Ergebnis 1 bis 8 von 8
  1. #1
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    Hallo, hat hier jemand Erfahrung mit rutschfesten Decksbeschichtungen (Lack, in den Partikel eingestreut werden) und kann mir sagen, welche was taugen? Ich möchte gerne unsere Cockpitbänke neu beschichten. Hier ist noch altes Teak drauf, was sich aber löst und zum Teil kaputt ist. Und neues Teak ist mir schlicht zu teuer....
    Danke und Gruß Iky

  2. #2
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    Hi Iky,

    willst Du wirklich auf Sandpapier sitzen? Das kann nicht Dein Ernst sein?

    Ich habe bei uns das alte Teak rausgeschmissen und neues verlegt. Aber kein massives, sondern Fertigteakdeck; das sind ca. 3 mm strarke Teakstäbe auf Bootsbausperrholz geleimt mit echtenGummifugen, zusammen 15 mm stark. Rings herum eine Teakleiste geleimt, fertig. Das kann jeder einigermaßen handwerklich Versierte, ich bin auch kein Holzwurm.

    Sieht Spitze aus, ist rutschfest, angenehm für den Allerwertesten und wirklich schiffig. Das kostet zwar ein bisschen, aber selten habe ich mein Geld besser angelegt.

    Eine rutschfeste Beschichtung, die Du beschreibst, ergibt einen schrecklichen Plastik-Look im Cockpit. Igitt!!! Lass es!!!

    Pamina


  3. #3
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    ...so ist es. Ich habe nicht viel Holz an Deck, aber Teak im Cockpit, das muß einfach sein. Natürlich nicht lackiert, sieht gut aus, ist komfortabel und trocknet schnell von selbst, Plastik muß man wischen . Hält auch 20 Jahre, wenn man nicht schleift.

    Gruß
    Manfred

  4. #4
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    Hallo, Pamina,
    wo bekommt man Fertigteakdeck?
    Gruß
    Jusi

  5. #5
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    Hallo,

    Fertigdeck oder auch Stabdecksplatten bekommt man z.B.:

    In Bremen:

    http://www.georgus.de/fussboden.htm


    in Berlin hier:

    http://www.kaehne-bootsausstatter.de/de/index.htm


    In Mölln:

    http://soti.gradwerk.net/index.php


    Achte darauf, wie groß die Platten sind. Evtl. gibt es halbe oder Viertel Platten, ich weiß es nicht mehr so genau. Mache Dir einen genauen Schnittplan, und wenn ein paar mm fehlen, kannst Du sie vielleicht durch aufgeleimte Leisten am Rand ersetzen. Ich habe viel Zeit mit dem Schnittplan zugebracht, dann hat mir die Fa. Kähne die Teile super zugeschnitten. Die Schnitte müssen natürlich "durchgehen", sonst kann man sie nicht auf der großen Maschine schneiden.

    Die Schnittkanten sollte man durch aufgeleimte Teakleisten "versiegeln", das schützt das Sperrholz, bringt trittfeste Kanten und sieht gut aus.

    Viel Spaß

    Pamina

    PS: Vergiss nicht, das Sägeblatt hat auch seine Breite von einigen mm.

    [ Dieser Beitrag wurde von Pamina am 04.04.2005 editiert. ]

    [ Dieser Beitrag wurde von Pamina am 04.04.2005 editiert. ]

  6. #6
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    Ich hab vor 10 Jahren meine Ixylon neu lackiert. Dabei alle Flächen die uneben waren (Eingeformte Strukturen) mit Lack und Granulat gestrichen. PErfection 709 und das entsprechende Antirutschgranulat
    Bis jetzt ist das Deck immer noch Rutschfest. Das sitzen mit normaler Hose und auch mit Ölzeug ist kein Problem.
    Was unangenehm ist, aber das ist es überall, ist mit nackter haut. Das ziept und kneift in der Welle. Vor allem wenn man schwitzt und die Haut nicht wirklich rutscht. Dann kann man nicht einfach zur Seite rutschen, sondern muß man den Achtersteven anliften.

    Am Ölzeug konnte man an den Knien und am Achtersteven nach drei Jahren intensiver Nutzung ein Aufrauen beobachten.
    Wenn du also nicht nur die Cockpitbänke machen würdest, ist der LAck mit Granulat keine Schlecht Wahl. Vor allem weil es dann mit dem Rest des Deckes eine Einheit bilden würde.
    Die glatten Flächen im Jollencockpit habe ich eigentlich nicht gepflegt. Die mit Granulat aber auch nicht. Im Frühjahr einmal mit Wasser und Schwamm und Haushaltsreiniger abgewischt. Das wars. Trotzdem sind die glatten Flächen imme noch glänzend wie zu Beginn. Die angerauten sind durchs Salz und die Sonne etwas fleckig. Also nicht mehr knallrot. Das Boot liegt auf Rügen im Wasser und ist selten abgedeckt. Sehr selten. Daher der Umwelt dauernd ausgesetzt.

    --
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  7. #7
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    Original von Pamina:
    Hi Iky,

    willst Du wirklich auf Sandpapier sitzen? Das kann nicht Dein Ernst sein?

    Ich habe bei uns das alte Teak rausgeschmissen und neues verlegt. Aber kein massives, sondern Fertigteakdeck; das sind ca. 3 mm strarke Teakstäbe auf Bootsbausperrholz geleimt mit echtenGummifugen, zusammen 15 mm stark. Rings herum eine Teakleiste geleimt, fertig. Das kann jeder einigermaßen handwerklich Versierte, ich bin auch kein Holzwurm.

    Sieht Spitze aus, ist rutschfest, angenehm für den Allerwertesten und wirklich schiffig. Das kostet zwar ein bisschen, aber selten habe ich mein Geld besser angelegt.

    Eine rutschfeste Beschichtung, die Du beschreibst, ergibt einen schrecklichen Plastik-Look im Cockpit. Igitt!!! Lass es!!!

    Pamina

    Hi, genauso etwas ist ja jetzt drauf, einzelne Teakleisten auf Sperrholz verklebt mit Gummifuge und Teakleiste drumherum. Das ganze dann als Platten auf die GFK-Bänke geklebt. Das Problem ist nur, daß sich zum einen die einzelnen Leisten lösen und das Gummizeug rausbröselt und zum anderen die Platten sich vom Untergrund lösen und Wasser drunterläuft und das ganze teilweise dadurch aufgequollen ist. Aber ich weiß halt nicht, ob das damals "fachmännisch" gemacht wurde...ist wohl schon einige Jahre alt... Wie lange ist das denn bei Dir schon drauf?
    Gruß Iky

  8. #8
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    Halli Iky,

    bei uns war die ca. 20 Jahre drauf. Es war genau dasselbe passiert, was Du beschreibst. Deshalb habe ich bei den neuen Sitzen die offenen Schnittkanten mit aufgeleimten Leisten versiegelt, worher waren die wirklich offen. Da drang dann von der Seite das Wasser ein. Natürlich muss das richtiger 2K-Bootsleim sein.

    Die Platten habe ich dann sorgfältig mit Sika rings herum am Rand montiert, da dringt kein Wasser darunter ein. Ansonsten habe ich sie mit wenigen durchgehenden Niroschrauben mit Linsenkopf befestigt. Richtiges Versenken und Pfropfen kann icht nicht, da fehlt mir die Kompetenz und das Werkzeug, es wäre bei den dünnen Teakstäben wohl auch gar nicht gegangen. Wenn die Bohrungen sorgfältig angesenkt sind, sieht das ganz gut aus. Kannst Du in Ruhe zu Hause auf dem Werkzeugtisch machen.

    Wichtig, wie schon erwähnt, genauer Schnittplan. Also mit mm rechnen, nicht mit cm. Und genau überlegen, wo die Befestigungsschrauben hinmüssen. Die sollten durchgehend sein und mit Scheiben und Muttern gesichert.

    Wenn irgendwie möglich, durchgehende Schrauben, keine selbstschneidenden Holzschrauben.

    An der Vorderkante habe ich noch eine Leiste 5 x 30 darunter geleimt, so dass die aufgeleimte Leiste 20 x 20 mm möglich war; die ließen eine schöne Abrundung zu. Die neuen Sitzduchten sind besser als die alten, als die neu waren; ich gebe ihnen 20 Jahre. Ich hoffe, ich erlebe das noch.

    Pamina

    Verdammte Schreibfehler, immer muss ich editieren.


    [ Dieser Beitrag wurde von Pamina am 05.04.2005 editiert. ]

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