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Thema: St. Tropetz

  1. #1
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    Hallo
    ich habe vor im Sommer In Frankreich in der nähe von St. Tropetz segeln zu gehen. Es wäre nett wenn ihr ein paar Informationen über das revier habt.

  2. #2
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    @segler5we

    Für die französische Riviera gibt es verschiedene Informationsmaterialien:
    1. Das Votre livre de bord (bzw. BLOC MARINE), ein Universalhandbuch bzw. ein Almanach, ohne das niemand unserer westlichen Nachbarn je in See stechen würde. Nachteil: Alles, was über die reine Hafenbeschreibung hinausgeht, ist auf französisch (z.B. gesetzliche Bestimmungen, Hinweise zu Wetter und Sicherheit usw.). Die Details der wichtigsten Häfen sind übrigens auch in englischer Sprache aufgeführt. BLOC MARINE bekommst du bei www.hansenautic.de. Der Inhalt von BLOC MARINE ist leider furchtbar mit Werbung überfrachtet. Deshalb in Betracht ziehen Möglichkeit
    2.) Guide Chagnon Édition Méditerranée. Leider alles in französischer Sprache, dafür jedoch relativ wenig Werbung und z.Z. farbig illustriert. Bekommt man meines Wissens nicht in Deutschland, sondern nur in Frankreich vor Ort. Ist dort relativ preiswert (ca. 18 €).
    3.) Book on CD, sofern du einen Computer (und Drucker) besitzt. Der Revierführer Côte d`Azur deckt die gesamte französische Riviera ab. Ist übrigens in deutsch und ziemlich aktuell. Bekommst du z.B. bei www.hansenautic.de, bei www.amazon.de oder auch im Buchhandel. Weiterer Vorteil gerade für Leute, die nicht oder nur wenig Französisch sprechen: Auf der Webseite des Herausgebers findest du Info-Seiten zu Wetternachrichten, Servicebetriebe, Liegeplatzgebühren usw. An die Infos kommst du übrigens auch heran, wenn du von denen gar nichts gekauft hast :-)).
    4.) Deutsche Literatur in Buchform ist meines Wissens völlig veraltet. Den Revierführer Côte d`Azur aus dem DSV-Verlag kannst du dir im modernen Antiquariat an Land ziehen. Wenn du bei Google allerdings Revierführer Côte d`Azur eingibst, stößt du auf unzählige Anbieter, die das genauso hoffnungslos veraltete Buch aus dem Pietsch Verlag anbieten. Tipp: Lass` die Finger davon! Vieles stimmt nicht mehr. Das Buch aus dem DSV-Verlag ist beispielsweise von 1998.
    5.) Ach ja, ehe ich`s vergesse: Es gibt natürlich auch französische Revierführer. Die aber sind zumindest für Sprachlaien sehr schwer verständlich. Gut: Pilote Côtier von Bénéteau. Ja, richtig gehört. Die bauen nicht nur Boote. Die Bilder sind o.k. Auch die Hafenpläne sind in Ordnung, aber mit dem Text kommst du nur klar, wenn du die französische Sprache perfekt beherrschst.
    6.) Sportbootkarten: Édition Grafocarte. Für die gesamte Côte d`Azur brauchst du die Ausgaben 500 - 504. Schön bunt und sehr gut an Bord zu handhaben, da auf Straßenkartenformat zusammenfaltbar.

    Lui

  3. #3
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    brigitte bardot lebt in sänt trapetz. ich hoffe, das sei dir eine wichtige information über das revier. wenn das nicht genügt, schau doch mal bei google. dort siehst du mindestens wie man den ort richtig schreibt.
    --
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  4. #4
    JACKV Gast

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    an Ludwig XIV
    was ist mit dem Hinweis unter 3 gemeint. Welcher Revierführer??
    Gruss

  5. #5
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    @ JACKV

    Habe ich doch oben geschrieben. Für den Revierführer Côte d`Azur braucht man ein Notebook an Bord. Lässt sich zur Not auch auf einen Pocket-PC (Handheld) überspielen. Ist aber etwas schwierig in der Handhabung, weil der Pocket Internet Explorer von Microsoft keine Sonderzeichen darstellen kann.

    Lui

  6. #6
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    ganz arg vereinfacht:

    Richtung Westen (Hyères, Toulon, Marseille)ist es normalerweise wesentlich windiger
    Richtung Osten (Cannes, Nizza, Monaco, Menton) ist fast immer windschwaecher

    Starker Westwind = Mistral = Sonnenschein und Starkwind
    Ostwind: bringt fast immer Regen, kann auch stark sein (im Sommer recht selten)

    Segel auf jeden Fall nach Porquerolles und den beiden anderen Inseln daneben

    Hochsommer: fast nur Leichtwinde, ausser lokale Gewitter
    viel Flaute
    Gewitterhäufigkeit steigt gegen Ende August


    Kreditkarten nicht vergessen
    und: Konto gut auffüllen

    beim Geldausgeben nicht ans Geld denken, sonst vergeht dir der Spass...

    Wein trinken statt Bier

  7. #7
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    @ segler5we

    Ganz so einfach ist es nicht. Selbst im Golfe de Saint-Tropez kann Mistral so kräftig auftreten, dass an ein Anlaufen von Port Grimaud bzw. Marines de Cogolin nicht zu denken ist. Die beste Jahreszeit zum Chartern ist und bleibt Mai/Juni und September. Und da kann es zuweilen ganz schön blasen. Mistral ist - wegen der Seealpen - erst östlich von Cannes kein Thema mehr.

    Mistral entsteht, sobald sich ein Hoch über der Biscaya aufbaut und ein Tief über Norditalien liegt. Man muss sich das wie zwei gegenläufige Windwirbel vorstellen, die an der jeweiligen Ost- bzw. Westflanke aufeinander treffen. Das Zentralmassiv respektive das Rhônetal wirkt hierbei verstärkend wie ein `Leitblech`. Also Obacht, wenn man solch eine Konstellation auf den täglich bei den Hafenmeistereien ausgehängten Wetterberichten entdeckt.Ostwind kann übrigens sehr kräftig sein. Dass er im Sommer recht selten ist, möchte ich stark relativieren. Ostwind hat man bei Schönwetterlagen häufig in der Zeit zwischen den späten Vormittagsstunden und dem späten Nachmittag. In der Bucht von Cannes fliegt einem am Ankerplatz (z.B. vor Théoule-sur-Mer bzw. La Napoule) schon mal das Geschirr aus den Schapps.

    Wichtig: Nie im Juli/August nach Südfrankreich fahren. Dann ist nämlich tout France unterwegs. An freie Liegeplätze (selbst Ankerplätze) ist dann nicht zu denken, es sei denn, man hat monatelang vorher reserviert oder hat eine 10-cm-Flak auf dem Vorschiff stehen (was allerdings zu diplomatischen Verstimmungen führen dürfte). Port de Porquerolles ist während der Hauptreisezeit praktisch rundum zu. Vorsicht beim Anlaufen von Port-Cros: Es ist eines der meist geschützten Naturreservate Frankreichs. Bei wildem Ankern und Tauchen versteht man absolut keinen Spaß. Im Hafen von Port-Cros geht man entweder an den Steg (sofern Liegeplätze frei) oder an eine Muring. Trinkwasser wird ausschließlich in den Abendstunden rationiert abgegeben. Île du Levant ist bis auf den Bereich oberhalb des Fähranlegers tabu (FKK-Anlage, ansonsten militärisch genutzt). Mein Inseltipp: Sainte-Marguerite und Saint-Honorat vor Cannes. Ankern in der Passage auf gut haltendem Sandboden. An Wochenenden viel Betrieb; im Juli/August Ankerplatz nur mit spezieller Ausrüstung erhältlich (siehe oben). Auf Saint-Honorat wird von den Mönchen der Lérina produziert. Danach sich bitte nicht mehr ans Ruder stellen! Das Zeug hat`s wirklich in sich.

    Es gibt durchaus die Möglichkeit, auch an der Riviera gut und vor allen Dingen preiswert zu essen. Wirf mal einen Blick in den Revierführer Côte d`Azur aus dem Motorbuchverlag. Als Segler kann man sich den Guide Michelin sparen. Tipp: Das La Marine in La Figueirette oder die Pizzeria unmittelbar am Vieux Port von Cannes (kein Witz!). Na ja, das Restaurant Louis XV. im Hôtel de Paris in Monte-Carlo ist natürlich schon etwas teurer. Alain Ducasse serviert schließlich keine Hamburger, und wenn doch, dann im Champagnerhäubchen an Kressespitzen. Absoluter Traum ist ein Frühstück in Éze-Village und zwar auf der Terrasse des einzigen Hotels. Ideal, wenn man im Hafen von Nizza übernachtet hat. Am besten mit dem Taxi hin und mit dem Bus zurück. Der Blick von dort oben ist traumhaft.

    Kleiner Insidertipp gefällig? Ankern auf der Rade de Villefranche vor Port de la Santé. Vielleicht erwischt man sogar eine freie Muringboje. Abends setzt man mit dem Beiboot an den Kai des kleinen Fischereihafens über und geht in der malerischen Altstadt essen. Versorgung ist ebenfalls gut (Supermarkt gleich in der Nähe). Ach ja, noch ein Tipp: Bastelt euch aus stabilemWantendraht einen Stropp mit Kauschen an den Enden. So lässt sich das Beiboot (natürlich am Heck zusammen mit dem Aubo) mit Hilfe eines Vorhängeschlosses an Ringen, Ketten etc. sichern. Gerade in Port de la Santé (Kette am Kai) ist diese Methode gang und gäbe.

    Vive la France!
    Lui quatorze





  8. #8
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    Was ist denn von der beschriebenen Gegend und vielleicht etwas westlich als St. Tropez zu den Osterfeiertagen zu sagen? Ich meine, lohnt sich da das Segeln dort schon? Ist das was für Leute die im Sommer eher in Holland sind und frische Temperaturen mögen oder macht es wegen des Wetters eher keinen Sinn?

    Danke

    LeeLooB

  9. #9
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    Was ist denn von der beschriebenen Gegend und vielleicht etwas westlich als St. Tropez zu den Osterfeiertagen zu sagen? Ich meine, lohnt sich da das Segeln dort schon? Ist das was für Leute die im Sommer eher in Holland sind und frische Temperaturen mögen oder macht es wegen des Wetters eher keinen Sinn?

    Danke

    LeeLooB

  10. #10
    Registriert seit
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    Dieses Jahr ist Ostern recht früh im März, da kann es durchaus noch kalte Tage und viel Regen geben. Hab da schon weiter südlich in Italien ordentliche Regentage erlebt, da war durchaus der Wintermantel noch angesagt.

    Andreas

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