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  1. #1
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    Nachdem ich in den letzten Jahren immer nur im Mittelmeer gechartert habe, ist dieses Jahr die Ostsee - oder besser gesagt die dänische Südsee dran. Ich habe da zwar meinen Ausbildungstörn gemacht, aber erstens ist das schon ein paar Jährchen her und zweitens hat sich der Skipper um das meiste gekümmert.

    Ich habe allerlei Literatur gewälzt, Hafenhandbücher, Törnbeschreibungen usw... aber manche Fragen wurden nicht beantwortet oder zumindest nur unklar:

    1. Wie ist es nach der Überfahrt von Deutschland nach Dänemark? Muss ich da einklarieren, was wird da gemacht.

    2. Wie ist es mit Zollbestimmungen, Einfuhrbegrenzungen? Kann es Probleme geben mit den paar Bierkästen und dem Rum und dem Wein und dem Campari und...

    3. Im Hochsommer soll es ja relativ eng zugehen in der dänischen Südsee. Daher rechne ich damit, öfters mal zu ankern. Als Mittelmeer-Segler bin ich das gewohnt und es macht mir auch Spaß... in der Ostsee scheint es ja nicht so "in" zu sein. Dementsprechend wird standardmäßig auch kein Beiboot mitgechartert. Macht es Sinn, das noch zusätzlich zu nehmen (und zu bezahlen)? Oder fahr ich das Teil dann zwei Wochen spazieren und brauche es dann doch nicht?

    Wäre klasse, wenn ein paar von Euch erfahrenen Seebären mir ein paar Tipps geben könnten.

    So long,
    Icebear

  2. #2
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    Ich kann nur von den Erfahrungen des Vorbesitzers meines Bootes berichten. Der hat vor zwei Jahren fast nur geankert und ist mit dem Dinghy an Land gedüst.
    Ich segle da in 2-3 Wochen hin und werde auch versuchen so oft wie es geht zu ankern und das Dinghy zu benutzen.

    --
    Gruß Christoph

  3. #3
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    Original von Icebear:
    Nachdem ich in den letzten Jahren immer nur im Mittelmeer gechartert habe, ist dieses Jahr die Ostsee - oder besser gesagt die dänische Südsee dran. Ich habe da zwar meinen Ausbildungstörn gemacht, aber erstens ist das schon ein paar Jährchen her und zweitens hat sich der Skipper um das meiste gekümmert.

    Ich habe allerlei Literatur gewälzt, Hafenhandbücher, Törnbeschreibungen usw... aber manche Fragen wurden nicht beantwortet oder zumindest nur unklar:

    1. Wie ist es nach der Überfahrt von Deutschland nach Dänemark? Muss ich da einklarieren, was wird da gemacht.

    - Theoretisch brauchst du dazu eine Grenzerlaubnis. Findest du hier: http://www.miyc.de/grenzerlaubnis.htm Die kostet nix. Praktisch interessiert das jedoch niemanden.Du legst in D ab und in DK an - Fertig.

    2. Wie ist es mit Zollbestimmungen, Einfuhrbegrenzungen? Kann es Probleme geben mit den paar Bierkästen und dem Rum und dem Wein und dem Campari und...

    Die Mengen sind recht hoch(weiß gerade nicht genau) aber auch das wird eigentlich nie kontrolliert - ist halt nicht das MM.

    3. Im Hochsommer soll es ja relativ eng zugehen in der dänischen Südsee. Daher rechne ich damit, öfters mal zu ankern. Als Mittelmeer-Segler bin ich das gewohnt und es macht mir auch Spaß... in der Ostsee scheint es ja nicht so "in" zu sein. Dementsprechend wird standardmäßig auch kein Beiboot mitgechartert. Macht es Sinn, das noch zusätzlich zu nehmen (und zu bezahlen)? Oder fahr ich das Teil dann zwei Wochen spazieren und brauche es dann doch nicht?

    Kommt darauf an, wie gut du darin bist, in überfüllten Häfen einen Platz zu ergattern - die einen können das und die anderen nicht. :D

    Wäre klasse, wenn ein paar von Euch erfahrenen Seebären mir ein paar Tipps geben könnten.

    Bitte schön - sonst noch fragen?

    Gruß

    --
    ...immer eine Handbreit Wasser unter dem Kiel

  4. #4
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    Icebear,

    einklarieren brauchst Du nicht, seit Schengen ist das passè, und schert sich auch niemand drum. Ich wüsste nicht, dass ich jemals jemanden hab einklarieren sehen. Obwohl es mein Heimrevier ist.

    Die Mengen an zu verzollenden Waren sind festgelegt. Und so wie sich Deine beschreibung anhört,liegst Du drüber. Aber mach Dir da keine Sorgen. Das interessiert niemanden. Die haben da besseres zu tun.

    Jo, kann eng werden, gerade in sehr beliebten kleinen Häfen wie Lyø, Dyreborg,Troense oder Avernakø. Ankern kannst Du aber nahezu überall. Wenn Du gern ankerst, dann kannst Du das in der Dänischen Südsee ganz hervorragend. Es gibt auch einige Ziele, die man deswegen besucht, zum Beispiel die Dyvig oder die Helnæs Bugt (Faldsled). Auch in Troense gibt es eine herrliche Ankermöglichkeit direkt am Hafen.

    Du wirst viele Ankerlieger sehen. Gesell Dich dazu, ein Dingi lohnt sich für Freunde des Ankerns auf jeden Fall.


    Generell ist zu sagen, dass Du in eines der schönsten Reviere der Welt fährst. Ich bin letzten Samstag von einem 4wöchigen Törn Rund Fünen, Dänische Südsee, Kieler Bucht, Schlei, Eckernförde, Flensburg etc zurück gekommen. Und es war wieder mal ein Traum.

    Dieses Jahr verlasse ich dann die Ostsee, um mich langsam aber sicher in südlicherer Meere zu begeben. (Wir drehen Filme auf unserem Boot) Wir haben gestern noch drüber gesprochen, dass uns - trotz bevorstehender Ziele bis hin in die karibik - wir oft wehmutsvoll an die Dänische Südsee zurückdenken werden.

    Viel Spass wünsche ich Dir, wenn Du noch Tipps brauchst, schick mir eine Mail.

    stephan


    --
    floor www.segel-dvd.de

  5. #5
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    1

    Standard Grenzerlaubnis

    Also so bescheuert das auch ist, unterschätzt diese blöde Grenzerlaubnis nicht. Ich wurde zwischen Hiddensse und Gedser mitten auf dem Wasser bereits von der Küstenwache angehalten. Ich hatte natürlich keine Grenzerlaubnis. Hat zwar kein Geld gekostet, war aber nervig. Insofern lieber dieses Ding besorgen. In Skandinavien interessiert das allerdings wirlkich niemanden.

  6. #6
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    Na, vom WO Jana Deisenroth und Bootsfrau Lili Carlson würd ich mich ja auch gern mal festnehmen lassen )
    kleinerfisch

  7. #7
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    Moin!
    Ja ja, diese Grenzerlaubniss... Ich segel seit 15 Jahren zwischen Deutschland und Dänemark hin und her. Mit Privatbooten, meinem Boot, Vereinsbooten. Ich bin noch nie nach so einem Papier gefragt worden, geschweige denn überhaupt kontrolliert worden.
    Ich kenne auch niemanden, der so ein Papier hat (glaube ich zumindestens). Einklariert habe ich auch noch nie, einfach rüberfahren und wieder zurückfahren.. Hat noch nie jemanden interssiert.
    Gruß
    Sven
    http://www.carlsen.sh

  8. #8
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    werft das mit der Grenzerlaubnis mal nicht durcheinander.

    Grundsätzlich ist es nur erlaubt von einer zugelassen Grenzübergangsstelle die Hoheitsgewässer zu verlassen, bzw beim anlufen muß der erste Hafen ein solcher Punkt sein. In diesen Häfen muß man, falls vorhanden, sich bei den Behörden abmelden bzw. anmelden. Also ein und ausklarieren.
    Als Papiere müssen die Vorgeschriebenen Papiere an Bord sein. Das sind etwa Personalausweis, Pass.

    Eine Grenzerlaubnis berechtigt nun, das hoheitsgewässer außerhalb dieser offiziellen Grenzübergangsstellen zu verlassen, bzw betreten.

    Genaue Infos drüber bei www.bgsamt-see.de/toern/index.htm
    Leben - bedeutet unterwegs zu sein, nicht möglichst schnell anzukommen.

  9. #9
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    Einfach losfahren, Dänemark ist völlig problemlos. Grenzer oder Zollboote habe ich noch nicht einmal dort gesehen. Anders als bei uns in letzter Zeit. Bin auch schon hier einmal geentert worden. Die Jungs waren aber nett.
    Die Grenzerlaubnis würde ich mir aber besorgen für die Rückfahrt nach Germany. Kostet nichts.
    Danebro unter Steuerbord-Saling und dann in die Dänische Südsee. Ist reizend dort. Die Häfe sind überwiegend gut. Wenn Du es so niedlich magst, wären auch noch Flensburger Förde und Alssund/Alsfjord zu empfehlen und auch der gesamt Kleine Belt.

  10. #10
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    Die Grenzerlaubnis haben wir uns auch geholt, für alle Mitsegler extra.
    Ging schnell und unbürokratisch.
    Haben sowas zwar noch nie gebraucht, aber man kann ja nie wissen.

    Bei uns in der Flensburger Förde wird ziemlich viel kontrolliert, konnten das schon oft beobachten.

    Gruß
    IrrX
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