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  1. #21
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    Hallo

    lasst mir die Käsköppe in Ruh! In NL habe ich noch nie schlechte Erahrungen mit dem Havenmeester gemacht. Auch in Enkhuizen habe ich noch immer einen Platz für mein 7,30m Schiff gefunden. O.K. Schockerhaven kenne ich nicht, ich liege gegenüber in Ketelhaven. In Stavoren ist es immer wieder lustig zu sehen wenn deutsche Segler an die Kante für die braune Flotte gehen und dann als Fender gebraucht werden. Auch die Schleuse ist toll. Kaum geht das Tor auf geht ein Rennen los als gäbe es Freibier.
    Leute macht langsam. Passt euch dem holländischen Tempo an und nehmt nicht alles so bierernst. Mit ein paar holländischenWorten etwas Gelassenheit und Humor gibts eigentlich keine Probleme in NL.
    handbreit
    dhyanesh

  2. #22
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    Hallo,

    ich möchte an dieser Stelle einmal ein paar gute Worte für den Schokkerhaven und den Hafenmeister einbringen.

    Ich habe selbst ein paar Jahre in dem Hafen gelegen und kenne den Hafenmeister Hans van Kralingen und seine Frau eigentlich als freundliche und hilfsbereite Menschen, vorausgesetzt man begegnet ihnen auch so wie man sich als Gast verhalten sollte.

    Ich habe aber auch eine Menge an Fehlverhalten seitens vieler Gastlieger feststellen können. Nicht nur einmal ist es passiert, dass sich Boote mit laut lärmender Crew (die Bierkisten auf Deck gestapelt) einfach die erstbeste Box schnappen, festmachen und erst einmal eine "Kiste Bier aufmachen". Gästesteiger, Anmeldung - Fehlanzeige! Aber laut meckern, wenn der Hafenmeister die Gäste auffordert, das Boot in eine andere Box zu verlegen.

    Das ist nur ein Beispiel - ich könnte noch weitere nennen - , aber oft schallt es aus dem Wald so heraus wie man hereingerufen hat.

    Noch ein Wort zu der Zuverlässigkeit, bzw. der Unzuverlässigkeit bei Dienstleistungen. Der Schokkerhaven ist ein kleiner Hafen, wo der Hafenmeister gleichzeitig auch den Service macht. Das kann natürlich schon einmal zu zeitlichen Problemen führen. Wer dieses Risiko nich eingehen will, darf einfach nicht an kleinen Häfen Halt machen, sondern muss seine Touren entlang der bestorganisierten Supermarinas planen und kann auch dort einmal Pech haben.

    Grüße
    Matthias

  3. #23
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    Betr.: Schokkerhaven

    Am 23. März 2002 sind wir um 21:00 (also im Dunkeln)
    mit gelegtem Mast von Düsseldorf kommend erstmals in den Schokkerhaven eingelaufen. Den längs liegenden 1. Steg identifizierten wir wohl korrekt als Gaststeiger.

    Am nächstem Morgen gegen 08:00 wurde heftiger als nötig
    auf unser Deck geklopft. Ein älterer Herr begann, als ich
    verschlafen den Kopf aus dem Luk steckte, ohne Begrüßung
    und ohne Vorstellung sofort derbe auf mich einzuschimpfen.

    Wir bemühen uns immer "Nederlands te praten", und so
    entnahm ich seinen Worten, daß er es mir verdammt
    übelnahm, daß ich nicht - so wie in einem Zettel am
    Laden zu lesen sei - nicht noch abends an seinem Privathaus
    wegen der Hafenschuld vorstellig geworden sei.

    Wir verbringen jetzt knapp 20 Jahre fast alle Freizeit
    auf dem Wasser. Die Hafenmeister sind in allen Ländern
    etwa gleich: zu 50 % äußerst freundlich, zu 45 % gleich-
    gültig-geschäftsmäßig.

    Und dann sind da noch diese 5 % die ihre Amt mißbrauchen
    um irgendwelchen aufgestauten Frust an einem abzuarbeiten.
    Es ist keineswegs so, daß es immer so herausschallt,
    wie man hineinruft. Jene 5 % benehmen sich von sich aus
    schlichtweg daneben, und zwar ohne jeden gegebenen Anlaß.

    In jüngeren Jahren hat man sich gelegentlich sowas gefallen
    lassen - jetzt mit 50 lasse ich mir nix mehr gefallen. Ich
    richte mich also langsam zu voller Größe auf. Ich fixiere
    dat Männeken und sage ganz ruhig: "Wenn Sie sich weiterhin
    so unverschämt benehmen, zahle ich hier überhaupt nichts!"
    (gaaanz starker Aufritt)

    Die meisten dieser Choleriker drehen verblüfft und
    wortlos ab. Ein kleiner Teil jedoch rastet völlig aus,
    wird möglicherweise handgreiflich. Achtung, die sind dann
    tatsächlich gefährlich. Die wirkliche Überlegenheit besteht
    darin, diese nicht einzusetzen. Also ganz in Ruhe (ohne
    Bezahlung) Leinen los.
    A.







    [ Dieser Beitrag wurde von andore am 03.05.2004 editiert. ]

  4. #24
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    Hallo andore,

    tolle Leistung von dir, wegen Meckern des Hafenmeisters (egal ob berechtigt oder nicht) ohne zu zahlen davonzufahren!!

  5. #25
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    Die meisten dieser Choleriker drehen verblüfft und
    wortlos ab. Ein kleiner Teil jedoch rastet völlig aus,
    wird möglicherweise handgreiflich. Achtung, die sind dann
    tatsächlich gefährlich. Die wirkliche Überlegenheit besteht
    darin, diese nicht einzusetzen. Also ganz in Ruhe (ohne
    Bezahlung) Leinen los.
    A.




    Hallo A.

    auf den Rest gehe ich mal nicht ein , die liegegebühr ist
    eine bringschuld. egal wann du in einem hafen fest machst hast du
    zumindestens mal zu schauen ob ein hafenmeister da ist oder irgendwelche info , wie und wo zuzahlen ist.Ansonsten Umschlag nehmen geld rein und ab in den briefkasten miot schiffsnamen drauf
    ankunpft zeit und abfahrzeit.

    Michael







  6. #26
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    Original von andore:
    Betr.: Schokkerhaven

    Am 23. März 2002 sind wir um 21:00 (also im Dunkeln)
    mit gelegtem Mast von Düsseldorf kommend erstmals in den Schokkerhaven eingelaufen. Den längs liegenden 1. Steg identifizierten wir wohl korrekt als Gaststeiger.
    Ist sonst wohl eher die Ausnahme, dass am 23. März schon abkassiert wird. Ist mir zumindest noch nicht passiert...



  7. #27
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    Original von andore:
    Betr.: Schokkerhaven

    Am 23. März 2002 sind wir um 21:00 (also im Dunkeln)
    mit gelegtem Mast von Düsseldorf kommend erstmals in den Schokkerhaven eingelaufen. Den längs liegenden 1. Steg identifizierten wir wohl korrekt als Gaststeiger.

    Am nächstem Morgen gegen 08:00 wurde heftiger als nötig
    auf unser Deck geklopft. Ein älterer Herr begann, als ich
    verschlafen den Kopf aus dem Luk steckte, ohne Begrüßung
    und ohne Vorstellung sofort derbe auf mich einzuschimpfen.

    Wir bemühen uns immer "Nederlands te praten", und so
    entnahm ich seinen Worten, daß er es mir verdammt
    übelnahm, daß ich nicht - so wie in einem Zettel am
    Laden zu lesen sei - nicht noch abends an seinem Privathaus
    wegen der Hafenschuld vorstellig geworden sei.

    Wir verbringen jetzt knapp 20 Jahre fast alle Freizeit
    auf dem Wasser. Die Hafenmeister sind in allen Ländern
    etwa gleich: zu 50 % äußerst freundlich, zu 45 % gleich-
    gültig-geschäftsmäßig.

    Und dann sind da noch diese 5 % die ihre Amt mißbrauchen
    um irgendwelchen aufgestauten Frust an einem abzuarbeiten.
    Es ist keineswegs so, daß es immer so herausschallt,
    wie man hineinruft. Jene 5 % benehmen sich von sich aus
    schlichtweg daneben, und zwar ohne jeden gegebenen Anlaß.

    In jüngeren Jahren hat man sich gelegentlich sowas gefallen
    lassen - jetzt mit 50 lasse ich mir nix mehr gefallen. Ich
    richte mich also langsam zu voller Größe auf. Ich fixiere
    dat Männeken und sage ganz ruhig: "Wenn Sie sich weiterhin
    so unverschämt benehmen, zahle ich hier überhaupt nichts!"
    (gaaanz starker Aufritt)

    Die meisten dieser Choleriker drehen verblüfft und
    wortlos ab. Ein kleiner Teil jedoch rastet völlig aus,
    wird möglicherweise handgreiflich. Achtung, die sind dann
    tatsächlich gefährlich. Die wirkliche Überlegenheit besteht
    darin, diese nicht einzusetzen. Also ganz in Ruhe (ohne
    Bezahlung) Leinen los.
    A.







    [ Dieser Beitrag wurde von andore am 03.05.2004 editiert. ]

    einfach auf die schnauze hauen, die sprache verstehn die.......

  8. #28
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    Hallo Michael,

    vielen Dank für den Nachhilfeunterricht.
    Das mit der Bringschuld und auch das
    mit dem Umschlag war jetzt nicht
    wirklich neu für mich...

    Ich frage Dich mal:

    wenn Du nachts in einen Hafen einläufst,
    alles still, beim Hafenmeister alles dunkel,
    dann steckst Du also selstverständlich
    noch in der Nacht die Moneten (wieviel eigentlich?)
    in einen Umschlag und hinterlegst Sie (wo auch immer).

    Oder wartest Du vielleicht auch erst bis zum nächsten
    Morgen, sagen wir mal 09:30 Uhr?

    Gruß,
    A.


  9. #29
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    Hallo A,

    nun wenn ich nachts einlaufe gehe ich auf jeden fall zum büro, auch wenns dunkel ist. den es könnte ja eine info dort hängen.
    des weiteren kennt mann ja ungefähr die preise. und wenn ein briefkasten dort hängt komt das geld da rein. oder man schreibt eben einpaar zeilen und informiert den hafen meister das man ca gegen 9.30 kommt. kommunikation und info ist eben das halbe leben.
    ok in holland ist es schonmal etwas schwierig da die hafen meiuster sehr früh weg sind.
    in england und irland sowie shetländ oder auch schotland sind sie fast immer rund um die uhr da in polen übrigens auch.


    Michael

  10. #30
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    Michael,
    An Deinem Wesen soll wohl die Welt genesen...
    Verneige mich vor soviel Pärfäktsion.

    (Hätte ich mir denken können, daß da eine "Segelschule"
    dahintersteckt, was heißt "Segelschule", bei der geballten
    Lebensweisheit ist das mindestens eine "Schule fürs Leben")

    Weiter so. Und nie den Kegel vergessen.
    A.

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