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  1. #1
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard Ich könnte kotzen !!!!!

    Heute morgen 6.30 Uhr, wache auf, weil irgendwas gehört, was ungewöhnlich ist. Wieder nen Rufen ... Fenster auf .... Da ruft jemand um Hilfe. Sehe 3 Leute am Hafen entlang gehen, aber keine Reaktion ... Plünnen an, runter geastet, zum Hafen gerannt, hing nen Fischer im Wasser an den Festmachern. Hat nen bißchen gedauert, bis er wieder an Land war, weil Kaikante 2m hoch. Egal, von den Leuten, die da entlang gegangen sind, war NIEMAND zu sehen NIEMAND half oder reagierte nur. Bin mir auch ziemlich sicher, daß wenn ich durch das Gebrüll wach werde, mein Töchterchen auch aufwacht, daß ne Menge anderer auch das Gebrüll gehört haben müssen. ABER IGNORANZ wo man auch hinschaut.

    ziemlich frustriert, wütenden Gruß
    Peter

  2. #2
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    1.648

    Standard

    Autismus ist leider zur Volksseuche geworden. Diese schlimme Geschichte ist nur ein Beispiel dafür.

    Zum Glück ist es gut ausgegangen. Einer hat doch geholfen!

  3. #3
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    Nur Dein Aufmacher paßt nicht, aber ansonsten hast Du recht.

    War auch unterlassenen Hilfeleistung. Wenn man die Passanten ermitteln kann, werden die bestraft!

    Leider sind wir zu liberal geworden!

  4. #4
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    Moin Peter,

    es ist das "Gewissen" was Dich zur Hilfe verpflichtet(vom Gesetzestext mal abgesehen), und hiermit ist eindeutig bewiesen....Du hast noch eines

    aber diese "Wegguggmentalität" wird immer öfter festgestellt, könnt ja Folgen haben jemandem zu helfen, ich kenn das zur Genüge,aber glücklicherweise sind nich alle so drauf

    Grüße Ralle

  5. #5
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    Standard

    Zitat Zitat von DoppelNelson
    Leider sind wir zu liberal geworden!
    Versteh ich nicht.

    Zum Thema: Vor einigen Jahren sind ein paar Kinder in Süddeutschland auf einem kleinen See im Eis eingebrochen. Niemand der zahlreichen Umstehenden hat geholfen, der Teich war Hüfttief. Psychologen haben das (unfassbare) Phänomen später so erklärt, daß jeder die Verantwortung auf den nächsten abgab, also jeder dachte "ich bin alt, soll doch der junge Mensch neben mir retten" oder "ich bin erkältet, da hole ich mir den Tod" usw. usw. Letztlich hätte es jemanden bedurft, der nicht nur in den Teich springt, sondern auch die Anderen bewegt, endlich Hilfe zu leisten.
    Ich glaube (hoffe) wir Segler sind da anders gestrickt, weil wir andauernd tatkräftig zupacken müssen, sicher bin ich mir allerdings nicht.
    Handbreit - Ralf

  6. #6
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    Was soll man dazu noch sagen.......
    Besten Gruß,

    Goetz

    Dufour 34 E Performance - aus Freude am Segeln.

  7. #7
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    1.136

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    Ähnlich, wenn auch nicht ganz so spektakulär:
    Ende Juli 2005, Rückfahrt vom Haff in Richtung Berlin, Oder-Havel-Kanal. Das Wetter ist grauenhaft. Sehr viel Wind aus West (also von vorn), dazu langanhaltender Starkregen und elend kalt. Kanalstrecke mit Schotterschüttung, stur geradeaus.
    Ein Paddelboot wird vom Wind immer wieder auf die Ufersteine gedrückt, die Besatzung ist sichtlich am Ende. Mehrere Segler und MoBos fahren vorbei, größere Boote mit beheizbarem, geräumigen Salon und starker Maschine...
    Mußten dann halt unsere 2einhalb Außenbordpferdchen ran. Und wenigstens dem (vielleicht 9 oder 10jährigen) Kind konnten wir ein trockenes Plätzchenin unserer Minikajüte und einen Tee oder Kakao anbieten.
    In Oranienburg hatten sie dann eine vernünftige Möglichkeit, auszusetzen.

  8. #8
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    426

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    Vergangenen Winter hörten Seglerfreunde von mir nachts im Yachthafen merkwürdige Geräusche. Die sind sofort dahin gerannt und sahen in Stegnähe nur noch ab und an eine Hand rauskommen. Sie haben dann zugepackt und den Segler rausgezogen, der weil sturzbetrunken, vom Boot ins Wasser gestürzt war. Der hat mächtig Glück (blieb unververletzt) gehabt, denn meine Freunde haben nur "sicherheitshalber" nachgeschaut , sie wußten ja gar nicht, dass da jemand in Todesgefahr war - Andere hätten vielleicht nicht so gut geschaltet.

  9. #9
    Ausgeschiedener Nutzer Gast

    Standard

    Grad mit dem Ordnungsamt telefoniert .... weil, wie bemerkt, Kaikante 2m hoch, jemanden da raus ziehen praktisch unmöglich. Hab nen Rettungsring ins Wasser geworfen und den Fischer erstmal ins Flache gezogen, da war dann ne fest installierte Leiter, wo er hochkrabbeln konnte.
    Früher war nebst Rettungsring immer ne ca. 5m Leiter bei den Rettungsmitteln, die ist aber weg .... Stadt meinte, die ham se eingezogen, weil damit Unfug getrieben wurde, werden aber jetzt drüber nachdenken ne kürzere Leiter mit ner Schlaufe, die man über nen Poller hängen kann, dort zu installieren.
    Echter Müll jemanden hoch ziehen zu sollen. Nen paar Grad weniger Wassertemp. und keine Ahnung, was ich dann gemacht hätte. So hatte er noch genug Kraft sich festzuhalten. Auf den Fischerkahn zu jumpen und ihn dort rauszuziehen wäre noch ne Möglichkeit gewesen, aber so wie das Deck aussah, wäre die Schlidderpartie garantiert im Wasser geendet.

    @Nelson ... dat hat nix mit liberal zu tun. Gehöre ja wahrscheinlich eher zu den Leuten, mit denen du nix zu tun hast ... und haben willst. Linkes, langhaariges Gesockse sozusagen, wobei ich eher davon überzeugt bin, daß eben dieses Gesockse eher etwas tut, wenn Not am Mann ist.

    @Ralf-T ... glaub ich nicht, daß Segler anders reagieren, dazu wohnen hier direkt am Hafen zuviele Segler und wie schon bemerkt ... war da sonst niemand. Denke tatsächlich ist es eher das Problem, daß die Leute denken, wird sich schon nen anderer drum kümmern .....

    Gruß
    Peter

  10. #10
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    24.10.2005
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    1

    Standard

    Das hat wohl generell auch etwas mit Umgangsformen zu tun. Ich bin vor zwei Wochen mal wieder mit der U-Bahn gefahren und habe meinen Sitzplatz einer ca. 65 jährigen mit Krückstock gegeben. Sie hat sich gleich dreimal bedankt und mich angesehen als wäre ich der Weihnachtsmann. Scheint wohl nicht so oft zu passieren.

    Auch da, auch wenn das sicherlich kein dramatischer Fall war , haben alle anderen gedacht "ach, soll doch ein anderer aufstehen". Hat mich ziemlich nachdenklich gemacht.

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