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Thema: Petrine

  1. #1
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    Moin Leutz,

    am 8. Mai ist es soweit, dann gehen 15 Beschäftigte in Kappeln an der Schlei (Heringstage) mit vier Betreuern an Bord der Petrine, um bis zum 12. Mai auf der Ostsee zu segeln.

    Schönes Wochenende wünscht Harald


  2. #2
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    Moin Harald,

    hoffentlich hattet Ihr besseres Wetter als ich, an der Ahr.
    Ansonsten waren die Abende sicherlich sehr unterhaltend.

    Ich würde mich freuen, hier demnächst einen kurzen Rückblick eurer Fahrt zu erhalten.
    --
    Gut Wind, Uwe

  3. #3
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    Moin Uwe,

    danke für Dein Interesse, kleiner Bericht folgt.

    Mast- und Schotbruch wünscht Harald


  4. #4
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    Hier der Bericht vom Ostseetörn . . .

    Ostsee-Segeltörn
    08.-12. Mai 2005

    Los ging`s am Sonntag mit der Deutschen Bahn AG um viertel vor acht in der Früh vom Osnabrücker Hbf. 15 beschäftigte Mitarbeiter und drei Betreuer machten sich auf den Weg an die Ostsee. Nach 4 x Umsteigen (in Bremen, Hamburg und Kiel, von Süderbarup mit drei Bullis nach Kappeln).

    Finanziell unterstützt wurde die Reise vom „Bildungswerk Mensch und Meer e. V.“

    In Kappeln empfing uns am Spätnachmittag das Heringsfest mit Jochen, dem Kapitän, und Jo, der Bootsfrau, auf unserem Schiff der Petrine. http://www.petrine.de/ Wir begannen sogleich mit dem Stauen des Proviants an Bord. Beim Abendessen teilte uns Jochen in 4 Wachen ein, die die nächsten Tage für das Vor-, Haupt- und Besansegel sowie der Gestaltung der Mahlzeiten verantwortlich sein sollten. Der erste Tag endete mit einem Riesenfeuerwerk des Heringsfestes.

    Montag wurden wir eine Stunde zu früh von der Crew des Vorsegels zum Frühstück aus unseren Kojen geläutet. Los ging`s um viertel vor zehn durch die neue Klappbrücke (die sich immer um „viertel vor“ öffnet) hinaus auf die Ostsee!

    Das Wetter: kalt, windig, regnerisch! Zum Glück hatten wir echte Seglerregenanzüge eingepackt, die uns vor Nässe und Wind schützten. Das stürmische Wetter forderte unseren sofortigen Einsatz!

    Im Hafen von Lyö legten wir an. Einige von uns machten sich auf, die Insel zu erkunden, andere bereiteten das Abendbrot vor. Nach gutem Essen und einem anstrengendem Tag legte sich die Mannschaft in ihre Kajüten zum Schlafen.

    Da es am Dienstag sehr stürmisch war, entschied unser Kapitän Jochen, einen kürzeren Törn zu segeln, um unsere Kräfte zu schonen. Wir legten im total verlassenen Avernakö an. Holzbänke wurden zusammen geschoben, Nudelsalat zubereitet (und mit den Händen umgerührt), Feuer gemacht. Der Tag ging mit einem gemütlichen Grillabend mit Hagel, Regen, Regenbogen und Lagerfeuer, zu Ende.

    Am Mittwochmorgen legten wir schon um 9 Uhr ab. Mit Sonnenschein und gutem Wind segelten wir den ganzen Tag. In Ärosköping legten wir einen Tankstop ein (600 Liter Diesel!) und verbrachten den Abend in Marstal. Unser Plan, nachts durchzusegeln, platzte wegen Unwetter. Wenige Sonnenminuten genossen wir mit selbstgebackenem Kuchen essen auf dem Deck.

    Fünf mutige Seemänner machten eine Erkundungstour im Paddelboot im Hafen von Marstal. Andere genossen die LIVE Musik unter Deck, durch einen schweizer Angelverein in Trachtenuniform.

    Wir beschlossen, am nächsten Tag um 5 Uhr in der Früh weiter zu segeln. So erlebte ein Teil der Mannschaft einen traumhaften Sonnenaufgang! Nachdem wir alle Segel gesetzt hatten, genossen wir den von Mike frisch aufgebrühten Kaffee.
    Bis 11.45 Uhr segelten wir, dann erreichten wir die Klappbrücke ( denn sie öffnete sich wieder um „viertel vor“ , wusste Niels) von Kappeln.

    Ein letztes Mittagsmahl, gefolgt von traurigen Abschied, wurde eingenommen. Um 13.45 Uhr holten uns die Bullis wieder ab. Wieder viermal umsteigen, bis wir um 20.20 Uhr in Osnabrück ankamen.

    Geschaukelt hat’s noch die nächsten Tage!
    Schade, nun sind wir wieder hier. Isy, Dennis, Juan, Anja und die Mitarbeiter wünschen sich wieder zurück an Bord!

    Mast- und Schotbruch

    Dieser Bericht wurde verfaßt von
    Anja Hülsmann, Mitarbeiterin der
    Osnabrücker Werkstätten gGmbH

  5. #5
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    Moin Harald,

    muß ja wirklich prima gewesen sein. Welche Erfahrung hat denn die Gruppe am Ende mit nach Hause genommen? Hat sich das "Wir-Gefühl" verbessert, welche Jahrgänge waren vertreten? und gab es besondere Hürden I(Türbreiten, Stufen u.a) bei der Bewältigung des Tagesablaufes?
    --
    Gut Wind, Uwe

  6. #6
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    Moin Uwe,

    ich selbst bin bei dem Törn nicht dabei gewesen, kenne aber die Crew und das Schiff von anderen Fahrten.

    Ich glaube es gibt keine bessere Möglichkeit, als auf einem Segelschiff das "Wir-Gefühl" zu festigen, vielleicht noch beim Bergsteigen, das ist, nach Aussage der Teilnehmer, bei dieser Reise auch so gewesen.

    Der jüngste Teilnehmer war 20 Jahre alt, der älteste 55 Jahre.

    Rollifahrer sind diesmal nicht dabei gewesen, sonst hätten die, wie bei den anderen Fahrten, den Niedergang rauf bzw. runter getragen werden müssen.

    Gewöhnungsbedürftig ist die Toilette, es gibt nur eine und das Papier muß getrennt entsorgt werden, da bedarf es mehrmals täglich der Reinigung. Trotzdem hat das der guten Stimmung keinen Abbruch getan.

    Auch die Arbeit in der Kombüse schweisst enorm zusammen, nicht nur wegen der Temperaturen.

    Schönen Tag

    und Mast- und Schotbruch wünscht Harald


  7. #7
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    Hallo Harald,

    vielen Dank für den Bericht und weiterhin gute Erfolge und spannende Erlebnisse.
    --
    Gut Wind, Uwe

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