierführern immer wieder erwähnte Hurricane Hole Hotel in der Marigot Bay existiert übrigens nicht mehr, die Ruine bietet zwar ein pittoreskes Bild, aber keinerlei Service oder Versorgungsmöglichkeiten. Dafür hat die Moorings-Basis alles, sogar gute Duschen und Toiletten, aber es ist ein bisschen (amerikanisch) teuer.
    Noch was, was mir aufgefallen ist: Obwohl wir zur absoluten Hochsaison über Weihnachten und Sylvester 2002/03 dort waren, war es überall leer leer und nochmals leer. Wir waren in Restaurants manchmal die einzigen Gäste und in Le Marin waren die Stege voll mit nicht vercharterten Yachten. Ein Freund von mir hat seine Yacht in gleichem Zeitraum 3 oder 4 Wochen vor Reiseantritt gechartert.

    Noch viel Spass bei den Vorbereitungen,

    M.

  10. #20
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    Hallo Hermann,
    zu den vielen brauchbaren Tips und Infos, die Du bisher bekommen hast, hier noch eine weitere:
    auf dem Weg nach Süden Wasser- und Dieselvorrat nicht in Union Island auffüllen. Du bekommst nur schlechte, gepanschte Qualität und dies horrend teuer. Ein kleines Stück weiter südlich bekommt man in Petit Martinique Wasser und Diesel sehr bequem und ausserdem mit den billigsten Preisen in den Grenadines (im Februar 2003 ausprobiert).
    Ausserdem ist uns Petit Martinique positiv aufgefallen wegen seiner überaus freundlichen Leute, nette vergleichsweise günstige Restaurants. Sein Bekanntheitsgrad wird irgendwie nur überlagert von dem daneben liegenden PSV.
    Viel Spass bei Deinem Törn, bei dem sich unter vielem anderen sehr gut "Entschleunigung" erfahren und üben lässt. Herrlich!!!
    Gruß Paul

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