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  1. #1
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    Liebe Leute!

    Beim Verfolgen des Threats "Kleinkeuzer CE Kategorie A" kam mir zum Thema Seesicherheit ein erschreckender Gedanke: Es gibt wahrscheinlich etliche Kleinkreuzer wie meine Dehler 18, die als kentersicher gelten, aber

    =>> WAS PASSIERT MIT DEM HUBKIEL BEIM DURCHKENTERN ?? =<<

    Der Kiel (und die Klappschwerter wohl nicht weniger) werden doch unweigerlich ins Boot fallen. Bei mir fallen dann 250 kg aus 110 cm ungebemst aufs Unterschiff. Wenn die Schale stand hält, ist dann zumindest nichts mehr mit &quot;aufrichtendem Moment&quot;.

    Gibt es hierzu Lösungen, Gedanken oder Erfahungen?

    GBY,
    Reinhard
    --
    wer nicht nass werden will, sollte Schach spielen

  2. #2
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    Ich bin zwar nur Laie, aber warum sollte denn ein Hubkiel oder ein Schwert irgendwo hin fallen? Diese sind doch befestigt. Gerade ein Hubkiel wird ja häufig mit Kurbel bewegt. Ist also in seiner Position voll befestigt und bewegt sich von alleine gar nicht. Genauso ein Schwert, halt mit einem anderen Mechanismus (gelagert um bestimmten Punkt, Höhe eingestellt per Seil).
    Jedes Segellernboot mit Jollenabbildungen zeigt Bilder, wie man eine gekenterte Jolle aufrichtet. Und da ist das Schwert immer brav &quot;ausgefahren&quot; (soll man sich ja auch draufstellen...).

    Also, die Bedenken hätte ich nicht.

  3. #3
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    Bei uns auf der Sympathy 600 kann der Hubkiel auf dem gewünschten Tiefgang per Kontrafall per Klemme fixiert werden. Als zusätzliche Sicherung bei ganz abgelassen Kiel kann eine 8 mm Spectraleine so angeschlagen werden, dass diese den Hubkiel blockiert und ein reinrutschen verhindert. Das geht schnell und glaubt mir, es ist nötigt, denn es gibt nichts blöderes als auf der hohen Kante an den Wanten zu hängen, die Mastspitze tippt auf das Wasser und man will auf den Kiel steigen, um seine 85 kg hebeloptimiert einzusetzen und sieht dabei zu, wie der Kiel langsam, aber sicher und unaufhaltsam im Rumpf verschwindet.... Da freut man sich über die Regattabegleitung durch die DLRG mit den großen Pumpen an Bord und spendet doppelt gerne :-)

    Gruß aus Berlin

  4. #4
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    Hallo SportBoJo, Wie funktioniert denn eine Spectralleine bzw. ein Kontrafall?

    Hallo pf: Der Hubkiel wird, zumindest bei mir mit einer Talje geholt. Die hält den Kiel aber nur nach oben.


    --
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    [ Dieser Beitrag wurde von Talita am 04.02.2005 editiert. ]

  5. #5
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    Alle mir bekannten Hubkielvorrichtungen heben den Ballastkiel nur nach oben. Nach unten sacken Sie durchs Eigengewicht - egal ob Tailje, Spindel oder ähnlich. Gerade die Spindelantriebe, wie z.B. bei den Dehlya&acute;s würden sonst bei jeder Grundberührung ausknicken und damit in ewigen Jagdgründe übertreten.

    Es ist also ganz offensichtlich so, das die Kiele beim Kentern über 135° nach Innen fallen, da sie einen &quot;Freilauf&quot; haben. Die Frage nach der Gefahr in diesem Fall ist somit höchst berechtigt. Ich hoffe nicht, das hier jemand ist, der Erfahrungswerte bieten kann.

    Trotzdem - sehr interessantes Thema!

    MfG, Bronsky

    --
    Erster Buchstabe im Alphabet, und trockenes Gras!

  6. #6
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    Original von GER_752:
    Alle mir bekannten Hubkielvorrichtungen heben den Ballastkiel nur nach oben. Nach unten sacken Sie durchs Eigengewicht - egal ob Tailje, Spindel oder ähnlich. Gerade die Spindelantriebe, wie z.B. bei den Dehlya&acute;s würden sonst bei jeder Grundberührung ausknicken und damit in ewigen Jagdgründe übertreten.

    Es ist also ganz offensichtlich so, das die Kiele beim Kentern über 135° nach Innen fallen, da sie einen &quot;Freilauf&quot; haben. Die Frage nach der Gefahr in diesem Fall ist somit höchst berechtigt. Ich hoffe nicht, das hier jemand ist, der Erfahrungswerte bieten kann.

    Trotzdem - sehr interessantes Thema!

    MfG, Bronsky

    --
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    Ähm, tja, hier reckt sich schüchtern ein Finger in die Höhe und bekennt, daß er über Erfahrungen aus erster Hand verfügt ;-)

    In diesem - bisher einmaligen - Moment, wurde mir schlagartig klar, wofür die Werft dieses seltsame Kontrafall am Kopf des Hubkiels vorgesehen hat. Und ich gebe zu, seitdem wird es auch jedesmal belegt, bevor das Boot die Box verläßt. Aber da ich mich im Ernstfall nicht auf eine Curryklemme verlassen möchte, habe ich ein entprechend langes Stück Spectraleine genommen und verwende dieses jetzt als Sicherung.

    Im Prinzip ist es ganz einfach: Der abgesenkten Hubkiels muß fixiert werden, damit er bei einer Kenterung nicht in dem Rumpf rutscht. Das mache ich mit einem Ende Spectraleine, welche an dem Edelstahlbeschlag befestigt wird, mit dem der Kielkopf an der Leitstange / Mastunterstützung geführt wird. Zwischen Kielkopf und dem Fuß der Leitstange im offenen Kielkasten ist etwa 10 cm Platz. Dort, wo der Fuß der Leitstange im Kielkasten befestigt ist, hat die Werft einen starken Augbügel verschraubt. An dem einen Ende der Spectraleine habe ich nun einen großen Achtknoten gemacht, die Leine durch eine Bohrung im dem Kielkopfbeschlag nach unten zum dem Augbügel geführt, dann unter diesem durch wieder nach oben Richtung Kajütdach. Dort an der Edelstahlplatte für die Mastabstützung ist ein weitere Augbügel aufgeschweißt, an dem ich das andere Ende der Spectraleine mittels Palstek und Karabinerhaken einklinke. Fertig ist die Sicherung gegen Reinrutschen des Kiel, wenn wir es mit der Schräglage doch mal übertreiben.
    Ich habe bei der Länge der Leine etwas Luft (ca. 5 cm) gelassen, damit der Hubkiel in Falle eine Grundberühung sich erst etwas nach oben schieben und so den Aufprall einwenig abfedern kann (Hier in Berlin haben wir mehr mit Sand und Schlick zu tun als mit feste Steine).
    Wenn ich nach dem Segeln den Kiel per Talje hochholen will, muß erst der Karabinerhaken ausklinken werden, damit der Kiel wieder in der Höhe bewegt werden kann.

    Eine Alternative zu dieser Stopstropp kann man auch mittels Bohrmaschine geschaffen werden. Wenn der Kiel ganz unten ist, einfach von der Seite durch Schwertkasten und Kielkopf ein Loch bohren und einen passenden Bolzen durchstecken. Diesen dann mittels Schraube, Splint oder was auch immer gegen herausfallen sichern und schon sitzt der Kiel bombenfest.

    Gruß aus Berlin

    [ Dieser Beitrag wurde von sportbootjo am 05.02.2005 editiert. ]

  7. #7
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    Hi GER...,
    Du hast recht, diese Frage stelle ich mir schon solange ich diesen Schwenkieler besitze, obwohl der noch den Vorteil hat, dass er komplett ausserhalb des Bootes ist. Als Antwort fällt mir nur ein, dass ich davon ausgehen, bei einem entsprechenden Seegang nicht auf dem Wasser zu sein. Ansonsten hoffe ich für alle anderen, dass beim Durchkentern die Massenträgheit verhindert, dass das Schiff auf den Kopf stehen bleibt.
    Konsturktionen habe ich mir schon genügend erdacht, bin aber immer zum Schluss gekommen, wer bei &quot;Kenterbedingungen&quot; mit solch einem Schiff draussen ist, hat selber schuld.
    Handbreit
    Firsty

  8. #8
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    Bei unserem Kiel habe ich vier Schrauben, die ich durch den kopf des Wasserkastens und der Kopfplatte des Kieles stecken und fixieren kann.

    Geht ab Werft nur bei ganz abgelassenem Kiel, ist aber für Steinhude zu viel Tiefgang. Selbst eine Fixierung in einer bestimmten Höhe bringt nix, da der Tiefgang zu sehr variiert.

    Durchkentern geht in Steinhude sowieso nicht....., also bleibt es so wie es ist und die Fixierung erfolgt nur in tieferen Gewässern.


    --
    mfg

  9. #9
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    Auf meiner Condor 55 hat sich der Hubkiel mit Hilfe der Schwerkraft nach unten bewegt. Nach oben ging es mit einer Winde (über Seilzug). Der Kiel wurde auf zwei Eisenprofielen geführt. In der unteren Position wurde ein &quot;Eisenteil&quot; mit 2 Schrauben auf der Führung festgeklemmt und hätte so ein Hineinrutschen im Falle eines Kopfstandes verhinden sollen. Hab das GOTTSEINDANK nie ausprobiert.

    Das Mast und Kiel dort bleiben wo sie hingehören, Sailaway

  10. #10
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    Original von Firsty:

    Als Antwort fällt mir nur ein, dass ich davon ausgehen, bei einem entsprechenden Seegang nicht auf dem Wasser zu sein. Ansonsten hoffe ich für alle anderen, dass beim Durchkentern die Massenträgheit verhindert, dass das Schiff auf den Kopf stehen bleibt.
    Konsturktionen habe ich mir schon genügend erdacht, bin aber immer zum Schluss gekommen, wer bei &quot;Kenterbedingungen&quot; mit solch einem Schiff draussen ist, hat selber schuld.
    Handbreit
    Firsty
    Hallo Firsty,
    ich lgaube, das &quot;Pinzip Hoffnung&quot; greift ein wenig kurz. Das Boot wird auf dem Kopf stehen bleiben, WEIL der Kiel reinfällt. Dann ist nämlich das Drehmoment im Eimer, welches das Boot bis dahin gebracht hat.

    Zwingend verhinder lässt sich das durch die gute Absicht, &quot;Kenterbedingungen zu vermeiden, sicher nicht, es sei denn, man segelt grundsätzlich nur in Revieren, die ein Durchkentern unmöglich machen. Sicher müssen sich immer ein paar Fehler zusammenadieren, aber wer will das schon kategorisch ausschließen, und wäre das dann noch das, was wir gemeinhin &quot;gute Seemanschaft&quot; nennen?

    GBY,
    Reinhard
    --
    wer nicht nass werden will, sollte Schach spielen

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